DARTS-PROFI: Druck & Psychospiele! Hinter den Kulissen der WM mit Robert Marijanovic

Shownotes

Ex-Darts-Profi Robert Marijanovic hat es gleich drei Mal bis in den Darts-Tempel, den Ally Pally in London, geschafft und ist heute WM-Experte.

Host Lenny Peteanu spricht mit ihm im SPORT1 DEEP DIVE über die Neuerungen bei der Darts-WM 2026, welche kleinen Psycho-Tricks die Spieler verwenden, welche Strategien es gibt und wie das Business abseits der großen Bühne aussieht. **

🎯 Die Folge mit Robert Marijanovic im Überblick:**

  • 00:00:00 – Intro
  • 00:01:45 – Wie wird man Darts-Profi?
  • 00:06:30 – Unterschiede zwischen Amateuren, Semi-Profis und Profis
  • 00:11:39 – Professionalisierung des Darts-Sport/ Sponsoring & Social-Media
  • 00:16:10 – Erste WM London
  • 00:22:57 – Das Gefühl: Erstes Mal Ally Pally/ Walk-On-Song
  • 00:26:08 – Mental-Game Darts
  • 00:30:24 – Vorbereitung auf den Gegner/ Trash-Talk vs. FairPlay
  • 00:35:47 – Strategie, Wege & Albtraum-Felder
  • 00:40:54 – Die größte WM aller Zeiten
  • 00:46:57 – Das Phänomen Luke Littler
  • 00:48:27 – Einzigartige Charaktere im Darts
  • 00:49:54 – Entwicklung des Darts-Sports in Deutschland
  • 00:53:08 – Kult-Austragungsort Ally Pally
  • 00:57:50 – Alien-Frage/ Outro

🎧 Robert Marijanovics Podcast: Darts auf die 1 – Hier anhören!

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-📱 Lennys Homepage: https://www.lennypeteanu.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Fünfhundert-Eins-Punkte, zwei Gegner auf Null kommen, das will ich sehen.

00:00:03: Ist das denn zu glauben?

00:00:05: Wir sehen als Zuschauer Typen, in denen wir uns vielleicht auch so ein bisschen wiedererkennen.

00:00:10: Oder die unsere Nachbarn sein können.

00:00:11: Oder unsere Arbeitskollegen.

00:00:13: Oder irgendso ein Typ auf der Straße, der vielleicht ein bisschen zu viel Bauch hat.

00:00:18: Ein schlechtes Tattoo, dem vielleicht der eine oder andere Zahn fehlt.

00:00:21: Oh mein Gott!

00:00:22: Glück gibt's beim Darts einfach nicht.

00:00:23: Also das ist eine Sportart, bei der hast du kein Glück.

00:00:25: Weil, egal wie oft ein Gegner daneben wirft und nicht trifft.

00:00:29: Am Ende bleibt doch immer die Tatsache, dass du selber dein Lex alleine zu Ende spielen musst.

00:00:34: Keiner wirft dein Doppel für dich.

00:00:35: Du musst alleine machen.

00:00:36: Dat ist so der Beweis dafür, dass die Menschheit einfach so divers, so verschieden ist, dass wir auch manchmal Dinge tun, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben.

00:00:45: Aber wenn man sie dann tut, komplett Sinn ergeben.

00:00:47: Ich meine, Luke Littler ist jetzt zum sexiest Sportsman alive in UK gewählt worden.

00:00:52: Muss man mehr über diesen Sport sagen?

00:00:54: Ich glaube nicht, oder?

00:00:58: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Sport-Eins-Deep Dive.

00:01:01: Unser heutiger Gast ist Darts-Legender Robert Marjanovic.

00:01:04: Robbie hat in seiner Karriere hunderte Spiele gespielt und ist mittlerweile Experte bei der WM.

00:01:08: Wir sprechen darüber, wie psychisch belastend der Sport sein kann, welche Strategien es gibt und natürlich über die größte Darts-WM aller Zeiten mit dem höchsten Preisgeld aller Zeiten.

00:01:18: Dabei gehen wir natürlich auch ins Detail, sprechen über Kandidaten wie Luke Littler, Gabriel Clemens und so weiter.

00:01:23: Mir persönlich ist aber immer super wichtig, dass wir hier alle mitnehmen.

00:01:26: Sprich, wenn ihr absolute Da- Crags seid, dann werdet ihr super spannende Insights mitbekommen.

00:01:32: Ihr müsst jetzt aber nicht Darts studiert haben, um hier alles zu verstehen.

00:01:35: Und freuen die ihr wisst, wie es läuft, lasst am besten jetzt schon mal ein Like und ein Abo da.

00:01:37: Für euch ist es kostenlos, uns hilft es extrem bei unserer Arbeit weiter.

00:01:41: Vielen, vielen Dank euch und jetzt ganz viel Spaß bei der Folge mit Robert Marianovic.

00:01:45: Robbie, du warst schon bei drei WM-Star bei im Alli Perli.

00:01:49: Ich stelle mir das so krass vor.

00:01:51: Wenn so die Lichte auf einmal aufflackern, dein Walk-On-Song kommt und du weißt, jetzt geht es gleich los.

00:01:57: Du misst dich mit den besten der Welt.

00:01:59: Wie ist dieses Gefühl?

00:02:00: Bei mir war es zumindest so eine Mischung aus Angst, Freude und Panik, muss ich ehrlich sagen.

00:02:06: Man muss sich es wirklich so vorstellen.

00:02:07: Man macht sich wirklich wirklich wirklich in die Hosen.

00:02:12: Freut sich aber trotzdem, dass man da ist und hat eine Riesenpanik davor zu versagen.

00:02:16: Das ist so eine Mischung aus allen drei Sachen.

00:02:18: Krass, ey.

00:02:19: Lass uns mal, wir sprechen gleich noch über die WM, über die neuen Modi, über die deutschen Spieler auch und so weiter, aber lass uns mal zurückgehen.

00:02:26: erstmal zu deinen Anfängen.

00:02:28: Du hast, zweihundneinzig angefangen, da warst du

00:02:31: zu zwölf

00:02:32: Jahre alt.

00:02:33: Nimm uns einmal mit zurück zu deinen... wie das Ganze bei dir angefangen hat?

00:02:38: Ja, es ist fast so ein kleiner Klassiker.

00:02:40: Eltern hatten so eine Eckkneipe quasi.

00:02:42: Da stand ein Datautomat damals noch.

00:02:44: Man hat es halt so ein bisschen gedaddelt als Kind.

00:02:47: Und das hat sich immer weiterentwickelt.

00:02:48: Erst so lokal, regional, national.

00:02:51: Und dann irgendwie hat man dann so ein bisschen die Kontrolle darüber verloren.

00:02:55: Was war dieser Zauber, der da ... Was hat sich da angefix, dass du dir gedacht hast, das macht mir ... viel mehr Spaß als vielleicht andere Sportarten.

00:03:02: Das hat was Besonderes.

00:03:03: Ich glaube, der Zauber ist ja bei jeder Sportart immer aussieht, dass man merkt, dass man was besser kann als andere, eventuell.

00:03:09: Und dann auch, glaube ich, diese Erfolgsmomente.

00:03:11: Wenn man den ersten Pokal oder so eine Medaille mal in der Hand hat über so ein Kindertart-Turnier oder sonst irgendwie, das macht schon irgendwie Bock drauf, dann noch weiterzugehen.

00:03:20: Und man klappt immer besser und besser und besser.

00:03:22: Und das macht dich irgendwie dann, das fixe ich dann so ein bisschen anders.

00:03:25: Da willst du dabei bleiben.

00:03:26: Geil.

00:03:27: So, in den Neunzigern war das ganze Jahr noch... lange nicht so fett, wie das jetzt heute gefahren wird.

00:03:32: Du hast dann eine Ausbildung zum Bauzeichner gemacht, hast in der Gastrucke gearbeitet als Lagerist.

00:03:39: Aber wann kam so dieser Punkt?

00:03:42: Ich meine, du hast ja auch die ersten zwei deiner drei WMs auch als Semiprofi noch gespielt.

00:03:46: Wann war dieser Punkt, dass du gesagt hast, weil du jetzt auch schon von regionalen, lokalen Pokalen und so weiter Wettbewerben gesprochen hast, dass du gesagt hast, okay, ich find das so geil, das macht mir so viel Spaß.

00:03:56: Ich möchte wirklich Profi werden.

00:04:00: Ja, so richtig Profi war ich eigentlich nie, würde ich mal behaupten, weil ich immer diese Angst hatte im Hintergrund, ah, wenn es nicht klappt, dann habe ich irgendwie nichts mehr.

00:04:08: Ich komme aus Baden-Württemberg und da ist es halt so so ein typisches Ding.

00:04:12: Ja,

00:04:12: Junge, lern erstmal was Ordentliches, guck nach deiner Rente und so weiter.

00:04:16: Das war immer so in meinem Kopf und das hat mich immer so auch begleitet.

00:04:19: Deswegen habe ich mich auch nie getraut, diesen letzten Schritt zu machen.

00:04:21: Vielleicht war es ein Fehler im Nachhinein, vielleicht wäre noch mehr drin gewesen, aber ... Deswegen, das war ja auch immer der Spagat zwischen, ja, ich will unbedingt mich mit dem besten messen und da reingehen und auch gerne mal verlieren, aber ich weiß dann, warum ich verloren habe und weshalb.

00:04:38: Auf der anderen Seite war es immer wieder Angst mehr oder weniger, so ein bisschen seine Zukunft zu verlieren, was, wenn es nicht passt, was es über meine Miete nicht bezahlen kann und so weiter.

00:04:48: Also wie gesagt, im Endeffekt war es wahrscheinlich ein Fehler, es nicht zu tun, weil... Irgendwann stagnierst du dann, weil du einfach auch vom Leben her von deinem Ablauf, Tagesablauf auch nicht mehr schaffst, das Level nach oben zu bringen.

00:04:59: Nur, dass wir uns das noch mal ein bisschen besser vorstellen können und skalieren können in unseren Köpfen.

00:05:03: Wie viel wär denn da drin gewesen, wenn du jetzt auf einem Level von einem Gabriel Clemens oder sowas bist, was du jetzt quasi hast an dir vorbeiziehen lassen?

00:05:13: Ich weiß nicht, was drin gewesen wäre, aber ich weiß, was gegangen ist in so... Wir reden ja viel vom Average beim Datenspielen, von dieser Zahl, die seinen Punkteschnitt so ein bisschen darstellt.

00:05:25: Der hat sich stetig nach oben entwickelt.

00:05:27: Also es gibt Schritte, die machst du relativ schnell auch als Anfänger, dass du dann in einem Jahr vier, fünf Punkte nach oben gehen kannst und dann so ab, ich würde mal sagen Mitte Achtzig.

00:05:38: Das sind dann nur noch kleine Schritte, aber die kamen bei mir.

00:05:40: Also in den Fünfen von achtzig, sechsten, achtzig Jahre Jahres-Average.

00:05:44: Dann auch mal über neunzig gehabt und so weiter.

00:05:46: Aber dann kommt eben der Punkt, wo du sagen musst, um diese nächsten ganz kleinen Schritte, die es weitergeht, zu machen, musst du dein Leben auch dementsprechend anpassen.

00:05:53: Das heißt, noch mehr Wettbewerbe eventuell spielen, das Training so ein bisschen intensivieren, dass dein Körper und deine Körperfunktion einfach komplett darauf ausgelegt sind, da nochmal nach vorne zu kommen.

00:06:03: Und wie gesagt, wenn du versuchst, diesen Spagat zu machen, Vollzeit arbeiten und... quasi Anführungszeichen, Sport-Profi zu sein, funktioniert in den seltensten Fällen.

