NFL-COACH: Was hinter der Kulissen wirklich abgeht! Nadine Nurasyid packt aus

Shownotes

American-Football-Coach Nadine Nurasyid hat 2025 das geschafft, wovon Tausende Footballspieler und Coaches nur träumen: den Schritt in die NFL!

Host Lenny Peteanu spricht mit ihr im SPORT1 DEEP DIVE über ihre Anfänge als Spielerin, Leadership, was einen guten Coach ausmacht und lernt, warum Erfolg nicht von Motivation, sondern immer von Disziplin abhängt.

Die Folge mit Nadine Nurasyid im Überblick:

  • 00:00:00 – Intro
  • 00:01:39 – Einstieg in den Football
  • 00:04:21 – Fellowship Tampabay Buccaneers
  • 00:13:26 – NFL-Kabine
  • 00:15:30 – Lernen von der NFL?
  • 00:19:33 – Was die NFL an GFL beeindruckt
  • 00:20:50 – Wachstum Football in Europa/ NFL in Deutschland
  • 00:27:10 – Was macht einen guten Coach aus?
  • 00:32:45 – Das Mental-Game Football
  • 00:46:40 – Welcher Spieler kommt weiter? Physis vs. Spielverständnis
  • 00:49:29 – Rat an junge Menschen/ Social-Media
  • 00:54:30 – Nadine (und Lenny) beim Ballett
  • 00:57:57 – Choreografie Football und Ballett. Die Verbindungen: Disziplin
  • 01:00:47 – Disziplin im Alltag/ Privatleben
  • 01:05:59 – Wie geht's weiter?
  • 01:08:00 - Alien-Frage und Outro

🎧 Nadine Nurasyids Podcast: Between the linesHier anhören

Fragen, Anregungen und Feedback? So könnt ihr mit Lenny in Kontakt treten:

-📱Instagram: ⁠@lenny.peteanu

-📱 Lennys Homepage: https://www.lennypeteanu.de/

Transkript anzeigen

00:00:00: Motivation hilft dir nur so und so weit, aber Disziplin wird dich weiterbringen.

00:00:03: Mein Glaubenssatz ist immer, funktionieren, funktionieren, funktionieren und du musst hart arbeiten und du musst immer härter arbeiten als alle anderen.

00:00:10: Ich konnte einfach nicht mehr, ich konnte nicht mehr leisten, ich konnte nicht mehr so abliefern, wie ich wollte und ich habe wirklich einfach nur noch jeden Tag geweint und dachte mich, ich halte es nicht mehr durch, ich habe keine Energie mehr, noch den nächsten Tag zu schaffen.

00:00:24: Hassel, Hassel, Hassel und scheiß.

00:00:26: auch Social Media.

00:00:27: Du musst dich mit dir beschäftigen.

00:00:29: muss sich beschäftigen, ausreichend Regeneration zu haben, dich richtig zu ernähren, die richtigen Coaches zu finden, ins Gym zu gehen.

00:00:37: und auf dem Feld zu hasseln und deswegen darf man sich nicht so viele Gedanken machen, dass dann Social Media so viel Wert hat.

00:00:44: Aber das macht nicht einen Wert als Spieler aus und das macht dich nicht zum besseren Athleten und nicht zum besseren Fußballspieler.

00:00:49: Unser Leben hier auf der Erde ist ja begrenzt und wir haben nur so viel Zeit, um irgendwie was Tolles zu machen und was Tolles zu schaffen, was sich erfüllt, wo dein Herz aufgeht und wo vielleicht du auch was hinterlässt für die, die nach dir kommen.

00:01:07: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Sport-Eins-Deep Dive.

00:01:10: Unser heutiger Gast ist Football-Coach Nadine Nurrasid.

00:01:13: Nadine lebt American Football, hat in diesem Jahr den Sprung in die NFL geschafft und da die Profis der Tampa Bay Buccaneers trainiert.

00:01:20: Wir sprechen darüber, was das für eine krasse Experience war, wie man sich in so einem heftigen Hive-Fischbecken durchsetzt und was die jungen Talenten rät.

00:01:28: Bevor es gleich losgeht, lasst gerne jetzt schon mal eine gute Bewertung und ein Abo da.

00:01:31: Uns hilft das unglaublich bei unserer Arbeit weiter.

00:01:33: Für euch ist es kostenlos und ihr bleibt immer auf dem Laufenden.

00:01:35: Vielen Dank euch und jetzt ganz viel Spaß bei der Folge mit Nadine Norasit.

00:01:39: Wenn man so durch dein Leben, durch deine Karriere sich durchstöbert, du bist relativ spät zum Football gekommen, hast du eine Nationalmannschaft gespielt, was die erste Frau, die einen Profitime in Deutschland gekoucht hat, hast du im Sommer dann auch noch deinen NFL-Debüt gegeben.

00:01:55: Da denke ich mir so, entweder Ist das eine Verkehrtung von ganz, ganz vielen Zufällen oder da ist eine Bestimmung dahinter?

00:02:02: Bist du so ein Mensch, der an so was glaubt, so an so einen großen Plan, an Bestimmung?

00:02:06: Ja, auf jeden Fall.

00:02:08: Und das ist genau das Gefühl, dass ich hatte, als ich das erste Mal im Training war beim Football und mir dachte, wow.

00:02:16: irgendwie, dass es genau das, was ich machen muss.

00:02:20: Aber zugleich auch gedacht, warum ist es nicht früher in mein Leben getreten, aber auch das hat ganz sicherlich seine Gründe.

00:02:26: Ich fühle mich da zu Hause, das ist genau mein Ding und ich glaube definitiv an Bestimmung.

00:02:32: Lass uns das direkt mal anhaken, weil ich weiß, als ich, ich habe als Teenager auch mal Football gespielt.

00:02:37: Und ich habe die ersten eineinhalb Jahre lang überhaupt nicht verstanden, was wir da tun.

00:02:41: Da wurde was geworfen, dann sind zwei gegeneinander gecrashed und dann gab es da noch irgendwie Fieldgoals.

00:02:46: Und ich habe es nicht verstanden, aber für mich war dieser Zauber, den es immer daran gab, dass dieser Zusammenhalt, das war eine Riesenfamilie alles.

00:02:54: Hat dich das auch so gecatcht, oder was war das bei dir, was diesen Funken zum Feuer gemacht hat?

00:02:58: Ja, das waren die unterschiedlichsten Dinge.

00:03:01: Auf der einen Seite eben das, was du gesagt hast, mir ging es ja genauso.

00:03:03: Ich habe die ersten... eineinhalb, zwei Jahre auch nicht gewusst, was ich da eigentlich tue, wie jetzt Football so wirklich funktioniert.

00:03:11: Das hat aber den Reiz ausgemacht, was ganz Neues zu lernen.

00:03:16: Es hat unglaublich viel Potenzial dann für mich auch gehabt.

00:03:18: Und mir geht es heute noch so, dass ich mir denke, ach ja, eigentlich habe ich keine Ahnung von Football, weil man hört nie auf zu lernen und es entwickelt sich die ganze Zeit und dass das spannende am Football es war, wie natürlich nicht nur neuen Sport lernen, sondern auch eine neue Sprache lernen irgendwie.

00:03:33: Das fördert auch so diesen Zusammenhalt.

00:03:36: Man hat eine neue Community, weil man spricht jetzt quasi eine gemeinsame oder andere Sprache.

00:03:43: Und es war definitiv der Teamzusammenhalt.

00:03:47: Es sind so viele spannende Menschen in einem Team zusammengekommen, die in anderen Sportarten so definitiv nicht zusammengekommen wären.

00:03:57: Und ich habe Leute kennenlernen dürfen, auf die ich sonst nicht getroffen wäre in meinem Leben.

00:04:03: Man kann aber jetzt nicht auch immer alles schön reden.

00:04:06: Es gab schon noch Zeiten, als ich gespielt habe, wo es sehr dysfunktional war und sehr schwierig war.

00:04:13: Das ist demnach schon eine große Challenge, so viele Menschen und so viele unterschiedliche Menschen zusammenzubringen.

00:04:19: Und deswegen funktioniert es auch nicht immer.

00:04:22: Darauf will ich gleich alles noch eingehen.

00:04:24: Lass uns mal kurz beim Sommer.

00:04:33: Und dann ging es auf einmal nach Tampa zu den Tampa Bay Buccaneers.

00:04:37: Du hast das Bill Walsh Diversity Coaching Fellowship mitgemacht.

00:04:41: Wurde es da zum Coach?

00:04:42: Vielleicht kannst du einmal ganz kurz, weil ich kenne die Story schon, aber unsere Zuschauer und Zuschauer noch nicht.

00:04:47: Das ist so wild.

00:04:48: Wie funktioniert bitte?

00:04:50: Nimm uns da einmal kurz mit rein, wie du da reingekommen bist.

00:04:53: Ja, also ganz grundsätzlich gibt es dieses Fellowship ja bei allen Zweiunddreißig NFL Teams.

00:04:59: Es ist, wie du sagst, so ein Diversity Coaching Fellowship und ganz grundsätzlich.

00:05:05: Bewirbt man sich da im Herbst des Vorjahres und dann geht die Bewerbung im Prinzip an alle NFL-Teams raus.

00:05:11: Jetzt kann man sich vorstellen, dass sich da mehrere Tausend Menschen für dieses Fellowship bewerben, weil bei uns ist es noch überschaubar die Anzahl an American Football Coaches in den USA dann schon auch nicht mehr.

00:05:23: Und ja, ich hatte mich da tatsächlich auch schon, jetzt muss ich überlegen, aber ich glaube, im dritten Jahr beworben ... Das war aber nie erfolgreich, also das hatte zu nichts geführt.

00:05:35: Und dann habe ich eben gesehen, dass die Tampa Bay Buccaneers eine National Coaching Academy anbieten.

00:05:40: Und das war ganz neu, jetzt nicht dieses Jahr, sondern im Vorjahr tatsächlich schon.

00:05:44: Also, im Jahr zwanzig vier war das erste Jahr.

00:05:48: Und das bieten wirklich nur die Tampa Bay Buccaneers an.

00:05:51: Eine Woche schnuppern in der NFL.

00:05:54: Und ich hatte das.

00:05:56: Dreiundzwanzig war die Bewerbung für vierundzwanzig.

00:05:58: Da habe ich das schon gesehen.

00:05:59: Hat aber so gar nicht in mein Leben gepasst.

00:06:02: Und dann habe ich mir gedacht, na gut, ich werde mich aber ganz sicher in der Zukunft bewerben.

00:06:07: Das Versprechen gebe ich mir jetzt selbst.

00:06:09: Und so habe ich mich dann im Herbst zwanzig, vierundzwanzig für diese National Coaching Academy der Tampa Bay Buccaneers beworben.

00:06:16: Und auch da gab es wohl über tausend Bewerber und war dann am Ende eine der glücklichen und war mit fünf.

00:06:24: und also eine von fünf und zwanzig war ich dann, die dann an der National Coaching Academy teilnehmen durften.

00:06:29: Die war im Mai bei den Buccaneers und aus diesen fünf und zwanzig haben die dann ihre Bill Walsh Fellows ausgesucht.

00:06:38: Und dann war ich natürlich schon.

00:06:40: einen Riesenschritt viel näher dran als jemals zuvor dieses Fellowship zu bekommen, wobei ich in der Zeit dort dachte, dass es gar nicht möglich wäre.

00:06:49: als International, dann war diese Visum-Situation.

00:06:52: Und demnach war ich eigentlich mit dem Gedanken dort, ich kann gar nicht noch mal kommen.

00:06:57: Das ist das höchste jetzt, diese eine Woche, Rookie-Mini-Camp bei den Tampa Bay Buccaneers.

