DEUTSCHER AQUAMAN: Haie, Quallen & der Kampf um's Überleben

Shownotes

Extremschwimmer André Wiersig geht an die Grenzen des Möglichen und darüber hinaus. Er hat die sieben gefährlichsten Meerengen der Welt durchschwommen, war bis zu 20 Stunden im eiskalten Ozean unterwegs und wurde dabei schon von Haien angerempelt, von Quallen vergiftet und von Walen beäugt.

Host Lenny Peteanu spricht mit ihm im SPORT1 DEEP DIVE über die extremen Erfahrungen, die er auf seinen Abenteuern erlebt hat, warum der Tod sein ständiger Begleiter ist, wie er sich und seine Familie auf den „Worst Case“ vorbereitet hat und wie die vielen Stunden im Meer seine Sicht auf unseren Planeten verändert hat.

Die Folge mit André Wiersig im Überblick:

  • 00:00:00 - Intro
  • 00:02:04 - Anfänge
  • 00:04:45 - Entwicklung zum Extremsportler
  • 00:09:29 - Ärmelkanal-Durchquerung
  • 00:11:50 - Training und Vorbereitung
  • 00:19:45 - Bedingungen und Begegnungen im Meer
  • 00:35:15 - Ocean's 7 und Traumata
  • 00:46:33 - Botschafter des Meeres
  • 00:49:18 - Risiko und Familie
  • 00:55:25 - Finanzierung
  • 01:00:25 - Vorhofflimmern und OP
  • 01:12:15 - Aktivist und Anruf der Bundesregierung
  • 01:19:13 - Alien-Frage und Outro

Fragen, Anregungen und Feedback? So könnt ihr mit Lenny in Kontakt treten:

Transkript anzeigen

00:00:00: Es ist schon immer krass, was das Meer mit einem macht.

00:00:02: Man ist in fünfzehn, achtzehn Stunden unterwegs bei meterhohen Wellen im Salzwasser.

00:00:07: Und das macht natürlich was mit einem.

00:00:08: Dazu kommt auch die eine oder andere Quelle, die man abkriegt.

00:00:11: Die ganzen Schleimhäute sind kaputt.

00:00:14: Du bist natürlich völlig aufgequollen und angeschwollen.

00:00:16: Du siehst fürchterlich aus.

00:00:18: Natürlich will ich zurückkommen.

00:00:19: Natürlich will ich weiterleben und so weiter.

00:00:22: Das ist doch überhaupt keine Frage.

00:00:23: Aber einfach mal sich mal darüber Gedanken zu machen, dass das auch mal schiefgehen kann.

00:00:27: Ich meine, der Friedhof ist voll von Leuten, die haben sich den Tag heute auch anders vorgestellt.

00:00:33: mit dem Kopf zuerst in so eine große Plastiktüte und war komplett eingehüllt von diesem Plastik.

00:00:40: Also am ganzen Körper oben, ich habe auch keine Luft gekriegt, oben und unten.

00:00:45: Also ich war in der gleichen Situation wie die Tiere.

00:00:48: Und das ist einfach immer wirklich schockierend und auch beschermend.

00:00:52: Ich bin ja auch als Mensch da draußen.

00:00:56: als Mensch, der das zu verantworten hat.

00:00:58: Also man muss ja bitte keiner Krebsdiagnose kriegen, um das Verständnis dann das Bewusstsein zu haben, dass das Leben, was wir hier zur Verfügung haben, etwas ganz Besonderes und schützenswertes ist.

00:01:10: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Sport ein Steep Dive.

00:01:14: Ich bin Lenny und ich treffe mich hier jeden Dienstag mit super inspirierenden Menschen aus der Welt des Sportes.

00:01:18: Unser heutiger Gast ist André Wirsich.

00:01:21: André ist Extremschwimmer.

00:01:23: Bei seinen Touren quer durch die Weltmeere verschiebt er immer wieder die Grenzen des Machbahnen, tut Dinge, bei denen wir uns denken würden, Alter, das ist doch niemals Menschen möglich.

00:01:32: Wir sprechen darüber, warum er sich immer wieder ganz bewusst in Lebensgefahr begibt, obwohl zu Hause seine Familie auf ihn wartet, warum er lieber mit Heinen als mit Menschen schwimmt und was mit dem menschlichen Körper passiert, nach dem man fünfzig oder sogar sechzig Stunden lang im eiskalten Salzwasser war.

00:01:47: André ist eine der inspirierendsten Personen, mit denen ich mich jemals unterhalten durfte.

00:01:51: Ich bin total gespannt, was ihr sagt.

00:01:53: Schreibt uns gerne euer Feedback in die Kommentare und wenn ihr nichts mehr verpassen wollt, dann lasst auf jeden Fall ein Follow da.

00:01:57: Für euch ist es kostenlos, uns hilft's wahnsinnig bei unserer Arbeit weiter.

00:02:01: Vielen, vielen Dank dafür.

00:02:02: und jetzt ganz viel Spaß bei der Folge.

