DIE JAHRHUNDERT-STIMME: WM, EM, Champions League - Fußball-Romantik pur mit Oliver Forster

Shownotes

Oliver Forster ist "The Voice of Football"! In seiner Karriere hat er tausende Fußballspiele kommentiert, die deutsche Nationalmannschaft als Reporter zu ihren größten Turnieren begleitet und ist heute u.a. Stadionsprecher für den DFB-Kader.

Host Lenny Peteanu spricht mit ihm im SPORT1 DEEP DIVE über seine größten Fußballmomente, wie es hinter den Kulissen großer Turniere aussieht und wie sich der Fußball über die letzten Jahrzehnte verändert hat. Eine Folge für echte Fußball-Romantiker!

Die Folge mit Oliver Forster im Überblick:

  • 00:00:00 - Intro
  • 00:01:37 - Die Kunst des Kommentierens
  • 00:03:00 - Liebe zum Kommentatorenberuf
  • 00:08:50 - Beginn beim Radio
  • 00:14:05 - WM 1994 in den USA / Politik und Sport
  • 00:25:15 - Die EM 1996
  • 00:30:15 - Einmaliger Fußball Moment/ WM 1998 – EM 2000
  • 00:40:42 - WM 2002 / beruflicher Tiefpunkt
  • 00:49:00 - Bundesliga-Vereine
  • 00:50:40 - Spanische Dominanz vs. deutsche Goldene Generation
  • 00:58:30 - Kommentatoren-Business
  • 01:14:04 - Beeindruckendste Begegnung
  • 01:17:50 - Alien Frage und Outro

Fragen, Anregungen und Feedback? So könnt ihr mit Lenny in Kontakt treten:

Transkript anzeigen

00:00:00: Wir haben aus Deutschland so eine geile Weltmeisterschaft gespielt.

00:00:02: Wir haben die Engländer weggefiel, die Argentinier, Vier Null, Hotel.

00:00:07: Du musst Geschichten haben, du musst das Spiel atmen, fühlen.

00:00:10: Ja, das ist entscheidend.

00:00:12: Dieses Halbfinale, Deutschland gegen England in Wembley ist eines der größten Fußballspiele aller Zeiten gewesen.

00:00:19: Für mich war das das Spiel des Lebens.

00:00:21: Da ging es dann schon ab, muss man wirklich sagen.

00:00:23: Die nutzen diese Dienstreisen für Frivole, für Frivole im Moment.

00:00:28: Und dann hat er so ein Bündel Geldscheine aus dem Sanko genommen und hat mir das Geld hinterhergeworfen, hat gesagt.

00:00:35: Nehmen Sie es, nehmen Sie es.

00:00:36: Sie haben es verdient, Sie haben es begriffen.

00:00:39: Habe ich hier aufgelesen, die Hunderte und bin nach Hause gegangen.

00:00:41: Der Fußball kann Welten einreißen und der Fußball kann Menschen zusammenführen.

00:00:48: I Lota is over the ocean.

00:00:49: My Lota is over the sea.

00:00:52: Bring back my Lota to me.

00:00:57: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Deep Dive.

00:01:00: Unser heutiger Gast ist Fußballkommentator und Legende Oli Forster.

00:01:04: Oli hat tausende Fußballspiele kommentiert und auf seinen Reisen mit der Nationalmannschaft die wildesten Geschichten erlebt.

00:01:10: Er nimmt uns zurück in eine Zeit, in der er den Bundestrainer auf Kurzwahl hatte, Spieler und Journalisten auch mal zusammen einen Heben gegangen sind und er heimliche Hotel treffen.

00:01:17: mit Franz Beckenbauer hatte.

00:01:20: Olli, der sprüht nur so vor Energie, er liebt das, was er tut und es ist ein bisschen eine wildere Folge geworden, aber eine, die jedes Fußballromantiker Herz zum Schmelzen bringen wird.

00:01:28: Und Freunde, ihr kennt das Spiel, lasst gerne jetzt schon mal ein Like und ein Abo da.

00:01:31: Für euch ist es kostenlos, uns hilft das wahnsinnig bei unserer Arbeit weiter.

00:01:34: Vielen, vielen Dank euch und jetzt ganz viel Spaß bei der Folge mit Oliver Forster.

00:01:38: Kommentieren ist eine krasse Kunst.

00:01:41: Ich feiere das so abnormal, was du da machst.

00:01:44: Und deswegen habe ich mir für heute ein bisschen einen anderen Einstieg überlegt, als wir den sonst zu haben.

00:01:48: Weil ich will auch, dass die Menschen, die uns jetzt zuhören, dass sie checken, was das für eine Kunst ist.

00:01:52: Und deswegen lasse ich dich gerade ganz bewusst noch nicht zu baut kommen.

00:01:55: Ich habe hier drei Dartspeile.

00:01:56: Ich

00:01:56: alle schon was.

00:01:57: Ich

00:01:58: habe hier drei Dartspeile.

00:01:59: Wir haben in unserem Studio eine Dartscheibe aufgebaut.

00:02:03: Und ich bitte dich jetzt einfach mal, du weißt vor nichts.

00:02:06: Du weißt, kannst du bestätigen, du weißt von gar nix.

00:02:09: Vor allem werfe ich die Pfeile immer daneben.

00:02:12: Stell dir mal vor, Darts WM, Finale, Allie Pally, Bebt.

00:02:18: Und du kommentierst jetzt einfach mal, damit die Menschen checken, wie krass diese Kunstform des Kommentierens ist.

00:02:23: Einfach nur, was ich mache.

00:02:26: Und bitte, Olli.

00:02:27: Und dann wirft er hier der Petianu.

00:02:30: Den Namen habe ich gelernt, großartig.

00:02:33: Der rumänische Superstar trifft oben.

00:02:36: Petianu auf die Achtzehn.

00:02:37: Und der andere wirft jetzt auch nochmal.

00:02:39: Großartig hier, die zwanzig.

00:02:41: Ja, ja, ja, ja.

00:02:42: Pettiano wirft und Pettiano trifft.

00:02:44: Du musst aber den Roten triffen, in der Mitte,

00:02:45: oder?

00:02:46: Oder irgendwie im Kreis, das ist ja die Nummer.

00:02:49: Also ich bin nie ein Darts-Kommentator.

00:02:50: Ich könnte eher so beim Elfmeter schießen, jetzt dritter an, jetzt wirft er.

00:02:53: Jetzt, was weiß ich, keine

00:02:55: Ahnung.

00:02:55: Aber genau deswegen feiere ich das so, weil ich wusste, wir können jetzt hier kein Fußballfeld reinziehen.

00:02:59: Aber es ist sofort der Schalter drin und das hat man sofort gemerkt.

00:03:01: Also ich glaube, alle, die uns zuhören, haben jetzt auch gecheckt.

00:03:04: Okay, da ist jemand vom Fach, ich glaube, du machst jetzt, wie lang, schon über von dreißig Jahre?

00:03:09: Lange, lange, lange, lange.

00:03:10: Beruflich

00:03:10: seit, neunzehnhundert, neunundachtzig.

00:03:12: Crazy.

00:03:12: Einen Tag nach dem Abitur habe ich angefangen.

00:03:15: Crazy.

00:03:16: Was, lass uns mal da anfangen.

00:03:17: Was macht für dich einen guten Kommentar aus?

00:03:20: Ja, Leidenschaft.

00:03:22: Emotionen, Voice, ganz wichtig, ganz, ganz wichtig, entscheidend.

00:03:26: Für mich Voice, das ist ja der Auftritt.

00:03:27: Die Leute hören uns.

00:03:29: Ja, die müssen ja irgendwie sich irgendwas vorstellen.

00:03:31: Also beliebige Stimmchen oder Stimmen funktionieren auch nicht auf Dauer.

00:03:35: Das wird man immer wieder sehen.

00:03:36: Also wenn man mit Leuten aufgewachsen ist, mit denen man dann auch zusammengearbeitet hat, beispielsweise zum Start der Konferenzen, weil ich ja mit dabei im Jahr zweitausend mit die Konferenz mit begründet.

00:03:48: und wenn dann ein Trombayer neben dir sitzt, mit seiner Voice, einer Hansi Küpper.

00:03:51: weiter, dann weißt du was Voices sind und forsst er dazu, dann sind das schon drei Voices und dann klingt das, dann wird das wie so ein Orchester, dann klingt das, dann hat das.

00:04:01: Ja, dann hat das das, was es braucht.

00:04:03: Du

00:04:03: bist der perfekte Podcastgast, ich klebe dir an den Lippen und deiner Voice, aber da muss ich kurz fragen, weil es gibt ja so... Bei großen Kommentatoren, manche haben ja diese Sagen umwogen, einen Laster.

00:04:14: Man sagt ja so, Billeretti hat eine Flasche Whiskey in der Thermoskanne nach Katta mitgenommen.

00:04:18: Ich glaube, Wolf Fuß raucht auch jetzt noch heimlich unter dem Tisch beim Kommentieren.

00:04:22: Hast du so was auch?

00:04:23: Nee, ich hab ja meinen Brauchen aufgehört, zwanzigzehn.

00:04:26: Whiskey hab ich nie, hab ich nie gelossen, obwohl das so klingt, ne, bei mir.

00:04:29: Ich glaub, das kommt vom Brauchen die Stimme.

00:04:31: Wobei, die war auch schon davor und danach, die hat sich auch nicht verändert großartig.

00:04:35: Nee, ich hab eigentlich keinen Laster.

00:04:37: Während im Kommentieren, also ich bin sehr Fitness-Affin.

00:04:41: Also bevor ich zum Beispiel losstarte, dann lauf ich immer irgendwie da, wenn ich im Stadion bin, auf meinem Kommentatorenplatz, da auf und ab, mach irgendwelche Sprünge, mach Kniebeugen und so weiter, hau die Arme auseinander, um mich da irgendwie... wie zu pushen, das ist mir wichtig.

00:04:55: Ich habe mir das mal abgeguckt von Campino, von den Toten Hosen, bevor der auf die Bühne geht, das ist ein Schauspiel.

00:05:00: Er dehnt sich, da ist ja so eine Hühne und so weiter.

00:05:03: Und das fand ich geil, mache ich auch jetzt, wie Campino sozusagen, hat ja auch was, ist ja wie singen, das kommentieren.

00:05:13: Hat ja so eine Verwandtschaft.

00:05:16: Wenn wir mal in diesem Bild bleiben, Kommentatoren, finde ich, haben auch immer einen gewissen Rhythmus.

00:05:21: Und in diesem Rhythmus, das finde ich ganz spannend, weil bei den ganz großen merkst du so, die schaffen, es ein Spiel leben zu lassen, ohne die ganze Zeit zu quatschen.

00:05:29: Also angenommen, zum Beispiel, es fällt ein spektakuläres Tor, dann labern die dann nicht die ganze Zeit gleich drauf, sondern die lassen es so, wie soll man sagen, so atmen.

00:05:38: Du kannst es atmen lassen, du kannst es atmen lassen, du kannst auch mitfliegen mit diesem Tor.

00:05:42: Das ist, was für mich wichtig ist.

00:05:44: Also ich möchte es nicht immer gleich machen.

00:05:47: Und ich mache es auch... aus dem Gefühl heraus auch immer neu, immer anders.

00:05:53: Man kann es so machen, man kann die Crowd stehen lassen, man kann den Jubelnen da im Bild stehen lassen, man kann es aber auch voll quatschen.

00:06:00: Wenn man es total geil findet oder keine Ahnung, irgendwas einfällt in diesem Moment, dann quatscht man die Nummer voll.

00:06:06: Wie schwer es ist.

00:06:08: das ganze leicht klingen zu lassen.

00:06:09: Weil ich finde, es klingt auch gerade bei dir und bei anderen Kollegen immer so wahnsinnig leicht.

00:06:13: Und als würde man einfach mit einem Kumpel irgendwie da

00:06:15: sitzen.

00:06:15: Das ist auch so.

00:06:16: Das klingt auch, das klingt leicht, weil es leicht ist.

00:06:18: Es ist meine Berufung, es ist mein Leben, es ist meine Liebe.

00:06:20: Das spürt

00:06:21: man richtig bei dir, finde ich.

00:06:22: Und deswegen

00:06:22: hat das eine Leichtigkeit.

00:06:24: Und wenn das umfällt, und das ist in vielen Fällen gegeben, dass das umfeldcool ist, dass die Leute, die mit mir zusammenarbeiten, die mich beschäftigen und so weiter cool sind, dann... bleibt das auch leicht.

00:06:34: Es ist selten, dass es nicht leicht ist.

00:06:36: Das liegt aber dann nicht am Event oder sowas.

00:06:39: Das liegt eher am Umfeld, also für den Laden, für den man dann arbeitet und so weiter.

00:06:43: Da gibt es Unterschiede.

00:06:47: intuitiv rangehen würde und sich also aus der Perspektive von jemandem, der nicht kommentiert, wie man sich auf sowas vorbereitet, weil ich glaube viele Menschen würden erstmal automatisch drauf gehen auf das System und man guckt, wo ist die abkippende neun oder die doppel sechs oder sonst was.

00:06:59: Interessiert

00:06:59: mich an Scheiß.

00:06:59: Oder das

00:07:00: glaube ich nämlich auch.

00:07:00: Und

00:07:00: das interessiert auch keinen Zuschauer.

00:07:02: Es geht um die Geschichten,

00:07:03: oder?

00:07:03: Das ist komplett überschätzt und das ist auch komplett die falsche Rangehensweise.

00:07:08: grauenhaft, wenn Kommentatoren versuchen, die irgendwie, was weiß ich, Kreisliga B spielen und die sich dann aufspielen als Trainer und irgendwie über diese abkippenden, was weiß ich, was für, es interessiert auch keinen Trainer mehr.

00:07:21: Die lachen darüber mittlerweile.

00:07:23: Die Taktik ist ja, die Leute sind taktisch so geschult, die Fußballer, dass sie alles spielen können.

00:07:27: Ist auch scheißegal ob einer Dreieraufbau, Vieraufbau.

00:07:30: Es ist so wurscht.

00:07:33: Und vor allem, du konsumierst heute Fußball ja auch ein Stück weit anders.

00:07:36: Also nicht immer auf dem großen Screen, nicht immer... auf dem großen Fernseher, sondern schaust viel über dein Mobile.

00:07:43: mit irgendwelchen anderen Gerätschaften bist unterwegs, schaust auch oft nur Ausschnitte.

00:07:47: Und dann sage ich immer, wenn einer auf dem iPhone irgendwas gucken soll, wie soll denn der bitte sehen, wie das Takt, der ist ja Gottfroh, wenn er den Ball sieht, der mit dem Netz tappelt oder so irgendwas.

00:07:55: Du musst Geschichten haben, du musst das Spiel atmen, fühlen, ja, das ist entscheidend.

00:08:01: Und du musst zu den Jungs was erzählen können, die da unterwegs sind.