00:07:02: Das ist mein erstes Mal NFL-Luft schnuppern und das ist das höchste, was ich jemals erreichen kann.

00:07:07: Und ich genieße es jetzt in vollen Zügen.

00:07:09: und ja, es war dann doch nicht das Einzige.

00:07:12: Dann wurde ich eben noch mal ausgewählt aus diesen vor zwanzig und war dann eine von fünf für das Bill Walsh Fellowship.

00:07:18: Die Reise!

00:07:19: ging dann also weiter, aber sie wäre von vornherein gar nicht wirklich, war gar nicht so mit geplant.

00:07:24: Ich glaube, es war bei dir um Weihnachten herum, oder?

00:07:27: Dass du dir überlegt hast, okay, wir machen da jetzt mal, es gibt ein Call oder wie war das genau?

00:07:32: Ja, also die Bewerbung für die Coaching Academy war so, dass man, ich glaube, es öffnete sich im Oktober und da musste man, was musste man hin schicken?

00:07:41: Natürlich einen Lebenslauf, ein Statement, Personal Statement, also Bewerbungsräume quasi und ein paar Letter of recommendations.

00:07:50: Und dann kam irgendwann die E-Mail.

00:07:52: Man müsste so ein Video-Interview-Prozess machen.

00:07:55: So.

00:07:55: Und dann gingen wir dahinter so richtig auf Platte Eis.

00:08:00: Also dieses Sich-Ei so.

00:08:02: vermeintlich anonym zu bewerben und einfach was hinzuschicken ist das eine.

00:08:06: Aber dann an diesem Video Interview teilzunehmen, da habe ich mir dann echt gedacht, oh Gott Nadine, was hast du gemacht?

00:08:14: Was willst du denn da jetzt überhaupt?

00:08:15: Das kann ja jetzt nur schief laufen und ich habe das, also es war wirklich... Mein Erzfeind im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... ... im Jahr ... In meiner Vorstellung war das viel schlimmer und ich dachte, da ist eine echte Person, was natürlich Quatsch ist, weil da nicht twenty-four-seven am anderen Ende eine Person wartet.

00:08:55: Ja, und dann um achtzehn Uhr oder so war es.

00:08:58: Auf jeden Fall habe ich dann meinen Freund schon losgeschickt und gesagt, fahr schon mal zu unseren Freunden.

00:09:02: Ich muss mich jetzt mal ein Endgegner kümmern.

00:09:04: Und es war alles halb so wild.

00:09:08: Ich dachte wieder, man kann dann nur dieses Video, also man muss sich ein Play angucken und das tatsächlich analysieren und dann auf Video erklären.

00:09:16: Ich dachte, ich sehe das Play nur einmal.

00:09:18: Ich kann meine Aufnahme nur einmal machen, aber so war es gar nicht.

00:09:21: Also man konnte sich das Play mehrere Male angucken.

00:09:25: Ich hätte auch meine Aufnahme mehrere Male machen können.

00:09:29: Ich habe es dann... Ein oder zweimal vielleicht, weil ich es in sechszig Sekunden die Info unterzubringen, ist gar nicht so einfach.

00:09:36: Aber es war dann halb so wild.

00:09:37: Auf der anderen Seite dachte ich mir dann toll, hätte ich mich natürlich auch viel besser vorbereiten können als jetzt mal eben schnell.

00:09:44: Aber vielleicht war es auch der Vorteil, dass ich gar nicht zu viel überdacht habe.

00:09:49: Und es ging zum einen natürlich um die fachliche Kompetenz, die sie damit abfragen wollten, aber auch um zu sehen, was ist das für eine Person, wie spricht sie, wie kommt sie rüber.

00:10:00: Und ja, ich habe nicht erwartet, dass ich überhaupt Antwort bekomme.

00:10:04: Und musste auch ein paar Monate darauf warten, bis dann im März, dann die E-Mail kam.

00:10:10: Congratulations.

00:10:12: Du bist dabei.

00:10:13: Wahnsinn.

00:10:14: Und dann bist du im Mai oft in diese Bootcamp geflogen mit den mit den twenty-fünf anderen.

00:10:17: Dann hat sich es ja noch mal verengt.

00:10:19: Und ich glaube gerade bei so Sachen in unserem Leben.

00:10:23: die bei uns bevorstehen, man überlegt sich ja dann immer, wie wird das sein?

00:10:28: Ob das jetzt eine Hochzeit, ein Geburtstag, ein neuer Job, was auch immer ist.

00:10:31: Man hat ja eine ewig lange Zeit, in der man sich darauf vorbereitet und sich dann immer belegt, wie wird das sein, wie wird mich das prägen, was für ein Mensch werde ich dann sein?

00:10:38: Und dann hat man danach so die Rückschau und weiß dann, wie es wirklich war.

00:10:42: Was hast du dir, nehmen wir mal einen Vergleich mit Natur, was hast du dir gedacht, was ist hinter dieser Tür, wenn du sie einmal aufmachst?

00:10:49: Und was war dann dahinter?

00:10:52: Es ist eine sehr gute Frage.

00:10:54: Ich habe es irgendwie tatsächlich geschafft, ganz, ganz wenig Erwartungen zu haben.

00:11:00: Und ich habe meinen Fokus gar nicht so sehr auf das Gerichtet, was hinter der Tür ist, sondern war mit mir selbst sehr beschäftigt, weil ich habe immer unfassbar Angst.

00:11:13: Fehler zu machen, mich zu blamieren, gehöre ich dahin und war so damit beschäftigt, dass ich einfach meinen Mut zusammennehme und da jetzt einfach hinfliege und das tu, was ich liebe, dass ich mich gar nicht so damit beschäftigen konnte, was hinter der Tür ist, als mich damit beschäftigen musste, durch die Tür durchzugehen, obwohl sie hier schon offen stand, wenn es irgendwie Sinn macht.

00:11:31: Ich

00:11:31: glaube schon.

00:11:33: Ich check auf jeden Fall, was du meinst.

00:11:36: Genau, demnach konnte ich gar nicht so wirklich sagen, was ist dahinter.

00:11:39: Ich wusste einfach nur, es ist Das größte, was ich im Football erleben kann, es ist die größte Liga der Welt.

00:11:48: Ich darf da hineinschnuppern und war einfach nur aufgeregt, wie ich mich schlage in diesem Umfeld, weil ich weiß, dass dafür Druck dahinter steckt.

00:12:01: Das ist natürlich auch eine Storytelling-Maschine auf der einen Seite, die NFL, aber natürlich fließt auch viel Geld.

00:12:08: Demnach verstärkt es den Druck wiederum.

00:12:11: Und habe mich natürlich auch gefragt, inwieweit ist der Football, noch der Football, so wie ich ihn kenne?

00:12:19: Ja.

00:12:20: Und was war dann hinter der Tür, als du durchgegangen bist?

00:12:22: Auch wenn sie schon offen stand?

00:12:24: Hinter der Tür waren Menschen, die für den Sport brennen, junge Männer.

00:12:30: wie hier, die ihre Struggles teilweise haben zu performen, die in Playbook lernen müssen.

00:12:37: Und Coaches, die bemüht waren, anderen Menschen bestmöglichst was beizubringen.

00:12:44: Das Ganze natürlich mit einer Prise mehr Druck.

00:12:47: Aber am Ende des Tages waren es Menschen, es war schön, diese Dynamiken zu sehen, wie sie zwischen den Coaches stehen, aber auch zwischen Coach und Spielern.

00:12:59: Und der befreienste Moment eigentlich war dann tatsächlich das erste Spiel.

00:13:04: Weil auf einmal war alles egal.

00:13:06: Es war egal, was das für Superstars sind.

00:13:08: Es ist egal, wie man sich vorbereitet hat.

00:13:11: Jetzt ist Kickoff und jetzt ist einfach nur Football und es ist elf gegen elf.

00:13:15: Und jetzt kannst du nichts mehr machen, weil wie man so schulden sagt, the haze in the barn.

00:13:19: Es ist alles schon erledigt.

00:13:21: Jetzt müssen die Spieler einfach spielen.

00:13:23: Wie ist der Sound in so einer NFL-Kabine?

00:13:28: Da bin ich gar nicht so viel drin, weil ich ja meine eigene Kabine sozusagen hatte.

00:13:35: Das heißt, ich habe gar nicht so viel mitbekommen vom Locker Room selbst.

00:13:41: Aber wenn ihr als Coachingstaff da drin seid, meine ich, wie ist der Sound im Team?

00:13:49: Die Luft flimmert.

00:13:50: Das ist das, was mir als erstes einfällt, wenn du die Frage stellst.

00:13:56: Das ist einfach... Ja, es ist der Head Coach, alle schauen ihn mit großen Augen an und ansonsten ist Ruhe, alle haben ein Ziel vor Augen.

00:14:05: und das Schönste, was ich finde, was man sehen kann und das ist jetzt nicht der Sound, aber was in so einem Lockerraum passiert ist, wenn der Coach was sagt und alle nicken und alle sind voll Bord in, jeder hat die gleiche Mission und alle, ja genau, das machen wir jetzt und wir gehen da jetzt raus und wir verklappen die.

00:14:25: Also eigentlich gar nicht so unterschiedlich zu den Locker Rooms hier auch in der GFL, oder?

00:14:29: Ich kann mich nur daran erinnern, zumindest bei uns in der Jugend war das so.

00:14:33: Das war Ehre wie eingeschworen man da war und wie man kurz in diesen Minuten Formspiel bevorstuch die Katakompte nach draußen geht.

00:14:40: Wie das so mantraartig wirklich sich so hochschaukelt und so als würde eine Mannschaft einen... ... Puls haben.

00:14:49: War das ähnlich so bei euch?

00:14:50: Ja.

00:14:50: Oder noch krasser?

00:14:52: Nee, gar nicht noch krasser.

00:14:53: Es war genauso.

00:14:54: Es waren einfach nur mehr Menschen.

00:14:56: Es war mehr drum rum.

00:14:58: Und umso mehr muss man sich fokussieren auf dieses ... ... den gemeinsamen Beat.

00:15:02: Den Toya quasi angesprochen hast.

00:15:04: Aber jeder ist in seinem ... ... Spieltagsmodus.

00:15:09: Und da hat natürlich jeder so seine ... ... Art und Weise, wie er damit umgeht.

00:15:14: Aber wie gesagt ... Die Luft flümmert irgendwie.

00:15:17: Da ist was in der Luft und dann geht man mit der gemeinsamen Mission da raus.

00:15:22: Aber es ist jetzt auch nicht lauter oder intensiver.

00:15:25: Es ist immer das Football.

00:15:27: Es ist am Ende des Tages die Elf, die spielen.

00:15:30: Du lässt es so einfach klingen, aber ich finde es so krass, als jemand, der als Jugendlicher selber gezockt hat.

00:15:34: Die NFL ist natürlich das Non-Plus-Ultra.

00:15:36: Und ich bin mir sicher, auch wenn dieses Energy-Level in der Kabine gleich ist, es gibt ja riesige Unterschiede.

00:15:42: Die größte Football-Liga der Welt ist das Mutterland des American Football.

00:15:46: Was können wir hier in Deutschland?

00:15:48: Du hast ja jetzt diese Erfahrungen gemacht.

00:15:50: Was können wir in Deutschland von der Vereinsarbeit da drüben lernen?

00:15:55: Wenig, tatsächlich.

00:15:59: Es mangelt uns massiv an den Ressourcen.

00:16:02: Und das, was der größte Aha-Moment für mich war und was immer wieder dafür gesorgt hat, dass ich die Kindlade nicht mehr hoch bekommen habe, war das Team hinter dem Team und die Ressourcen, die dieses Team hat.

00:16:14: Das Team hinter dem Team ist noch mal so viel größer als die Football-Mannschaft selbst.