00:06:11: Ich glaube, man sieht es auch hier bei den Wintersportlern sehr oft, die ja meistens dann Berufssoldaten sind oder Sportsoldaten.

00:06:19: Ich weiß nicht, ob es sowas doch gibt, die das nur so kombinieren können, um ihr Training dann so zu intensivieren und dass das alles passt.

00:06:25: Und beim Darts gibt es sowas eigentlich nicht.

00:06:27: Entweder gehst du auf volles Risiko oder lässt es bleiben.

00:06:30: Zum Training komme ich gleich.

00:06:31: Davor kannst du uns vielleicht noch mal so ein bisschen skizzieren, ein bisschen einordnen, weil ich glaube, Viele Menschen, die sich nicht wirklich mit dem Dartsport auseinandersetzen, unterschätzen den so ein bisschen und checken nicht, was das eigentlich für eine Kunst ist und wie viel Training dahinter ist.

00:06:43: Vielleicht kannst du uns einmal für genau diese Menschen so ein bisschen einmal aufzeigen, was sind denn vom Skillset her wirklich so die Unterschiede zwischen einem guten Kneipendartspieler, einem Semiprofi und wirklich einem Vollprofi?

00:06:58: Also ich würde mal behaupten, es ist die Konstanz.

00:07:00: Es gibt sehr viele... Menschen, Spieler wie auch immer, die natürlich hundert Punkte werfen können, vielleicht auch mal hundertvierzig, im besten Fall ne hundertachtzig.

00:07:09: Der große Unterschied wahrscheinlich zwischen... Anfänger, Semiprofi und Vollprofi ist einfach nur die Intervalle.

00:07:15: Wie oft kann ich diese hohe Punktzahl werfen?

00:07:17: Wie klein ist der Abstand zwischen diesen guten Punktzahlen, zwischen diesen guten Lex, also zwischen diesen guten Aufnahmen und so weiter?

00:07:24: Das macht ja den Unterschied.

00:07:25: Und als Profi, als Vollprofi, versuchst du natürlich diese Abstände, also diese Zonen, in denen schlechte Aufnahmen dabei sind, schlechte Würfe.

00:07:34: Klein und kurz wie möglich zu halten.

00:07:36: Und je kürzer du das machst, desto besser wirst du dann auch im Endeffekt.

00:07:39: Weil wie gesagt, mehr als hundred-achtzig Punkte kann kein Mensch auf dieser Welt werfen.

00:07:42: Es geht nur darum, wer kann das am meisten oder am öftersten werden.

00:07:46: Das

00:07:46: hat ja wahrscheinlich wahnsinnig viel einfach mit Training zu tun.

00:07:49: Wie viel hast du in deiner Peakzeit so trainiert?

00:07:53: Also in meiner Peakzeit mit Hauptberuf waren es dann schon drei bis vier Stunden täglich.

00:07:57: Krass.

00:07:58: Am Wochenende waren dann natürlich entweder Training dann ein bisschen intensivierter, aber hauptsächlich Wettbewerbe.

00:08:04: Ich weiß nicht, ob es in anderen Sportdaten so etwas Vergleichbares gibt.

00:08:06: beim Darts, ist Wettbewerb eigentlich so das Haupttraining.

00:08:09: Ich glaube auch das beste Training, weil wir viel auch so ein bisschen mental arbeiten mit dem Kopf.

00:08:16: Und das kannst du eigentlich am besten dann trainieren, wenn die reale Situation eintrifft.

00:08:20: Ob es jetzt, keine Ahnung, irgendwo in einer Dorfliga ist oder eventuell bei einem PDC-Turnier.

00:08:25: Aber wie gesagt, es geht darum, diese Situation herzustellen und die immer wieder zu trainieren, also diese mentale Beanspruchung.

00:08:31: Wie sehr hat sich das Training in den letzten zwanzig Jahren verändert, wenn du jetzt mal überlegst, so zwei Tausend Eins, zwei Tausend Zwei, als du auch schon mit dabei warst?

00:08:37: Zu heute, weil ich habe auch ganz viel gesehen, dass wirklich das neuronales Training betrieben wird, psychologisches Training mittlerweile.

00:08:43: Also, dass sich das noch mal mehr professionellisiert hat.

00:08:46: Wie siehst du das?

00:08:47: Ja, ich mein, Training vor zwanzig Jahren war einfach hinstellen, so viele Lacks wie möglich fünfhundert Eins runterspielen auf Null war bei meisten so der Standard.

00:08:55: Inzwischen gibt es viele... Trainingsarten, wie du dann spezielle Situationen handelst, Finish-Training, Doppel-Training, Scoring-Training.

00:09:04: Es wird viel mit Kameras gearbeitet, um nochmal ein bisschen zu schauen mit der Technik, mit der Bewegung vom Körper.

00:09:09: Und dann kommt natürlich dann dieses High-End-Level, von dem du gerade gesprochen hast, wo die Leute dann irgendwelche kleinen Anschlüsse an den Kopf kriegen, so wie Gabriel Clemens das auch gemacht hat und das nochmal messen.

00:09:19: Aber das ist glaube ich schon so ein bisschen... die Ausnahmesituation, was gerade seit Jahren eigentlich schon komplett im Trend ist, dass man Mentaltraining quasi mit einbaut in sein Training, dass man sich geschulte Leute an die Seite holt, die einen beobachten, weil ich glaube, was beim Darts sehr viel fehlt, ist dieser Blick von außen.

00:09:39: Man ist oft zu selber in seiner eigenen Bubble und denkt, man kann alles alleine händeln und lösen und so weiter.

00:09:45: Manchmal ist es gar nicht schlecht, wenn jemand von außen drauf schaut.

00:09:48: Oder auch mal reinschaut in den Kopf mehr oder weniger und ihr dann sagt, wo es vielleicht hängt oder aus seiner Sicht hängt.

00:09:54: Wie sieht der Alltag von einem Semi-Profi oder Profi aus?

00:09:58: Weil ihr habt ja unfassbar viele Turniere, die ihr auch unterm Jahr spielen könnt bzw.

00:10:03: müsst, weil ihr ja natürlich in der Weltrangliste nach oben kommen wollt.

00:10:09: Ich stelle mir das super stressig vor und dass man eigentlich die ganze Zeit nur auf Achse ist.

00:10:12: Wie ist das?

00:10:13: Man ist sehr viel auf Achse, also wenn du jetzt ein Top-sechzehn Spieler bist bei der PVC, dann sind es so vierzig bis fünfzig Wochenenden pro Jahr.

00:10:20: Da kommen ja noch Exhibitions, also Auftritt ja so außerhalb dazu, für die du auch noch bezahlt wirst und die dann natürlich auch noch mal ein bisschen Geld rein spielen in die Kasse, wie auch immer, oder einfach nur Promo sind für Sponsoren, für Ausrüstern, wie auch immer.

00:10:33: Aber der Tagesablauf von dem... Profi oder Semiprofi ist ja komplett verschieden.

00:10:37: So verschieden, wie der Sport auch ist, menschlich.

00:10:39: So verschieden sind auch die Tagesabläufe.

00:10:41: Wir haben Alan Suta, der ist so Top-Fürzig der Welt.

00:10:44: Der ist Berufsfeuerwehrmann.

00:10:46: bildet Rettungshunde aus und so weiter.

00:10:47: Dem seinen Tag ist natürlich ein komplett anderer als der von Luke Littler, der um zwölf Uhr mittags aufsteht, die Xbox anwirft oder die Playstation und dann erstmal den Tag chillt so.

00:10:57: Und von dem ich auch nicht glaube, dass er viel trainiert, sondern auch eher so auf die Schiene geht.

00:11:01: Wettkampf ist so mein Training und meine Auftritte deswegen.

00:11:04: Also wie gesagt, man kann das gar nicht... Aber

00:11:05: mit acht sind halt auf Platz eins der Weltrangliste sein.

00:11:07: Man kann es gar nicht generalisieren.

00:11:09: so den Tag.

00:11:10: Gabriel Clemens haben wir vorher erwähnt, der steht auch jeden, der nimmt das Ding so eine Art... Job, also steht auch früh morgens auf, ist echt ein Frühaufsteher, geht dann in seinen Büro, aka Trainingsraum, wirft dann mal ein paar Stunden, macht Mittagessen, macht dann mal eine Session hinterher, wie auch immer.

00:11:28: Jeder nimmt das anders auf oder jeder geht das anders an und ich glaube auch, dass das wichtige Dat ist sehr individuell und der Tagesablauf auch.

00:11:35: Also es gibt nicht diesen typischen Tagesablauf wie bei einem Fußballer, Handballer, Basketballer oder so.

00:11:39: Aber das Pensum, dass es da zu wuppen gilt, ist ja schon krass, weil so professionell der Sport heute ist.

00:11:44: Man muss sich das ja einfach für die, die uns zuhören, jetzt auch mal so vorstellen, ihr seid ja eigentlich alle wie so jeder für sich ein kleines Unternehmen.

00:11:51: Es gibt Leute, die ein Management haben, ich glaube, du hattest keins, aber man muss ja... die Reisen, Hotel, Flüge, Presse anfragen.

00:11:58: Dieses Ganze drumherum, diese ganzen Nebengeräusche, die neben dem eigentlichen Sport stattfinden, selber noch mal Managen.

00:12:03: Du hast das mit deiner Frau zusammen gemacht.

00:12:05: Wie viel muss man abseits des Spiels noch Managen um dieses Pensum, du hast gerade sechsundvierzig Wochenenden

00:12:14: im Jahr gesagt.

00:12:14: Ja, aber bis du sechsundvierzig Wochenenden.

00:12:16: Das muss man abseits des Spiels noch leisten, um das irgendwie überhaupt geschiztzen zu bekommen.

00:12:21: auf gut Deutsch.

00:12:22: Ja, ich glaub... Auch wieder individuell.

00:12:24: Wer ein Management hat, den wird natürlich viel abgenommen.

00:12:28: Arbeit, aber auch natürlich Prozente von den Einnahmen ist ja klar.

00:12:30: Auch das wird anabgenommen.

00:12:34: Ja, es ist eine Menge zu tun, mehr oder weniger Hotels buchen und Flüge buchen und so weiter und solche Kleinigkeiten.

00:12:39: Das ist eigentlich so das wenigste.

00:12:42: Was dich am meisten, glaube ich, Was am meisten Kraft kostet, ist diese Reiserei, dieses Warten an Flughäfen.

00:12:50: Auf dem nächsten Flug, wenn er einmal ausfällt, dann kommt der Koffer nicht.

00:12:54: Und in der heutigen Zeit, muss man auch dazu sagen, ist auch immer so.

00:12:57: mein Tipp an die jüngeren Spieler, Social Media raubt ja relativ viel Kraft, wenn du dich zu sehr damit beschäftigst, wenn du zu viele Kommentare liest, so viele Nachrichten, sonst irgendwas, ist leider ... In der heutigen Zeit so eine Art Krankheit geworden, auch glaube ich, unter Sportlern.

00:13:11: Man sieht es ja auch in anderen Sportarten.

00:13:13: In den Fußball- und Umkleidekabinen, jeder hängt am Handy und klar, jeder sagt es mir alles egal, aber es berührt dich natürlich schon, wenn irgendjemand was Negatives schreibt, auch positive Sachen berührendlich ist ja auch ganz klar.

00:13:23: Aber das raubt relativ viel Kraft.

00:13:26: und eben diese Reiserei, paar Hotels buchen und Flüge, das geht eigentlich.

00:13:33: gut Sponsoren suchen zum Beispiel, das kann unter anderem anstrengend sein, ist bei Datspielern so ein bisschen schwierig.

00:13:39: Ich hatte einmal das Glück rauszufinden, was auch so ein bisschen der Unterschied ist beim Sponsoren suchen.