00:08:04: Taktik ist komplett überschätzt und für mich auch ein, ja, fast so ein Offenbarungseid von Redaktionen, die da... darauf setzen, weil die sich nicht intensiv mit der Thematik beschäftigen.

00:08:17: Und das ist dann grauenhaft, wenn da irgendwie durch die Stadien geschaltet wird und da steht einer und erzählt mir irgendwas und die spielen heute so und so mit der abkippenden so und so.

00:08:26: Und vor allem, man realisiert das ja gar nicht als Zuschauer.

00:08:29: Man hat ja kein Bild, also man hat ja keine Taktik-Trafel oder sowas dazu.

00:08:33: Das ist Geschwafel und das ist für meine Begriffe komplett überholt.

00:08:38: Und eben auch ein Zeichen von schlechter und nicht tatsächlich intensiver Vorbereitung oder Beschäftigung mit dem Thema einer Redaktion.

00:08:46: Ich liebe diese Energie, die du in diesen Raum reinbringst, man spürt so sehr, wie sehr du das lebst.

00:08:51: Lass uns mal ein bisschen zurückgehen, lass uns mal zu deinen Ursprüngen zurückgehen.

00:08:54: Du hast ja wie ganz, ganz viele in unserer Branche, wie ich auch beim Radio ursprünglich angefangen.

00:09:00: Bei mir war das so, ich hab, glaub ich, im Jahr zwanzig angefangen und bin dann bis zwanzig vierundzwanzig da gewesen.

00:09:04: Und da waren so diese alten Haudigen, die eben diese Hochzeiten, diese Goldgräberstimmung, das Privatradius und so mitgenommen haben.

00:09:12: Und meinen immer, Lenny, da hättest du dabei gewesen sein müssen.

00:09:14: Da waren wir bis um fünf Uhr morgens saufen.

00:09:17: Genau.

00:09:19: Und dann sind wir um sechs in die Morningshow gestolpert.

00:09:21: Genau.

00:09:22: Nimm mich mal bitte dahin mit.

00:09:23: Genau.

00:09:24: Ja, es war genau so.

00:09:25: Es war völlig verrückt.

00:09:26: Es war völlig verrückt.

00:09:27: Ich wollte immer Radio machen, weil damals war der Radio DJ eigentlich der viel größere Star.

00:09:31: Und deswegen, ich habe angefangen, Praktikum in der Musikredaktion bei Bürgerradio Stuttgart.

00:09:36: Das war der erste private Radio-Sender, den es da gab.

00:09:39: Glücklicherweise habe ich sehr lange gebraucht mit meinem Abitur, nämlich zwei Jahre länger.

00:09:43: Und das ging genau, es ging sich genau aus.

00:09:46: Es war perfekt.

00:09:47: Also bin ich direkt nach dem Abi oder vor dem Abi schon immer dahingerannt, den Stuttgart in der Heussteigstraße war das und habe die so lange genervt, bis die zu mir gesagt haben, okay, Fosster, kannst du?

00:09:57: So, da hab ich am zweiten Tag angefangen, hab ich die Bee Gees getroffen, das war schon mal großartig, ein Riesenspaß da, was haben sie alle doch gelebt, waren da, haben da ein Interview gegeben.

00:10:05: Und dann kam eins zum anderen.

00:10:08: Irgendeiner erkannte so ein bisschen mein Talent, dann rief ein weiterer an, der beim nächsten Privatsinter, der seine Pforten öffnete in Stuttgart, das war dann Stadtrade, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da, die war da auf deren Seite vorhanden, habe aber dann vor allem moderiert, erst mal ganz normale Sendungen und so weiter.

00:10:30: Und dann gab es den Tag, als eine Kollegin ausfiel.

00:10:34: Und dann wurde ich dahin beordert.

00:10:36: Da fuhr es, der macht das mal.

00:10:38: Und habe dann meine Reportagen gemacht.

00:10:40: Und als ich wieder zurückkam in den Sender, damals gab es noch keine.

00:10:44: keine Mobiles.

00:10:45: Deswegen musste man erwarten, bis man zurück ist.

00:10:47: Da hat mich der damalige Redaktionsleiter in Empfang genommen und hat zu mir gesagt, Oliver, du machst nie wieder was anderes.

00:10:54: Du bist ein absolutes Jahrhundertalent.

00:10:57: Jahrhundertalent, hat er gesagt.

00:10:59: Da war ich gerade mal ein zwanzig, war ich schon das Jahrhundertalent, den Anführungszeichen.

00:11:03: Das war der Startschuss, das war unglaublich, aber das mit dem Feiern.

00:11:06: Fällt mir rein.

00:11:08: Da sind wir auch in der Tat.

00:11:11: Das war Piratensender Powerplay.

00:11:13: Das war tatsächlich so.

00:11:15: Wir sind auch mal aus dem Perkinspark in Stuttgart gekommen.

00:11:18: So eine Gruppe von Redakteuren, Moderatoren, Reportern und so weiter.

00:11:23: Und dann waren auch die zwei, die die Nachtsendung moderierten, relativ angeschickert.

00:11:29: Und dann die Lady.

00:11:33: Ich sag jetzt nicht den Namen.

00:11:34: Die saß also so auf den Oberschenkel des Moderators und hat dann gesäuselt und so weiter.

00:11:39: Ich sag dann auch nicht, was sie wirklich gesagt hat.

00:11:41: Das war schon höchst schülstig und so weiter.

00:11:44: Aber das waren Dinge, die man da erlebt hat.

00:11:46: Die waren einfach sensationell.

00:11:48: Und noch ein Letztes zu dieser Zeit, weil das

00:11:50: wirklich

00:11:51: sehr, sehr geil ist.

00:11:51: Aber

00:11:51: die saß da während der Sendung.

00:11:53: Während der Sendung, ja, ja.

00:11:54: Während der Moderator.

00:11:56: Ja, das waren nicht die Zeiten, bei denen ich normal war, auf jeden

00:12:00: Fall.

00:12:00: Ging alles, ne?

00:12:01: Und ein letztes zu dieser Zeit, der hat einen ganz verrückten Gesellschafter, der heißt Glass, Siegfried Glass.

00:12:07: Und das war so ein Verrückter.

00:12:09: Das war so ein Verrückter mit so einer Brille, ein bisschen Glatze und so weiter.

00:12:12: Und dann war ich wieder bei dem im Büro und habe gesagt, die müssen uns atmen hören hier, die müssen uns atmen hören.

00:12:18: Und wenn sie reden, dann hört ganz Stuttgart zu und so weiter.

00:12:22: Und dann hat er so ein Bündel.

00:12:24: Geldscheine aus seinem Sanko genommen und hat mir das Geld hinterher geworfen.

00:12:27: Hat gesagt, nehmen Sie es, nehmen Sie es.

00:12:30: Sie haben es verdient.

00:12:31: Sie haben es begriffen.

00:12:32: Habe ich die aufgelesen, die Hunderte und bin nach Hause gegangen.

00:12:35: Sensationell.

00:12:36: Das war Privatfunk.

00:12:37: Das war, wie das halt so war.

00:12:39: Es war geil.

00:12:40: Es war großartig.

00:12:40: Ich glaube nicht, dass es geil war.

00:12:41: Das waren aber definitiv andere Zeiten.

00:12:43: Das

00:12:44: war großartig.

00:12:45: Das war in der Tat Piratensender Powerplay, wie das irgendwie so ein Film mit Thomas Gottschalk irgendwann mal hieß.

00:12:51: Du

00:12:51: bist dann aufgrund deiner Erfolge da nach Frankfurt gegangen, zur Öfferfahrt?

00:12:57: Ja, hatte ich Glück.

00:12:58: Hatte ich Glück.

00:12:58: Ich habe in der Zeit, das war da in twoyneunzig, gab es ein ganz enges Meisterschaftsrenn in der Bundesliga zwischen Borussia Dortmund.

00:13:06: Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart und FFH, die haben mich immer eingekauft als Reporter, der dann die Spiele des VfB Stuttgart.

00:13:16: übertragen hat quasi für die.

00:13:18: Also die habe ich dann auch für den hessischen Markt das kommentiert, aus Stuttgart, Neckarstadion und so weiter.

00:13:23: Und eben Auswärtsspiel, das war auf B. Und das hat ihnen so gut gefallen.

00:13:27: und der dortige Sportschef hat aufgehört oder musste aufhören, ich weiß es gar nicht mehr, wie auch immer.

00:13:31: Und da bin ich dahin, da war ich dann ja gerade mal vierundzwanzig.

00:13:36: Und dann hat man mich zum jüngsten Sportschef aller Zeiten.

00:13:40: Und da habe ich den Laden umgekrempelt vom ersten Tag an und wir haben die öffentlich-rechtlichen, vor allem im Sportbereich, also den hessischen Rundfunk damals, so dermaßen, dermaßen fertig gemacht.

00:13:50: Also so dermaßen in die Schranken verwiesen.

00:13:52: Und da war ich dann schon eine sehr große Nummer mit diesem Marktanteil dieses Senders.

00:13:57: Ich glaube immer, FFH war wie jeden Tag Tatort.

00:14:00: Also so musste ich es vorstellen von der Wucht.

00:14:04: Das haben unglaublich viele Leute gehört.

00:14:06: Fionneinzig war er dann die WM in den USA.

00:14:09: Und du warst ja total, was warst du, sechsundzwanzig?

00:14:11: So was?

00:14:11: Sechsundzwanzig.

00:14:12: Sechsundzwanzig.

00:14:13: Und dann haben sie dich ja darüber geschickt, oder?

00:14:15: Ja.

00:14:16: Du warst ja dabei.

00:14:17: Als sechsundzwanzigjähriger Typ Mitte der Neunziger, ein Monat in den USA, stellt ich mir ziemlich geil vor.

00:14:25: Das war

00:14:25: großartig.

00:14:26: Erzähl.

00:14:26: Das war großartig.

00:14:27: Ja, ich muss sagen, das war großartig.

00:14:29: Wir hatten nur ein Problem, das Berti, der Berti Vogts, ne?

00:14:32: Also er hat eigentlich, eigentlich hat er immer einen... einen Hang zu guten Reisen, aber bei den Turnieren ist er ein bisschen durchgedreht und wir haben immer weitauserhalb gewohnt.

00:14:40: Also in Chicago, da war das Basequart hier der deutschen Mannschaft, das war ein Oakbook, das hört sich schon so an.

00:14:47: Out in the middle of no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no, no.

00:15:03: Freut, wir kommen irgendwie... Keine Ahnung, Marriott Hotel hieß es.

00:15:07: Es war wirklich auch ein Marriott Hotel.

00:15:08: Aber das war im Wald in New Jersey.

00:15:11: Countryside.

00:15:12: Out in the middle of no, no, nowhere.

00:15:14: Da ging gar nichts.

00:15:16: Also Berti hat uns da wirklich keinen großen Dienst erwiesen.

00:15:19: Auf den Länderspielreisen hat er es immer anders gemacht.

00:15:21: Da haben wir aber einen ganz hübschen Spots gewohnt.

00:15:23: Aber bei dieser WM haben wir echt außerhalb gewohnt.

00:15:25: Aber das war halt, das war schon geil, da dabei zu sein.

00:15:28: In Chicago, derles haben wir gespielt.

00:15:30: Und dann hat man viele Leute kennengelernt.

00:15:32: Das erste Mal Udo Latik da.

00:15:34: damals, der bei uns im Hotel lebte, Kali war, in unserer Nähe und so weiter.

00:15:40: USA war schon toll.

00:15:42: Wir hatten halt diese Nähe, aber diese ganz normale Nähe.

00:15:45: Deswegen, wir hatten immer diese Nähe, Distanz gehabt zu Klinsmann und so, alle diese großen Stars.

00:15:50: Das lief für mich

00:15:51: über acht Pressesprecher damals und so.

00:15:53: Nein,

00:15:53: ich hab jeden Tag wieder gesprochen.

00:15:55: Aber da fiel auch keinem ein, irgendwie ein Selfie zu machen oder ein Autogramm zu holen oder so was, was ja heute leider gang und gäbe ist.

00:16:02: Damals war wirklich diese ... Diese Verbindung, Journalisten und Spielern nicht so extrem.

00:16:08: Wir hatten eine wunderschöne, kritische Distanz dazu.

00:16:12: Weil du musst den ja auch auf die Fresse erholt.

00:16:16: Du kannst ja nicht nur salbungsvoll über die berichten.

00:16:18: Wenn die irgendwie Müll da her spielen, dann musst du es halt auch sagen können.

00:16:22: Wie war da so die Stimmung?

00:16:24: Weil ich stelle mir das auch wahnsinnig gelöst vor irgendwie.

00:16:28: Ja insgesamt, das ist immer gelöst ist das falsche Wort.

00:16:33: Du musst schon, weil du als Radioman damals musstest, du schon unglaublich viel arbeiten.

00:16:38: Deswegen warst du eigentlich nie gelöst, weil du den ganzen Tag gearbeitet hast, weil du ständig irgendwelche Aufsager produziert hast, Beiträge gemacht hast, und so weiter und so fort.

00:16:45: Insgesamt, aber war das natürlich, war das natürlich nicht gesche- ...gechillte Geschichte bei den Turnieren insgesamt.

00:16:51: Das war nicht nur in Amerika, später in England, Frankreich und so weiter.

00:16:53: Das war immer der Fall.

00:16:54: Das waren geile Events, geile Veranstaltungen.

00:16:58: Und man lernte so als relativ junger Typ, lernte man so nach und nach, wie das alles so abgeht in der Fußballbranche, die ganzen Frauen und so weiter, die da eine Rolle spielten, nicht nur bei den Profis, sondern auch beim älteren Journalistenkollegen und so weiter.

00:17:12: Was hast du jetzt aufgemacht?

00:17:13: Ja, aber der war einfach so.

00:17:16: Einer hat zwar einen... Ein sehr großer Chefredakteur, einer sehr großen Zeitung damals.

00:17:22: Und er hatte das große Pech, dass er immer zugegen war mit irgendwelchen Damen.

00:17:28: Und er verlor dann dabei, glaube ich, zwei oder dreimal hintereinander sein Sacco.

00:17:35: Und daraus wurde eine große Geschichte gemacht, weil der hat immer so silberfarbene Sackus angehabt.

00:17:40: Man nannte das Silbertistl und dann war die große Suche nach der Silbertistl und so weiter war das große Thema unter den Journalisten.

00:17:46: Das habe ich so ein bisschen gelernt.

00:17:48: Da ging es dann schon ab, muss man wirklich sagen.

00:17:50: Also nicht nur bei den Profis, auch so in meinem Journalistenlage, bei den älteren Herren und so weiter.

00:17:54: Die nutzten diese Dienstreisen für Fribole, für Fribole im Moment.

00:17:58: Das

00:17:59: glaube ich dir.

00:18:00: Lass uns vom Fribole nochmal ein bisschen zum Zeitgeschlicht liegen zurückkommen.