00:16:19: Wie viele Menschen daran arbeiten, damit so ein NFL-Team überhaupt nur trainieren kann, funktionieren kann?

00:16:25: Dann gibt es noch die Ernährungsberater und die Athletiktrainer und die Physiotherapeuten und so und so viele Personen, die Social Media machen.

00:16:34: Praktikanten ohne Ende, die überhaupt nur das Trainingsfeld vorbereiten, damit die trainieren können.

00:16:42: Und das war das, was mich immer wieder zum Staunen gebracht hat.

00:16:45: Natürlich auch, wenn man reist und mit dem Auto oder dem Bus aufs Rollfeld fährt, auf dem Rollfeld noch zu essen bekommt, umsorgt wird, man kurz einen Pass zeigt, direkt in den Flieger steigt, im Flieger sitzt natürlich auch niemand neben dir, weil damit jeder seinen Platz hat, dann gibt's ja wieder zu essen und so weiter.

00:17:04: Ja, klar.

00:17:06: Aber das sind so diese Dimensionen, die nochmal ganz anders sind, wie viele Menschen außerhalb des Teams aber dafür sorgen, dass das Team funktionieren kann und das ermöglichen, mal abgesehen auch von den monetären Ressourcen natürlich.

00:17:21: Das macht es so völlig anders.

00:17:24: Ansonsten, wenn wir aufs Feld oder die aufs Training gucken, klar andere Trainingsbedingungen.

00:17:31: Aber in dem Moment, wo man auf dem Feld ist und die Yardlines da sind und man einfachhaft im Gridiron ist, ist es Football.

00:17:41: Wir sind auch tatsächlich hier schon weit.

00:17:43: Also an der Spitze des deutschen American Football sind wir wirklich schon weit mit dem, was wir taktisch machen, was wir als Coaches tatsächlich schon arbeiten, wie gut unsere Spieler schon geworden sind.

00:17:55: Aber es ist halt nur die Spitze.

00:17:57: Und das müssen wir natürlich auch in die Breite tragen, aber dafür braucht es Ressourcen.

00:18:01: Und das war wirklich, wirklich mein größter Aha-Moment.

00:18:05: Wie würdest du das einordnen?

00:18:06: Also ich glaube vom Apparat her, so wie du es gerade beschrieben hast, kannst du ja nicht mal mit Bundesliga vergleichen.

00:18:10: Das ist ja nochmal größer, Amerika, alles XXL.

00:18:14: Aber weil du es gerade schon so ein bisschen rausgearbeitet hast, wenn wir mal vergleichen, das GFL oder ELF-Level mit was Taktik, was spielerisches angeht, ist das dann besseres High School Football, College Football, womit kann man das vergleichen?

00:18:33: Das kann man so persönlich sagen, weil die Niveauunterschiede innerhalb der Ligen bei uns auch schon massiv sind.

00:18:41: Also die sind wirklich drastisch, aber die besten Teams in Europa können gegen College Teams spielen.

00:18:47: Krass, okay.

00:18:48: Jetzt nicht unbedingt die One und so, aber auf jeden Fall gegen College Teams, das ist möglich.

00:18:55: Und das bringt mich wieder dazu, was hier dann geleistet wird, um überhaupt so ein Team überhaupt zum Spielen zu bekommen und was die neben der Arbeit leisten müssen, ins Training gehen, Athletiktraining machen, im Gym sein, auf ihre Ernährung achten.

00:19:11: Und gleichzeitig die Meetings noch dazu, weil in der NFL tun sie am Ende des Tages nichts anderes als Football sich um ihre Körper zu kümmern und Film zu gucken, Playbooks zu lernen, Meetings, Meetings, Meetings, Noch und Nöcher.

00:19:26: Und sogar da wird die Woche kurz von einem Gegner bis zum nächsten.

00:19:30: Jetzt habe ich die vorhin gefragt, was wir von drüben lernen können.

00:19:33: Gibt es denn, wenn wir hier gar nicht so schlecht aufgestellt sind, gibt es irgendwas, was die Amerikanische Vereine von uns lernen können?

00:19:42: Nein, darfst du auch sagen, wenn es so ist.

00:19:47: Ob es jetzt lernen ist.

00:19:49: Das weiß ich nicht, aber ich kann zumindest sagen, dass Sie immer wieder beeindruckt sind von der Leidenschaft, die wir hier für den Sport haben und was wir leisten und auch opfern, um das so zu tun, wie wir es tun, in unserem Rahmen zumindest, weil dort ist es für viele natürlich auch die Flucht aus dem sozialen Umfeld vielleicht, der große Traum ist aus... wo auch immer sie vielleicht herkommen, raus zu schaffen, Geld zu verdienen.

00:20:21: Der klassische Wunsch eines NSML-Spielers, der Mama ein Haus zu kaufen.

00:20:24: Also es ist ja auch ein ganz anderes Karriereziel und Lebensziel, als es hier ist.

00:20:30: Hier ist es am Ende des Tages halt Hobby.

00:20:33: Und man macht es, weil man es liebt, aber nicht, weil man irgendwann damit reich werden kann.

00:20:37: Und das sind schon noch mal ganz andere Voraussetzungen, mit denen man an die ganze Sache herantritt.

00:20:43: Und deswegen ist es schon so, dass ... Jetzt eben aus der Sicht der Amis oder des Feedback, was ich immer wieder bekomme, dass ich sagen, es ist schon erstaunlich, dass wir das alles dafür tun, einfach weil wir den Sport nur lieben.

00:20:55: Und ich meine, es ist viel, viel größer geworden in den letzten zehn, fünfzehn Jahren.

00:20:58: Also, wenn man sich das mittlerweile anschaut, wir haben NFL-Spieler, die in Deutschland ausgetragen werden.

00:21:03: Wir haben riesige Fan-Bases, die Rechte sind alle explodiert und so weiter.

00:21:10: als leidenschaftlicher Football-Mensch, egal ob man gespielt hat oder Coach oder einfach nur als auf freiwilligen Basis irgendwie im Vereinsleben mithilft.

00:21:21: Größe und Wachstum ist ja eigentlich das, was man sich immer gewünscht hat.

00:21:24: Wir dachten immer so, wir müssen es immer größer bekommen und fetter.

00:21:29: Aber irgendwann, wie das bei den meisten Sachen ist, ja es kann auch bei Musik sein oder bei was auch immer, dann hat man diesen Faktor der Kommerzialisierung und dann ist es irgendwie nicht mehr so richtig Indie, was dann ist es nicht mehr so das Baby, das einem gehört.

00:21:41: Das weiß was ich meine?

00:21:42: Ja.

00:21:43: Hast du das auch manchmal in Deutschland, dass sie das so manchmal so als diese Aufbruchstimmung da war, war schon auch geil und jetzt ist es irgendwie alles too too big.

00:21:50: oder kannst von dir aus noch viel viel weiter wachsen?

00:21:53: Nein, das kann von mir aus noch viel viel weiter wachsen.

00:21:56: und Football gehört uns allen und allen die dazukommen wollen und deswegen freut es mich, wenn andere die Leidenschaft am Football finden.

00:22:04: Weil der Football mir selbst so viel gegeben hat und immer noch gibt.

00:22:10: Und wenn es anderen Menschen auch so viel gibt, dann freue ich mich da einfach darüber.

00:22:14: Und ich weiß noch, wie damals das allererste Spiel, hier in München war.

00:22:20: Ich dachte, ich kann es nicht fassen.

00:22:22: Die NFL kommt zu... Die

00:22:25: Bugs waren das damals auch.

00:22:26: Ja, genau.

00:22:27: Das ist übrigens ein Full Circle Moment gewesen, dass sie zu uns kommen.

00:22:31: Und sie kommen auch noch nach München.

00:22:33: Ich habe es nicht geschafft, irgendwie groß zu NFL spielen, rüber zu fliegen.

00:22:38: Und die NFL kommen einfach hierher.

00:22:41: Und das war wie ... Also, dieses Spiel in der Allianz Arena, das war mein persönlicher Super Bowl.

00:22:47: Es war so hochemotional und ... Seitdem bin ich auch Kommentatoren.

00:22:53: Ich wurde zuvor schon oft gefragt, ob ich kommentieren möchte.

00:22:55: Und ich habe das immer abgelehnt.

00:22:57: Ich habe gesagt, ne, ich bin eigentlich die, die beim Sport gucken eigentlich nie was sagt.

00:23:02: Also ich habe nicht das Bedürfnis da immer mich zu verbalisieren oder das zu kommentieren.

00:23:08: Und dann bin ich aber nicht ins Stadion reingekommen.

00:23:10: Und ich habe einfach kein Ticket bekommen.

00:23:12: Nicht mal du?

00:23:13: Nein, und ich dachte mir, es kann doch

00:23:14: nicht wahr

00:23:15: sein.

00:23:16: Ich

00:23:18: dachte mir, es kann doch nicht wahr sein.

00:23:21: in dieser Stadion.

00:23:22: Und dann habe ich zugesagt, es war damals der BR.

00:23:26: Und dann saß ich da an der Fünfzig-Jahr-Line und Tom Brady, Tempaway-Baginis gegen die Seattle Seahawks.

00:23:33: und dann singen alle Country Roads und den Leuten standen die Tränen in den Augen.

00:23:40: Ja, das war hoch emotional und das trägt mich auch tatsächlich noch immer.

00:23:45: und ich freue mich wahnsinnig, wenn die NFL hier herkommt und wir so was einfach erleben dürfen, weil natürlich nicht jeder die Finanzen auch einfach hat oder die Zeit in die USA zu fliegen, um einen NFL-Spiel anzugucken.

00:23:59: und was gibt es ja besser, als dass die zu uns kommen?

00:24:02: und es gibt immer mehr Fans.

00:24:05: Ich werde nicht mehr gefragt.

00:24:07: Football?

00:24:08: Ist das jetzt mit der Ausrüstung oder das Antwort?

00:24:11: Wie oft ich das gefragt wurde, weil die Leute rugby und American Football wechselt haben und das passiert mir so gar nicht mehr.

00:24:18: Das bedeutet natürlich, dass es viel mehr in den Fokus gerückt ist, viel sichtbarer ist.

00:24:24: Gewinnt natürlich auch mehr Fans, aber Fans zu gewinnen heißt nicht zugleich, dass sie Sport hat in der Basis.

00:24:31: wächst und dass deswegen mehr Kinder beispielsweise zum Football kommen.

00:24:35: Also das eine ist nicht gleich das andere.

00:24:38: So, ich habe ein bisschen das Gefühl gehabt, immer, dass... Mit diesem ganz großen Hype in Deutschland.

00:24:45: Ich würde sagen, es war so, zwei, vierzehn, zwei, fünfzehn, als die Seahawks gerade so richtig oben auf waren und alles, alles Erfolgs-Fans weiß ich ganz genau.

00:24:55: Also da sind wahnsinnig viele zumindest, wo ich damals gespielt habe und so transparent durften wir auch sein.

00:25:00: Wir kennen uns eigentlich schon ein bisschen länger auf, wenn nicht so richtig, weil du hast mich mal so indirekt mitgecoached.

00:25:05: Das

00:25:05: war ganz in deinen Anfängen bei den, bei den Munich Cowboys.

00:25:09: Also ich habe Teilhänden gespielt, deswegen so, du warst in der in der Defense natürlich zugange.

00:25:13: Aber da werden wir auch noch gleich noch ganz viel darüber sprechen.

00:25:17: Ich hatte das Gefühl, dass irgendwann dieser Punkt kam, da wurde wirklich die Jugend gefladdet.

00:25:23: Und da ist mir das total abhandengekommen, dieses Gefühl von, hey, wir sind eine Familie.