00:13:44: Wenn du das alleine machst, also keine professionelle Hilfe dabei hast, hast du es relativ schwer.

00:13:50: Und ich hatte tatsächlich bei meiner zweiten WM-Teilnahme jemanden, der sich da drum gekümmert hat, für mich einen guten Sponsor an Land zu holen.

00:13:57: Das waren dann zum Beispiel Summen, von denen habe ich vorher nur geträumt.

00:14:00: Also das war dann komplett anders, weil die sagen, wir rufen niemanden an wegen fünfhundert Euro zum Beispiel.

00:14:05: Das lohnt sich für uns nicht.

00:14:06: Und dann habe ich mal gemerkt, auch wie leicht es eigentlich sein kann.

00:14:10: Und da weißt du auch, warum du gewisse Summen abgibst, weil einfach Leute dahinter stecken, die dann ganz andere Verhandlungstaktiken oder Argumente haben, als du selber quasi.

00:14:20: Aber

00:14:20: sind zwischen Social Media und Sponsoren Da ist ja auch eine gewisse Kausalität dazwischen, weil du brauchst natürlich ein gutes Social Media Game, so wie in jeder anderen Branche auch, um da mit Leuten sagen, na ja, wir wollen ja auch Geld mit dir verdienen, mit deiner Reichweite, mit deiner Präsenz.

00:14:36: Ist es auch bei dir so, du bist ja auch relativ aktiv auf Social Media und ich glaube, allermeisten Menschen geht es um.

00:14:41: mich überraschen, wenn es bei dir anders wäre.

00:14:43: Du hast zehn gute Kommentare und du hast einen, der sagt einfach Robster.

00:14:49: Du bist blöd.

00:14:49: Keine Ahnung.

00:14:50: Wo redest du

00:14:50: zu viel?

00:14:51: Ja, genau.

00:14:52: Und dass sich der eine im Kopf fest setzt oder hast du einen Weg gefunden, wie du es ignorieren kannst?

00:14:57: Es hat Jahre gedauert, aber ich habe den Weg gefunden und es ist mir völlig egal.

00:15:02: Viele sagen das zwar, aber ich meine es auch wirklich so.

00:15:05: Es ist mir völlig egal.

00:15:07: Weil es gibt ja diesem Spruch, you cannot be everybody's darling.

00:15:11: Und das ist einfach so.

00:15:13: Das musst du akzeptieren, glaube ich, im Leben.

00:15:15: Ich habe ja selber auch meine Präferenzen.

00:15:17: Wen mag ich beim Kommentieren, Sport schauen, wie auch immer, keine Ahnung.

00:15:21: Ich habe auch bei Sportlern so meine Vorlieben und klassische Diskussionen.

00:15:27: Wer ist der Goat Messi oder Ronaldo?

00:15:32: Ganz normal und das gibt es ja bei jedem so und bei mir geht es ja relativ.

00:15:36: So kontrovers bist du nicht.

00:15:38: Es gab auch schon Dinge, die waren kontrovers, die ich dann gesagt habe, die dann anderen nicht passen.

00:15:42: Ich habe auch schon von Spielern selber, die ich kommentiert habe, dann auch mal einen Spruch bekommen und gesagt bekommen, hey, du hast das und das anscheinend im Kommentar gesagt.

00:15:49: Wie kommst du darauf, so was zu behaupten, nicht so was zu behaupten, aber das so zu bewerten?

00:15:54: Wobei das ja wiederum so eine Konstruktrie will.

00:15:57: Kritik auch sein kann.

00:15:59: Und das meiste sind ja irgendwie irgendwelche Uli's, die in ihren Kälern sitzen, wo du dir denkst, Alter, geh mal dich mal um deine Mutter oder sonst irgendwas.

00:16:06: Egal, lass uns wieder zum Darts zurückkommen.

00:16:09: Du hast im Jahr zwei Tausend zwölf dich für deine erste WM qualifiziert.

00:16:14: Und hast ja da schon zwanzig Jahre Darts gespielt.

00:16:19: Natürlich nicht, also einen langen Teil davon, nicht professionell, aber schon mit Ambitionen.

00:16:23: Du warst dann zweiunddreißig?

00:16:25: Zweiunddreißig, ja.

00:16:27: Ich denke mir, das ist doch voll krass, wenn du dann mit thirty-two dastehst und so checkst.

00:16:31: Krass, ich fahre jetzt nach London.

00:16:33: Ich fahre in den Alley-Pally.

00:16:34: Ich darf mich jetzt mit den besten dieser Welt messen.

00:16:37: Wie war das für dich in dem Moment, als du gecheckt hast, als du ging nach London?

00:16:41: Ja, es war so ein Klassiker, so ein Qualifikationsturnier eben irgendwo in den slowenischen Bergen.

00:16:47: Krainz Gagora, alle Ski-Fans werden es kennen.

00:16:50: Ich habe es tatsächlich nicht gleich realisiert.

00:16:53: Also ich habe gewusst, ich habe es geschafft und das ist so der Traum schlechthin, jedes Datspieler ist damals schon gewesen, vor drei zehn Jahren in den Ellipally zu kommen.

00:17:02: Das war schon relativ schnell kult.

00:17:06: Realisiert habe ich es tatsächlich erst in dem Moment, als ich ins Spielehotel eingelaufen bin und da direkt Phil Taylor saß in der Lobby.

00:17:14: Und da war so der Moment, wo ich gedacht habe, ich bin echt, ich bin tatsächlich hier.

00:17:19: Ich darf das hier machen.

00:17:20: Und jetzt, weil die ganze Zeit vorher, ja, WM, WM hin, WM her, man bereitet alles vor, guckt so ein bisschen nach.

00:17:27: Aber wie gesagt, dieser Moment, ich komme ins Hotel, da sitzt viel Taylor und ich glaube, da saß auch Raymond van Barneveld mit seinem Manager oder so an der Hotelbader und haben irgendwas gesprochen und da habe ich gewusst, okay, geil.

00:17:39: Ich gehöre hier quasi dazu, zu dieser Regel, vielleicht nicht zu diesen zwei, aber ich gehöre zum größeren Umfeld.

00:17:45: Wie

00:17:45: gut kennt man sich da eigentlich untereinander?

00:17:47: Weil wir haben jetzt ja, bei der WM-Sächsen-Zwanzig haben wir acht deutsche Spieler.

00:17:52: Ich glaube, du hast ja auch ein Podcast mit Gabriel Clemens und so weiter, aber wie gut kennt man sich auch so zwischen den Nationen über die Turniere hinweg?

00:18:00: Alles Sympathiesache.

00:18:01: Wenn man sich so ein bisschen sympathisch ist, ich sag mal... sich riechen kann, dann entsteht da so eine Art Freundschaft.

00:18:09: oder Buddyschaft, sage ich mal.

00:18:11: Da gibt es welche, mit denen kannst du gut, andere mit denen kannst du nicht ganz so gut.

00:18:15: Genauso gab es viele, die mit mir nicht gut konnten, muss ich auch dazu sagen, in meiner Laufbahn.

00:18:19: Ich bin auch das eine oder andere mal angeeckt mit dem einen oder anderen Spieler, weil ich doch relativ schlechter Verlierer war, bin, wie auch immer.

00:18:27: Ja, aber es entstehen schon, es gibt Leute, die sind auch komplett entspannt, also Michael Smith schon zum Beispiel.

00:18:35: Der war schon ein Topspieler, als ich ihn kennengelernt habe.

00:18:37: Komplett entspannter Typ, redet mit jedem.

00:18:39: Und dann gibt es Typen, die sind so ein bisschen... Nicht Nabber, muss man sagen.

00:18:44: James Wade ist zum Beispiel ganz schwer, irgendwie mit ihm ins Gespräch zu kommen oder so.

00:18:48: Muss ja auch nicht sein.

00:18:49: Aber da merkt man dann schon, dass der versucht, ein bisschen distanzierter zu sein.

00:18:53: Der hat seinen Umfeld, seinen inneren Kreis quasi und den Verlässter auch nicht.

00:18:57: Aber zum Beispiel die Niederländer sind komplett alle entspannt.

00:19:00: Also die reden gerne mit dir.

00:19:02: Die werben sich da am Bord mit dir auf.

00:19:04: Die schnacken da wirklich richtig

00:19:05: gut.

00:19:05: Die hoffen davor noch mal schön ein.

00:19:08: Lieber nicht.

00:19:08: Das wäre natürlich dann der Super-Gau.

00:19:11: natürlich auch beim darts regeln sport regeln und doping ist natürlich die also wirklich.

00:19:17: das ist das wird auch streng kontrolliert.

00:19:19: viele glauben es nicht aber ich war schon oft dabei wenn unerkündigte kontrollen waren.

00:19:22: krass und leute dann quasi ja vor vor vor dem klo sitzen und einer geht mit und du musst dann dementsprechend eine probe abgeben.

00:19:33: ist so ein klischee so.

00:19:34: aber die niederländer sind wirklich komplett coole coole leute alle.

00:19:41: Gut, Vincent van der Voort, der ist ein bisschen eigen.

00:19:43: Bekommen

00:19:43: richtig die Insights.

00:19:44: Ja, er

00:19:44: ist auch ein bisschen eigen, das muss man schon sagen.

00:19:47: Er ist auch zum Beispiel sehr gut befreundet mit Michael van Gerven.

00:19:49: Das ist ein Trauzeug und so.

00:19:51: Da entstehen auch großartige Verbindungen wie z.B.

00:19:55: zwischen mir und Gabriel Clemens.

00:19:57: Wir kannten uns zwar vorher schon, haben uns auf der Tour wirklich gut angefreundetes Hotelzimmer auch oft geteilt, sind zusammen gereist.

00:20:03: und jetzt nach wie vor, auch wenn ich jetzt schon jahrelang nicht mehr auf der Tour bin und auch keine aktiven Turniere mehr spiele, Die Freundschaft ist immer noch da.

00:20:10: Wir haben jede Woche so ein Podcast zusammen und so weiter.

00:20:14: Das verbindet irgendwie, weil man auch so ... Ich weiß, jeder weiß vom anderen so ein bisschen, wie schwer das alles ist mit den Dats.

00:20:20: Aber wie

00:20:20: kann das entstehen?

00:20:21: Weil ihr ... Also, bei euch ist das ja entstanden, auch während du noch aktiv warst.

00:20:26: Wo ihr ja eigentlich auch ... Ihr hättet ja auch immer aufeinander treffen können.

00:20:29: Und dass da trotzdem Freundschaften entstehen können, ist relativ selten.

00:20:33: Wir hatten ... Wir hatten Maria Höflerisch hier, die mit Lindsey Bonn ... Super, befreundet war beide Weltspitze, aber nur so lange ist nicht richtig um was ging.

00:20:40: In die Folge könnt ihr auch gerne nochmal reinhören.

00:20:42: Und dann ging es auf einmal um was und dann waren sie an der Weltspitze angekommen und dann ging auf einmal gar nichts mehr.

00:20:47: Warum können diese Freundschaften wie zwischen dir und Gabriel... oder Vergerven und seinem Trautzeug überhaupt.

00:20:54: Wie kann das entstehen im Darts?

00:20:56: Wir sind sehr nahe aneinander dran.

00:20:57: Also man muss sich das so vorstellen, nicht nur diese Fernsehturniere, die wir sehen, finden ja statt, sondern auch thirty- vier bzw.

00:21:03: thirty-six Turniere ohne Kameras.

00:21:05: Das ist sogenannte Players Championships.

00:21:07: Das ist so ein bisschen das Brot- und Buttergeschäft aller Pros außerhalb der Top-Zwanzig-Dreißig.