00:18:05: mir überlegt.

00:18:06: So, das muss ja krass gewesen sein, weil das war ja eigentlich so die erste richtige WM nach der Wiedervereinigung.

00:18:12: Also ich mein, da gab es dann auch noch die DDR mitgespielt und da waren noch unter der Flagge von Jugoslawien und der Sowjetunion die Teams und so weiter.

00:18:21: Hat man das irgendwie gemerkt oder war das schon zu lange

00:18:24: her?

00:18:25: Ich glaube, es war schon zu lange her.

00:18:26: Es war schon Normalität.

00:18:28: Ich erinnere mich an das erste Spiel nach der Wiedervereinigung, das erste Länderspiel, das Mitspielern aus der damaligen DDR.

00:18:35: Die damals schon die ehemalige DDR war, also das war im Dezember, in Stuttgart.

00:18:40: Da wurden, da ist dann Tom, hat dann gespielt.

00:18:42: Ich glaub, Kirsten, Sammer, glaub ich, auf jeden Fall.

00:18:45: Das war so der erste Moment, wo die zum ersten Mal das westdeutsche Trikot angezogen haben.

00:18:51: Dann waren wir, wir waren ja eigentlich schon fünf Jahre weiter, neunundachtzig ist die Mauer gefallen.

00:18:54: Wir waren eigentlich schon fünf Jahre weiter.

00:18:56: Wir waren genauso wenig wiedervereinigt, wie wir heute wiedervereinigt sind.

00:18:59: Da war ein Riesenproblem, aber das erkannte man damals noch gar nicht so.

00:19:03: Heute weiß man sehr viel darüber.

00:19:04: Ich habe mich sehr damit beschäftigt mit dieser Thematik und ich bin auch der Meinung, dass die Leute, die aus dem... viele Probleme, die wir politisch haben und so weiter.

00:19:14: Kannst du auch am Fußball oder in der Entwicklung des Fußballs und so weiter aufhängen?

00:19:19: Wir haben die letztendlich wieder vereinnahmt, nie mitgenommen.

00:19:23: Wir haben diese ganzen Traditionsvereine ausbluten lassen, nicht geholfen.

00:19:28: Was sind da für sensationelle Läden?

00:19:31: Karl-Saisiener, Magdeburg, Dynamo Dresden, Ansage Rostock.

00:19:35: Manche haben es für einen Moment geschafft und sind dann trotzdem wieder, weil sie monetär einfach nicht mithalten konnten, weil sie auch das nur hau nicht hatten und so weiter dann verschwunden, was ich sehr, sehr tragisch fand.

00:19:45: Das finde ich bis heute tragisch, dass so wenig Ostklubs eine wirklich große, gute Rolle spielen.

00:19:51: Und da hat der Deutsche Fußballbund extrem, ja versagt ist das falsche Wort, aber er hat keine richtigen Schritte unternommen.

00:19:59: Man hat einmal eine Zwanzigerliga gehabt, für ein Jahr, eine Saison hat nicht ausgereicht, um das alles aufzufangen.

00:20:06: Es ist viel zu wenig passiert, um das zusammenzuführen.

00:20:09: Und ich behaupte mal, hätten wir da einen besseren Move gemacht, hätten wir auch politisch heute.

00:20:15: Weil das so wichtig ist.

00:20:16: Weil das so wichtig ist.

00:20:18: Es geht bis heute weiter mit dieser regionaliger Geschichte, dass die nicht aufsteigen können, dass sie ständig mit ihrer Nordostliga gegen irgendwelche anderen Hanswürste spielen müssen, um dann in der Relegation aufzusteigen.

00:20:28: Das ist unglaublich.

00:20:29: Ich habe das in jener zuletzt bei Doppelpass und Tour auf der Bühne thematisiert.

00:20:32: Da sind die Leute aufgestanden und vor lauter Freude.

00:20:35: Und haben mir applaudiert, was ich gesagt habe.

00:20:38: Das fühle ich auch so.

00:20:39: Wir müssen den Osten mehr supporten, nach wie vor, gerade im Fußball, weil die gehören dazu.

00:20:44: Das sind geile Vereine, richtig geile Vereine.

00:20:46: Ich hätte

00:20:47: mir irgendwie vorgestellt, einfach weil... Auch wenn es schon vier, fünf Jahre her war, also vier Jahre mit der Wiedervereinigung damals jetzt bei der WM in den USA.

00:20:53: Trotzdem, es war ja quasi zwei Blöcke, die völlig auseinandergebrochen sind und die USA als so das idealisierte Land da überhaupt.

00:20:59: Aber dann, das check ich, es war dann einfach, war dann wahrscheinlich einfach zu nahe

00:21:02: her.

00:21:02: Ich glaube, es war, ich glaube, das war nicht so ein riesiges Thema zu dem, zu dem Zeitpunkt.

00:21:06: Nee,

00:21:06: mir ging's mir ums Gefühl.

00:21:07: Also wir haben, wir haben, ja, wir hatten zu Beginn, waren die Scorpions da, haben da gesungen bei uns

00:21:12: im Lager.

00:21:12: Wind of Change.

00:21:13: Ja, war natürlich Wind of Change, haben sie gesungen.

00:21:15: Wind of Change war immer ein Thema in, in, in, in der... Aber es war nicht mehr so greifbar.

00:21:20: Es war nicht mehr so greifbar.

00:21:22: Man hat sich eher so ein bisschen über die Deutschen kaputtgelacht, weil er Franzi ja vier Jahre vorher gesagt hat, wir sind jetzt auf Jahre hinaus unschlagbar und wir waren halt nicht unschlagbar.

00:21:31: Eine sehr zerstrittene Mannschaft.

00:21:35: Wenn du damals Amis erzählt hast, wofür du da bist, haben die das damals... Gecheckt, weil wenn ich mir jetzt überlege, wir haben ja die ganzen Ausschnitte gesehen von der Club WM, wo die gedacht haben, das ist ein Spiel mit Messi irgendwie in New York oder in Florida.

00:21:48: Als du denen gesagt hast, und du wusstest, die ganze Welt ist Teil dessen.

00:21:52: Und dann hast du irgendwo in Chicago, in einem Diner jemanden gesagt, ich bin hier für die, für die, do you know football, do you know soccer?

00:21:59: Die wussten nichts davon letzten Endes.

00:22:01: Und das Lustige war damals immer, die haben bei jedem Spiel immer gejubelt, wenn der Tor war dann bald.

00:22:06: Weil der Torwart war der Quarterback für ihn, der letzte Mann.

00:22:09: Das war schon strange.

00:22:10: Und dann hat man irgendwie einen Auftrag bekommen, weiß ich noch, hat man mir gesagt, der Foster geht mal bei irgendeinem Spiel, das war glaube ich sogar ein Spiel von USA, gehen mal in irgendeiner und so weiter.

00:22:20: Da bin ich da rumgelaufen in Chicago und hab die Leute... gesucht, die dieses Fußballspiel gucken, es gab sie nicht.

00:22:29: Das muss man einfach sagen.

00:22:30: Ich bin dann am Ende in irgendeinem Hotel war, ich glaube auch in Submariet, bin ich da und da war so ein paar Zerkratzte, aber ich glaube da war die Hälfte auch, was weiß ich woher, das war immer so.

00:22:38: Das waren die Erlebnisse immer nicht, aber dieser WM war dann nochmal mit der Nationalmannschaft, glaube ich, neune, neun in Amerika.

00:22:45: Wenn wir dann gegen Kolumbien oder sowas gespielt haben, dann waren die ganzen Kolumbianer da und so weiter.

00:22:48: Das ja, aber diese US-People mit Fußball, ich glaube ist jetzt etwas besser, aber es ist nicht auf diesem Level, das wir kennen.

00:22:59: Jetzt haben wir ja wieder eine WM in den USA, die ansteht und das sind ja noch ein paar Monate, bis es anfängt, aber schon vor ein paar Monaten haben schon diese, ich nenne es jetzt mal Störfeuer, links und rechts vom eigentlichen Turnier angefangen.

00:23:11: Dieses, was macht denn Trump damit seiner Politik hier, die ICE, die Einwanderungsbehörde?

00:23:17: Sollte man das boykutieren, sollte man das nicht machen?

00:23:20: So diese ganzen Politiker, die da drum herum... ... gesponnen werden, bevor eigentlich das Sportliche angefangen hat.

00:23:27: Wurde ... ... vierundneunzig, als du da warst.

00:23:29: Und daher haben die USA teilweise auch schon super fragwürdige Dinge gemacht ... ... und wie so wie viele andere Staaten auf der Welt auch.

00:23:35: So, wurde da Fußball und Politik noch so ein bisschen mehr ... ... getrennt als heute?

00:23:40: Ich glaube nicht, ich glaube nicht.

00:23:41: Ich erinnere mich, als Kind war ... ... neulimbischen Spiele ... ... in Moskau ... ... und wir haben die ja boykottiert ... ... und haben den Sportlern ... quasi die Chance genommen, bei Olympia anzutreten.

00:23:54: Und wenn man im Nachhinein so die weltpolitische Entwicklung, das ging um Afghanistan damals, wenn man das alles dann Revue passieren lässt, dann war das sowas für die Katz, diese Spiele zu boykottieren.

00:24:09: Vier Jahre später hat dann der Osten die Spiele in Los Angeles.

00:24:13: boykottiert.

00:24:14: Und ich glaube, fourneinzig war das dann weniger, weniger ein Thema.

00:24:19: Wenn ich mich richtig erinnere, war Clinton zu der Zeit dann Präsident in den Vereinigten Staaten.

00:24:24: Also ein Anfangs ein guter oder problemloser.

00:24:28: Aber das heißt, es war früher einfach weniger Thema als heute, oder?

00:24:33: Jein, also wie gesagt, in den Achtzigerjahren extrem,

00:24:36: mit

00:24:36: Olympia, Boy Kotz von beiden Seiten, von der Ostseite, von der Westseite.

00:24:42: Es war beim Fußball wohl selten.

00:24:45: Achtundsiebzig, sagen Sie beispielsweise, war die Weltmessenschaft in Argentinien.

00:24:49: Da sagen die deutschen Spieler, die dabei waren, das war für uns kein Thema.

00:24:52: Da ging es um Militärunter und so weiter.

00:24:55: Das hat man dann im Prinzip so beiseitegeschoben.

00:24:58: Ich als Kind habe davon am Fernseher in Deutschland nichts mitbekommen.

00:25:01: Ja, in den Vereinigten Staaten war für uns Politik kein Thema, muss ich ganz ehrlich sagen.

00:25:07: Es hat nicht stattgefunden.

00:25:09: Wie war das dann?

00:25:10: Ich meine, sixundneunzig ging es ja dann weiter mit dem nächsten großen Turnier und während die englischen Fans dann quasi It's Coming Home gekrölt haben, haben sie die deutsche halbfinale, glaube ich, einmal quasi im Elfmeterschießen in beim Turnier daheim rausgehauen.

00:25:27: Ich habe es kommentiert.

00:25:28: Ich

00:25:28: weiß, du hast es kommentiert, da kannst du nicht auf den Rängen sitzen und neutral bleiben, oder?

00:25:32: Nein,

00:25:32: nein, da konntest du eh nicht neutral bleiben.

00:25:34: Das Turnier war, glaube ich, das Turnier war, glaube ich, das... Das bis heute geilste Turnier überhaupt.

00:25:40: Wirklich, warum?

00:25:40: Ja, weil es sechzehn Mannschaft war.

00:25:42: Das war nicht verwässert.

00:25:43: Es war von Anfang an vollpowerfußball.

00:25:49: Unsere Typen haben sich zusammengerottet und haben gesagt, das hast du gespürt vom ersten Moment dann.

00:25:54: Da war dann ein Klingsmann, ein Helmer, ein Köpke, ein Sammer.

00:26:00: Die haben dann im Prinzip so eine Gemeinschaft gegründet, Gemeinschaft des Erfolgs.

00:26:05: Das war... Klar erkennen wir, dass wir eine herausragende Rolle spielen werden.

00:26:09: Wir haben von Anfang an in der Vorrunde super gespielt.

00:26:12: Wir haben eigentlich kaum einen Knick drin gehabt.

00:26:14: Ein Spiel gegen Italien, was nicht so ideal lief.

00:26:17: Ansonsten war das eigentlich alles relativ cool.

00:26:19: Und dieses Halbfinale, Deutschland gegen England in Wembley, ist eines der größten Fußballspiele aller Zeiten gewesen.

00:26:27: Das waren... ...achtzig tausend, die drei Stunden vorher im Stadion waren, gesungen haben, die Hymne gesungen haben, wie sie wahrscheinlich nie... in prünstiger gesungen wurde.

00:26:38: Unglaublich, das war dreizig Jahre nach Wembley, die gehen in Führung.

00:26:43: Du denkst, die reisen der Stadion ab und in dem Moment habe ich gedacht, wir fahren jetzt morgen vom Heim.

00:26:48: Das geht gar nichts.

00:26:49: Und wir kommen dann zurück, Stefan Kunz macht das Tor, sechzehnte Minute.

00:26:53: Und dann ist das ein Drama in dieser Verlängerung, Pfosten hier, Latte da, Riesenschoss dort und was weiß ich, elf Meter schießen und wir gewinnen das.

00:27:02: Das war so ein Erlebnis, dass du dann raus bist aus dem Stadion, du warst durchgeschwitzt, also wirklich fertig mit den Nerven auch als Reporter und du wusstest eigentlich, dass ja nicht mehr getoppt werden, weil wir haben ja dann nur in Anführungszeichen gegen Tschechien gespielt.

00:27:18: Das war ja nicht, wir haben ja nicht gegen die Italiener im Finale gespielt oder gegen Spahn.

00:27:22: Das größte Spiel war schon gespielt, das größte Spiel war das Spiel.

00:27:27: Deutschland gegen England und dann war wir im Finale klar, da war die Queen da und war alles bereitet und toll.

00:27:34: und wie auch immer.

00:27:35: und Golden Goal, ja, war Golden Goal und wir sind durchgedreht und waren Europameister und das war eine rauschende Ballnacht dann noch im Hotel der Mannschaft und so weiter.

00:27:45: Das waren schon coole Momente, da war alles herausragend und das hatte eine Leichtigkeit dieses Turniers.

00:27:53: Wir haben dieses Turnier, wir haben in Manchester wohne in einem fantastischen Four Seasons Hotel mit allen Journalisten unter einem Dach.

00:28:00: Und da gab es so eine Bar da.

00:28:02: Ich erinnere mich heute noch, die hieß Kitty, war so eine ältere, also damals älter, für mich war er erst

00:28:08: XXV.

00:28:08: Keine Ahnung.

00:28:10: Diese Bar war leider das große Problem, bis vier oder fünf Uhr offen.

00:28:15: Es war nicht so, dass die uns ins Bett geschickt haben.