00:25:27: Jeder hat hier so, we got each other's bags mäßig.

00:25:31: Und das hatte wir dann vielmehr von einem Fußballverein ohne jetzt über Fußball reden zu wollen.

00:25:35: Aber so, es hat eine ganz andere Anonymitäter-Einzug gefunden.

00:25:38: Hat sich dieser Vibe, in den du dich im Football verliebt hast, hat er sich trotzdem immer weitergehalten, auch wenn von allen Seiten noch was Neues dazu kam.

00:25:48: Ja, das hat sich für mich weitergehalten, weil aber auch das Verständnis einfach da sein muss, dass Football so groß ist und es nur funktioniert mit so vielen Menschen.

00:25:59: Und ich glaube, ich kenne das, worüber du sprichst.

00:26:01: Ich weiß, wir waren damals Teilweise vierzehn spielfähige Frauen, die dann so ein Spiel bestreiten mussten und dann Offense, Defense und alle Specialteams gespielt haben und es durfte sich niemand verletzen.

00:26:14: Ja, also ich weiß, man musste zwanzig sein, um überhaupt spielen zu dürfen, aber dann waren halt die Verletzten irgendwie auch gedressed und dann war so viel Druck auf einem und irgendwie die Angst, dass sich jemand verletzt und so.

00:26:26: Aber so soll halt Football ja eigentlich, dann ist dieses Gefühl von... Eingeschworenheit da, aber so soll ja Football gar nicht sein.

00:26:34: Und ich habe aber schon das Gefühl, dass es auch für Spieler schwieriger wird, je größer die Teams dann auch sind, weil man dann auch nicht automatisch, der Starter ist nicht automatisch, alle Snaps und alle Raps bekommt.

00:26:47: Aber das macht halt Football aus.

00:26:48: Wir brauchen all diese verschiedenen Typen.

00:26:51: Man braucht so viele Spieler, man braucht so viele Coaches, damit es auf auf einem guten Level einfach gespielt werden kann.

00:26:59: Und deswegen bleibt es für mich auch nur die Herausforderung, dieses Team weiterhin so eingeschworen zu halten, wird halt größer.

00:27:09: Du hast das Coaching-Game eigentlich durchgespielt.

00:27:13: Ich muss mich gar nicht einschleimen, du sitzt ja schon hier.

00:27:16: Du bist für mich wirklich die Godmother of American Football in Deutschland.

00:27:21: Weil ich dich auch ganz in den Anfängen schon, da war ich dreizehn oder so, bei uns hab ich da rumtuern und sehen.

00:27:26: Und ich natürlich dann vierzehn.

00:27:29: Ich glaub, du warst jünger als wir damals.

00:27:34: Jetzt hast du echt viel Erfahrung gesammelt mit Coach, also du als Spielerin, mit Coaches, aber dann du auch als Coach.

00:27:40: Was macht deiner Meinung nach einen wirklich guten Coach aus?

00:27:44: Ja, das ist wahrscheinlich auch wiederum nicht zu viel allgemeinern, weil jedes Team braucht ein bisschen, je nachdem wie das Team zusammengesetzt ist, ein bisschen was anderes.

00:27:55: Aber das bringt mich vielleicht zum ersten Punkt selbst Reflexion.

00:27:59: Also in dem Jahr, in dem ich Head Coach war, war ich wahrscheinlich ganz viel damit beschäftigt, mich selbst zu reflektieren, um zu wissen, bin ich auf der richtigen Spur, führe ich richtig?

00:28:12: Gebe ich den Leuten das, was sie gerade brauchen und führe ich uns in die richtige Richtung.

00:28:16: Dazu braucht es unglaublich viel Selbstreflexion.

00:28:19: Demnach auch, die nennen es eine Kompetenz, das Ego zurückstellen zu können.

00:28:28: Ich sage nicht, dass ich kein Ego habe, aber an vielen Stellen ist es einfach nicht angebracht.

00:28:33: Und das muss man zurückstellen können und so objektiv, wie es einem irgendwie möglich ist, Dinge zu betrachten, weil jeder von uns hat seine eigene Realität.

00:28:42: Wir sitzen zwar jetzt beide hier, aber du, du empfindest es anders als ich.

00:28:46: Deine Realität ist anders als meine.

00:28:48: Jeder hat seine Filter.

00:28:50: Und dazu gehört natürlich auch, dass man über viel Bescheid weiß, damit man, da kommen wir gleich zum nächsten Punkt, natürlich diese Beziehungen aufbauen kann.

00:29:00: Aber.

00:29:01: Wichtig ist halt zu verstehen, was sind meine Filter und was sind deine Filter?

00:29:06: Was ist deine Realität und was ist meine?

00:29:08: Und nur so kann man dann natürlich auch Beziehungen aufbauen.

00:29:12: Und die Beziehungen sind das A und O. Davon lebt ein Team, davon lebt ein Coach, niemand folgt dir, wenn du keine Beziehung zu den Personen hast.

00:29:22: Und dazu gehört natürlich zu verstehen, wie sie tecken, viel über sie aber auch zu wissen.

00:29:28: um diese Beziehungen letztlich aufbauen zu können und dann Vertrauen will verdient sein.

00:29:33: Und ja, das sind so diese wichtigen Dinge, Selbstreflektion, Ego zurückstellen, so objektiv, wie es halt nun mal geht zu sein und Beziehungen aufzubauen.

00:29:45: Und dann natürlich die nötige Fachkompetenz, keine Frage.

00:29:48: Aber wie macht man das mit den Beziehungen?

00:29:50: Weil ich meine, wenn du, ich ziehe normalen Vergleich zum Fußball, du hast eine E-Jugend, die du trainierst, die hat ... elf Spieler auf dem Feld und dann vielleicht nochmal irgendwie neun Reserve oder so.

00:30:01: Und beim Football hast du ja einfach, das Team ist ja viel viel größer.

00:30:06: und gerade als Head Coach, es gibt dir den Grund, warum du deine Position Coaches hast.

00:30:10: Und du hast einen ja in München als Head Coach gearbeitet.

00:30:12: Wie schafft man es zu so vielen Menschen, dann gleichzeitig zu so einem Riesenkader eine persönliche Beziehung aufzubauen?

00:30:19: twenty four seven Kommunikation.

00:30:21: Also es ist wirklich, das war sehr, sehr, sehr herausfordernd.

00:30:25: Zum einen muss man mal klar definieren, was sind, was sind meine Werte?

00:30:30: Was sind meine Ziele?

00:30:30: Was ist mir wichtig?

00:30:32: Weil wenn jetzt meine Position Coaches andere Dinge wichtig sind als mir, dann sprechen wir nicht die gleiche Sprache.

00:30:37: Und um um die gleiche Sprache sprechen zu können, muss ich natürlich auch permanent fein justieren, mit meinen Position Coaches sprechen, damit wir immer noch in die gleiche Richtung gehen.

00:30:49: Deswegen ist das unglaublich viel Kommunikation und feine Justierung mit den Positioncoaches, weil dann ist es dieser Trickle-down-Effekt.

00:30:56: Die Positioncoaches sprechen wiederum dann zu der Position und so wird ja diese diese Message, die ich habe oder das Ziel, das ich habe, dann weiter geführt nach unten bis zu den Spielern.

00:31:09: Aber auch bei den Spielern ist es so viel Kommunikation.

00:31:12: Das schafft man auf dem Feld meist gar nicht.

00:31:15: Aber dann zu schreiben, ich weiß, wann sie Geburtstag haben.

00:31:18: Ich wusste, ob sie Beziehungsstress haben, ob sie näher in Abschlussprüfungen sind.

00:31:23: Und oftmals ist es als Positioncoach nicht so, weil da kennt man dann seine Positionsgruppe gut.

00:31:29: Deswegen kann man dann auch mal Good Cop, Bad Cop spielen, so als Head Coach und Positioncoach.

00:31:35: Aber ich sehe das als meine Aufgabe, als Head Coach über alle Bescheid zu wissen und das inkludiert die Coaches als auch alle Spieler.

00:31:44: Warm-up sind auf zehn Minuten, aber es sind die wichtigsten zehn Minuten des Trainings, wo ich zu allen einmal Hallo sagen kann.

00:31:51: Und nachher kann, ohne, wie lief die Prüfung.

00:31:53: Und wie geht es dir?

00:31:54: Und wie geht es deiner Oma?

00:31:55: Und einfach auch zu zeigen, dass ich sie sehe, dass sie mir was bedeuten.

00:32:04: Das stelle ich mir wahnsinnig anstrengend vor.

00:32:07: Das ist auch anstrengend.

00:32:07: Ich habe auch meine Coaches immer wieder ge-challenged und habe gesagt, Ich weiß, dass ihr nicht alle Spieler hier kennt, vor allen Dingen, weil wir in München mit der ersten und der zweiten Mannschaft zusammen trainiert hatten und teilweise über hundert Spiele auf dem Spielfeld hatten.

00:32:20: Und habt ihr dann gesagt, so ein eure Challenge ist es jetzt, dass ihr mit mindestens drei Spielern sprecht, mit denen ihr zuvor noch nicht gesprochen habt und etwas über diese Person herausfindet, von der ihr glaubt, dass ich sie nicht weiß.

00:32:31: Und das meldet ihr mir dann zurück.

00:32:35: Wahnsinn.

00:32:36: Du hast ja dafür gesorgt, dass bei deinen Spielern das Beste rausgeholt wird, sowohl psychisch als auch auch physisch.

00:32:45: Das war aber dann auch für dich ein Punkt an irgendwann, ich glaube auch genau während dieser Head Coach Zeit, wo du dann gemerkt hast, jetzt bröckelts bei mir aber langsam.

00:32:53: Nimm uns dann mal mit, was ist da passiert.

00:32:58: Vielleicht fange ich an in den zwanzig-zweiundzwanzig.

00:33:00: Das muss man auch erwähnen.

00:33:01: Hat mir eine großartige Teampsychologin, die mitgearbeitet hat.

00:33:08: Und das war eine der wichtigsten Personalien tatsächlich.

00:33:13: Und die hat mir auch geholfen zu verstehen, was im Team los ist.

00:33:18: Und mit der konnte ich natürlich dann auch justieren, ohne jemanden zu manipulieren.

00:33:22: Um das geht es gar nicht, aber einfach die zu unterstützen.

00:33:25: und hat mit Positionsgruppen gearbeitet, mit Spielern gearbeitet, weil es halt auch ein Mental Game ist.

00:33:31: Es geht auch darum, wie alle mental drauf sind und diese Dynamiken, die verselbstständigen sich schnell.

00:33:39: Deswegen ist es wirklich immer fein zu justieren, die ganze Zeit.

00:33:46: Ja, und ich habe immer den Anspruch, ich gebe dem Team alles und will mich natürlich auch beweisen und will beweisen, dass das meine oberste Priorität hat.

00:33:55: Und ich hatte sie nicht mehr, ehrlicherweise schon mehrere Jahre nicht mehr, dass die Priorität irgendwie auch bei mir lag.

00:34:02: Aber zur Führung gehört natürlich auch die Kompetenz Selbstführung, die ich dann ganz bewusst hinten angestellt habe.

00:34:11: Aber es mir dann, zwanzig, drei und zwanzig, so ein bisschen auf die Füße gefallen.

00:34:14: Wir waren zwanzig, zwanzig, das war mein erstes Jahr sehr erfolgreich.

00:34:20: Und zwanzig, drei und zwanzig war es dann so, dass dann ein ELF-Franchise hier auch gegründet wurde in München und viele Spiele einfach das Team verlassen haben.

00:34:32: Das ist halt einfach so.

00:34:33: Die Fluktuation ist sowieso immer hoch von einem Jahr aufs nächste.