00:21:12: Also ganz, ganz wichtige Turnierserie.

00:21:14: Und da sitzt du quasi in einem Raum mit fünfzig Tischen, einer neben dem anderen und du siehst dich.

00:21:20: Du kannst ja auch nicht aus dem Weg gehen.

00:21:22: Du gehst aufs Klo, siehst einen, du gehst raus, gib dir auch viele Spiele, die ab und zu mal ein Flüppchen rauchen.

00:21:27: Das kann man ruhig zugeben beim Darts.

00:21:32: Das weiß auch, glaube ich, fast jeder so.

00:21:34: Und dann siehst du dich draußen beim Rauchen oder wie auch immer.

00:21:36: Und du kannst dir nicht aus dem Weg gehen.

00:21:37: Bei anderen Sportarten, keine Ahnung, Fußballer sehen sich ja zweimal im Jahr so ein bisschen, da, wenn man in einer Mannschaft spielt.

00:21:44: Auch da gibt es ja zum Beispiel Geschichten, dass... Superstars niemals mit Ronaldo irgendwie geredet haben oder mit Ibrahimovic in der Kabine, obwohl sie drei Jahre lang miteinander in der gleichen Mannschaft gespielt haben.

00:21:55: Das gibt es beim Darts eben nicht.

00:21:57: Also du bist sehr nah aneinander dran, kriegst viele Gespräche woanders mit, kommst relativ gut ins Gespräch, spielst auch ab und zu mal gegeneinander.

00:22:04: Das ist klar, aber die meisten können das gut trennen.

00:22:08: Also das Spiel geht fünfzehn, zwanzig Minuten bei der WM, meine ich, wegen auch ne Stunde.

00:22:13: Das ist natürlich dann Wettkampf.

00:22:14: Aber davor und danach ist alles okay.

00:22:16: Also vor dem WM-Spiel gegen Gabriel Clemens, jetzt mal übertrieben gesagt, würde ich jetzt auch nicht mich mit ihm ans Bord stellen und mich vor dem Spiel mit ihm aufwärmen oder irgendwie großartig schnacken, sondern hallo, hallo, ein bisschen Smalltalk, dann wird sich aufgewerbt.

00:22:30: Aber wenn das alles vorbei ist, ist alles wieder okay.

00:22:32: mehr oder weniger, war es auch während dem Spiel.

00:22:36: Man ist sogar sensibler.

00:22:37: wenn man gegen gute Freunde spielt, weil man möchte auf jeden Fall vermeiden, dass der einem irgendwas vorwirft, irgendwelche Taktiken, dass man zu langsam geworfen hat, dass man ihn provoziert hat, angeschaut hat, während er wirft oder solche Sachen, oder Gottes will, husten hinter ihm oder solche Sachen.

00:22:51: Erst mal eher sogar noch vorsichtig, weil man will natürlich diese Freundschaft nicht riskieren wegen einem Darksmash.

00:22:57: Also die Gemeinschaft hinter den Kulissen ist da.

00:22:59: Die Gemeinschaft vor den Kulissen, das sehen wir ja jetzt auch bei der WM und so weiter, die ist in jedem Fall da, als für das erste Mal im Halliwase.

00:23:07: Das war schon so eine Riesenparty, so eine Riesenextase.

00:23:12: oder ist das, was wir jetzt sehen, auch das Ergebnis von so einer gewissen Art Hype, der über die letzten zehn, fünfzehn Jahre nochmal deutlich ein Fahrt aufgenommen

00:23:20: hat?

00:23:22: Es war eine super Stimmung.

00:23:23: Es hat sich da, glaube ich, gerade so richtig nach oben entwickelt.

00:23:25: Ich kann mich erinnern, dass bei meinem Walk-On wirklich die Hölle los war.

00:23:29: Ich kam mir wirklich vor so ein bisschen wie in so einem Dschungel.

00:23:33: Ich habe mich dann gleich daran erinnert.

00:23:34: Andre Welle war mit mir damals im Hotel und hat sich auch so ein bisschen mit mir aufgewärmt.

00:23:40: Wir haben zusammen trainiert und es damals gut kennengelernt.

00:23:43: Schöne Grüße, falls ihr das hier hört.

00:23:46: Der hatte immer den Walk-On-Song Welcome to the Jungle von Guns N' Roses.

00:23:50: Und genau das hat gepasst.

00:23:52: Welcome to the Jungle, weil das war wirklich schon wild, was da teilweise abging.

00:23:56: Diese Leute, du stehst da, du musst ja warten, teilweise zwei Minuten, bis das losgeht, auf das Live-Feed losgeht.

00:24:03: Die geben ja dann das Zeichen, du kannst los.

00:24:04: Und du stehst da zwei Minuten lang in dieser Menge, die schreien alle, feiern alle, halten die irgendwelche Schildervorstgesicht.

00:24:10: Security neben dir, keine Ahnung.

00:24:12: Damals auch noch mein Gegner, das gab in der ersten Runde gemeinsame Walk-Ons.

00:24:16: Dann, wie gesagt, dann geht dir alles durch den Kopf und dann kam dieses Gefühl von... Angst, Panik, Freude, alles gemeinsam.

00:24:22: Dann hast du noch so ein Gegner, dann schaust du den an, Daryl Gurney war das dann bei mir.

00:24:25: Der hat mir auch ein bisschen Angst eingeflößt durch die Art und Weise, wie er war, so wirklich ein aggressiver, bulliger Typ aus Nordirland.

00:24:33: Also wie man sich das auch vorstellt, aus den Straßen irgendwie so von der Street.

00:24:38: Und das musst du erstmal alles verarbeiten.

00:24:41: Und wie gesagt, darauf kannst du dich auch nicht vorbereiten.

00:24:45: Das schießt ein Kormonhaushalt so komplett durcheinander, dass alles, was vorher war, die ein, zwei Stunden, mehr oder weniger für ein Arsch ist.

00:24:53: Ja, in dem Moment.

00:24:54: Warum ist dein Walk-on-Song Looking for Freedom von David Hasselhoff gemacht?

00:24:58: Das war einfach eine Schnapsidee mehr oder weniger im Hotel.

00:25:02: Schöne Grüße.

00:25:03: Gehen da raus an den Schweizer Kollegen, der mir das vorgeschlagen hat, mit dem Argument, das hat keiner.

00:25:07: Und im Endeffekt, ich habe es, Gabriel Clemens hat es relativ gut beschrieben und gesagt, Robi, ja, das hat auch ein Grund, warum es keiner hat.

00:25:18: Das ist ähnlich wie so ein neon-gelbes Auto.

00:25:21: Das ist auch ein Grund, warum das niemals wenige Leute haben.

00:25:24: Nein, ich hatte vor, ich bin eigentlich ein relativ, ich bin ein kleiner Rocker.

00:25:28: AC DC war immer so mein Ding.

00:25:30: Ich hab das ja noch geändert.

00:25:31: Aber ich hab das auch zum Schluss gar nicht mehr, komm lass halt.

00:25:35: Dann kam das noch mal noch ein paar Mal.

00:25:37: Machst du

00:25:37: gut Laune?

00:25:38: Ja,

00:25:39: im Endeffekt ja, mach gut Laune.

00:25:40: Ist jetzt halt so ein Running Gag eigentlich, weil es gibt auch oft Übertragungen, wo ich dann als Experte auch mal sage, oh, ist nicht ganz mein Walk on Song.

00:25:48: Und was die Schwäle dann natürlich sagt.

00:25:49: Robby, Vorsicht mit den Steinen.

00:25:51: Du sitzt im Glashaus mit deinem Walk on Song.

00:25:53: auch recht, ganz klar.

00:25:55: Deswegen, ja, es war eine Schnapsidee so einfach und ich habe es genommen, nicht mehr geändert.

00:26:00: Aber es war jetzt für mich auch nie wichtig, was der Walk-On-Song ist.

00:26:03: Das ist mir auch relativ egal.

00:26:05: Ich habe mich eher darauf konzentriert, was dann nach dem Walk-On passiert.

00:26:09: Lass uns mal über dieses mentale Spiel-Dat sprechen.

00:26:13: Du hast, äh, zwei Tausend Dreizehn, zwei Fünfzehn und zwei Neunzehn, also bei der WM, dabei warst, bist du jeweils in der ersten Runde rausgeflogen.

00:26:20: Und das war von den Sets her.

00:26:22: Aber immer relativ knapp, ich glaube bis auf zwei, fünf, zehn, aber bei zwei, dreizehn und zwei, neunzehn war, also es hätte auf jeden Fall auch weitergehen können.

00:26:31: Wie bist du damit umgegangen, wenn es eben so knapp war?

00:26:35: Weil ich denke mir so, man trainiert so viel, so hart, dann steht man schon da und dann ist es so irgendwie ein Zeit Unterschied am Ende.

00:26:44: Ja, da war ja noch so eine Art Vorrunde.

00:26:49: Best of Seven Lex.

00:26:50: Also das war ein ganz, ganz kurzes Format.

00:26:52: Das hatte ich ja gewonnen.

00:26:54: erste Spiel am Abend, um dann am letzten Spiel des Abends noch meinen ersten Rundenspiel machen zu können.

00:26:59: Das war mental extrem herausfordernd, weil ich habe in meinem Leben noch nie um so viel Geld gespielt.

00:27:04: Also du hast diese Vorrunde gespielt, siebeneinhalb Tausend Pfund.

00:27:07: Sicher, wenn du gewinnst, sind es glaube ich dann fünfzehntausend Pfund.

00:27:11: Und du spielst dann so quasi vier Lecks oder sieben Lecks.

00:27:15: um so eine gewaltige Summe, das ist eine gewaltige Summe in meinen Augen.

00:27:18: Und das war so ein bisschen herausfordernd.

00:27:20: und dann hat mir am Ende dann auch bisschen so die Kraft gefehlt für dieses eigentliche Spiel gegen Steven Bunting damals, der quasi frisch in dieses Game reinkam.

00:27:30: Und da hätte ich mir gewünscht, dass es vielleicht ein Tag später gewesen wäre.

00:27:33: Einfach, dass ich noch mal mentale Kraft noch mal sammeln werde.

00:27:36: Für alle, die sich das nicht vorstellen können, du erlebst in diesem... In dieser halben Stunde relativ viel.

00:27:43: Es wird so viel gezerrt in deinem Körper, was die Stimmung angeht.

00:27:46: Das heißt, du wirfst daneben, dein Gegner checkt, du musst das innerhalb von fünf Sekunden verarbeiten, weil es geht schon wieder gleich weiter.

00:27:52: Du hast gar keine Zeit dahinter herzutrauen.

00:27:55: Deswegen glaube ich auch, dass in Zukunft die mentale Fitness extrem wichtig ist, aber auch die körperliche.

00:27:59: Dass eben dein Körper das Haus hält, so viele verschiedene Zustände innerhalb von kürzester Zeit auszuhalten.

00:28:05: Aber mental, wenn wir jetzt hier anfangen, über mentale Dinge zu reden und was da zu beachten ist, dann kommen wir hier nicht mehr raus.

00:28:11: Also dann gingen wir in eine Richtung ab, die wollen wir, glaube ich, beide nicht.

00:28:15: Es ist ein großes Thema auf jeden Fall.

00:28:16: Ich will nur sagen, mental ist wahrscheinlich das A und O im professionellen Dartsport, also die mentale Gesundheit.

00:28:24: Eine Frage, und dann machen wir das aber auch wieder zu, habe ich aber zum Mindset noch, weil ich meine, es ist eine Präzisionssportart, und es geht um eine Abweichung von teilweise acht Millimetern, also wie breit jetzt zum Beispiel die Doppel- und Trüppelfelder sind.