00:28:17: Wir mussten jeden Abend, mussten wir da bleiben natürlich.

00:28:21: Es war ja Lothar Matthäus war nicht mit dabei bei diesem Turnier.

00:28:24: Es gab einen Journalisten, einen österreichischen Journalisten, der damals für die Bild in Deutschland gearbeitet hat.

00:28:28: Wolfgang Ruiner, Plunzi, genannt.

00:28:32: Der setzte sich dann, irgendwann wurde das zur Tradition.

00:28:36: ans Klavier, der konnte so ein paar Takte Klavier spielen und dann hat er für uns gesungen.

00:28:41: My Lothar is over the ocean.

00:28:43: My Lothar is over the sea.

00:28:45: Und alle Touristen haben dann eingestimmt.

00:28:48: Bring back my Lothar to me.

00:28:51: Und das haben wir dann immer wieder, jeden Abend haben wir gesungen für Lothar Matthäus.

00:28:54: Bring back my Lothar to me.

00:28:55: Eine grandiose Veranstaltung von A bis Z dieses Turnier in England.

00:29:00: Unvergessen, inklusive Linksverkehr immer auf der Autobahn, wo ich bis heute nicht weiß, weil wir dann ständig auch bei anderen Spielen waren, was weiß ich in Liverpool, in Birmingham und so, bis heute nicht weiß, wie ich die Karre, Schramme, frei da durch die Gegend gekurft habe.

00:29:18: an diesem Golden Goal noch ein bisschen interessieren würde, weil man merkt es auch jetzt, wenn man mit dir spricht, schon sehr, du bist ein Typ, der in Geschichten denkt.

00:29:24: Ich habe nie ein Spiel gesehen, das per Golden Goal entschieden wurde.

00:29:27: Wenn ich es mir aber vorstelle, dann denke ich daran, irgendwie wird die gesamte Dynamik mit einem Tor abgewirkt.

00:29:35: Dieses Weiterhoffen ist nicht mehr da.

00:29:36: Dieses, hey, schaffen wir noch ein Comeback, kämpfen bis zur allerletzten Sekunde.

00:29:41: Und wie gesagt, ich merke, du denkst total in Geschichten.

00:29:44: Wie gut ist es, dass das dann auch wieder abgeschafft

00:29:46: wurde?

00:29:46: Es ist großartig, dass es abgeschafft wurde.

00:29:48: Es ist gegen den Fußball.

00:29:49: Weil der Fußball schreibt die geilsten Geschichten, wenn dieses Ping-Pong entsteht, wenn dieser Wahnsinn entsteht.

00:29:54: Keine Ahnung.

00:29:55: Hundertsechzehnte Minute, zwei Eins, hundert achtzehnte, zwei zwei, hundert neunzehnte, drei zwei und so weiter und dann... in der Verlängerung der Nachspielzeit dann noch der Ausgleich.

00:30:05: Elveter schießen, das ist Fußball.

00:30:07: Ja und dieses Ausknipsen, das war nie die Nummer.

00:30:11: Hast

00:30:11: du da eine Lieblingsgeschichte?

00:30:14: Verlängerung, ja.

00:30:15: Also da war ich aber doch nicht Reporter, ich glaube die... Das gilt ja bis heute als das Spiel des Lebens in Anführungszeichen.

00:30:23: Die Nacht von Sevilla, das war in der Weltmeisterschaft.

00:30:28: Deutschland, Frankreich.

00:30:29: Da ist ja genau das passiert.

00:30:31: Eins zu eins nach der regulären Spielzeit.

00:30:33: Die Franzosen dreitausendmal besser als wir.

00:30:36: Also wirklich.

00:30:37: Also ein unglaublicher Unterschied.

00:30:39: Unsere war ein bisschen rumpel zu der Zeit.

00:30:42: Und Frankreich geht drei zu eins in Führung, Romini gewechselt sich ein, macht das drei zu zwei, Klaus Fischer mit dem Pfeilrückzieher drei zu drei.

00:30:50: Es gibt einen Elfmeterschießen, das an Dramatik nicht zu überbieten war, Stilige verschießt, gesinkt auf die Knie.

00:30:56: Das sind ja epische Bilder bis heute.

00:30:59: Also wenn ihr die Bilder anguckt, es gibt Bücher darüber, es gibt einen Film darüber oder mehrere.

00:31:03: Die Nacht von Sevilla ist glaube ich, da war ich vierzehn, jetzt unvergessen.

00:31:08: Und da kann ich dir, Toni Schumacher rennt, Batistaum.

00:31:14: Das war schwer verletzt, der Zähne verloren und so weiter.

00:31:17: Schumacher dann später gesagt, ich zahle ihm die Jacketkrone.

00:31:20: Das war ja ein Krisenszenario zwischen Deutschland und Frankreich, zwischen den Nationen.

00:31:26: Wir waren ja versöhnt und der Abend hätte beinahe das Gegenteil bewirkt.

00:31:30: Also das war schon heftig.

00:31:33: Das war schon heftig.

00:31:34: Ich mache gerade so eine Reihe mit zu bühnen Sachen mit großen Stars von einst und wir wollen demnächst eine Veranstaltung machen.

00:31:42: zur Nacht von Sevilla, mit Toni Schumacher und Rummenig und so paar anderen, die da dabei waren, um das noch mal nachzuerzählen.

00:31:48: Weil ich glaube auch für euch, die das nicht gesehen haben.

00:31:52: Das war, ich würde sagen, für mich war das das Spiel des Lebens.

00:31:56: Krass, voll schön.

00:31:57: Du hast gemeint, in England, six zu neunzig, gab es so eine krasse Leichtigkeit.

00:32:02: Wenn ich auf die WM-Achtundneunzig-Show, ihr merkt schon, wir tassen uns so langsam, langsam da historisch durch.

00:32:11: dann ist so das erste woran ich denke das ist da ziemlich viel stress mit gewalt und mit hooligans.

00:32:16: das war die wem in frankreich und so weiter gab.

00:32:18: aber ich bin ja jetzt ich meine ich bin neun neunzig geboren so ich kenne es halt auch einfach nur die geschichten wie sie aus den medien erzählt werden und so weiter.

00:32:24: ich war nicht dabei.

00:32:26: wie viel wurde daraus gemacht und wie viel war das als man wirklich dabei war?

00:32:31: es gab aber das dass die schlimme vorkommen mit dem polizisten mit nivell ja Wo dann auch Yigitius Braun war dann als Präsident, damit rote, dass er die deutsche Mannschaft zurückzieht aus dem Turnier, wenn der verstirbt.

00:32:48: Da hat es dann überlebt.

00:32:49: Das ist passiert in Laus.

00:32:51: Da hatten wir das zweite Gruppenspiel gegen Jugoslawien.

00:32:55: Erzähl mal nur ganz kurz, für die, die vielleicht nicht wissen, warum es da genau ging, was da der Fall war.

00:32:59: Ja,

00:32:59: da gab es einen Hooligan-Angriff auf diesen Polizisten.

00:33:03: Ich krieg es auch nicht mehr.

00:33:03: hundert Prozent zusammen, da ist er irgendwie getroffen worden und ist ins Koma gefallen.

00:33:07: Das war ganz dramatisch.

00:33:08: Wir haben das an dem, das Spiel war Nachmittags, wir haben das gar nicht so... in der Form mitbekommen.

00:33:13: Wir sind dann wieder zurückgeflogen von Lil, also Spiel bei Lars, der Flughafen in Lil.

00:33:18: Wir sind dann wieder von Lil zurückgeflogen nach Nizza, weil da war unser, das hat der Berti dann schön gemacht, das war der, ja, ja, das war Berti, das hat er schön gemacht.

00:33:27: In Nizza, wir haben in Nizza unsere Pressekonferenz gehabt, hab in Chouale, Pein, dreißig Kilometer entfernt, gewohnt, direkt am Meer, es war ... Ja, das war die teuerste Dienstreise, die ich je gemacht habe.

00:33:40: Und das war ganz dramatisch mit dieser teuersten Dienst.

00:33:42: Die war so teuer, dass da kam dann die Rechnung von diesem Reisebüro des Deutschen Fußballbundes, die hatten damals oder haben es heute noch, heißt ein bisschen anders.

00:33:50: Und die haben die Rechnung geschickt.

00:33:51: und dann habe ich die, die ich da kannte, habe ich da angerufen und gesagt, da werde ich die vorlege.

00:33:56: werde ich nirgendwo mehr hingeschickt, nie wieder.

00:33:58: Wir müssen ein Deal machen, dann haben wir so ein Deal gemacht.

00:34:01: Da habe ich die Rechnung so ein bisschen gekürzt, da habe ich bei allen anderen Länderspielen, die da rauf folgten, hat die dann irgendwie zweihundertfünfzig draufgelegt und man weiß ja dräuft was.

00:34:09: und dann ist das so abgestottert worden.

00:34:11: Und ich konnte das halbwegs erträglich da servieren.

00:34:16: Unglaublich teuer an der Côte d'Azur, aber ein insgesamt... auch sehr farbiges, positives Turnier, mit eben klar, wenn Fan-Ausschreitungen dazukommen.

00:34:30: Hast du keinen Spaß?

00:34:31: Brauchst du nicht.

00:34:32: Das ist, wenn es zu matsch wird, wenn es zu viel Krawall gibt, wenn es zu viel Auseinandersetzungen gibt, dann ist es schwierig.

00:34:40: Und ich glaube schon, wenn man es zeitgeschichtlich nimmt, ist das natürlich, wenn man das mal von diesem Jahr her sieht, acht, neunzig und so weiter, hat das dann mehr und mehr begonnen.

00:34:48: In Frankreich gibt es diese Probleme seit vielen, vielen Jahren.

00:34:53: Und ich glaube, Ich will das jetzt nicht an der WM-Fest machen, aber rund um dieses Jahr und so weiter hat das alles begonnen, so zu werden.

00:35:03: Nicht gut, keine Frage.

00:35:05: Deutschland ist dann, glaube ich, im Viertelfinale gegen Kroatien rausgeflogen.

00:35:09: Ja, du sprichst es schon an.

00:35:11: Ganz schlimm.

00:35:12: Da war Matthäus wieder dabei.

00:35:16: Und Köpke war noch im Tor und so weiter, aber die galten ja da schon so ein bisschen als die alten Haudigen.

00:35:21: Hat sich da das schon irgendwie abgezeichnet?

00:35:23: Okay, jetzt ist so ein bisschen, eine Generation geht irgendwie zu Ende und es zeichnet sich ein Generationwechsel an.

00:35:30: oder war das erst später?

00:35:31: Nee, das war vollkommen spürbar.

00:35:33: Also ich behaupte noch heute, ich finde ja an die Köpke war ein großartiger Torwart, sixundneunzig, unfassbar stark, hat dann aber nachgelassen.

00:35:41: Ich behaupte noch heute, wenn wir Kahn im Tor gehabt hätten, achtundneunzig.

00:35:45: wäre dieses Spiel anders ausgegangen, weil Köpke hat ein, zwei Weitschüsse für meine Begriffe schleifen lassen, die hätte ein Tor, wir reden von einer Weltmeisterschaft, wir reden nicht irgendwie so Lummerland, wir nehmen Weltmeisterschaft, Viertelfinal, also eine ganz große Nummer, wo nur die Besten spielen und wo auch nur die spielen sollen, die in absoluter Topform sind.

00:36:07: Und ich glaube, wenn Kahn drin gestanden hätte, hätten wir das Spiel nicht in dem Ausmaß verloren.

00:36:12: Und der Streit mit Lothar Matthäus natürlich, der kam da zurück und dann war Todendar der Libero spielen wollte.

00:36:17: Und Matthäus wollte dann wieder spielen und Berthe ist dann umgefallen in seiner Personalpolitik.

00:36:22: Das war alles nicht so einfach.

00:36:23: Fog zwar damals... komischerweise dann so angeschossen während des Turniers auch.

00:36:29: Er hat diesen Erfolg, den er ja mit erzielt hat, in Wembley, diesen Erfolg hat er nicht mitgenommen.

00:36:38: Und er hat sich dann ja ganz, das war ja dann dramatisch auch für ihn aus seiner Sicht, ist er dann nicht zurückgetreten nach dem nach dem Ausgegenkorats in den Lyon.

00:36:48: Er hat dann noch irgendwelche Verschwörungstheorien bemüht.

00:36:53: Und das gab es dann unmittelbar nach der Weltmeisterschaft, also im September immer das erste Länderspiel, die Kade wieder.

00:37:00: Im September sind wir nach Malta und da hat sich alles aufgelöst.

00:37:05: Das war unglaublich.

00:37:06: Da war Fuchs noch Trainer.

00:37:07: Effenberg ist zurückgekommen.

00:37:09: Und dann ist der Wolfgang Niersbach damals Pressesprecher, später DFB-Präsident, der ist nicht mit angereist.

00:37:15: Ich glaube aus privaten Gründen.

00:37:17: Irgendwie, seine Tochter war, glaube ich, eingeschult oder wie auch immer.

00:37:20: Aber ich glaube, der wollte sich das auch nicht antun.

00:37:21: Und dann gab es eine Pressekonferenz, die die total entartete, wo quasi die Journalisten, ja ... bisschen verarscht wurden von den Spielern, das war das FFV, ich glaube, ich weiß es gar nicht mehr.

00:37:35: Also da war irgendwie wie so Revolution jetzt auf einmal und dann musste Berti gehen und dann kam der alte Erich dann.

00:37:45: Und

00:37:45: dann so langsam auch eben dieser Generationenwechsel.

00:37:49: So, wenn ich mir mal angucke bei den Turnieren, sondern Anfang der zweitausender, da waren die... Denn sie waren ja nicht mehr dabei, dafür hatte man einen Michael Ballak, einen Sebastian Kälter, langsam stehen.

00:38:00: Zwei Zwei dann.

00:38:01: Ich glaube, zweitausend war noch nicht so richtig.

00:38:03: Da war der Versuch der Übergang.

00:38:05: Das war ja ein ganz schlimmes Turnier.

00:38:08: Erzähl,

00:38:09: wie du es erinnert hast.

00:38:10: Ach, ganz schlimm.

00:38:10: Das war von Anfang an.

00:38:14: Das war kein Spaß von Anfang an.

00:38:17: Erich Rebek war leider überfordert.

00:38:18: Ich mochte den sehr.

00:38:20: Ich hatte über Jahre für Opel damals so eine Sponsorenmoderation immer gemacht bei ausgewählten Topspielen der Bundesliga.

00:38:30: Und da war Erich Rebek immer mein Gast.

00:38:32: Als ich irgendwelche Händler da unterhalten mit Erich Rebek.

00:38:36: Und da hast du damals immer schon gespürt.

00:38:38: Der ist schon weit weg.

00:38:40: Also der war im aktuellen Fußball einfach nicht mehr drin.