00:34:38: Und wir dann wirklich auch einfach viele junge und unerfahrene Spieler auch dabei hatten und einfach viel verloren haben.

00:34:46: Und verlieren ist nie schön und möchte man nicht wahrlegen, wenn sie vorher gut lief.

00:34:52: Und ja, dieses viele Verlieren, nicht voranschreiten.

00:34:57: Ich brauche immer Progress.

00:34:59: Es muss immer vorangehen.

00:35:00: Es muss sich immer was entwickeln.

00:35:01: Das heißt nicht, dass man das sofort sieht als Endergebnis oder Outcome, dass man deswegen dann sofort gewinnen muss.

00:35:07: Aber ich muss zumindest immer sehen, dass sich Dinge weiterentwickeln.

00:35:11: Und dann kam dazu, dass ich... dann bei RTL angefangen habe zu arbeiten, was ja in Köln ist, dann bin ich da noch hin und her geflogen und habe dann gleichzeitig hier angefangen zu kommentieren bei The Zone, hatte nebenbei noch mein Job.

00:35:27: Wie gesagt, der Druck war groß, dass wir nicht in die Relegation gehen müssen, und da habe ich mich dann schon massiv übernommen.

00:35:34: Und da sind Nächte teils ganz ausgefallen bzw.

00:35:38: waren halt da nur ein, zwei, drei Stunden lang und das kann man nur so und so lange machen.

00:35:42: ... bis man dann selbst irgendwie ... ... so gegen eine Wand fährt.

00:35:46: Und das ist mir dann tatsächlich auch passiert.

00:35:49: Es gesagt habe, jetzt ... ... jetzt ist zu viel.

00:35:51: Jetzt ... ... seh'n den Auges ... ... bin ich gecrashed.

00:35:56: Und ... ... ja, muss halt jetzt auch einfach wieder lernen ... ... abonnent die Zeit, mir für mich zu nehmen, ... ... dass es nicht schlimm ist ... ... auch mal mir die Zeit für mich zu nehmen.

00:36:06: Weil es dazu gehört, ... ... am Ende des Tages ein besserer Lieder sein zu können.

00:36:11: Wenn dir die Frage jetzt zu privates dann sagst du es, dann musst du sie nicht beantworten.

00:36:13: Aber was war diese Wand, die gegen dir du gekrascht bist?

00:36:16: Wie hat sich das bei dir geäußert?

00:36:20: Das ist schwer zu sagen, aber ich konnte einfach nicht mehr.

00:36:24: Ich konnte nicht mehr leisten.

00:36:25: Ich konnte nicht mehr so abliefern, wie ich wollte.

00:36:27: Und dieser ewige Schlafmangel kombiniert mit Frust und schlechter Ernährung.

00:36:35: Am Ende des Tages war es einfach nur so, ich habe wirklich einfach nur noch jeden Tag geweint und dachte mir, ich halte es nicht mehr durch.

00:36:43: Ich schaff es einfach nicht mehr bis unsere Saison vorbei ist.

00:36:46: Dann war die Gott sei Dank vorbei.

00:36:47: Wir haben auch die Liga halten können, was das Ziel war zu Beginn der Saison.

00:36:51: Und dann ging es aber noch weiter mit dem Kommentieren und es war einfach jeden Tag dieses, ich habe keine Energie mehr, noch den nächsten Tag zu schaffen und habe dann hingefiebert auf meinen Urlaub, bzw.

00:37:04: es war ein sehr... Es war nicht nur ein Urlaub, es war so eine richtige Auszeit für mich, war zum ersten Mal in meinem Leben dann fünf Wochen weg.

00:37:12: Ganz alleine bin ich gereist.

00:37:15: Und ich hätte es kaum noch gefühlt geschafft, einfach dahin, weil ich immer gesagt habe, ich überlebe den nächsten Tag nicht mehr.

00:37:21: Ich kann nicht mehr arbeiten, ich kann nicht mehr Gas geben, ich kann nicht mehr funktionieren, weil mein Glaubenssatz ist immer ... Funktionieren, funktionieren, funktionieren und du musst hart arbeiten und du musst immer härter arbeiten als alle anderen.

00:37:35: Es kann natürlich dann sehr fatal werden.

00:37:37: Es ist kein gesunder Glaubenssatz.

00:37:39: Und dieser Urlaub war der Turnaround?

00:37:42: Das war die Rettung.

00:37:44: Es war nicht der Turnaround.

00:37:46: Es geht auf jeden Fall bergauf.

00:37:49: Ich muss aber immer noch daran arbeiten.

00:37:50: Meine Tage sind immer noch lange.

00:37:52: Ich stehe da früh auf, gehe in die Arbeit und... Um zwanzig Uhr abends glaube ich den Laptop frühestens zu.

00:37:59: Also meine Tage sind immer noch ein bisschen zu lang, ich mache zu viel gleichzeitig und pass immer noch nicht so gut auf mich auf.

00:38:06: Aber es war definitiv meine Rettung und es war so eine heilende Reise, seitdem.

00:38:10: ich war übrigens in Afrika, in Südafrika und Namibia und das hat jetzt einen ganz speziellen Platz in meinem Herzen, weil das wirklich eine heilende Reise für mich war.

00:38:21: Ja, vielleicht muss ich öfter Urlaub machen.

00:38:24: Ich wünsch es dir.

00:38:25: Siehst du das, was du alles erreicht hast?

00:38:29: Nein, weil ich merke, du bist ein Mensch, der extrem viel am Hasseln ist.

00:38:32: Du bist richtig viel am Machen, du willst immer weiter Gas, Gas, Gas geben.

00:38:35: Aber das hast du jetzt halt auch schon zehn, fünfzehn Jahre lang gemacht.

00:38:39: Gibt es bei dir diese Punkte, wo du dir denkst, ah cool, das habe ich ja alles erreicht und vielleicht auch mal... Du musst stolz auf dich bist, weil ich finde, das könntest du absolut sein.

00:38:47: Ja,

00:38:48: schwierig.

00:38:49: Ganz schwierig bin ich ganz, ganz selten.

00:38:52: In Afrika war einer der Momente, da bin ich alleine wandern gegangen und dachte mir, krass.

00:38:59: In Deutschland dürfte man da nie alleine wandern.

00:39:01: Da könnte ich einfach das Meer wegschwimmen und da könnte man runter stürzen.

00:39:06: Und es waren so viele Momente, wo ich mir dachte, das dürfte man jetzt in Deutschland nicht.

00:39:10: Und da war ich alleine unterwegs und ich habe dann wirklich beim Wandern einfach irgendwann zu Wein begonnen und dachte mir, krass, ich bin gerade richtig stolz auf mich.

00:39:18: Ich bin gerade voll stolz auf mich, dass ich das alleine mache, bei einer Wanderung.

00:39:22: Einfach, weil ich alleine da gewandert bin.

00:39:26: Wenn ich aber auf mein Leben zurückblicke und auf diese Meilensteine, die du vorhin angesprochen hast, das ist ganz selten, dass ich mir denke, wow, voll gut hat ihn.

00:39:33: Da kannst du jetzt echt stolz sein.

00:39:35: Das passiert mir ja ganz, ganz selten.

00:39:36: Da muss ich mich ganz bewusst hinsetzen.

00:39:39: und das passiert mir nur in Momenten, wo ich wieder massive Selbstzweifel habe und mir denke, Nee, da hast du gar nix verloren.

00:39:50: Und das kannst du ja gar nicht.

00:39:51: Oder mich dann unter einen Schäffel stelle oder unterschätze.

00:39:54: Das sind die Momente, wo ich mich hinsetzen muss und mir sagen muss.

00:39:58: Guck mal, du hast doch das schon geschafft und du hast auch das schon geschafft.

00:40:02: Hat das irgendjemand anders schon so geschafft wie du?

00:40:06: Ja, da muss ich mich ganz bewusst hinsetzen und mir das noch mal ins Gedächtnis rufen.

00:40:10: Und es ist ganz lustig, dass du es ansprichst, sich überlege, so eine systemische Coach Ausbildung zu machen.

00:40:17: Und weil letztens war so eine Einführungsbeanstaltung und da musste man sich eben mit so Problemen setzen, auseinandersetzen, so als kleine Einführung und was.

00:40:26: muss ich mir denken und da stand auf meinem Zettel ganz groß.

00:40:30: Ich denke an die Dinge, die ich bereits geschafft habe.

00:40:34: Und ja, deswegen ein wichtiger Punkt muss ich mir ins Gedächtnis rufen, aber es kommt nicht selbstverständlich.

00:40:39: Also ich stehe jetzt nicht da, denke mir.

00:40:42: Krass Nadine!

00:40:43: Richtig, richtig

00:40:44: gut!

00:40:46: Das war dann einfach mein Part in der Vorbereitung auf die Folge heute.

00:40:49: Weil ich mir einfach sagte so, seitdem wir das letzte Mal gesehen haben vor zwölf, dreizehn Jahren auf dem Footballfeld, auf dem Trainingground von den Munich Cowboys, da kannst du schon sehr, sehr stolz auf sein.

00:40:59: Ich will jetzt jetzt auch gar nicht zu sehen, so eine Therapiestunde ausatmen lassen.

00:41:03: Ich habe meinen schlauen Büchlein und allem.

00:41:06: Aber ich würde schon nochmal interessieren, was du dann daraus gelernt hast.

00:41:11: richtig Mental Health, auch im Profisport eben gerade ist, was schon angesprochen, ihr hattet eine Teampsychologin.

00:41:16: Was für ein Faktor ist das?

00:41:19: Einer der größten Faktoren war das für uns.

00:41:22: Es spielt eine riesige Rolle und wir haben jetzt schon darüber gesprochen, was für Strippen, also das soll jetzt gar nicht negativ klingen, wie gesagt, es geht ja nicht ums Manipulieren, sondern es geht darum, alle zusammen zu halten, Brände zu löschen und dann doch irgendwie in Anführungsstrichen die Strippen zu ziehen.

00:41:40: Das kann ja eine Person nicht alleine.

00:41:42: Deswegen gibt es natürlich auch die Positioncoaches.

00:41:44: Aber wir sind alle keine Psychologen und jeder wahrscheinlich mit einem guten Verständnis dafür, wie die Menschen ticken, wie die Menschen ticken, mit denen man arbeitet und das System Team funktioniert.

00:41:58: Aber da natürlich nochmal einen Profi dabei zu haben hilft, um... Das Team zusammenzuhalten und das Team Ziel zu erreichen, was natürlich meine Priorität war als Head Coach.

00:42:10: Aber auf der anderen Seite natürlich auch.

00:42:13: Jeder hat seine Kämpfe, jeder tickt anders.

00:42:16: Man versucht immer alle gleichermaßen abzuholen, genauso wie man als Coach versucht.

00:42:21: jeden Lerntyp irgendwie abzuholen, aber man schafft es halt nun mal nicht.

00:42:26: und deswegen ist es ganz ganz wichtig, dass alle auf diesem Weg so fordernd wir ist, nämlich im Football, auch gesund bleibt.

00:42:34: Das ist natürlich was, was man von außen oder wenn man im Football ist, nicht ist, gerne unterschätzt, wie intensiv solche Saisons sind, weil es so viel kognitive Arbeit erfordert und so viel mental ist.

00:42:48: Weil es ist eben auch nicht auf dem Spielfeld dieser Spielfluss wie im Fußball, wo man zwar irgendwie schon dabei ist, aber es ist immer ein... Eins zu eins.

00:42:59: Es ist jedes Mal wieder ein Mano-Emano.

00:43:03: Es tut wieder weh.

00:43:04: Du läufst immer gefährlich zu verletzen, wie immer im Sport.

00:43:07: Natürlich keine Frage.