00:28:39: Wenn ich als absoluter Laie die Eins treff anstatt, die Doppel-Eins anstatt, die Doppel-Zwanzig so, das kann mir passieren, und dann denke ich mir, mein Gott, dann habe ich halt Pech gehabt.

00:28:50: Das kann aber auch den Profis passieren.

00:28:53: Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die das gleiche Mindset haben, dass sie sich dann einfach denken, mein Gott, das ist halt mal blöd gelaufen oder so.

00:28:59: Wie ist das Mindset da?

00:29:00: Das Mindset ist relativ gut, immer auch ablesbar.

00:29:02: Wir werden es auch bei der WM jetzt immer wieder sehen.

00:29:05: Ich weiß nicht, ob es sonst noch eine andere Sportart gibt.

00:29:08: Du wirst oft die Szene haben, dass jemand, die doppelt zwanzig trifft, im zweiten Versuch quasi in zwei Aufnahmen braucht, um mal vierzig Punkte zu checken.

00:29:17: Und der wird mit dem Kopf schütteln und sich ärgern.

00:29:20: Und es gibt wenig Sportarten, wo sich die Sportler ärgern, obwohl sie das eigentliche Ziel ja erreicht haben.

00:29:27: Aber es ist zu spät.

00:29:28: Es hätte viel früher sein müssen.

00:29:30: Hintergrund ist immer das jeder weitere Wurf.

00:29:32: der jetzt getätigt werden muss, gerade auf die Doppel, zährt ja wieder an deiner Konzentration, an deinem Fokus.

00:29:38: Und die Batterie ist nicht unendlich geladen, sondern du musst das wirklich gut haushalten damit oder versuchen, damit zu haushalten.

00:29:46: Das heißt, es nervt dich, dass du Kraft auf etwas verschwendet hast, was eigentlich nur ... passen müsste, was eigentlich funktionieren müsste.

00:29:54: Also das ist so der große Unterschied, dass Profis sich oft ärgern, wenn sie zu spät das Doppel treffen, obwohl sie ja quasi das Erfolgserlebnis haben, aber nicht in dem Moment, wo sie es wollten.

00:30:03: Also man ärgert sich extrem, wenn man nicht trifft, weil oft ist es so im Training läuft das alles wie geschmiert.

00:30:10: Man trifft alles, was man will mehr oder weniger.

00:30:13: Und dann kommt der Wettbewerb und dann fehlt man also eine Eins bei Doppelzwanzig Rest zum Beispiel für den Profi.

00:30:17: Das ist so so so ein Ding so.

00:30:19: Da kommst du auch nicht mehr raus, gefühlt technisch.

00:30:22: Das nervt extrem.

00:30:24: Ich frag mich immer so, weil irgendwie ihr spielt ja gegeneinander, aber ja trotzdem für euch alleine.

00:30:31: Kann man sich irgendwie auf seinen Gegner vorbereiten, dass du dir das mal, also du hast die Auslosung und du schaust dir dann an, okay, welche Wege geht ihr besonders gerne, wenn er anfangen darf, weil er dich davor ausgebult hat.

00:30:43: Gibt es irgendwelche, wenn ich weiß, er macht gerne so eine Kombination, so einen Weg, wie kann ich quasi nochmal Anschluss finden, wie kann ich davon profitieren?

00:30:51: Kann man sich da irgendwie so drauf vorbereiten?

00:30:52: Macht man das?

00:30:53: Das macht man jetzt nicht auf die reinen Wege oder was der da macht oder zusammenrechnet.

00:30:57: Das ist ja eigentlich völlig egal.

00:30:59: Das einzige, wo du dich vielleicht vorbereiten solltest, so ein bisschen, ist zum Beispiel, ist mein Gegner ein schneller.

00:31:04: Ein langsamer Spieler, hat ja irgendwelche Ticks, die dich vielleicht nerven während des Spiels.

00:31:10: Also es gibt zum Beispiel Spieler, die laufen sehr nah an dir vorbei.

00:31:14: Wenn sie zurückgehen, beim Datz holen, viele machen das auch unbewusst.

00:31:18: Also dann musst du halt darauf dich einstellen, oder wenn jemand sehr langsam ist, dann musst du das auch vorher, glaube ich, dir so ein bisschen vorstellen, damit du dann auch nicht so genervt bist, wenn du so lange warten musst.

00:31:29: Dass du das vorher schon mal ... drin hast und ihr vielleicht auch überlegst was mache ich in dieser langen Wartezeit?

00:31:34: es gibt Spieler die Machen sich irgendwas auf ihre Flights oder so und schauen das nochmal schnell an oder gehen dann zum Tisch.

00:31:42: Wischen sich immer die Hände ab an einem Handtuch oder trinken dann in Schläbchen.

00:31:46: Rituale einfach um diese Zeit zu überbrücken, die dann wie du länger brauchst.

00:31:50: Und bei einem schnellen Gegner, also wenn er viel viel schneller ist als du zum Beispiel, dann musst du dir überlegen nicht in seinen Rhythmus reinzukommen.

00:31:57: Weil man ist oft versucht, dass der dann einen richtig mit reinzieht in diesen Sorg und du wirst auch selber immer schneller und dann musst du dir einfach überlegen.

00:32:05: dass du da nicht mitmachst, um dein eigenes Spiel nicht kaputt zu machen.

00:32:08: Also zu hektisch wirst und so weiter.

00:32:10: Das sind so die Dinge, auf die man sich vorbereiten kann.

00:32:13: Aber was der am Endeffekt macht, am Bord, wie er rechnet, was er checkt, wie er spielt, darauf hast du überhaupt keinen Einfluss.

00:32:19: Das kannst du auch nicht... Ja, das brauchst du gar nicht beachten.

00:32:22: Welche Rolle spielt Rhythmus beim Dat?

00:32:25: Wahrscheinlich eine sehr, sehr große.

00:32:26: Weil du hast ja beim Training deinen Rhythmus, wenn du ein Trainingspartner hast, es ist ja auch immer der gleiche Rhythmus.

00:32:32: Ganz wichtig ist sich an den Rhythmus des Partner, also das Gegner zu gewöhnen und dann dein Spiel dazu implementieren einfach.

00:32:39: Kann man eigentlich so ein bisschen so was wie Trash Talk da oben betreiben?

00:32:43: Oder ist der Caller da zu nah dran und weiß dann gleich Bescheid und dann gibt es irgendwie eine Strafe oder sowas?

00:32:49: Ja, also wenn ein Caller da ist und Fernsehkamera ist, dann wirst du so ein bisschen... Du hast das tunlichst unterlassen, weil die Strafen sind auch empfindlich.

00:32:58: Das geht ganz klar für ein Player.

00:32:59: Aber so abseits der Kameras, bei diesem Players' Championship, das ich vorher erwähnt habe, da ist es so ein bisschen verbreiteter, sag ich jetzt mal.

00:33:06: Da steht dann halt einer hinter dir und dann hörst du vielleicht auch mal, wenn du die Chance zu oft gekriegt hast, aufs Doppel zu werfen, weil der Gegner daneben geworfen hat.

00:33:15: So ja Lucky Bastard oder solche Sachen, ja.

00:33:18: Und solche Dinge oder vielleicht auch mal einen Stamm vor hinten auf dem Boden.

00:33:24: Die Darts fallen dem Gegner aus, versehen aus der Hand auf den Boden und oder er klackert hinter dir mit den Darts immer so dieses Geräusch.

00:33:31: Da gibt es einiges, was man machen kann, was man auch schon so ein bisschen erlebt hat.

00:33:35: Aber es ist nicht die Regel, muss man auch ganz klar sagen.

00:33:38: Es gibt so Kandidaten, die kennt man, die machen das immer wieder, aber auch die kann man sich dann auch wieder einstellen.

00:33:42: Und dann ist dann wieder diese Vorbereitung, von der ich gesprochen habe.

00:33:44: Weißt du das auch?

00:33:45: Und dann schockt dich das auch nicht in dem Moment.

00:33:47: Robi, jetzt pack mal aus.

00:33:48: Du hast deine Karriere hinter dir.

00:33:50: Du bist Experte.

00:33:51: Was hast du für kleine mentale Tricks gemacht, wie du deine Gegner aus dem Konzept bringen wolltest?

00:33:57: Ich habe nie geplante Sachen gemacht.

00:34:00: Also ich habe mir nie vorgenommen.

00:34:02: Ich werde jetzt so und so.

00:34:03: durcheinander bringen, aber es sind Dinge einfach automatisch passiert.

00:34:07: Es gab einfach Reaktionen, emotionale Ausraste, kleine Ausraste.

00:34:12: sage ich jetzt mal, dass ich dann irgendwie echt beschissen gespielt habe und bin weit hinten, knall dann so ein bisschen meine Darts auf den Tisch.

00:34:19: Das ist natürlich echt blöd, tut mir dann auch leid danach, mehr oder weniger.

00:34:24: Bei mir war es meistens so, während des Spiels auch versucht.

00:34:27: überhaupt nicht aufzufallen beim Gegner.

00:34:29: Ganz, ganz wichtig für mich immer gewesen, weil ich habe immer versucht, auch den Leuten so zu spielen, dass ich den Leuten immer, auch vielleicht noch fünf Jahre später, gerade in die Augen schauen kann und Hallo sagen kann.

00:34:40: Das ist ja jetzt zum Beispiel auch von Vorteil.

00:34:42: Ich komme in den Ellipelli, ich habe da echt keinen Bock, irgendwie jemanden zu sehen.

00:34:46: wo ich vor zehn Jahren einen riesen Theater gemacht habe oder den provoziert hat, an Bord, das wäre natürlich echt nicht so gut.

00:34:52: Man sieht sich mal zweimal im Leben.

00:34:53: So

00:34:53: sieht es nämlich aus, ja.

00:34:55: Aber nach dem Spiel war bei mir oft immer so eine Fehlreaktion, sage ich mal, dass ich einfach, wie gesagt, ein schlechter Verlierer bin und dann vielleicht irgendwas zum Gegner noch sag oder ihm noch dalasse oder mich noch woanders beschwere oder wie auch immer.

00:35:08: Also man hat mir dann schon angemerkt, dass es mich schon angekässt hat, jetzt als Verlierer von Bord zu gehen.

00:35:12: Lucky

00:35:13: bastard.

00:35:14: So was würde ich jetzt zum Beispiel nie sagen.

00:35:15: Beleidigungen nie.

00:35:17: Aber zum Beispiel, keine Ahnung, ich habe auch schon zu jemandem gesagt, geh am besten Lottoschein ausfüllen, so viel Glück wie du heute hast.

00:35:25: Das kann ja gar nicht sein.

00:35:27: Ja, finden die Gegner bei dem Moment auch nicht so fanny.

00:35:29: Das ist ja auch

00:35:30: sehr kompetitiv.

00:35:32: Genau, weil Glück gibt's beim Tats einfach nicht.

00:35:34: Also das ist eine Sportart, bei der hast du kein Glück.

00:35:36: Weil, egal wie oft ein Gegner daneben wirft und nicht trifft, am Ende bleibt doch immer die Tatsache, dass du selber dein Lex alleine zu Ende spielen musst.

00:35:44: Keiner wirft ein Doppel für dich, du musst alleine machen.

00:35:46: Dann

00:35:47: lass uns an dem Punkt mal ein bisschen über Strategie spielen.

00:35:49: Du hast unzählige Spiele gemacht.

00:35:51: Mal zum Beispiel angenommen, du hast noch... ...einhundert und zwanzig Punkte auf der Uhr.

00:35:56: Wie viele Wege gehst du dann durch, die du... werfen könntest?

00:36:02: und wie entscheidest du dich für welchen du gehst?

00:36:05: Die Hundert-Einundzwanzig zum Beispiel ist so eine Zahl, da gibt es zwei Wege einfach.