00:38:44: Und dann haben die aber, wir haben die aber, wir haben die aber, wir haben die aber, wir haben die aber, wir haben die aber, wir haben die aber, wir haben die nicht mehr ertragbar war, gehen musste.

00:38:55: Ich habe es ja so eine legendäre Pressekonferenz mit Egitus Braun, die zwei Stunden dauerte, wo er erzählte, wen er alles angesprochen hatte, inklusive Paul Breitner und weiß, der träumte was und wie auch immer.

00:39:04: Es wurde dann am Ende, es wurde dann am Ende Eric Ribbeck, ich glaube auch da hat, er hat es nie öffentlich erzählt, man muss ihn wahrscheinlich mal fragen.

00:39:12: Dazu Wolfgang Liesbauer eine große Rolle gespielt, weil der dann sich wohl durchgesetzt hat mit der Idee, dass er seinen Bundestrainer geben muss, der in der Öffentlichkeit irgendwie so ein bisschen positiver rüber kommt.

00:39:23: Und dann wurden Erich Ribbeck angesprochen und Calli Feldkamp damals.

00:39:27: Und bei Calli Feldkamp hat so geht die erzählte Lehre, hat die Frau gesagt, machst du nicht.

00:39:33: Und Erich kannte ich ja, dann habe ich angerufen auf den Riffer, dann sagt er, Ich habe denen gesagt, ich muss acht Stunden Bedenkzeit haben.

00:39:40: Aber du weißt natürlich, dass ich das mache.

00:39:41: Dann sag ich, man kann nicht raushauen.

00:39:43: Dann habe ich das mit ihm abgesprochen, weil ich es raushauen kann und so weiter.

00:39:46: Und dann war klar, dass er das macht.

00:39:48: Und dann haben sie ihm Uni Stiliker an die Seite gestellt.

00:39:51: Das war wie Pat und Patachon.

00:39:53: Dann waren wir in der Türkei erstes Auswärtsspiel, haben wir in Bursa gespielt, in Istanbul trainiert.

00:39:59: Und dann hat der Stieliker irgendwelche Hütchen hingestellt.

00:40:01: Und der Rebek hat diese Hütchen, als der Stieliker sich den Rücken zutrehte sozusagen, hat der Rebek die Hütchen auf eine andere Position gestellt.

00:40:11: Und dann hat sich der Rebek wieder weggetreten, der Stieliker hat die.

00:40:14: Das war eine Szene, das kann man sich überhaupt nicht vorstellen.

00:40:16: Die passen also überhaupt nicht zusammen.

00:40:19: sind ja dann auch kurz vor der Europameisterschaft zweitausend auseinander gegangen.

00:40:23: Und dann hat man Horst Rubisch als Co-Trainer hingesetzt von Ribek.

00:40:27: Aber da war eigentlich schon alles gelaufen.

00:40:28: Da hätte man sich trauen müssen vor dieser Europameisterschaft den anderen Trainer zu nehmen.

00:40:35: Hat man nicht gemacht.

00:40:36: Wie auch immer.

00:40:36: Anyway.

00:40:37: Ist egal.

00:40:37: War lustig.

00:40:38: Das

00:40:38: war ja so ein bisschen die Stunde Null, aber in den Jahren war dann eben diese Yangste auf einmal da.

00:40:43: Und du ja auch schon ein archivierter Journalist und Kommentator.

00:40:46: Wie hast du die da wahrgenommen?

00:40:49: Frischer, ja auch später dann, Poldi, Schweini und so weiter.

00:40:53: Ganz anderes Schnack.

00:40:54: Ja, frische, neue Namen, neue ... Ja, neue Hoffnung und so weiter.

00:41:00: Du hast gemerkt, jetzt entwickelt sich eine andere Generation.

00:41:03: Das hat sich ja dann gesteigert bis zur Weltmeisterschaft.

00:41:06: Und letzten Endes hat das dann auch zum Titel gewinnen, in Rio geführt.

00:41:11: Das war einfach diese Zeit, die war reif dafür eine komplett neue Generation.

00:41:16: Ich habe am Samstag, glaube ich, in der Konferenz bei The Zone dann auch erzählt, dass ich glaube ... Das könnte, das könnte, muss nicht.

00:41:31: Aber das könnte auch so eine neue Initialzündung sein für eine komplett neue Generationen-Nationalmannschaft, die irgendwann wirklich wieder, du kannst immer Weltmeister werden, bei einem Turnier, es gibt so viele Möglichkeiten, dass du dich da hinruckelst oder so.

00:41:46: Aber wir gehen ... im nächsten Sommer nicht als Favorit nach Amerika.

00:41:49: Und um wieder irgendwann als Favorit hingehen zu müssen, brauchen wir eine Runderneuerung.

00:41:54: Wir brauchen neue, neue People, ja.

00:41:56: Und das fängt möglicherweise gerade wieder an.

00:41:59: Und das ist ganz schön.

00:42:00: Das wäre wirklich schön.

00:42:01: Du bist im Jahr zwei, dann auch in die engere Auswahl gekommen, der Kommentatoren, die aus Japan und Südkorea direkt mitberichten dürfen.

00:42:09: Also dann war quasi... Ich

00:42:10: war nominiert.

00:42:10: Ich hatte schon die Flugtickets.

00:42:12: Und dann?

00:42:13: Dann kam die sogenannte Kirchkrise.

00:42:16: Das war ja das Fernsehbieben.

00:42:18: Ich war damals bei Premiere, also heute Sky.

00:42:22: Und dann Leo Kirch, ein Riesen-Imperium hier in München mit zweihundertfünfzig verschachtelten Firmen und alle waren in der Insolvenz.

00:42:31: Und dann war der Traum von der Weltmeisterschaft vor Ort in Seoul und in Tokio und wo auch immer, der war ausgeträumt.

00:42:41: Das heißt, wir haben die Spiele, ich glaube nur Marcel Reif ist dahin gefahren dann.

00:42:45: Der ist vor Ort gewesen und der Rest hatte.

00:42:47: ich spiele hier aus der Box.

00:42:51: Das war so dieser Albtraum aus der Box in München übertragen.

00:42:57: Es gab Insolvenz, das ist natürlich Wahnsinn.

00:42:59: Also auch bei den Fernsehsenden.

00:43:00: Es gab kein Kaffee mehr und so weiter.

00:43:02: Du musstest morgens irgendwie, wenn du angefangen hast mit der Arbeit, zum Bäcker fahren, Kaffee holen und ein paar Brötchen holen.

00:43:09: Es gab kein Geld mehr.

00:43:10: Es war nichts mehr da.

00:43:10: Wir mussten uns auch entscheiden, ob wir, ich hab damals noch in Frankfurt gelebt, ob wir Mietwagen nehmen oder Hotel und so.

00:43:18: Also wir mussten quasi selbst für uns Sorgen in dieser Zeit.

00:43:23: Das war bitter.

00:43:23: War ein heftiger Rückschlag und ja.

00:43:27: Sehr, sehr schade, der erste große Fernsehcrash in Deutschland.

00:43:32: Wir hatten in der ersten Folge Patrick Obomoyela hier und, falls ihr die noch nicht gehört habt, auf jeden Fall sehr empfehlenswert, schaut da gerne nochmal rein.

00:43:41: Aber Patrick hat gesagt, dass seine Nichtnominierung... Obwohl er eigentlich dachte, er fährt mit, bei ihm war das dann.

00:43:49: Das ist das Schlimmste überhaupt in seiner Karriere war.

00:43:54: Du hast ja gerade schon von dieser Vorfreude erzählt.

00:43:55: Hey, geil, ich darf da endlich mit, ich hab's vom Radio noch weiter zum Fernsehen geschafft.

00:44:00: Ich darf kommentieren, du hast ja da auch schon bei Premierekonferenz kommentiert und so weiter und so weiter.

00:44:05: Und dann ist es auf einmal so...

00:44:06: Ja, das waren eh nicht so einfach.

00:44:10: Der Radio-Chub war ja ein Traum-Chub.

00:44:11: Und da war ich ja total ausgefüllt.

00:44:13: Ich habe es ja vorhin erzählt, mit dem ganzen Transferjournalismus und mit dem Exklusivall und hier eine Geschichte und da eine Geschichte.

00:44:21: Und dann bin ich zum Fernsehen und da war das alles geteilt.

00:44:23: Da gab es welche, die versucht haben, Geschichten zu machen, die waren nicht so gut wie ich, aber egal, die haben es versucht.

00:44:28: Und da gab es eben Leute, die kommentiert haben.

00:44:29: Also es war viel komoder in Anführung.

00:44:31: Ich musste weniger arbeiten, habe mehr Geld verdient.

00:44:33: Das war einfach so.

00:44:33: Bis zu dem Fernsehen.

00:44:35: Geld verdienen, aber hast weniger gearbeitet.

00:44:37: Und insofern war das eh so eine komische Zeit, nicht mehr bei der deutschen Mannschaft dabei zu sein.

00:44:42: Das habe ich sehr vermisst, muss ich ganz ehrlich sagen, weil das für einen Journalisten so, ich würde sagen, die schönste Nummer ist, wenn du die Nationalmannschaft begleitest bei der Europameisterschaft, Weltmeisterschaft, auch bei allen anderen Ländern spielen und bis da nah dran, ich glaube, im Fußballjournalismus ist es das wirklich schönste.

00:44:59: Darunter habe ich viele Jahre gelitten, muss ich sagen, und das hat man natürlich auch, ich weiß, mein Kamerateam oder meine Leute, mit denen ich immer trinken war bei den Turnieren und so weiter, mit denen habe ich dann gedreht.

00:45:11: Für damals war es noch DSF, also Sport-Eins-Vorgänger am Frankfurter Flughafen, die Abfahrt.

00:45:17: Und die sind dann weggeflogen und ich bin zurückgeblieben sozusagen.

00:45:24: Und das war schon schwer für mich, muss ich ehrlich sagen.

00:45:27: Aber ich glaube, das Schwierigste war nicht mit der deutschen Mannschaft zu sein.

00:45:31: Das kommentieren, ja, klar, macht es lieber im Stadion, aber das Schwierigste war nicht bei der deutschen Mannschaft zu sein.

00:45:36: Was hast du in dieser Zeit, als du dann raus warst, gelernt über dich?

00:45:43: Ja, aber da zu der Zeit warst du ja nicht raus.

00:45:46: Da ist ja das Geld gekommen, du hast ja andere Aufgaben gehabt, dann ging die Bundesliga direkt wieder los und so weiter.

00:45:51: So ein Turnier ist ja nur so eine Momentaufnahme.

00:45:53: Ja, das ist ja ganz schnell vorbei.

00:45:56: Schlimmer letzten Endes war es.

00:45:59: Als ich bin, ich bin in der Prämiere von Sky, von Arena geholt worden.

00:46:04: Das war der damalige neue Rechtehalter-Fernsehen.

00:46:08: Das war ein fantastisches Jahr, überragend.

00:46:11: Für mich ein unglaublicher Move nach vorne.

00:46:14: Ich habe nur die Topspiele gemacht, habe nur die Bayern gemacht.

00:46:16: Ich habe nur Bayern Dortmund gemacht, habe den VfB Stuttgart zum Meister kommentiert, in dem Jahr.

00:46:21: Das war ja unterfüttert auch von amerikanischen Heuschrecken.

00:46:25: Und die haben dann das Geld rausgezogen.

00:46:27: Und dann in diesem Sommer, im Jahr zwei Tausend Sieben, ich erinnere mich, war ich nur in Frankfurt und es war ein Abend.

00:46:33: Da bin ich zu Genesis aufs Konzert, Phil Collins und der Rest.

00:46:38: Dann kamen diese, an diesem Tag kamen diese Meldung oder dieses, hat man mir mitgeteilt, es geht nicht mehr weiter.

00:46:43: Wir haben keine Rechte mehr.

00:46:45: Die Rechte werden zurück zu Sky sublizenziert.

00:46:50: Und dann standen wir.

00:46:53: mit einer Abfindung versehen, aber trotzdem auf der Straße, die rechte Periode dauerte noch zwei Jahre.

00:46:59: Und das war schwierig.

00:47:01: Das war schwierig, das war eine ganz schwierige private Zeit auch damals.

00:47:06: Und im Nachhinein, wenn man es rekapituliert, man hat dann auch private Entscheidungen getroffen, die man in einer in einer Zeit, in der man Stärke hat und Power hat und Energie und in der es einem gut geht, nicht so getroffen hätte.

00:47:23: Und das sind Dinge passiert, die nicht großartig waren.

00:47:24: Und das war eine Dreckszeit, eine schlimme Zeit, muss ich ganz ehrlich sagen.

00:47:26: Vor allem dann dieses Warten, bis du wieder zurückkommen durftest.

00:47:28: Und das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war das war.

00:47:41: das war Also dem ersten Telekom-Move in die Bundesliga, wo wir wieder volle Powerrechte hatten.

00:47:46: Und dann ging es auch wieder aufwärts.

00:47:48: Das war heftig.

00:47:49: Das hat mir dann schon gefehlt, in der Zeit nicht übertragen zu dürfen.

00:47:54: Ich habe dann ein bisschen bei Euro-Sport was gemacht und hier was gemacht und da was gemacht.

00:47:59: Aber es war viel zu wenig.

00:48:00: Es war finanziell auch viel zu wenig.

00:48:02: Ich hatte große finanzielle Probleme, die über Jahre andauerten, um das wieder den Turn-Around zu schaffen.

00:48:09: habe ich bestimmt zwei, drei Jahre rumgemacht, um das wieder korrigieren zu können.

00:48:19: Das war alles kein Spaß, definitiv

00:48:22: nicht.

00:48:23: Krass, also erst mal danke für die Ehrlichkeit, weil du musst dich auch hier absolut nicht in den Podcast setzen und so ehrlich sein.

00:48:29: Ja, aber das gehört

00:48:29: ja zum Leben.

00:48:30: Das ist ja, du musst es auch wissen, das gehört auch, dass alle denken, immer dieses Business ist nur großartig und nur shiny, ja, ist es nicht.

00:48:38: Also es gibt auch diese Momente.

00:48:40: Und zu Sky konnte ich nicht zurück, weil ich da, als ich weggegangen bin, im Jahr zwei tausend sechs, ich habe keine verbrannte Erde hinterlassen.

00:48:47: Aber ich habe ein paar klare Worte gesagt.

00:48:49: Da ging über Jahre nichts voran.

00:48:50: Das war dann auch tatsächlich so.

00:48:52: Und dann haben sie halt eher so ein paar leise Drehter wieder geholt und gesagt, der Forster, den bremsen wir jetzt mal aus und war nicht im Sinne der Qualität, aber das haben sie halt gemacht.

00:49:03: Du hast bis dahin aber hunderte von Bundesligaspielen schon kommentiert gehabt.

00:49:07: Und da würde mich interessieren, weil wir reden hier von der Zeit, da waren Vereine wie die Hertha, Schalke, Nürnberg, Hannover, Kaiserslautern, das waren die Regulars in der ersten Bundesliga.