00:43:09: Aber dann auch noch mal dieses Vertrauensverhältnis.

00:43:11: Hey, wenn der sein Block nicht macht, kriege ich so richtig auf die Mütze.

00:43:15: ist nochmal ein ganz anderes Level an Vertrauen, das man da aufbauen muss.

00:43:21: Und deswegen kann in diesem Podcast gar nicht erzählen, auf wie vielen Leveln das nötig ist, da natürlich kognitiv dran zu arbeiten, mental zu arbeiten, aber natürlich auch dabei zu versuchen, gesund zu bleiben.

00:43:36: Ich habe das Gefühl, die menschlichen Verbindungen... Zumindest in meiner sportlichen Karriere in ganz großen Anführungszeichen, aber ich habe viele verschiedene Sportarten ausprobiert.

00:43:44: Die menschlichen Verbindungen waren nirgendwo so stark wie beim Football, weil man wirklich nur als Kollektiv funktionieren kann.

00:43:51: Man kann nicht.

00:43:51: wie in anderen Sportarten, Teamsportarten, gibt es nicht den einen, der es rausreißen kann, sondern du kannst der beste Running Back überhaupt sein.

00:43:58: Wenn vorne an der O-Line alle Blocks fallen, dann kriegst du einfach kolossal aufs Maul.

00:44:06: Ich habe das Gefühl, die Spieler prägen sich alle sehr gegenseitig.

00:44:10: Ihr Coaches prägt die Spieler auch ganz enorm, vielleicht auch manchmal mehr als euch das bewusst ist.

00:44:15: Hattest du einen Moment als Spielerin, wo du eine Ansprache von einem Coach, einer Coaching gehört hast oder im One-on-One mit denen, was sich so nachhaltig richtig geprägt hat?

00:44:25: Als Spielerin.

00:44:27: Das muss ich kurz zurückdenken.

00:44:28: Da war ich ja, wie wir gerade festgestellt haben, noch vor vierzehn.

00:44:31: Und tatsächlich habe ich mit siebenundzwanzig angefangen.

00:44:35: Da war ich natürlich schon anders geprägt mit Ziemundzwanzig als du jetzt beispielsweise als Jugendspieler.

00:44:42: Gerade als Jugendcoach hat man dann nochmal einen ganz anderen Einfluss auf die Entwicklung als jetzt auf mich jetzt mit meinen Ziemundzwanzigjahren.

00:44:53: Nichtsdestotrotz muss man jetzt auch mal sagen, dass im Frauen-Football Das Coaching noch nicht so weit ist, wie es im Männer-Football ist, weil es dann nochmal die Randsportart, der Randsportart, es ist nun mal so.

00:45:10: Deswegen hatte ich da ... Ehrlicherweise nicht so prägende Momente mit meinen Coaches, viel mehr mit den Unterstützern, die ich hatte aus einem Männerteam oder damals Garen Holly, dem Coach im Männerteam, der später auch mein Head Coach war, als ich die Männer gecoached habe oder auch tatsächlich uns Ladies gecoached hat.

00:45:30: Da gab es schon Momente.

00:45:32: die mich geprägt haben, aber es ist wirklich nicht dieser eine Moment dabei, ich sage, boah, da kriege ich jetzt sofort Gänsehaut, wenn ich daran denke.

00:45:39: Und das hat mich so massiv geprägt.

00:45:42: Das kann ich tatsächlich nicht behaupten.

00:45:43: Ich glaube, das Schöne ist, es gibt ganz, ganz viele junge Spielerinnen und Spieler, die das mal über dich sagen werden.

00:45:49: Das weiß ich.

00:45:53: Du hast damals schon, ich hab das erst jetzt in der Recherche gecheckt, dass du da gerade erst als Spielerin eigentlich angefangen hast, als du dann auch in der A oder B-Jugend bei den Cowboys war, das damals als Aushilfs Positioncoach quasi noch mit dabei war.

00:46:05: Und du hattest, das war ja wirklich eine Bande, dreißigvierzig Jungs hochpuberter.

00:46:11: Wirklich, der Sound in der Kabine war beyond ekelhaft eigentlich, weil wir halt Jungs so irgendwie, ne?

00:46:19: Und du hast... eine solche Autorität ausgestrahlt.

00:46:24: Zumindest aus meiner Perspektive, wo ich mir wirklich so dachte, so krass die ist, die hat so einen Plan, die steht so über den Dingen.

00:46:32: Das war ja ganz der Anfang so bei dir.

00:46:34: Und ich glaube, wenn jetzt mit so vielen Jahren noch dazwischen wird sich das nochmal mehr aufgebaut haben bei dir auf jeden Fall.

00:46:40: Wenn du junge Spieler heute siehst und du siehst... Stell mal vor, du hast zwei vor dir.

00:46:46: Der eine ist enorm krass in der Füße auf seiner Position.

00:46:49: Sie spielen bei der gleichen Position und der andere hat ein krasses Spielverständnis.

00:46:54: Wer glaubst du, würde eher den Step auf das nächste Level College Football NFL vielleicht sogar mal schaffen?

00:47:01: Der mit der besseren Füße oder der mit dem besseren Spielverständnis?

00:47:05: Ja, also... in der Spitze des europäischen Footballs, der mit dem besseren Spielverständnis, weil am Ende des Tages geht es nicht nur darum, wie schnell kannst du laufen, sondern wie schnell checkst du das Spiel und bist dann dort, wo du sein musst.

00:47:22: Und da geht es nicht darum, ob du dann eine vier Vierläufst oder ne Vier Acht, weil der, der es früher liest, der früher checkt, was Sache ist, wo der Ball hingehen wird, der wird früher an Ort und Stelle sein.

00:47:33: Demnach, der mit dem Spielverständnis kommt dann weiter.

00:47:37: Wenn wir allerdings die USA betrachten, das ist anders.

00:47:41: Da geht's, da geht's um Maße, da geht's um Antropometrie.

00:47:44: Wie groß sind deine Hände?

00:47:45: Wie groß bist du?

00:47:46: Wie schwer bist du?

00:47:47: Antropometrie, also alles was so... wie du gewachsen bist, also wie lang bist du, wie groß bist du, wie schwer bist du.

00:47:56: Das zählt für die so viel mehr, weil sie dann sagen, alles andere machen wir.

00:48:03: Du musst den Körper bringen, du musst das Fleisch bringen, das wir brauchen und wir kümmern uns um den Rest.

00:48:11: Deswegen, wenn man jetzt da genetisch Bestens aufgestellt ist für American Football, sagen wir mal, für die Position Offensive Line.

00:48:20: Das ist ja so ein Klassiker.

00:48:22: Und du bist dann deine guten zwei Meter und hast deine Hundertvierzig Kilo, bist explosiv, hast lange Arme, dann sagt die NFL.

00:48:32: Zeig mal, was du kannst.

00:48:33: Viele Jungs, die es auch aus Deutschland rausgeschafft haben, sind ja auch die absoluten Hühnen.

00:48:37: Das sind ja

00:48:38: die richtigen

00:48:38: Viecher auch.

00:48:39: Und dann wird quasi das Brain-Modeling, alles davon wird dann in den USA gemacht direkt in den Teams.

00:48:45: Dann schaut man Film,

00:48:47: guckt

00:48:47: sich die Taktik an und so weiter.

00:48:48: Wenn wir aber diesen Schritt in die Staaten und den Schritt über See mal weglassen, dann ist es aus meiner Sicht immer der mit dem Spielverständnis vor allen Dingen, weil die machen ja... Das ganze Team besser, die machen ja auch die Leute um sich rum besser.

00:49:04: Und das sind immer Spieler, wo die anderen dann auch nochmal aufschauen und sagen, krass, jetzt hat er das schon wieder gelesen, jetzt hat er das schon wieder gecheckt.

00:49:12: Der ist echt smart und so will ich Fußball auch sehen, so will ich Fußball auch verstehen.

00:49:17: Und die helfen dann Leuten drum herum, Fußball durch diese Augen auch zu sehen.

00:49:23: Ja, es ist eine Coach Antwort, gell?

00:49:26: Du bist Coach.

00:49:27: Das ist in Ordnung, da feiern wir dich hier.

00:49:29: Was würdest du einem jungen Jugendspieler, der richtig Bock hat, irgendwann mal ganz weit oben zu zocken, der einfach das Geist of the Limit NFL spielen will?

00:49:41: Was würdest du diesem jungen Menschen raten?

00:49:44: Hassel, Hassel, Hassel und scheiß auf Social Media.

00:49:47: Okay, wieso schaust du auf Social Media?

00:49:50: Ich hab so das Gefühl, das muss ich noch verifizieren über die Jahre, aber alles verändert sich.

00:49:58: Wir verändern uns als Gesellschaft, wir sind anders sozialisiert.

00:50:04: Ich mein, wir haben gerade mit einer Polaroid-Kamera ein Foto gemacht.

00:50:08: Also Dinge verändern sich.

00:50:18: wird viel auf Social Media gespielt in Anführungsstrichen, weil es gibt halt so viel her.

00:50:22: Und am Ende des Tages kann man sich aber in dieser Welt Social Media, finde ich, auch verlieren.

00:50:29: Man kann es gut für sich nutzen, aber man kann sich auch verlieren.

00:50:33: Und ich glaube gerade in so frühen Jahren kann das schnell mal passieren, dass es das viel... dass viel meiner Ressourcen darauf gehen, wie ich da wirke, ob ich auf Instagram der krasse Footballspieler bin.

00:50:47: Du hast aber, wenn du dich ... Maximal entwickeln will es keine Zeit dafür, weil du musst dich mit dir beschäftigen.

00:50:54: Du musst dich beschäftigen, ausreichend Regeneration zu haben, dich richtig zu ernähren, die richtigen Coaches zu finden, ins Gym zu gehen und auf dem Feld zu hasseln.

00:51:03: Und deswegen darf man sich nicht so viele Gedanken machen über wie sieht das jetzt auf dem Highlight-Tab aus.

00:51:09: Wenn man das natürlich auch tut, das ist auch völlig legitim, weil man ist maximal kompetitiv, das ist auch voll okay.

00:51:15: Aber ja, deswegen, ich werfte es jetzt einfach so in den Raum, weil ich es einfach oft gesehen habe, dass dann Social Media so viel Wert hat.

00:51:24: Aber das macht nicht einen Wert als Spieler aus und das macht dich nicht zum besseren Athleten und nicht zum besseren Fußballspieler.

00:51:31: Ich finde das super krass spannend, was du gerade ansprichst, weil das bei mir ganz viele Sachen aufmacht, weil es gibt ja durchaus Sporenarten, wo immer wieder kritisiert wird.

00:51:38: Okay, Leute, die natürlich sportlich schon einem super Punkt sind, die aber dann auch noch viel Reichweite haben.

00:51:44: Wir schaffen den Sprung in den Profisport zu manchen Teams, in manche Mannschaften einfach schneller.

00:51:50: Würdest du den Football davon freisprechen, dass jemand, der vielleicht ein bisschen schlechter ist, in einem Draft eher vorgezogen wird, aber mehr Reichweite hat als der andere?

00:52:01: Bevor ich die Frage beantworte, muss ich das nochmal kurz einordnen mit meinem Scheiß auf Social Media, weil es ist natürlich ... Es ist natürlich auch eine Quelle, wie mein Geld verdienen kann und eben Reichweite kreieren kann, wenn man im Profisport ist, um Gottes Willen.

00:52:17: Also das ist wichtig heutzutage.

00:52:20: Eigenvermarktung, Branding und so weiter, was ich nur sagen will, in der Entwicklung vom Jugendspieler hin zu meinen Träumen, muss ich mich schon auf mich fokussieren in erster Linie und darf mich nicht verlieren.

00:52:34: in diesem ganzen Social Media Game.