00:36:09: Der eine geht über die zwanzig, der andere über das Bull.

00:36:13: Der Weg an sich ist jetzt nicht so wichtig.

00:36:14: Also mal klar, man nimmt das, was am besten funktioniert hat, vielleicht im Training, wo man sich wohl fühlt.

00:36:19: Wichtig ist nur, dass man sich für einen Weg entscheidet und das vor dem Wurf sich festlegt und dann wirft.

00:36:25: Weil wenn man Die ganze Zeit überlegt, welchen Weg gehe ich jetzt, dann schleichen sich Fehler ein.

00:36:29: Das möchte man natürlich vermeiden.

00:36:30: Aber normalerweise hat jeder Spieler so seine eigene Taktik für jede Zahl, kommt auch immer darauf an, welches Doppel du bevorzugst und so weiter.

00:36:39: Aber so eine ganz bestimmte Taktik gibt es eigentlich nicht.

00:36:41: Die steht schon eigentlich... seit zehn Jahren mehr oder weniger fest, welchen Weg du gehst und so weiter.

00:36:47: Also es gibt jetzt nicht wirklich so diese Spielzüge quasi wie bei anderen Sportarten.

00:36:51: Aber hast du, ich mein Rechtshänder zum Beispiel gehen gerne auf die Doppelsechzehn.

00:36:54: Hast du so deine Favoritenfelder gehabt, wo du wusstest, okay, wenn ich diesen oder ich versuche, mir Wege zu bauen, bei denen ich weiß, dass sie in dem Viertel oder in der Hälfte des Boards liegen, dass meine Treffquote erhöht wird?

00:37:12: Ja, also bei mir war es ganz klar, z.B.

00:37:14: die rechte Seite, alle Doppel auf der rechten Seite, war nicht so ganz so meine Stärke, linke Seite war besser, aber Tops z.B.

00:37:20: war richtig gut.

00:37:21: Problem war dann aber, dass ich Doppelzehn z.B.

00:37:24: immer so ein bisschen, ja, schon schlechte Quote auf Doppelzehn hatte.

00:37:29: Aber dadurch, dass du so oft Hops anspielst, kommst du zwangsläufig immer wieder auf die Doppelzehn.

00:37:33: Also es ist immer so ein Spagat gewesen.

00:37:35: Am liebsten einfach links und bei mir das allerwichtigste während meiner ganzen Karriere die Doppelachzehn vermeiden.

00:37:42: Unbedingt.

00:37:43: Das ist so eine Albtraumzahl von mir.

00:37:46: Hat mich eine Menge Geld gekostet im Laufe der Jahre.

00:37:51: Also immer wieder die Situation, Doppel-Achzehn nicht getroffen, Spiel nicht gewonnen, Turnier nicht gewonnen, eventuell.

00:37:57: Und ich habe das immer so, immer gesagt so aus Spaß.

00:37:59: Ich glaube, die Doppel-Achzehn hat mich so mindestens zwanzig K gekostet in meiner Karriere.

00:38:04: Aber wenn es um zwanzig K geht, dann verstehe ich schon, dass man auch irgendwie so ein bisschen

00:38:07: ... Aber über Jahre gesehen, über Jahre gesehen, ja.

00:38:10: Heftig.

00:38:11: Du hast mal in deinem Podcast Darts auf die Eins, hast du mal gesagt, dass ihr Profis gar nicht mehr rechnet eigentlich, sondern du siehst einfach nur noch eine Zahl.

00:38:19: ... und beißt sofort deinen Weg.

00:38:22: Aber damit verlagerst du ja so ein bisschen quasi von ... ... dem Fakten, vom reinen Zahlenbasierten gehst du ja ... ... switcht du um aufs Gefühl.

00:38:31: Ja.

00:38:32: Und in solchen krassen Stresssituationen wie ... ... WMLI-Pally, das ganze Haus tobt.

00:38:36: Es ist eine Riesenlautstärke da.

00:38:38: Dein Gegner klackert hinter dir mit seinen ... ... mit seinen Pfeilen rum.

00:38:43: Ist das nicht eigentlich ein Risikofaktor, ... ... nur noch über Intuition zu gehen, weil man sich denkt ... Oder ist es so tief drin, dass es in der Großherrin reingestompft ist, dass du sofort keine Fehler machen kannst, was es angeht?

00:38:53: Im Gegenteil, wir data sprechen oft von diesem Tunnel, von diesem Fokus, wo wir reinkommen wollen.

00:38:58: Also eine optimale Situation ist, wenn du nach dem Spiel gar nicht mehr richtig weißt, was da passiert ist gerade, nachdem du gewonnen hast.

00:39:03: Also wenn du dich an einzelne Situationen gar nicht mehr erinnern kannst, weil dann warst du voll drin.

00:39:08: Und dadurch, dass du diese Rechnerei weg hast und das nur noch aus Reflexen machst und wirfst, bleibst du in diesem Tunnel.

00:39:15: Komplett drin.

00:39:16: Oft wirst du kurz mal rausgerissen.

00:39:17: So eine typische Situation ist z.B.

00:39:19: einunsehbzig Rest.

00:39:21: Profis spielen in der Regel auf Triple-Dreizehn.

00:39:25: Und wissen dann aber auch ganz genau, wenn ich die Single-Dreizehn treffe, dann muss ich sofort hoch auf die Single-Achtzehn um Tops zu stellen.

00:39:30: Das ist so eine Standard-Kombi, die du dann einfach gehst.

00:39:34: Und dann kommt die Situation, da triffst du die Triple-Six, die direkt drunter ist.

00:39:37: Und dann wirst du kurz mal rausgerissen aus deinem Fokus, aus deiner Konzentration, weil dann entsteht plötzlich eine Situation, wo du wirklich rechnen musst, wo auch nichts mehr mit Reflex funktioniert.

00:39:49: Und dann musst du ganz schnell wissen, okay, seventy-fünfzehn sind ja dreieinfünfzig.

00:39:53: Sieht man auch oft super im Fernsehen, wenn die plötzlich Spieler, die seit zwanzig Jahren Profis sind, ihre fünffzehnte BM-Teilnahme haben, eine Punktzahl haben und den Call of Ragen müssen, was sie noch Rest haben.

00:40:05: Krass.

00:40:05: Das sind genau die Situation, wo du.

00:40:07: kurz rauskommt aus seinem, aus seinem Fokus, aus seinem Tunnel, aus seiner reflexartigen Handlungsweise, weil, genau, weil irgendetwas unvorhergesehenes passiert ist.

00:40:18: Wie zum Beispiel das Beispiel gerade eben.

00:40:20: Also ist die Intuition einfach nach so vielen Spielen, nach so vielen Lacks und Sets so gut, dass das Rechnen einen...

00:40:27: Das belastet eigentlich nicht mehr, das beschäftigt einen nicht mehr großartig.

00:40:30: Wie gesagt, die Holländer sind da ja das absolute Paradebeispiel.

00:40:35: Alles... Die weltbesten Rechner beim Datzen, die Hollender.

00:40:38: Gerade die Jungen.

00:40:40: Oder wenn man sich Ricky Evans anschaut.

00:40:41: Das ist ja ein Speed.

00:40:44: Der kann nicht rechnen in diesen zwei Sekunden, in denen er die Hundert-Achzig wirft oder die Hundert-Siebund-Siebzig.

00:40:49: Das kann mir keiner erzählen.

00:40:50: Der macht das einfach nur noch reflexartig alles.

00:40:53: Das ist sehr wild.

00:40:55: Lass uns mal ein bisschen über die WM quatschen.

00:40:57: Ich meine, es hat sich jetzt auch in diesem Jahr wieder viel verändert.

00:41:00: Die größte WM aller Zeiten, hundert, achtundzwanzig statt, statt sechsundneinzig Spieler.

00:41:07: Und damit das aufgeht, am Ende muss ja jetzt zum ersten Mal auch jeder von Anfang an, also auch die ganz großen Namen, auch so die Top Ten der Weltrangliste müssen auch direkt von Anfang an mit ran.

00:41:19: und für mich, also nur mal um so eine kleine.

00:41:21: Analogie zu ziehen, das hat für mich so ein bisschen Pokal-Vibes.

00:41:24: Weil auch einfach schon die Underdogs in der ersten Runde die ganz großen Namen, wenn die einen Formtief haben oder so was oder einfach nur einen schlechten Tag eine schlechte Millisekunde haben, gleich raus kegeln können.

00:41:35: Was hältst du von diesem neuen Modus quasi?

00:41:38: Ich finde es super.

00:41:39: Für den Zuschauer natürlich extrem unterhaltsam, weil du eben von Anfang an diese Big ganz hast.

00:41:45: Früher musst du ja oft warten, dann auf das letzte Spiel der Abend-Session bis mal ein Top-Sechzehnspieler dran kam, wo ja so viele Spiele gehabt, nicht uninteressant, aber einfach auch nicht so großartig relevant für den WM.

00:41:58: Schauer, der nur einmal im Jahr die WM schaut.

00:42:00: Klar gibt es auch Geschichten und tolle Ereignisse, aber im Endeffekt will ja jeder die Stars sehen.

00:42:04: Das ist ja ganz klar.

00:42:06: Jetzt müssen alle in der ersten Runde ran und ich glaube auch, dass die Top-Spieler sehr froh sind, dass sie in der ersten Runde ran müssen, weil sie eben doch oft ein sehr machbares Los haben in der ersten Runde.

00:42:17: Also alles Gegner, die normalerweise zum Aufwärmen für die Topstars da sind und die sie schlagen müssen.

00:42:25: Schlagen werden wahrscheinlich die meisten und dann kommen sie gut ins Turnier rein.

00:42:28: Mit einer machbaren Aufgabe, man ist drin, man ist dann auch bei der WM dann richtig mit dabei, wartet dann zwar noch ein paar Tage, bis es dir dann wieder weitergeht, aber am Ende bleibt doch die Tatsache, dass für die Top-Spieler die WM eigentlich erst nach Weihnachten so richtig losgeht.

00:42:42: Das ist dann die Primetime.

00:42:44: Du hast jetzt dieses Warten über ein paar Tage angesprochen und wir haben vorhin auch schon über Rhythmus gesprochen.

00:42:49: Wir haben jetzt ja das erste Mal die Situation, dass du zwischen deinem Auftaktspiel bis zur zweiten Runde bis zu zwölf Tage haben kannst.

00:42:58: Ist nicht immer so, aber es kann sein.

00:43:00: Manche fliegen dann ja auch wieder zurück, verbringen Zeit mit der Familie oder machen die ihren Job einfach weiter, fliegen dann wieder nach London und so weiter.

00:43:10: Ist das nicht was, was ein enorm rausbringen kann?

00:43:14: Nein, ich glaube, es ist ja planbar.

00:43:16: Wenn es Arno merkt, z.B.

00:43:18: weiß er, dass er am ersten Abend spielt oder Gabriel Clemens weiß, dass er am vierten oder fünften Abend spielt, er weiß auch schon, wann die zweite Runde ist und kann sich das auch dementsprechend einplanen.

00:43:29: Die meisten Spieler in der ersten Runde, die vom Festland kommen, planen sich auch ihren Rückflug dann einen Tag nach ihrem Match so ein.

00:43:37: Und dann ist das eigentlich alles gut geregelt.

00:43:40: Dann lassen wir mal über eine zweite und auch sehr große Erinnerung sprechen, nämlich das Preisgeld.

00:43:43: Letztes Jahr waren es Fünfhundert K, jetzt sind es eine Million Pfund.

00:43:47: Was sagst du zu diesem krassen Anstieg?

00:43:49: Weil ich meine, das sind einfach hundert Prozent, die nochmal oben drauf geklatscht wurden.