00:49:18: Ich würde mal interessieren, welcher Verein aus der heutigen Sicht, die spielen ja alle gerade in der zweiten, von mir aus kann es auch auch aus den Sechzig München nehmen, ist mir wurscht.

00:49:27: Sie sind noch ein bisschen weiter unten.

00:49:29: So, wen würdest du am liebsten, wen würdest du von den am liebsten wieder in der ersten Liga sehen?

00:49:33: Du musst dafür auch niemanden aus der ersten Liga wieder rausschmeißen, wenn du nicht willst.

00:49:37: Aber ich würde, ich würde einige aus der ersten Liga rausschmeißen.

00:49:39: Also wir bauen, wir bauen, also am liebsten.

00:49:42: Ich habe ja vorhin über den Osten geredet.

00:49:43: Ich finde, ich finde schon Dynamo Dresden.

00:49:44: Ich finde schon den Amatresen.

00:49:46: Ich finde natürlich den ersten FC Kaiserslautern, erster FC Nürnberg, Schalke.

00:49:49: Brauchen wir ja nicht drüber reden.

00:49:50: Natürlich gehören genau diese Vereine müssen in die Bundesliga.

00:49:55: Und stelle dir vor, wie es wäre im letzten Jahr, es war ja jetzt gar bei den Spieltag, ich weiß gar nicht, das ist das siebenundzwanzigste oder sowas, da waren Paderborn und Elversberg in der zweiten Liga vorne.

00:50:04: Stelle dir vor, die wären aufgestiegen und eben nicht der Heißfrauen Köln.

00:50:07: Was hätten wir für eine Bundesliga?

00:50:08: Es ist ja jetzt schon eine Katastrophe.

00:50:10: Wenn du mal herguckst, was wird Samstags, Fünfzehn, Dreißig gespielt?

00:50:13: Da bist du als Kommentator und weißt ja gar nicht, ob du dir einen Spiel wünschen sollst.

00:50:16: So hoffen halben Heiden ist das so super.

00:50:19: Ja, das ist ja noch so ein Dorf-Duelle.

00:50:20: Wegen des Weges ist es noch so ein Dorf.

00:50:21: Aber es geht ja weiter.

00:50:23: Es ist ja Wolfsburg mit dabei.

00:50:25: Es kommt ja Augsburg mit dabei.

00:50:29: Es meint es mit dabei.

00:50:31: Es sind ja alles keine unglaublichen Namen.

00:50:35: Dann lass uns mal weiterschauen, ein bisschen in den Folgejahren.

00:50:37: Dann, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in den letzten Jahren, in Unbesiegbar waren die wirklich da.

00:51:04: Ich glaube, im Jahr Jahr Jahr Jahr war man nah dran.

00:51:07: Da stand der kleine Lahm gegen den großen Pujol.

00:51:10: Das war einfach eine Abstimmungsmüll.

00:51:12: Da hätten wir auch gewinnen können.

00:51:13: Wir haben im Jahr Jahrzehnte so eine geile Weltmeisterschaft gespielt aus deutscher Sicht.

00:51:17: Wir haben die Engländer weggefiedelt, die Argentinier, vier null brutal.

00:51:21: Also da warst du nicht schlechter als Spanien.

00:51:24: Du warst auf Augenhöhe.

00:51:25: Du warst auf zwei zwölf auf Augenhöhe letzten Endes.

00:51:29: Das sind aber dann Spiele.

00:51:29: Du kannst halt auch in einem Halbfinale mal raus gegen Italien oder gegen Spanien, gegen Mannschaften.

00:51:34: Fußball-Länder, also wir können ja nicht immer hinstellen und sagen, wir müssen die alle wegfetzen und so weiter.

00:51:41: Ich finde nicht, dass die Dominanz so unfassbar war.

00:51:43: Natürlich, geile Mannschaft, geile Generation ist ja oft so, das ist ja bei uns auch so gewesen.

00:51:49: Du musst ja sehen, wir waren, wir waren, zwei, sechs waren wir, waren wir im Halbfinale.

00:51:53: Waren wir Dritter, ja?

00:51:54: Zwei, acht waren wir im Endspiel in Wien.

00:51:56: Zwei, zehn waren wir im Halbfinale.

00:51:58: Zwei, zwölf waren wir im Halbfinale.

00:52:00: Zwei, vierzehn sind wir Weltmeister geworden.

00:52:01: Zwei, sechszehn waren wir im Halbfinale.

00:52:04: So was, alles geil.

00:52:06: Das waren goldene Jahre, eine goldene Generation, zehn, zwölf Jahre eine goldene Generation.

00:52:11: Und so hatten die Spanier eine goldene Generation, haben jetzt wieder eine sehr, sehr geile Generation, sehr schwer zu schlagen, glaube ich im Moment.

00:52:19: Wirklich, da ist es glaube ich wirklich so ein bisschen.

00:52:21: Die sind im Moment besser als der Rest, aber wir waren zu dem Zeitpunkt nicht wirklich hinten dran.

00:52:28: Wir machen uns eh immer kleiner, als wir sind.

00:52:30: Aber wie wichtig waren diese Misserfolge, auch damit es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist.

00:52:45: Larm und so weiter.

00:52:46: Die ganzen Jungs dann auch noch die Jungen mit einem Hummels und so weiter.

00:52:50: Neuer natürlich, klar.

00:52:52: Ja, zwei vierzehn war halt, dann war halt, da hast du ja auch scheiße gespielt teilweise gegen Algerien.

00:52:56: Da war es ja kurz vor dem Desaster.

00:52:59: Aber

00:53:00: wie wichtig war

00:53:01: denn dieser Hunger?

00:53:01: Der Hunger natürlich, das hast du ja gesehen im Finale.

00:53:05: Wie Schweine mit dem Cut weiter.

00:53:07: Die haben ja alle bis zum Exzess weitergemacht.

00:53:10: Hatten ja dieses unglaubliche Spiel im Halbfinale gegen die Brasilianer.

00:53:14: Ja, kann ich ja keine Erklärung dafür.

00:53:19: Und mit diesem Erlebnis, mit diesem Adrenalin und hast dann auch noch Glück, dass Neuer nicht vom Platz fliegt, dass es keinen Elfmeter gegen uns gibt.

00:53:27: Das sind aber alles Sachen, die gehören zusammen.

00:53:29: Du brauchst auch das Glück bei so einem Turnier am Ende des Tages.

00:53:32: Du brauchst eine Mannschaft, die ausgewogen daherkommt, eine Mannschaft, bei der du sehr auch bei der Kader-Zusammenstellung immer wichtig, bei der du Optionen hast.

00:53:43: Zwei Sechs hat Klinsmann Odonko nominiert.

00:53:47: Da haben alle gesagt, was will der mit dem Odonko?

00:53:49: Er hat aber eine Idee, Jürgen Klinsmann.

00:53:51: Bei Brasilien gab es zu dem Zeitpunkt ein Spieler, der ist Roberto Carlos.

00:53:54: Er war ein Verteidiger auf der linken Verteidiger-Position.

00:53:58: der größten, einer der größten Verteidiger je gab.

00:54:02: Der war aber schon alt, war so thirty-four.

00:54:04: Ich weiß gar nicht, ob es jetzt genau stimmt.

00:54:07: Und der Klinsmann hatte die Idee, wir kommen irgendwann, spielen wir gegen die Brasilianen.

00:54:11: Und da brauch ich... Diesen schnellen Odonko.

00:54:14: Nur deswegen hat er diesen Odonko nominiert.

00:54:16: Der Odonko sollte erst spielen gegen Brasilien ab der sechzigsten Minute, wenn der alte Roberto Carlos in Schlaufen kommt und der Odonko dann einmal an dem vorbeiläuft und einmal eine Flanke schlägt und irgendeiner vorne den Kopf hinhält oder den Fuß hinhält.

00:54:29: Dann hatten wir aber schon Probleme gegen die Polen.

00:54:31: Da gab es auch einen langsamen Linksverteidiger und dann brachte er in Dortmund gegen die Polen schon.

00:54:35: Odonko, der lief auf seiner Bahn durch, flankte in die Mitte, Nöwil stand da, wir haben einst null gewonnen.

00:54:40: So ist das.

00:54:41: Das sind Optionen, die du dir als Trainer schaffen musst.

00:54:45: Du musst überlegen bei so einem Turnier, was kann passieren.

00:54:49: Und deswegen habe ich dann kein Verständnis für Nominierungen wie dann ... Wir hatten keinen Kopfball-Spieler gegen kleine Japaner zum Beispiel.

00:55:08: Und ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube,

00:55:25: ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, ich glaube, Also jetzt, wenn wir, du hast jetzt gerade, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr,

00:55:31: im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, im Jahr, Ich erwarte von Trainern, dass sie auch in Optionen denken.

00:55:53: Und das ist dann auch schon wieder abhanden gekommen.

00:55:55: Da war Flick nicht so besonders stark, was das angeht.

00:55:58: Und ich finde, das ist ganz, ganz wichtig.

00:55:59: Du musst dir überlegen, was kann passieren, wenn wir gegen die spielen, gegen die spielen, gegen die spielen.

00:56:05: Und du hast ja drei und zwanzig Spieler und du brauchst nicht den vierten Sechser oder den fünften Linksverteidiger.

00:56:10: Brauchst du nicht.

00:56:11: Du brauchst vorne, Leute.

00:56:12: Und hatten wir diese Optionen, oder war das das Glück, von dem du gesprochen hast?

00:56:16: Ich glaube,

00:56:16: dass wir sie hatten.

00:56:17: Ich glaube, dass wir sie hatten, dass der Kader durchkomponiert, da hat alles gepasst.

00:56:22: Wir hatten die Option, dass wir einen Mats Hummels hatten als Kopfballspieler, den du in den letzten zehn Minuten nach vorne ziehen kannst.

00:56:27: Das haben wir gemacht gegen die Franzosen, da hat er das Tor gemacht.

00:56:30: Das sind alles, alles diese Dinge, die du brauchst, die du überlegen musst.

00:56:34: Es muss nicht immer ein Stürmer sein.

00:56:36: Es kann ja auch ein Riesenverteidiger sein, von dem du sagst, den kann ich in den letzten zehn Minuten gegen kleine... Japaner nach vorne stellen, wenn ich zurückliege.

00:56:44: Kann ja mal passieren, dass du gegen die kleinen Japaner zurücklegst.

00:56:47: Also brauchst aber einen, der auch mal ein Kopfballtour machen kann.

00:56:50: Oder der zwei kleine Japaner auf sich zieht und ein anderer kann dann entsprechend reagieren.

00:56:55: Das sind alle so einfache Lehren.

00:56:57: Ich glaube der Fußball ist manchmal so einfach.

00:56:59: Du hast das sieben zu eins angesprochen und das ist ja wirklich so ein Ding genauso natürlich wie hier, dass die kunstige Gütze Tor im Finale, wo jeder weiß, wo er mit wem geguckt hat, welche Chips-Sorte es gab.

00:57:11: So, nehmt uns mal aus deiner Perspektive mit, wie hast du das ganze erlebt?

00:57:15: Ich war zu der Zeit verpflichtet.

00:57:18: Da hab ich dann später mal gemacht.

00:57:20: Der Kollege Jörg Dahlmann hat mir das immer gelegt.

00:57:22: Er war der Erste, der das gemacht hat.

00:57:24: Es gibt viele Kommentatoren.

00:57:27: die im Sommer während der Weltmeisterschaft, Europameisterschaft auf touristischen Pfaden unterwegs sind.

00:57:33: Und für Robinson oder Aldiana oder auch für Mein Schiff oder Ayla arbeiten.

00:57:39: Und ich habe das tatsächlich in der Türkei erlebt, im Robinson-Nobilis.

00:57:42: Da habe ich, ich habe die ersten Spiele noch zusammengefasst.

00:57:45: Da hatten wir eine Co- Produktion, gemeinsam mit SportEins, mit Bild, Bild.de und haben damals Klipprechte gehabt von der Weltmeisterschaft und ich habe dann so einen Mix gemacht.

00:57:57: Ich habe quasi die Vorrunde, habe ich diese Clips produziert, habe mein Geld verdient und habe dann ... den zweiten Part bei der Weltmeisterschaft als Moderator für die Badegäste im Robinson-Novelis in der Türkei verbracht.

00:58:11: Und deswegen weiß ich so, als ich da am Puhl musste.

00:58:13: Da musste ich davor über so einen Experten-Tipp abgeben und dann habe ich mir gesagt, die Brasilianer sind gut, die sind gut, die sind gut.

00:58:19: Und dann habe ich wahrscheinlich gedacht, der Forster, der hat uns auch nur Schwachsinn erzählt, weil das hat ja dann eine dermaßen unglaubliche Wendung genommen.

00:58:27: Tolles Spiegel, unvergessen, klar.

00:58:29: Wie handelt man das?

00:58:31: Du hast so viele Spiele kommentiert und ich habe manchmal echt das Gefühl und das einfach nur, weil ich es an mir selber sehe, man ist manchmal so ungnädig mit den Kommentatoren.

00:58:40: Ein falsches Wort und man zerreißt sie in seinem Kopf.

00:58:42: und ich finde, gerade wir Deutschen sind da nicht das einfachste Publikum.

00:58:46: Wie darf man überhaupt Fehler machen?

00:58:48: Natürlich darfst du Fehler machen.

00:58:50: Ich habe eine großartige Crowd an Leuten, die mich supporten, muss ich ganz ehrlich sagen.

00:58:55: Also wenn ich YouTube-Fetzen sehe oder was auch immer und die Kommentare darunter, da ist so viel mehr positiver, halb.

00:59:03: Ganz viele Junge, was total geil ist.

00:59:05: Die machen nicht immer nach, das ist sehr

00:59:06: witzig.

00:59:06: Mega, das ist alles allergrößte.

00:59:09: Aber ist ja geil.

00:59:11: Und deswegen, ich finde, dass das ... was ich mache, wenn das so ankommt und wenn die Leute so froh sind drüber und so fröhlich sind damit, klar gibt es irgendwelche, die sagen, der hat man immer.

00:59:24: Was weiß ich, schießt den ab oder wer ist das, was will der?

00:59:28: und so weiter, die wird man immer haben, aber das ist okay.

00:59:30: Manchen schreibe ich dann auch zurück, die sind auch ganz brav und liebt dann wieder zu mir.

00:59:36: Im nächsten Moment hypen die mich dann.

00:59:38: Ich finde es toll, dass der Großteil der Leute ja positiv erregt ist, wenn diese Leute mit der Person Oliver Foster in Verbindung gebracht werden.

00:59:47: Ganz ehrlich, ich bin viel auf Social Media unterwegs und ich kenne kaum jemanden, der so oft nachgemacht wird, aber total positiv.

00:59:54: Ist doch geil.