00:52:36: Aber ansonsten ist Social Media legitim und es ist ein wichtiges Thema.

00:52:40: Denken wir nur an die Sporthilfe und an Sportarten wie Turn in Leichtathletik.

00:52:47: Die haben existenzielle Ängste teilweise und Social Media kann da helfen.

00:52:51: Also wie gesagt, das würde ich aber voneinander trennen, die zwei Dinge.

00:52:56: Und um zu deiner Frage zurückzukommen, die ich jetzt schon wieder vergessen habe.

00:52:59: Hilft

00:53:00: Reichweite vielleicht auch darauf dabei aufs nächste Level zu kommen?

00:53:05: Kann

00:53:06: es auf jeden Fall, weil viel mit Reichweite heute zu tun hat.

00:53:11: Es geht viel um Sichtbarkeit.

00:53:13: Und wenn ich jetzt sagen würde, die Reichweite, die jemand hat auf Social Media, zählt heutzutage nichts, dann wäre das... einfach grundlegend falsch, weil Reichweite wichtig ist und Sichtbarkeit wichtig ist.

00:53:26: Aber auf der anderen Seite sehen wir halt auch, dass es auch genauso nach hinten losgehen kann, je nachdem, was man auch für ein Bild nach außen vermittelt.

00:53:36: Du sprichst über den Draft, wenn jetzt ein Team eine gewisse Kultur hat und du aber ein anderes Bild auf Social Media vermittelt, dann bist du nicht der richtige fürs Team.

00:53:45: Auch wenn du die richtigen Zeiten hast, die richtigen, wie wir jetzt wissen, anthropometrischen

00:53:50: Sagen

00:53:51: mitbringst.

00:53:53: Wenn das, was du darstellst in Social Media, nicht zum Team passt, dann kann es dazu führen, dass du nicht von diesem Team gedraftet wirst.

00:54:02: Und Shudder Sanders ist auch ein Beispiel, dass es vielleicht auch mal nach hinten losgehen kann, wenn man sehr berühmt ist und das Team auch weiß, was dann alles noch mit hinten dran hängt.

00:54:13: ... an dir als Person, ... ... wenn man dich jetzt ins Team holen würde.

00:54:18: Also keinen Mist bauen, ... ... aber was Nadine eigentlich damit sagen will, ... ... es werdet Influencer, ... ... dann schafft es auch in jene Fälle.

00:54:22: Nein, natürlich nicht.

00:54:25: Lass uns ein bisschen noch ... ... über deine Entwicklung sprechen.

00:54:30: Ich finde das total krass, ... ... weil wir eine Gemeinsamkeit haben, ... ... bei der ich Geld darauf gewettet hätte, ... ... dass es die nicht nochmal ein zweites Mal gibt.

00:54:41: Bevor wir beide zum Football gegangen sind ... dir glaubt man das, weil man nicht so ansieht, würde man das wahrscheinlich nicht glauben.

00:54:47: Wir beide haben vor dem Football mal Ballett getanzt.

00:54:51: Und das ist kein Witz.

00:54:53: Hinter den Kulissen lachen die Kollegen schon.

00:54:59: Aber du auch wirklich richtig professionell in einer großen bekannten Stiftung in Deutschland.

00:55:05: Erzähl mal, wie kommst du danach wieder zum Football, aber was waren so deine Anfänge?

00:55:10: Du warst beim Ballett.

00:55:12: Ja, ich war aber verletzt und meine Eltern erzählen mir das immer wieder.

00:55:15: Ich kann mich ja selbst nicht mehr daran erinnern.

00:55:18: Ich war zweieinhalb und hab... Ballett im Fernsehen gesehen und ab dann habe ich gesagt, dass ich mich mache.

00:55:23: Und da habe ich jeden Tag gesagt, Ballett, Ballett, Ballett, Ballett, bis sie mich zum Ballett geschickt haben.

00:55:28: Deswegen war ich noch im Ballettunterricht, bevor ich drei Jahre alt wurde.

00:55:32: Crazy.

00:55:33: Ja, also es war ziemlich früh und ich glaube, da war mein Eltern noch klar, ich kann wohl Sturr sein.

00:55:41: Ich glaube, das habe ich mir tatsächlich auch behalten.

00:55:45: Und bin dann ins Ballett gegangen und das war mein ein und alles.

00:55:48: Ich habe das gelebt.

00:55:49: Ich habe das geatmet.

00:55:51: Ich habe den ganzen Tag nur ein Ballett gedacht.

00:55:54: Ich habe in jeder freien Sekunde Ballett gemacht.

00:55:57: Wenn niemand hingeguckt hat, habe ich versucht, meine Füße zu pointen oder durch irgendwelche Positionen zu gehen.

00:56:04: Ich hatte den Ballettstange in meinem Zimmer.

00:56:09: Ich war Ballett.

00:56:10: Ich glaube nach allem, was wir jetzt heute von dir gehört haben, klingt das wahnsinnig nach dir.

00:56:15: So wenn ich was mache, dann mache ich es richtig.

00:56:19: Wie ist das dann?

00:56:19: Du hast das wie viele Jahre gemacht?

00:56:23: Ich glaube so mit vierzehn so in der Pubertät habe ich dann aufgehört.

00:56:27: Also ich war in meiner Ballettschule da in München, habe es dann eben in die Stiftung geschafft.

00:56:34: Und hab dann auch ein paar Auftritte in der Oper und im Prinzregenten Theater gehabt.

00:56:38: Und ich hab noch schon die Programmhefte, hab ich noch zu Hause und so ein paar Bilder von damals.

00:56:45: Und ja, dann bin ich aber... Ja, jetzt muss ich kurz überlegen, wann das war.

00:56:51: Also mit den Schulnoten war noch alles gut.

00:56:52: Also das weiß ich ganz sicher, dass das nicht der Grund war, warum ich aufgehört hab.

00:56:56: Aber ich hatte dann irgendwie so... Ja, so ein bisschen Neurodermitis, dann ist es immer psychosomatisch und natürlich das eigene Körperbild, das war auch immer schwierig.

00:57:07: Hast du dir damals vielleicht ein bisschen zu viel Stress gemacht, wenn es psychosomatisch war?

00:57:12: Das haben die gesagt, dass es psychosomatisch war, aber ich kriege die Diagnose oft.

00:57:16: Das kann ja nicht sein, dass immer alles nur psychosomatisch ist.

00:57:19: Wenn man sich immer zu viel Stress macht, vielleicht schon.

00:57:22: Aber Stress ist auch sehr subjektiv demnach.

00:57:27: Aber wie würdest du sagen, hatte ich das geprägt?

00:57:28: Man muss ja sagen, Ballett ist ja wirklich eine der anspruchsvollsten Sportarten überhaupt für Körper, aber auch für den Kopf.

00:57:33: Du musst so fokussiert sein, du musst so eine krasse Disziplin haben.

00:57:37: Und ich habe das Gefühl, ihr hast heute auch noch wirklich geprägt.

00:57:40: Ja.

00:57:42: Ehrgeiz.

00:57:43: Also ich war unfassbar ehrgeizig.

00:57:44: Ich bin nicht mehr so ehrgeizig manchmal, glaube ich, wie früher.

00:57:48: Zumindest bild ich mir das ein, ob das jetzt so ist, weil sie natürlich nicht.

00:57:52: Disziplin.

00:57:53: Ich liebe Disziplin, ich lebe für Disziplin, ich versuche es auch zu vermitteln.

00:58:01: Und es ist ja auch so, Motivation hilft dir nur so und so weiter, aber Disziplin wird dich weiterbringen.

00:58:06: Und das kommt aber auch aus dem Kampfsport.

00:58:09: Also mein Vater ist leidenschaftlicher Kampfsportler und da wurde mir das auch schon immer eingetrichtert.

00:58:15: Also Disziplin begleitet mich schon mein ganzes Leben lang.

00:58:18: Deswegen hat es aber vielleicht auch so gut gepasst mit dem Ballett.

00:58:23: Und ja, also Ehrgeiz und Disziplin, das sind so die zwei Dinge, wo ich sage, An das denke ich, wenn ich an Ballett denke und das habe ich mir auch behalten bis zum gewissen Grad.

00:58:36: Da hast du uns mal die Brücke schlagen zwischen dem Ballett und dem Football gerade so.

00:58:40: Wir haben jetzt vorhin alle drüber gelacht, weil es ja zumindest bildlich total die krassen Gegensätze sind.

00:58:45: Ich glaube, dass es aber schon Parallelen gibt.

00:58:47: Siehst du die auch?

00:58:48: Absolut.

00:58:48: Total.

00:58:49: Wo sind

00:58:49: die?

00:58:50: Total.

00:58:51: Körperbeherrschung, dieses Mental Game, weil du machst die Dinge nichts davon ist angenehm.

00:58:58: Nichts.

00:58:59: Und du tust es trotzdem.

00:59:01: Und ich bin dann nach dem Football gefragt worden, als ich angefangen habe zu spielen.

00:59:04: Da hatte ich ja überall blaue Flecken.

00:59:06: Mein Körper war das gar nicht gewöhnt.

00:59:08: Ja, warum tust du denn das?

00:59:10: Ja, das gehört dazu.

00:59:11: Und Schmerz gehört genauso dazu.

00:59:15: Das war aber auch dieses Ankommen.

00:59:17: Jetzt schweife ich schon wieder ab, aber dieses Ankommen im Football.

00:59:20: Ich habe Schmerz erlebt im Ballett.

00:59:23: Ich habe Schmerz erlebt im Kampfsport.

00:59:27: Der bisschen Schmerz im American Football war ja dann

00:59:30: irgendwie

00:59:30: lächerlich.

00:59:32: Der war lächerlich?

00:59:33: Ja.

00:59:35: Ja, es ist sechs,

00:59:36: aber... Wie sie jetzt schon die Zitat kacheln.

00:59:39: Der Schmerz beim Football war lächerlich, habt euch nicht so.

00:59:43: Aber es ist wirklich die Disziplin, die man mitbringen muss, das auf diese Feinheiten und die kleinen Dinge, die Technik zu achten.

00:59:53: everything matters, ob das jetzt ist, weil du ein maximal ästhetisches Bild abgeben willst als Ballerina.

01:00:04: Oder, weil es um die Kleinigkeiten geht in der Technik, um dein Gegner zu dominieren oder diesen Spielzug präzise auszuführen.

01:00:12: Demnach sehe ich da schon extrem die Parallelen und es sind Choreografien.

01:00:17: Am Ende des Tages ist Ballett gemeinsam mit den anderen.

01:00:21: Im Football ist es auch eine Choreografie.

01:00:25: Du choreografierst einen offensiven Spielzug beispielsweise.

01:00:29: Du bewegst dich gemeinsam und das trainierst du die ganze Zeit.

01:00:33: Ich glaube, die, die gerade den Podcast auch im Video schon haben, haben gerade richtig gesehen, wie es bei mir so

01:00:37: Puh

01:00:38: gemacht hat.

01:00:40: Da ist ja gerade richtig ein Schalter umgelegt worden.

01:00:44: Das ist, das ist wahnsinnig wild.

01:00:47: Was, was glaubst du, hat dir das auch für deinen für dein privates Leben?

01:00:53: Mitgegeben, diese harte Schule, dieses immer sich durchbeißen wollen, immer, du hast gerade gesagt, Disziplin, Disziplin, Disziplin.

01:01:00: Wie hat dich das als nicht Coach oder Spielerin, sondern einfach die Nadine geprägt?

01:01:09: Ich habe viel von der Disziplin natürlich mitgenommen auf das, auf mein berufliches Leben.

01:01:14: Und deswegen war mir immer wichtig, es war mir immer wichtig, die Beste zu sein.