00:43:52: Ja, ist so, glaube ich, so ein bisschen der Litler-Effekt, der jetzt da reinkickt, sage ich jetzt mal, hat da im Ganzen nochmal einen ganz anderen Schub gegeben, diese Situation mit Luke Litler, der, glaube ich, so ein neues Ferien auch aufgemacht hat für den Dartsport.

00:44:05: Und alle sind natürlich jetzt auf der Jagd nach dieser Million.

00:44:09: Ich finde es auf der einen Seite super, dass wir dieses Highlight haben und dass jemand wirklich die Chance hat, oder viele die Chance haben, hundert und zwanzig haben, die Chance auf diese Millionen, das wirklich zu holen.

00:44:20: Andererseits ist der Gap zwischen den restlichen Turnieren des Jahres jetzt, glaube ich, ein bisschen zu groß.

00:44:25: Also rein rechnerisch müsstest du komplett alle thirty-six Players Championship Turniere gewinnen, plus vierzehn European Turniere, um das WM-Preisgeld zu gewinnen.

00:44:37: Und das ist dann natürlich schon extrem vom Unterschied.

00:44:40: Das

00:44:40: denke ich mir auch jetzt, ich meine offensichtlich zeichnen wir jetzt zum Zeitpunkt auf, wo wir noch nicht wissen, wer der WM-Sieger ist, aber so oder so egal, wer es am Ende wird, der wird ja einfach einen Vorsprung zum Platz zwei der Weltrangliste.

00:44:52: Also nur für die, die es nicht wissen, die wird anhand der Preisgelder und wie viel man monetär gewonnen hat festgelegt.

00:44:59: Also was muss denn dann einen Platz zwei?

00:45:01: im nächsten Jahr noch leisten, um überhaupt eine Chance zu haben, an den Gewinner, wenn es jetzt einer der schon bestehenden Top-Ten-Stars ist, noch anzukommen.

00:45:10: Du musst ja alles durchgewinnen, um im besten Fall noch auf der Zwei zu sein.

00:45:14: Ja, im Moment ist es jetzt noch nicht ganz so, vielleicht nochmal ganz kurz zur Erläuterung.

00:45:18: Also Platz Eins und Zwei können im Moment, also es sind ja Luke Littler und Luke Humphreys, die können maximal tauschen.

00:45:23: Also es kann keiner, der hinter den Zwei ist, auch wenn er Weltmeister wird.

00:45:27: Die Spitze übernehmen, er kann zweiter werden, klar, aber die Spitze zum Beispiel übernehmen, das ist schon mal vorab.

00:45:32: Aber es ist natürlich auch dann die Verlockung groß.

00:45:36: für denjenigen oder diejenige, muss man auch in dem Fall sagen, sich so in der Hängematte zu legen.

00:45:41: Du hast eine Million Pfund gewonnen, das heißt du bist garantiert zwei Jahre lang Top-sechzehn für alle großen Turniere gesetzt und eingeladen.

00:45:50: und muss nicht mehr so dieses kleine Feld unten aufrollen.

00:45:55: Und da finde ich es auch irgendwie so krass.

00:45:57: Du hast die Millionen gewonnen und musst vielleicht ein paar Wochen später nach Wigan, ins wunderschöne Wigan, nahe im Manchester, in eine alte, abgeheiftete Tennis-Halle gehen, die echt ihre besten Jahre schon gesehen hat und dort an Spielspielen... um tausend Pfund zu gewinnen.

00:46:13: Also das ist so, das Krasse dann, finde ich, erst nach der WM für die Spiele.

00:46:17: Also ich glaube, die Verlockung wird groß sein, sich so ein bisschen zu sehr auszurun.

00:46:22: Das ist die Gefahr, die ich sehe.

00:46:24: Okay.

00:46:24: Weil ich hatte eher einen Wettbewerbsverzerrung gedacht, aber es kann ja auch einfach im Gegenteil der Fall sein, dass es sich psychologisch runterholt, weil du dann diese Safety-Netz aufbaut hast.

00:46:33: Also Verzerrung ist es ja keine.

00:46:34: Jeder hat die Chance, die Millionen zu gewinnen.

00:46:35: Ja

00:46:36: klar, aber...

00:46:36: Aber was ich angesprochen habe, der Gap zwischen dem Rest des Jahres... Das ist, das könnte man vielleicht so, wenn man es über Spitz sagen will, Wettbewerbsverzerrung nennen.

00:46:45: Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die PDC da auch schon arbeitet und diese Lücke schließen wird.

00:46:50: Die sind da immer so.

00:46:51: Und das war ja quasi, ich meine jetzt auch nur fürs erste Jahr gesehen, wenn du einfach eine Steigerung um hundert Prozent hast.

00:46:57: Lass uns über Luke Little sprechen, weil du ihn auch schon angesprochen hast.

00:47:00: Ein Typ, der achtzehn Jahre alt ist, einen Mega-Hype ausgelöst hat, auf Platz eins der Weltrangliste, stand jetzt, ist, was hat der?

00:47:10: Und es wird nicht Training sein, nachdem was du vorhin gesagt hast, was andere nicht haben.

00:47:14: Talent, ganz einfach.

00:47:15: Ein unfassbar und unverschämtes Talent würde ich jetzt auch sogar mal behaupten.

00:47:20: Also, der hat einfach, keine Ahnung, entdeckt, dass sein Körper perfekt ist, um diese Bewegung auszuüben, seinen Arm, auch nicht nur seinen Arm.

00:47:29: Es gibt sicher viele, die ähnlich gut spielen wie Luke Littler.

00:47:33: Aber... Was er natürlich dann hat, ist diese Unbeschwertheit im Kopf und diesen Biss auch.

00:47:38: Auch wenn man es ihm manchmal nicht ansieht, aber er hat diesen Biss, er hat diese Aggressivität, er hat richtig Bock drauf.

00:47:42: Für ihn ist das mehr oder weniger ein Spiel.

00:47:44: Und das ist, glaube ich, auch das Geheimnis, dass es für ihn ein Spiel ist und dass wir er gewinnen.

00:47:49: Und dafür tut er auch alles, nicht unbedingt viel trainieren.

00:47:52: Aber er ist halt extrem gut eingestellt auf das Ganze und er ist ein Jahrhunderttalent.

00:47:56: Anders kann man es, glaube ich, gar nicht mehr ausdrücken.

00:47:59: Und wie gesagt, Trainingsweltmeister wird er auch nicht mehr... So weit ich das sehe, aber so viel wie der Spiel, muss der auch nicht großartig trainieren.

00:48:07: Der ist ja permanent unterwegs und händelt das auch eigentlich alles gut.

00:48:10: Also diesen ganzen Erfolg und auch dieses ganze Ding Abseits des Darts.

00:48:15: Ich meine, der ist permanent interessant.

00:48:18: wird beobachtet, wird zitiert, kann ja nicht mehr normal auf die Straße gehen und so weiter, hat riesen Deals an Land gezogen.

00:48:24: Er händelt eigentlich das Gesamtpaket sehr gut.

00:48:26: Er ist einer, der dann eben mit krassen Leistungen auffällt.

00:48:29: Es gibt aber ja auch ganz andere Charaktere noch mal beim Darts, die zum Beispiel durch total verrückte Walk on Chorios, ihre Bärte, ihre Frisuren, irgendwelche lustigen Sprüche auffallen, wahrscheinlich noch mehr auffallen als manchmal durchs spielerische Allein.

00:48:43: Warum?

00:48:44: Kann so was nur beim Darts entstehen.

00:48:46: Das ist die einzige Sportart, bei der so viele so krasse Individuen irgendwie aufeinander treffen.

00:48:53: Ich weiß es nicht, weil es eben so eine Art Kneipensport ist, nach wie vor.

00:48:57: Es wird in der Kneipe gespielt.

00:48:58: Die meisten großartigen Stars, die wir kennen, werden ja auch in der Kneipe mehr oder weniger entdeckt.

00:49:04: und werden nicht in irgendwelchen Trainingscamps herangezüchtet und von klein auf trainiert, sondern wirklich, ja, da ist ein Gervin Price, der mal Rock-B-Spieler war, professioneller, merkt dann irgendwann mal in dem Pub oder bei irgendeinem Amateur-Turnier, dass er gut spielt, einer sagt, hey, mach doch mal hier die Profi-Schiene, er macht das, dann ist er Weltmeister und so weiter.

00:49:23: Das sind eben die Geschichten, die es nur beim Darts eigentlich gibt und das ist auch das große Erfolgsgeheimnis, weil wir sehen als Zuschauer Typen, in denen wir uns vielleicht auch so ein bisschen wiedererkennen.

00:49:34: Oder die unsere Nachbarn sein können.

00:49:36: Oder unsere Arbeitskollegen.

00:49:38: Oder irgendein Typ auf der Straße, der vielleicht ein bisschen zu viel Bauch hat.

00:49:42: Schlechtes Tattoo.

00:49:44: Dem vielleicht der eine oder andere Zahn fehlt.

00:49:45: So ist es halt normal im Leben.

00:49:46: Und ich glaube, das ist so das Besondere.

00:49:49: Nahrbarkeit.

00:49:49: Genau, Nahrbarkeit, ja.

00:49:50: Also die sind echt nahe an uns dran.

00:49:53: Wir haben jetzt in diesem Jahr zum ersten Mal acht Deutsche mit dabei.

00:49:58: Und vor allem ja auch... Neue junge Talente, also nicht mehr Max Hopp, Schindler, Clemens und so weiter, die unfassbar viel für den Sport in Deutschland gemacht haben.

00:50:07: Aber wie siehst du diese Entwicklung, dass es tendenziell jetzt mehr werden aus der deutschen Blase heraus?

00:50:12: Ja, ich glaube, das hat einfach mit dem Trend da zu tun.

00:50:15: Ist vielleicht vergleichbar damit, je mehr Leute das schauen, desto mehr Leute werden auch selber spielen.

00:50:22: Und dementsprechend wird der Topf ja immer größer, aus dem man schöpfen kann.

00:50:27: Ehrlich wie beim Fußball.

00:50:27: Wenn jedes Kind Fußball spielt, dann wird zwangsläufig immer wieder mal ein Kind daraus stechen.

00:50:33: Das gut, besser Fußball spielt als alle anderen.

00:50:34: Aber wenn wenige diesen Sport machen, dann wird es auch natürlich schwer, die Talente rauszuholen.

00:50:38: Und das hat einfach damit zu tun.

00:50:39: Viele haben gespielt.

00:50:40: Ich glaube, Corona hat einen großen Impact gehabt, weil plötzlich Sachen gesucht wurden, die man zu Hause alleine mit wenig Aufwand und wenig Kosten machen kann.

00:50:49: Und da war dat eigentlich perfekt.

00:50:51: Und das hat nochmal viele Spieler nach oben gespült.

00:50:54: Wenn

00:50:54: ich gerade zu drüber nachdenke.

00:50:56: Während Corona sind bei meinen ganzen Kumpels und so auf einmal das Scheiben zu Hause in der Garage aufgeploppt.

00:51:02: Genau.

00:51:02: Das macht absolut's.

00:51:04: Und man kann es online spielen.

00:51:05: Man kann also mit anderen spielen, ohne sie großartig zu sehen.

00:51:08: Wie gesagt, wenig Kosten, wenig Aufwand und relativ einfaches Spiel.

00:51:13: Und spielen ganz, ganz viele inzwischen.

00:51:17: Und deswegen, ich sehe das super positiv.

00:51:19: Ich hätte auch mir gewünscht.

00:51:20: Ich habe ja eine Prognose gemacht vor zwei, drei Jahren, dass wir in fünf Jahren ... Eine zweistellige Anzahl von deutschen Spielern im Belly-Pally haben wir.