00:59:55: Genau das wirst du willst.

00:59:56: Du bist doch Kommentator, du bist doch Kommentator geworden, um anders zu sein als andere und nicht um irgendwie Taktikprofessor in einer monotonen Art und Weise daher zu beten.

01:00:09: Nein, es ist Leidenschaft, es ist Fußball, es ist Unterhaltung.

01:00:13: Es ist wie Samstagabend das Licht anknipsen und Wetten das kommt.

01:00:16: Thomas Gottschalk raus, mit irgendwelchen Violettenschleifchen um einen Anzug und so weiter.

01:00:22: Das ist der Auftritt und ich habe Spaß daran.

01:00:24: Eine große, große Freude.

01:00:26: Das

01:00:26: merkt man sehr.

01:00:27: Du hättest aber... Trotzdem, im Jahr Jahrzehnte war es fast so eine neue SideQuest begonnen.

01:00:32: Ich hab noch die Pressemitteile.

01:00:34: Oh, da werden die Augen groß.

01:00:36: Da hab ich die Pressemitteile noch gefunden.

01:00:38: Da hieß es.

01:00:39: Herzlich Willkommen, Oliver Forster, neuer Medienchef bei Eintracht Frankfurt.

01:00:44: Ich weiß nicht, ob es überhaupt für vierzehnzehn Stunden waren.

01:00:46: Da war es auf einmal nicht mehr.

01:00:48: Ja, Herr Robert Bruchhagen wollte mich unbedingt.

01:00:51: Der war damals ja heute der große Macher.

01:00:53: und dann sind da Dinge passiert, von denen ich nicht bis heute nicht zu hundert Prozent weiß, ob sie sich tatsächlich so abgespielt haben, dann wurde vorgeschoben, dass mich der damalige Trainer Amin Faye, der mir immer um den Hals gefallen ist, wenn ich ihn gesehen habe, dass der sozusagen dem Transfer einen Riegel vorgeschoben hat, weil ich den angeblich mal bei einem Hallenturnier negativ bedacht haben soll mit irgendwelchen Kommentaren, die ich von mir gegeben habe.

01:01:21: Meiner Meinung nach, ich wusste davon nie was, dass ich das jemals gemacht habe.

01:01:27: Die Geschichte ging dann auch in die Richtung, dass ich ihn natürlich geforscht habe.

01:01:31: Gab's das?

01:01:32: Gab's da irgendwann mal irgendwas, was ich gegen den gesagt habe?

01:01:36: Und dann hat sich der Kollege Markus Höner auch vorhin eins gebellt und hat gesagt, Olli, ich war das.

01:01:40: Das war's.

01:01:42: Also, und dann war aber dieser Karren so dermaßen im Dreck.

01:01:47: Und dann habe ich mich mit einfach Frankfurt ganz schnell geeinigt auf eine Auflösung des Vertrages und die mussten schön blechen.

01:01:54: Und ich hab weitergemacht.

01:01:54: Komm sag

01:01:55: mal wie viel.

01:01:55: Das sag ich nicht,

01:01:56: aber... Das sind nur nur wie zwei jetzt.

01:01:58: Ja, ja, ja, wir sind... Die mussten schön blechen.

01:02:00: Ja, das ist ein unglaubliches Kandal.

01:02:02: Das ist ja Rufmord, was die gemacht haben mit mir.

01:02:04: Ja, letzten Endes.

01:02:05: Aber ein Riesenspaß für mich.

01:02:08: Ich hab das als Riesenspaß abgehakt und hab dann direkt und da bin ich den Leuten auch noch dankbar, direkt hier weitergemacht.

01:02:18: Ja, das war dann, möchte ich auch sagen, war Olaf Schröder, der früher CEO hier von SportEins auch war.

01:02:24: Damals war er nur Redaktionsleiter.

01:02:26: Der war der erste, der angerufen hat und gesagt, du machst hier bei mir weiter.

01:02:29: Und wir warten bis die Tür wieder irgendwo aufgeht, bis irgendjemand geht und so weiter.

01:02:35: Machst erst mal, irgendwie habe ich kleinere Sachen gemacht, Italien und so weiter.

01:02:38: Und dann bin ich eingestiegen wieder in die Bundesliga-Produktion.

01:02:40: Das hat aber keine zwei, drei Monate gedauert.

01:02:42: Dann war ich wieder voll drin.

01:02:44: mit Riesenspass und du brauchst auch solche Leute.

01:02:48: Ich habe Leute gehabt in meiner Karriere mit Ali Schmidt Fleckenstein, der leider schon verstorben ist bei Arena, der ein großartiger Typ war, der mich immer gefeaturet hat.

01:03:00: Dann später diese Begebenheit, die auch einfach toll war, also einfach okay war.

01:03:06: Und es gab immer wieder Leute, die mir den Weg geebnet haben und die mich supportet haben.

01:03:13: Richtig schön.

01:03:14: Hast du dir danach mal überlegt?

01:03:16: noch mal in die Presse Arbeit zu gehen?

01:03:17: oder hast du dir dann gedacht?

01:03:18: Ach,

01:03:18: das war immer so eine Geschichte.

01:03:19: War immer so eine Geschichte.

01:03:20: War auch immer beim DFB mal im Gespräch und so weiter, weil ich da eine Nähe habe, einfach über die gesamte Vergangenheit und so.

01:03:28: Aber ich glaube, ich bin da gut aufgehoben in dem Bereich, den ich mache.

01:03:32: Ich mache ja auch viele Sachen nebenher, organisiere viele geile Geschichten.

01:03:35: Es sind auch einige Sachen da gerade in der Planung, die richtig, richtig schön werden, richtig groß werden.

01:03:41: Also wird einige sehr positive Meldungen geben in den nächsten.

01:03:45: in den nächsten Wochen und insofern ist das alles, alles fein.

01:03:50: I'm happy, total.

01:03:52: Gut,

01:03:52: guter Tisa.

01:03:53: Guter Tisa.

01:03:55: Ey, du bist, ähm, im Jahr zwei Tausend Sechzehn hat sich da wirklich noch mal so ein ganz echt krasses Engagement da nochmal für dich auch ergeben.

01:04:01: Du bist seitdem Stadionsprecher der deutschen Nationalmannschaft.

01:04:04: Finde ich,

01:04:05: finde ich total crazy.

01:04:06: Ähm, fragt mich aber auch, wie man sich das vorstellen kann.

01:04:10: Weil wenn ich jetzt an meiner Stadionbesuche denke, da sehe man immer irgendwie Egal bei welchem Verein, du siehst den Stadionsprecher so ein bisschen an der Seitenlinie mit den Spielern rumblödeln und du siehst, da ist eine Beziehung da.

01:04:21: Aber die sehen sich halt auch auf der Geschäftsstelle mal.

01:04:24: Die sehen sich alle zwei Wochen im Stadion während der Saison.

01:04:26: Das hast du ja als DFB.

01:04:27: Gibt's bei uns?

01:04:28: Gibt's ja nicht.

01:04:30: Gibt's

01:04:30: da irgendeine Beziehung?

01:04:31: Also wir sind vier Stadionsprecher deutschen Nationalmannschaft.

01:04:34: Wir machen das immer so ein paar Weise sozusagen.

01:04:38: Zwei beim ersten Spiel.

01:04:40: beim nächsten Spiel und so weiter.

01:04:42: Wir wechseln quasi immer hin und her.

01:04:46: haben da große Freude, haben da auch Kontakt zu dem ein oder anderen.

01:04:49: Und man kennt sich dann irgendwie vom Winken her und so weiter.

01:04:52: Oder kennt sich ja über andere Begegnungen.

01:04:55: Aber es ist ganz sicher nicht so wie bei einem Verein, wo man diese ganz, ganz große und ständige Nähe hat.

01:05:01: Das ist nicht der Fall.

01:05:02: Das ist ein netter, ein nettes, ich würde das nicht als berufliches Zubrot.

01:05:09: So ein bisschen, so eine Hobbynummer.

01:05:11: Das ist nett.

01:05:13: Du machst da ein bisschen Stimmung.

01:05:16: Machst die Aufstellung mit den Leuten, freuen sich.

01:05:19: Und ich hab da Freude dran.

01:05:21: Aber es ist jetzt keine unfassbare Herausforderung, das zu machen.

01:05:24: Aber ich hab da Freude dran.

01:05:26: Wie kam's dazu?

01:05:26: Hat sich dann hier Oliver Bierhoff angerufen und hat gesagt, Olli

01:05:30: macht's.

01:05:31: Nein, das war Michael Kirchner vom Deutschen Fußballbund, der dort die... im Prinzip die Eventabteilung leitet.

01:05:38: Und ja, der rief mich an, der wollte mich schon ein paar Jahre davor, aber mussten erst andere ausscheiden.

01:05:44: Und dann ist es dazu gekommen und seitdem mache ich das und hab da Freude dran und gut ist.

01:05:50: Ne, muss man mit, weil ganz oft wird ja nach den Spielen jetzt auch in der Quali und so wieder, wenn die deutschen Fans gerade in den Stadien so ein bisschen kritisiert, als, ja, da ist nicht genügend Herzblut da, also das sage ich jetzt nicht ich, sondern viele behaupten, dass das da nicht so... Dieser Support, den wir gerade jetzt vor so einem großen Turnier in den USA unbedingt bräuchten, dass der nicht wirklich da ist.

01:06:10: Wie nimmst du das?

01:06:11: Weil du bist ja immer vor Ort dann auch.

01:06:13: Ich

01:06:13: glaube, dass der Support schon immer kommt in Richtung von einem großen Turnier und so weiter.

01:06:19: Ich lade alle ein immer.

01:06:21: Ich sage immer, Freunde, kommt da hin.

01:06:22: Also jeder Ultra ist herzlich willkommen in diesem Stadion.

01:06:26: Klar könnten wir noch ein bisschen mehr Gesänge und so weiter brauchen.

01:06:29: Ist aber glaube ich auch schwierig, weil diese Gruppe nicht so homogen ist.

01:06:32: Ist ja nicht wie bei einem Verein.

01:06:34: Die sehen sich alle, also mindestens alle, zehn, vierzehn Tage in ihrem Blog und so weiter.

01:06:39: Man kennt sich und das ist bei der Nationalmannschaft, in dem Ausmaß einfach nicht verhanden.

01:06:45: Klar kannst du da immer stimmungsmäßig noch ein bisschen hochdrehen.

01:06:48: Ich lade alle ein, kommt hin, freut euch.

01:06:51: Es ist doch eines geiles, unser Land zu unterstützen.

01:06:54: Auch wenn die manchmal da herumpeln, ja, das ist ja wirklich nicht gut, was die da in letzter Zeit spielen.

01:06:59: Aber vielleicht wird es ja wieder.

01:07:01: Ich bin ja immer die Hoffnung, stirbt zuletzt.

01:07:03: Wie würdest du die deutsche Nationalmannschaft, wie sie jetzt gerade spielt, sehen, also angenommen, sie qualifizieren sich und davon gehen wir jetzt einfach mal aus.

01:07:11: Wie siehst du sie auf ihrem Weg Richtung USA?

01:07:15: Das kommt, man muss ja alle kommen wieder dazu, wenn Napri die Form hält, wenn Voldemar ein bisschen was reißt, wenn wir... Im Tor, ich plädiere ja dafür, dass wir Manuel Neuer zurückholen müssen, unbedingt, weil ich finde, du brauchst dem Tor halt so eine absolute Top-Top-Top-Figur.

01:07:31: Ich könnte es natürlich auch nicht falsch verstehen, dem Olli Baumann, wenn es so sein sollte.

01:07:37: Wirklich guter Torwart, aber ich weiß halt nicht, ob es so ein Welt-Torwart ist.

01:07:41: Und der Manuel ist halt ein Welt-Torwart.

01:07:43: Weiters Degen müssen wir abwarten, wissen wir alle nicht.

01:07:45: Wohin wechselt er?

01:07:47: Weil Barca wird er nicht spielen.

01:07:48: Wohin wechselt er?

01:07:48: Hat er dann wieder Spielpraxis?

01:07:50: Ist er irgendwo die Nummer eins in der Rückrunde?

01:07:53: Kann er seine Leistungen bringen?

01:07:56: Hat er nie die Ausstrahlung eines Manuel Neuer?

01:07:58: Nie.

01:07:59: Ja, aber das haben wir auch die Allerwenigsten.

01:08:00: Also das ist ja wirklich da nochmal jemanden... einen solchen Jahrtausend Torhüter, dann einfach sich noch mal quasi irgendwie zusammenzuschußt, dann wie so bei Frankenstein.

01:08:08: Das ist, glaube ich, auch ein bisschen schwierig.

01:08:10: Ja, deswegen, warum sollen wir die Leute nicht mitnehmen?

01:08:12: Hat nichts an seiner Klasse verloren.

01:08:15: Lass uns noch einen kurzen Schlenker machen, weil ich dich so im Ohr hab davon noch, nämlich das HSV-Ulm-Spiel.

01:08:23: Jetzt beim Aufstieg.

01:08:25: Nach sieben Jahren ist der Dino wieder zurück in der ersten Liga.

01:08:28: Ich habe es mit meiner Frau auf der Couch gesehen und die interessiert sich eigentlich gar nicht so wahnsinnig für Fußball.

01:08:34: Und dachte aber einfach so, bei diesem Sprüchefeuerwerk, das du abgefeuert hast.

01:08:39: Ich weiß nicht, wer das ist, aber der ist lustig.

01:08:41: Ich mag den.

01:08:42: Und du hast selbst sie als überhaupt keinen Fußballerfern total mitgenommen.

01:08:46: Und deswegen, ich würde einfach wahnsinnig gerne nochmal deine Sicht von diesem Abend sehen und was da passiert ist.

01:08:52: Es war ein schöner Abend.

01:08:53: Es waren toller Abend.

01:08:54: Es waren aber viele schöne Abende in dieser rechten Periode.

01:08:57: Und ich glaube, wir haben mit Sport I haben wir dieses Spiel zum Fest gemacht.

01:09:03: Und ich bedauere es sehr, dass Sport I diese Rechte nicht mehr hat.

01:09:07: Die Konkurrenz, die das macht, hat einen anderen Zugang und hat auch eine andere Ausprägung, weil RTL eben auch Nationalmannschaftsrechte und so weiter hat.

01:09:18: Für uns war es das Königsrecht.

01:09:22: Und so haben wir es behandelt.

01:09:24: Es war ein Königsrecht und ich bin da immer reingegangen mit diesem, was ich vorhin gesagt habe, mit diesem Gottschalk-Feeling, also Thomas Gottschalk-Feeling, zu sagen, wir sind Samstagabend, wir unterhalten euch, wir machen euch einen großartigen Abend.

01:09:39: Und das ist sehr, sehr oft gelungen.

01:09:41: Und wir haben dieser zweiten Liga gut getan und wir haben den Menschen gut getan und das Feedback war überwältigend.