01:01:20: Es war mir wichtig, als die Beste meinen Berufsaus... Abschluss zu machen, was ich getan habe.

01:01:25: Es war mir wichtig, dass ich mein Studium mit einer Eins abschließe.

01:01:29: Und das sind so die Dinge, die habe ich auf jeden Fall mitgenommen.

01:01:33: Immer dieser Ehrgeiz, die Beste sein zu wollen in dem, was ich tue, was nicht immer dazu führt, dass man dann der sozialste Mensch übrigens ist und viel Kraft daraus zieht, sich mit Freunden zu treffen.

01:01:48: Und man hört ja bei ganz vielen die sagen, was meine Batterien auflädt ist, wenn ich mich mit Freunden treffe, wenn ich mit meiner Familie bin oder so.

01:01:58: Das ist das nicht das, was mich so antreibt.

01:02:01: Ich sage nicht, dass mir das nicht wichtig ist.

01:02:03: Aber ich würde lügen, wenn ich sage, dass das ist der Moment, wo ich quasi meinen Stecker in die Steckdose gebe, sondern es ist dann, wenn ich erfolgreich bin in dem, was ich tue.

01:02:13: Man muss ja auch nicht immer die Antwort geben, die am sozialer Wünschtesten klingt, sondern mir ist es viel lieber, wenn du da ehrlich bist.

01:02:20: Als Spielerin hast du als Safety und Cornerberg gespielt.

01:02:24: Da warst du so ein bisschen die letzte Absicherung eigentlich für dein Team.

01:02:28: Ich schlage jetzt einen sehr großen Bogen an.

01:02:31: Achtung.

01:02:33: Wieder zurück zum Privaten.

01:02:34: Ist das was, was du auch immer brauchst, um funktionieren zu können?

01:02:38: So eine Absicherung, dass du weißt, okay, das ist gemacht, das ist geregelt.

01:02:42: Jetzt kann ich funktionieren.

01:02:43: Ja, also bist du im Gewissen gerade schon.

01:02:46: Ich bin jemand, der lieber was ... verteidigt und dafür gebe ich alles, um auch was zu verteidigen.

01:02:54: Das ist sehr auch das eigentlich.

01:02:55: Ich habe im Fußball auch Abwehr gespielt.

01:02:57: Also ja, Punkte machen ist toll, kann man sich auch feiern, aber ich kann mit Leib und Seele etwas verteidigen.

01:03:06: Ich kann aber auch mit Leib und Seele etwas kaputt machen, was in der Diebe.

01:03:10: Ja, es ist was anderes.

01:03:11: Offens und Defens.

01:03:12: in der Offense suchst du was aufzubauen.

01:03:14: Das ist das Kind, das den Klötzchen baut und in der Defense ist einer, der kaum gesagt, wurscht, war jetzt alles kaputt.

01:03:21: Viel einfacher, wie ich finde.

01:03:23: Aber

01:03:24: ja, ich habe meine Dinge, die erledigt sein müssen, damit ich funktioniere.

01:03:30: Und das ist, mein Partner würde vielleicht jetzt auch sagen, das ist unter Umständen sehr anstrengend mit mir.

01:03:37: Also, da hat schon Das bringt so seine Challenges mit sich, aber das ist natürlich eine Persönlichkeitsmerkmale, die man hat.

01:03:46: Aber das macht ja auch das Football wieder so spannend, weil jede Position sind ja ganz andere Typen.

01:03:54: Offensive Line, ganz andere Typen als jetzt so ein Safety oder wieder ein Wide Receiver, was football spannend macht, aber um deine Frage zu beantworten, ja, ja.

01:04:04: Ein Sicherheitsmensch.

01:04:05: Ein Sicherheitsmensch, weil das war auch der Grund, warum ich Lehramt studiert habe.

01:04:09: Ich habe immer so meinen Sicherheitsnetz gebraucht.

01:04:12: Ich war aber in der Lage, das so in den letzten Jahren auch darauf zu verzichten, weil der den Schritt zu wagen, zu sagen, ich breche jetzt meine Promotion ab.

01:04:24: Und ich gehe jetzt all-in-Football-Coach zu werden.

01:04:26: Wohlwissentlich, dass ich A. nicht gut bezahlt werde, B. nur über die Saison bezahlt werde und C. nicht viele Jobs davon gibt, war zum ersten Mal, wo ich nicht auf Sicherheit gegangen bin.

01:04:38: Und seitdem haben sich aber die Dinge sehr zum Positiven gewendet und ich habe viele tolle Sachen erleben dürfen.

01:04:44: Und das hätte ich nicht geschafft, wenn ich nicht in dem Fall in Anführungsstrichen so mutig gewesen wäre, mal zu sagen... Scheiß auf die Sicherheit jetzt.

01:04:53: Das habe ich jetzt lang genug versucht auf diesem Weg.

01:04:56: Ich gehe jetzt all in und probiere es jetzt mal.

01:05:01: Aber muss aber da schon immer sagen, dass zu meinem Partner immer hinter mir stand und der schon auch immer noch mein Sicherheitsnetz war.

01:05:08: Wenn der jetzt nicht gewesen wäre, weiß ich nicht, ob ich es dann so gemacht hätte.

01:05:12: Aber das war für mich schon ein Schritt zu sagen, okay, Sicherheit dahin.

01:05:16: Ich gehe jetzt all in mit Football.

01:05:18: Du hast ... in deinem Lehramtsstudium dann noch die Promotion angeschlossen, was Kurzform davor hat, das alles zu haben.

01:05:25: Und dann hast du es sein lassen für einen, wie du gerade selber gesagt hast, mittelmäßig gut bis schlecht bezahlten Football-Job.

01:05:31: Aber ohne diesen Schritt, ohne einmal das Fallenlassen dieses Sicherheitsnetzes, wärst du nie an der Side Line bei Munich Game gestanden.

01:05:39: Vielleicht hat das ja nochmal ein bisschen was dazu gebracht.

01:05:42: Und irgendwie ist es so der perfekte Full Circle Moment Bestimmung.

01:05:47: Vielleicht sind das ja eben nicht diese ganzen Einzelfaktoren von ganz viele Zufälle, die aufeinander prallen, sondern vielleicht bist du in dem, was du da tust, einfach genau richtig.

01:05:55: Ich bin mir ganz ganz sicher, dass du es bist.

01:05:58: Wie geht es weiter?

01:05:59: Sehen wir dich vielleicht irgendwann wieder an der Side Line in der NFL?

01:06:03: Ach, hey.

01:06:06: Das war jetzt schon weiter Blick in die Zukunft.

01:06:11: Ganz ehrlich und so realistisch muss man sein, ich bin mit siebenundzwanzig zum Football gekommen.

01:06:17: Ich bin damit nicht aufgewachsen, geschweige denn habe ich es mit der Muttermilch aufgesaugt, wie so viele Amerikaner.

01:06:25: Mein Ziel war es immer, den Football hier größer zu machen in Deutschland und in Europa, den Talenten hier zu helfen, hier einfach mitzumischen und Football größer und besser zu machen.

01:06:39: Und habe mich nie drum gesehen.

01:06:40: Also war nie mein Ziel.

01:06:41: Ich hatte nie das Bedürfnis, in die USA zu gehen und dort zu coachen.

01:06:46: Ich muss aber schon sagen, dass ich nach diesen fünf Wochen in der NFL schon echt Blut geleckt habe.

01:06:55: Ich habe immer gesagt, ich glaube, ich könnte mir das doch gar nicht vorstellen, dort coach zu sein.

01:06:59: Jetzt kann ich zumindest sagen, nach dieser Zeit, ich könnte mir das schon vorstellen.

01:07:03: Ich könnte mir das sogar sehr gut vorstellen.

01:07:08: Dieser Druck und ich brauche das auch.

01:07:10: Ich brauche das wie die Luft zum Atmen.

01:07:12: Ich kann nicht auf der Couch hocken und entspannen.

01:07:15: Da sitze ich genau fünf Minuten und dann stehe ich wieder da und denke mir, was können wir als Nexus tun?

01:07:20: Und deswegen, ich brauche das und das könnte ich mir das inzwischen tatsächlich sogar gut vorstellen, aber es ist nach wie vor nichts, wo ich sage, ich gehe da all in, um das wieder zu verwenden.

01:07:35: um da irgendwie rüberzukommen in die Staaten.

01:07:38: Ich bin jetzt sicherlich deutlich näher dran, als ich es noch vor wenigen Monaten war.

01:07:44: Aber ich glaube nach wie vor, dass das nicht realistisch ist.

01:07:48: Ich glaube, wir sollten das hier genau in diesem Format jetzt manifestieren.

01:07:52: Du wirst irgendwann mal Head Coach in der NFL sein.

01:07:55: Mark my words.

01:07:57: Es wird passieren.

01:07:58: Ich habe eine letzte Frage, das ist immer die letzte Frage hier im Deep Dive.

01:08:02: Stell dir mal vor.

01:08:04: Es kommt eine Alien auf die Welt geflogen und sieht, wie du dich abrackerst und abmüßt.

01:08:08: Sowohl als Spielerin, du bist nur am Schwitzen.

01:08:11: Da sieht dieses Alien, die ist ja völlig am Leiden.

01:08:14: Als Coaching dann auch, sie arbeitet weiter, sie rackert weiter.

01:08:17: Was erklärst du diesem Alien, das keine Ahnung hat, was Sport ist, was Football ist, warum du dir das antust und du nicht einfach mit Tüte Chips auf der Couch liegst?

01:08:26: Was erklärst du dem, warum du das machst?

01:08:31: Dein Unser Leben hier auf der Erde ist sehr begrenzt und wir haben nur so und so viel Zeit, um irgendwie was Tolles zu machen und was Tolles zu schaffen, was sich erfüllt, wo dein Herz aufgeht und wo vielleicht du auch was hinterlässt für die, die nach dir kommen.

01:08:48: Und nicht jeder kann Nobelpreisgewinn in Mittelgegenkrebs erfinden.

01:08:53: Da gibt es die richtigen Leute dafür.

01:08:56: Für mich ist es der Sport.

01:08:58: Und der Sport gibt Menschen einfach viel.

01:09:01: Und das ist dann am Ende des Tages, egal, welcher Sport es ist.

01:09:03: In meinem Fall ist es American Football.

01:09:05: Aber Leute kommen zusammen, Leute arbeiten für ein Ziel.

01:09:08: Sie haben Spaß.

01:09:09: Sie können sich aufeinander verlassen und haben eine Gemeinschaft.

01:09:12: Und das ist das, was Leben, was das Leben ausmacht, gemeinsam Spaß zu haben.

01:09:17: Sie lernen, was fürs Leben für die Gemeinschaft.

01:09:20: Und eben, ja, ich kann mich nur wiederholen, gemeinsam was zu schaffen.

01:09:27: dass einen am Ende des Tages glücklich macht und das treibt uns Menschen an.

01:09:31: Das sind sehr, sehr schöne Abschlussworte.

01:09:33: Vielen, vielen Dank dir für deine Zeiten, Nadine.

01:09:35: Vielen Dank, dass du uns hier einen Besuch im Diebderf abgestattet hast.

01:09:38: Freut ihr, ihr wisst Bescheid, es ist ein neues Format.

01:09:40: Lasst uns gerne euer Feedback da, schreibt in die Kommentare.

01:09:43: Lasst uns eine gute Bewertung da und abonniert auf jeden Fall, damit ihr nichts mehr verpasst.

01:09:49: Lasst das Ding hier gemeinsam groß machen, lasst es zusammen hochziehen.

01:09:52: Vielen Dank, dass ihr wieder mit dabei wart.

01:09:54: Wir hören uns nächste Woche.

01:09:55: Bis dann.

01:09:56: Ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.