00:51:27: Also teilen wir mal.

00:51:28: Wir sind

00:51:28: auf einem guten Weg.

00:51:29: Ja, so dieses Jahr ist fast geklappt.

00:51:30: Wir hatten ja noch am Ende den PDPE Qualifier, wo ja auch nochmal drei, vier Deutsche mit dabei waren.

00:51:34: Also es hätte tatsächlich schon dieses Jahr klappen können, aber es wird so kommen, da bin ich mir ziemlich sicher.

00:51:39: Und dann werden wir wahrscheinlich, wir werden die Chance haben, die zweitgrößte Darts-Nation zu werden.

00:51:46: So nach den Engländern klar, die werden Nummer eins bleiben auf absehbare Zeit.

00:51:50: Aber die Niederlande zum Beispiel ist so ein Ding, wo ich sage, da Da müssen wir uns hinorientieren.

00:51:55: Da würde ich gerne hin mit deutschen Dats.

00:51:58: Das zeigt ja auch, wie groß der Hype in den letzten zehn, fünfzehn Jahren war, wenn jetzt speziell auch junge Gesichter eben dazu kommen.

00:52:04: Warum glaubst du, ist Dats in den letzten zehn Jahren so krass explodiert?

00:52:09: Ich glaube, es hat viel mit dem Elipeli zu tun, dass das natürlich die riesen Partystimmung ist.

00:52:16: Dann sind verschiedene Faktoren zusammengekommen.

00:52:18: Die Ubertragung ist natürlich bei Sport I so ein wichtiger Teil davon.

00:52:23: Ganz klar.

00:52:24: Und vor allem in den letzten zwei, drei Jahren, dieses Halbfinale von Gabriel Clemens hat ja nochmal komplett eine größere Tür geöffnet.

00:52:32: Der war plötzlich im aktuellen Sportstudio zu Gast und solche Sachen.

00:52:35: Das kannte man ja vorher so gar nicht.

00:52:37: Und das hat einen riesen Hype ausgelöst.

00:52:42: Aber es war... mich auch immer wieder verwundert hat.

00:52:45: Es gab ja auch schon davor diesen Hype, ohne den großen deutschen Star.

00:52:49: Und ich glaube, das hat viel damit zu tun, dass dieser Sport so nahbar ist, dass wir uns so gut mit den Teilnehmern, mit den Spielern identifizieren können und wir uns da so ein bisschen wiedersehen.

00:52:58: Also wie gesagt, ich denke mal, so in den letzten Jahren war natürlich das Halbfinale von Gabriel Clemens bei der WM so mit das Hauptargument für den

00:53:08: Hype.

00:53:09: angesprochen.

00:53:10: Es ist dann nicht umso romantischer, dass jetzt noch mal verlängert wurde, bis zu einem Jahrzehnte.

00:53:16: Und ich meine, je größer eine Sportart wird, das sind wir bei allen Sportarten, desto mehr Menschen oder Parteien wollen ja irgendwie ein Stück vom Kuchen abhaben.

00:53:25: Da gab es jetzt auch schon so ein paar Gerüchte, die rumort sind, dass man irgendwie so ein bisschen Angst hätte, es könnte irgendwie in den arabischen Raum abwandern.

00:53:36: Fanden einige gut, fanden andere wiederum gar nicht gut.

00:53:39: Wie stehst du dazu?

00:53:42: Glaubst du, die Darts-WM muss im Heimatland des Darts bleiben, im Ellipally bleiben?

00:53:49: oder, glaubst du, das könnte auch noch ein geiles Event sein, wenn es irgendwo anders hinabwandern würde?

00:53:55: Ich bin mir da so ein bisschen unsicher.

00:53:57: Ellipally ist Kult und auch relativ schnell Kult geworden.

00:53:59: Man darf ja nicht vergessen, da findet die WM erst seit dem Jahr zweitausend und sieben überhaupt statt.

00:54:06: Was die Zukunft angeht, kann ich es nicht sagen, ob was mir da gefällt oder nicht.

00:54:09: Ich glaube, das ist wie in allen anderen Sportarten.

00:54:11: Wir werden die Entwicklungen nicht aufhalten können, zumindest nicht vereinzelt.

00:54:15: Deswegen mal sehen, wo es hingeht.

00:54:18: Hauptding ist ja natürlich auch beim Darts, dass Geld lockt natürlich den ein oder anderen auch zu einer Entscheidung, die er vielleicht so nicht treffen würde.

00:54:27: Aber ich bin froh, dass jetzt zumindest mal fünf Jahre sichergestellt ist, dass Darts im Alley Pally bleibt.

00:54:32: Da gehört es auch erst mal hin.

00:54:34: Aber bin offen für alles.

00:54:36: Ich bin da komplett offen und tolerant für jede Lösung, die gefunden werden muss, solange sich der Sport an sich nicht ändert.

00:54:44: Das heißt, fünfhundert-eins Punkte, zwei Gegner auf Null kommen und das will ich sehen.

00:54:49: Wo das dann im Endeffekt stattfindet, ist mir nicht egal, aber da lässt sich drüber diskutieren.

00:54:58: Jedes Jahr aufs Neue so unfassbar berauschen diese Bilder aus dem Ellie-Pally zu sehen, wie viele Menschen dort vor Ort zusammenkommen, die sich extra frei nehmen dafür, die das mit viel Kohle planen, Menschen, die zu Hause Watchpartys organisieren und so weiter, die sich Gruppenkostüme aus, dieses ganze Event drum herum.

00:55:18: Was macht das mit dir, wenn du diese Bilder siehst?

00:55:22: Ja, ich verstehe den Hype.

00:55:23: Ich sehe es natürlich anders.

00:55:24: Ich sehe so ein bisschen aus Spielersicht.

00:55:25: Für mich ist es schwierig nachzuvollziehen, dass man da wirklich nur rein aus der Party-Laune da reingeht und abfeuern will.

00:55:32: Klar, man will auch da zählen und man will dieses permanente Elfmeter schießen, ständig so ein bisschen miterleben.

00:55:40: Ich sehe es eben anders.

00:55:40: Mich freut es, dass die Leute das so annehmen.

00:55:42: Mich freut es auch, dass wir uns als Sport auch, was die Zuschauer angeht, nicht so ernst nehmen, wie zum Beispiel diese Sache, die ich vorher gesagt habe, viele wissen.

00:55:50: Es gibt viele Dattspieler, die ab und zu mal ein Kippchen rauchen oder einen Schachtelchen am Tag.

00:55:55: Das ist jetzt kein Geheimnis.

00:55:56: Und das wissen auch die Zuschauer, aber die nehmen das denen nicht krumm.

00:55:59: Die sagen dann, oh Gott, wie kann der bloß?

00:56:01: Das ist halt so.

00:56:02: Mein Gott.

00:56:03: Es gibt auch viele Dattspieler, die dann nach dem Match auf Instagram posten, wie sie nach einem Siegen das mit dem Bierchen oder zwei oder zehn feiern.

00:56:11: Ja, so was.

00:56:12: Und das ist eben das Coole, dass wir nicht den Ruf ruiniert haben, aber einen anderen Ruf haben in der Sportswelt.

00:56:20: Das erkennen die Zuschauer auch an und feiern das dann deswegen so ab.

00:56:23: Es sind, würde ich mal behaupten, zumindest in der Außenwirkung, die entspanntesten Profis abseits jetzt mal natürlich, wenn sie am Board stehen und performen müssen, aber die einfach mal auch einen Augenzwinkern drauf haben, die...

00:56:36: Ich meine, Luke Littler ist jetzt zum Sexiest Sportsman Alive in UK gewählt worden.

00:56:41: Muss man mehr über diesen Sport sagen?

00:56:43: Ich glaube nicht, oder?

00:56:45: Wenn du das bei den WMs jetzt als Experte mitverfolgst.

00:56:48: Kitzelt es da nicht nochmal?

00:56:49: Immer, immer, immer.

00:56:51: Also du hast dann schon Bock und so.

00:56:52: Ich bin auch, wenn ich das jetzt sehe und diese Spiele mitverfolge und auch dieses, ich kenne ja das Adrenalin, das dir dann so ein bisschen verspürt in dem Moment.

00:57:01: Ich plan dann auch schon fürs kommende Jahr, ey, vielleicht spiele ich mal wieder in der Next Gen mit oder in der European Tour Quali oder.

00:57:07: Ich habe da richtig schon Bock drauf.

00:57:09: Es ist auch oft so, dass wir dann nach den Übertragungen passen, die Schwede und ich nochmal in den Konferenzsaal gehen, wo wir sind in dem Gebäude und einfach ein paar Darts werfen.

00:57:17: dass nochmal alles Revue passieren lassen, obwohl der Abend anstrengend war, aber es macht einfach Bock.

00:57:22: Also du hast direkt Lust und ich kenne auch ganz viele, die schauen sich die Darts-WM an, während sie Darts spielen.

00:57:29: Und das ist ja auch... Es gibt ja auch nicht so oft einen Sport, den du ausüben kannst und gleichzeitig auf einem Bildschirm zuschauen kannst.

00:57:37: Und dann vielleicht abfeierst oder der Hundertundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundundund.

00:58:00: Überlegt dir mal, stell mal vor, es würden Aliens auf der Welt landen.

00:58:04: Und die haben keine Ahnung, wie unsere Menschheit funktioniert, wie der menschliche Körper, die Anatomie sonst irgendwas funktioniert.

00:58:10: Und die Seen, und da leg ich dir deine Worte jetzt wieder in den Mund, ein paar Männer mit vielleicht ein bisschen zu viel Bauch, mit lustigen Frisuren, auf eine runde Scheibe werfen, sich höchst emotional darüber aufregen und Leute in den verschiedensten ... Kostümen dieser Welt, das komplett abfeiern bei eins, zwei oder zehn Bier.

00:58:33: Und sie fragen dich, Robby, warum das Ganze?

00:58:36: Was sagst du ihnen?

00:58:37: Boah, ich würde denen vielleicht einfach erklären, dass wir Menschen gerne feiern und auf der Suche sind nach Erfolg oder wie auch immer.

00:58:49: Das ist echt eine schwierige Frage, wenn ich ehrlich bin, weil ich ...

00:58:55: Du darfst antworten,

00:58:56: was ich will.

00:59:00: Ich würde einfach sagen, da hat es so.

00:59:02: der Beweis dafür, dass die Menschheit einfach so divers, so verschieden ist, dass wir auch manchmal Dinge tun, die auf den ersten Blick keinen Sinn ergeben, aber wenn man sie dann tut, komplett Sinn ergeben.

00:59:13: Das wäre so ein bisschen meine Erklärung, weil alles andere wird wahrscheinlich diesen Aliens nicht weiterhelfen.

00:59:17: Ich finde,

00:59:17: das ist eine sehr, sehr schöne Antwort und eine sehr, sehr schöne Schlusswort.

00:59:20: Robbie, vielen, vielen Dank dir, dass du dir die Zeit für uns genommen hast.

00:59:23: Du hast ja gerade noch die ganzen Nachmittag-Sessions und Abend-Sessions, die du noch drum herum machst.

00:59:27: Vielen Dank auch euch, dass ihr zugehört habt, dass ihr jetzt die ganzen ersten Folgen so abgefeiert habt mit uns gemeinsam.

00:59:33: Lasst uns dieses Ding weiterhin größer machen, schreibt uns gerne in die Kommentare.

00:59:36: Wen ihr euch noch wünschen würdet, lasst ein Abo, lasst ein Like, eine gute Bewertung da.

00:59:39: Erzählt euren Freunden vom Sport-Eins-Deep-Dive und dann hören wir uns ganz bald wieder.

00:59:43: Vielen Dank euch.

00:59:44: Ciao.

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