01:09:47: Es war auch überwältigend dann am Ende von Kollegen wie von der Sportbild, wo es fünf Bälle gab, also fünf Sterne sozusagen für diese Übertragung.

01:09:57: Und dieser Abend in Hamburg war die Krönung und letzten Endes auch der Lohn, der Lohn für viel viel Arbeit, weil es einfach ein herausragendes Ding war diesen Dino zurückzubringen in die Bundesliga.

01:10:13: und die Sprüche kommen da von ganz alleine.

01:10:15: Die kommen, die fühlst du und die haust du raus.

01:10:17: Ja, die schreibt nichts vorher auf.

01:10:19: Null, die kommen aus mir.

01:10:20: Ich bin ein bisschen irre, bisschen gaga.

01:10:23: Aber im besten Sinne.

01:10:24: Aber

01:10:25: das ist, das war ein großartiger Abend.

01:10:27: Es war in Summe ein sensationelles Wochenende.

01:10:32: Ein großartiger Abend.

01:10:33: Und ja, vielen Dank immer an die Leute, die mir das ermöglicht haben.

01:10:37: Und vielen Dank auch an die vielen, vielen Zuschauer.

01:10:39: Wir hatten unglaubliche Rekordzahlen.

01:10:42: Und wir hätten es gerne behalten, muss man ganz ehrlich sagen.

01:10:44: Und ich glaube, es wäre auch ein guter, guter Move gewesen, wenn wir es behalten hätten.

01:10:48: Für alle, für die Zuschauer und für die Vereine.

01:10:51: Aber es kommen Dinge auch wieder.

01:10:54: Ich glaube, also einerseits, dieses Karussell dreht sich ja immer weiter und wir zwei stecken da überhaupt nicht tief genug drin, wenn es darum geht.

01:11:04: Wir sind jetzt sehr, also einerseits sehr, sehr fußballromantisch schon in dieser ganzen Folge unterwegs gewesen, aber natürlich auch mit sehr viel Bezug auf die Medien auch.

01:11:13: Wie machst du das?

01:11:14: Weil ich glaube, dass viele können sich das gar nicht so vorstellen.

01:11:16: Du bist ja selbstständig, du bist frei beruflich unterwegs, bist bei Magenta, bei Dishon, bei SportEins.

01:11:21: Wie sieht denn dein Leben aus?

01:11:22: Was ist denn so der Business-Teil?

01:11:23: Weil ich glaube, viele romantisieren das immer wahnsinnig und denken sich, ja, der ist halt überall unterwegs und kann sich alle Fußballspiele anschauen und so weiter.

01:11:29: Aber ich meine, das ist auch gerade in der Selbstständigkeit, stelle ich mir das auch... Was ist das?

01:11:34: relativ kompliziert vor alles.

01:11:35: Du musst es koordinieren.

01:11:36: Du musst mit deinen Partnern quasi offen umgehen.

01:11:40: Du musst gucken, für wen arbeitest du samstags oder machst du das nur alle vierzehn Tage für den einen und für den anderen dann an den anderen Wochenenden.

01:11:48: Du musst mit allen offen umgehen.

01:11:49: Du musst gucken, dass du genügend Partner hast, den Anführungszeichen.

01:11:53: Also Monogramm ist gar nicht.

01:11:55: Im Fernsehbusiness muss viel gehen, links wie rechts.

01:12:00: Und so läuft das.

01:12:01: Und so guckst du, dass du das koordinierst, dass du es hinbekommst.

01:12:03: Ich mache noch sehr viele Events für große Firmen, für große Unternehmen.

01:12:08: Unternehmen wie Kontinental arbeit ich seit dem Jahr.

01:12:10: zwei Tausend Sieben machen wir fantastische Sachen, DFB Pokalfinale und so weiter und so fort.

01:12:16: Also auch über viele, viele Jahre.

01:12:17: Das ist ja auch das Geile, wenn du merkst, dass du ankommst bei den Leuten, dass sie sich freuen, wenn du für sie arbeitest und das über so viele Jahre machen.

01:12:26: Dann ist es ja auch.

01:12:28: Cool und es macht riesen Spaß.

01:12:29: und wie gesagt sind einige sehr heiße Geschichten in der Planung und freue mich sehr darauf, was kommt.

01:12:36: Wenn du jetzt einen jungen Menschen vor dir sitzen hättest, der sagt, kommentieren, das ist es, das will ich machen, das ist mein Traum.

01:12:42: Was würdest du dem offen mitgeben?

01:12:44: Nicht den Weg gehen, den einige im Moment gehen, die sich in irgendwelche Boxen oder Studios setzen und den Fußball verklären und keine kritische Distanz haben.

01:12:54: Ich würde sagen, nach wie vor über Zeitungen.

01:12:57: Radio, wie auch immer, geht raus und spielt Fußball, hat der Kaiser gesagt immer.

01:13:03: Geht raus und riecht, riecht den Rasen und realisiert, realisiert diese Vereine, diese Strukturen, diese Blinden, die da auch rumrennen.

01:13:14: Diese Leute, die nichts können, die auch verschwinden.

01:13:18: Du hast Sechzig München vorhin erwähnt.

01:13:20: Wie viele sind da gekommen und gegangen?

01:13:22: Diese Selbstdarsteller im Fußball.

01:13:26: Das ist etwas, was man erlernen muss.

01:13:30: Du musst das selber spüren, du musst merken, da sind nicht nur Korrifhenzugange.

01:13:35: Da sind ganz viele Leute, die nichts drauf haben, Schaumschläger.

01:13:39: Und das zu spüren, das gibt dir ja auch irgendwann das Gefühl, dass du diesen Fußball beurteilen kannst.

01:13:45: Und wie gesagt, dieses Verklärte, dann auch nach England gucken und alles verklärt berichten und so weiter.

01:13:50: Das ist komplett falsch.

01:13:51: Ja?

01:13:51: Du musst diesen Fußball kennenlernen und den lernst du nur kennen, wenn du rausgehst.

01:13:56: Wenn du bei den Vereinen bist, wenn du bei der Nationalmannschaft bist, bei den Verbänden bist.

01:14:01: Wenn du merkst, wer was kann, wer cool ist und wer es nicht

01:14:05: kann.

01:14:05: Als du rausgegangen bist in diesen thirty-fünf-plus-Jahren, die du das jetzt machst, wer war da die beeindruckendste Persönlichkeit, die du auf oder neben dem Rasen kennengelernt hast?

01:14:18: Ja, ganz sicher Franz Beckenbauer.

01:14:19: ... und sich auf uns beckenbauen.

01:14:22: In der ganzen Art und Weise, wie er gewirkt hat, ... ... ist er ein unglaublich netter Mensch gewesen.

01:14:29: Ich habe viele, viele Sachen mit überlebt, ... ... wenn wir über sixundneunzig gesprochen haben, ... ... ich hatte damals Rechte im Stadion, die Spiele zu kommentieren, ... ... hatte aber keine Rechte in der Mixzone Interviews zu führen.

01:14:41: Also bin ich mit meinem Auto ... ... Linksverkehr wieder zurückgefahren.

01:14:45: In Manchester, ins Hotel und um schon keine Ahnung, das ein oder andere zu produzieren, hatte aber keine Ohntöne von den Spielern.

01:14:53: Und dann lief im selben Moment, wie ich da ein lief, der Kaiser an, mit seiner damaligen Frau.

01:14:58: Reporterglück.

01:15:00: Reporter, er kannte mich, dann habe ich gesagt, wir können mal was machen.

01:15:03: Und dann so, ich glaube für den Kaschball-Sender.

01:15:06: Alle Privat-Sender waren immer Kaschball-Sender für den Kaiser.

01:15:10: Und dann hat er sich da hingeschockt und hat mit mir nach allen Vorhunden spielen und im Viertelfinale im Prinzip das erzählt, was er der Bildzeitung, da war er exklusiv verpflichtet.

01:15:20: Zwei Tage später in der Kolumne gehabt hat.

01:15:22: Ich war der große Star bei FFA, weil ich gesagt habe, der Foster mit dem Kaiser jedes Mal.

01:15:26: Geht ja nicht mehr, es geht nicht mehr.

01:15:28: So war er, er war unglaublich.

01:15:31: Und er hat dann ja auch diese Weltmeisterschaft, um es zu uns geholt.

01:15:36: Ich erinnere mich, war ich in Zürich bei der Vergabe.

01:15:39: Und das war im Juli.

01:15:42: Und am Tag davor konnten sich die ganzen Länder, also Südafrika war damals mit Kandidat, die Engländer waren Kandidat, konnten sich da präsentieren und alle hatten, ich glaube, thirty-fünf Minuten, die sie da reden durften.

01:15:58: Wir haben seventy-fünf Minuten geredet.

01:16:01: Vorne der Franz, hinten stand Gerhard Schröner, Boris Becker und Claudia Schiffert, die haben gar nichts gemacht.

01:16:06: Die haben immer nur so eine Starfage ab und zu mal im Körper gewippt und mal genickt und wie auch immer ein bisschen gelächelt.

01:16:13: Und Beckenbauer erzählte, ich glaube gut, fünfzehn Minuten über eine Person, die hieß Charlie Demsey.

01:16:19: Charles Demsey, also er nannte ihn Charlie.

01:16:22: Und welche Bedeutung Charlie Demsey erlangte, haben wir dann am nächsten Morgen gespürt.

01:16:26: Um zwölf Uhr war die Abstimmung in Zürich.

01:16:29: über die Vergabe der Weltmeisterschaft.

01:16:32: Und Charlie Dempsey hatte den Auftrag von Ozeania, also Australien, Neuseeland, Fitschi, weiß gar nicht, was noch dazugehört, den klaren Auftrag von Premierministern, von den ganzen Parteien, Politikern für Südafrika zu stimmen.

01:16:45: Und Charlie Dempsey ist um zehnunddreißig aus Türkei abgereist und nach Hause geflogen und hat nicht abgestimmt.

01:16:52: Und deswegen haben wir In einer Stimme Mehrheit.

01:16:55: Krass.

01:16:55: Die Weltmeisterschaft bekommen.

01:16:56: Charlie Demsey wurde jahrelang von Franz Beckenbauer mit allem, was er hat, bearbeitet.

01:17:01: Und da ging es nicht, zumindest nicht vordergründig, um irgendwelche Gelder.

01:17:06: Er hat bestimmt, weiß ich nicht, aber er hat bestimmt auch ein bisschen was, der hat bestimmt auch was für seinen, wenn er Ozeanien gründet hat, hat er bestimmt auch was für seinen Verwandt bekommen.

01:17:16: Aber der Franz ist da mehrfach hingefahren und das war ein emotionaler, eine emotionale Verbindung.

01:17:23: die Beckenbauer mit diesem Typen geschaffen hat, die diesen Typen veranlasst hat gegen den Auftrag seiner Regierungen.

01:17:31: aus Zürich abzureißen.

01:17:33: Und das war die Vergabe der Weltmeisterschaft.

01:17:37: Und ich habe diesen O-Ton im Radio immer wieder gespielt.

01:17:39: Da Charlie, da Charlie hat Ozeanien gegründet.

01:17:42: Ist ja eine Sensation gewesen.

01:17:44: Und so haben wir die WM-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M-M.

01:18:01: Aliens landen auf der Welt.

01:18:03: Und die haben keine Ahnung, was Sport ist.

01:18:06: Die sehen da irgendwie elfbunte, elfrote, gegen elfblaue machen, irgendwas.

01:18:10: Die schwitzen, die achern sich einen ab.

01:18:13: Du bist da auch dabei und kommentierst das Ganze und sie kommen zu dir und denkt, der scheint sich offenbar auszukennen.

01:18:20: und frag ich, Olli, warum das Ganze?

01:18:24: Was sagst du ihnen?

01:18:26: Warum das Ganze?

01:18:27: Weil das Spiel immer neunzig Minuten dauert.

01:18:30: Und

01:18:31: der Ball rund ist.

01:18:32: Und weil dieser Fußball eine Kraft hat, eine verbindende Kraft.

01:18:37: Der Fußball kann Welten einreißen.

01:18:40: Und der Fußball kann Menschen zusammenführen.

01:18:43: Und deswegen können wir ja eigentlich nur hoffen, dass wir uns alle besinnen, dass irgendwann Russland und die Ukraine wieder gegeneinander Fußball spielen können, beispielsweise.

01:18:53: Und dass Palästina gegen Israel spielt.

01:18:56: Bei einer Weltmeisterschaft, im Idealfall.

01:18:58: Dass die gegeneinander spielen.

01:18:59: Und dass die Fans auf der einen und auf der anderen Seite ihre Länder anfeuern.

01:19:03: Aber dass sie sich am Ende die Hände schütteln und miteinander... Und der Fußball hat so oft schon.

01:19:08: Das haben wir hier ganz alte Kollegen, die längst nicht mehr am Leben sind erzählt.

01:19:13: Auch diese Versöhnung, zum Beispiel zwischen Deutschland und Russland nach dem Zweiten Weltkrieg.

01:19:18: Die ist eigentlich über Fußball-Länder-Spiele, über Verbindung.

01:19:24: entstanden.

01:19:24: Und deswegen glaube ich, dass der Fußball eine Kraft hat, ganz vieles zu bereinigen.

01:19:29: Und das ist die Kraft, die der Fußball überhaupt hat.

01:19:32: Und deswegen, du wirst den nicht kaputt kriegen.

01:19:35: Das wird für immer das Spiel sein.

01:19:38: Olli, vielen, vielen Dank dir.

01:19:39: Sehr

01:19:39: gern.

01:19:40: Vielen Dank dir für deinen ganzen Insights, für die ganzen geilen Stories.

01:19:43: Ich hoffe, das kam jetzt nicht zu sehr, wie Opa erzählt vom Krieg quasi.

01:19:46: Aber das ist einfach... Ich find es so geil, weil du hast diese Dinge halt erlebt.

01:19:50: Ich kenn's nur aus Dokus.

01:19:51: Viele, die sich diesen Podcast anhören, kennen's nur aus Dokus.

01:19:54: Deswegen vielen, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, diese unglaubliche Energie, die du hier reingebracht hast.

01:19:58: Ich glaub, auf mich hat sie sich auf jeden Fall übertragen.

01:20:01: Ich glaub, auf viele von euch zu Hause oder im Auto, wo ihr auch immer eher das gerade hört.

01:20:05: Tausend Dank dir, tausend Dank euch fürs Zuhören.

01:20:08: Vielen Dank euch für das geile Feedback zu unserem Podcast.

01:20:10: Lasst gerne weiter gute Bewertungen da.

01:20:12: Schreibt uns gerne mal in die Kommentare, wie ihr die Folge fandet, wen ihr euch auch noch in den nächsten Folgen wünscht.

01:20:18: Und dann sehen wir uns nächsten Dienstag wieder zu einer neuen Folge Deep Dive.

01:20:21: Haut rein, ciao.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.