00:02:07: Das fühlt sich dann immer gut an, gerade im Meer.

00:02:10: Also ich muss sagen im Hallenbad oder im Freibad, da habe ich nicht diese Connection.

00:02:15: Also das ist einfach nur das Mittel zum Zweck.

00:02:17: Aber wenn ich im Meer bin, dann habe ich so ein richtig gutes Gefühl.

00:02:23: Das ist richtig super.

00:02:25: Du hast als erster Deutscher die Oceans Seven durchschwommen.

00:02:30: Und ich denke mir so, das ist so krass.

00:02:31: Das sind die sieben gefährlichsten Meerengen der Welt.

00:02:34: Du stehst ja nicht irgendwann eines morgens auf und denkst dir so, jetzt, digga, Ärmelkanal.

00:02:39: Richtig Bock drauf.

00:02:40: Erzähl uns, zieh uns einmal rein in deine Welt.

00:02:43: Noch, genau so.

00:02:45: Aber es wird ja irgendwie ne Staffeluge gegeben haben.

00:02:47: Es wird ja irgendwie...

00:02:48: Ja, genau.

00:02:49: Ich

00:02:49: bin so ein Ärmelkanal geschwommen.

00:02:52: Und das war ja schon irgendwie verrückt, dass es, wie es überhaupt dazu gekommen ist.

00:02:55: Aber ich hab danach, ich hab, als ich mit dem Ärmelkanal durch war, hab ich, ich wusste noch gar nicht, dass es das Ocean Seven gibt.

00:03:02: Ich meine, jetzt ist das ja auch relativ, ja, es haben ja auch Andreas Waschburger, Natalie Pohl, sogar zwei Deutsche haben das ja auch gemacht.

00:03:10: Und es ist ja international so ein bisschen bekannter geworden, aber ich hatte davon auch noch nie gehört.

00:03:15: Und ich doch, als ich dann davon gehört hatte, habe ich sofort in der Millisekunde entschieden, ey, das mache ich.

00:03:20: Das war sofort klar.

00:03:21: Was man halt so macht, klar.

00:03:22: Ja, genau.

00:03:23: Aber du musst ja auch irgendwie eine Veranlagung dafür gehabt haben.

00:03:25: Also ich meine, du kommst ja auch aus dem Hochleistungssport eigentlich, ne?

00:03:28: Genau, ich komme schon aus so einem kompetitive Sport, schwimmen, da machen wir... als in der Jugend.

00:03:34: Die zweite Bundesliga-Niveau geschwommen in Paderborn im Schirmverein.

00:03:39: Ich war aber sehr fleißig, auch damals im Training viel trainiert.

00:03:43: Ich habe, wenn man es auch so sagen will, das Potenzial auch ausgeschöpft und da war einfach nicht mehr drin.

00:03:47: Das reicht nicht für internationale oder nationale absolute Spitzenklasse.

00:03:53: Und dann habe ich immer so ein gutes Talent fürs Radfahren auch.

00:03:57: Und dann habe ich Triathlon gemacht.

00:03:59: Da kam mir natürlich das Schwimm schon mal sehr entgegen.

00:04:02: Radfahren war auch absolut super.

00:04:03: Das war eigentlich meine stärkste Disziplin.

00:04:05: Aber ich war und bin einfach ein grauenhafter Läufer.

00:04:09: Also freust du ja nicht.

00:04:12: Ich hab dann auch später Ironman gemacht, auch mich auch verweikönfiziert.

00:04:15: Ich bin auch in der Qualifikation bei einem offiziellen Ironman-Rennen in den USA.

00:04:19: Dreizehnter geworden, gesamt.

00:04:21: Da hab ich aber schon gearbeitet, hatte Familie, Job.

00:04:23: Das hab ich alles nebenher gemacht.

00:04:25: Ich bin da, glaube ich, als Fünfter vom Rad gestiegen.

00:04:27: Also ich hatte schon ganz gut Druck.

00:04:29: Bin noch Bahnrennen gefahren.

00:04:31: Ich mach immer so Projektsport.

00:04:32: Ich kann nicht einfach irgendwie ... So meine Frau zum Beispiel, die geht immer regelmäßig zum Sport, schon seit Jahrzehnten.

00:04:40: Und macht einfach Sport.

00:04:42: Das schaffe ich nicht.

00:04:43: Dann bin ich einfach zu müde.

00:04:45: Dass das Ganze eigentlich nur so eine SideQuest für dich ist und du ja eigentlich ein ganz normaler, du ein ganz normaler Familienvater bist.

00:04:52: Darüber wollen wir nachher noch reden.

00:04:54: Wann würdest du für dich sagen, okay, du hast gesagt, du hast Pferdlein gemacht, du hast Ironman gemacht, aber dieser, dieser Shift zu wirklich diesen extrem langen Strecken, bei denen du stundenlang, teilweise acht, zehn, zwanzig Stunden lang über sechzig Kilometer im eiskalten Wasser bist.

00:05:08: Was ist da so dieser Day X für dich?

00:05:11: Hast du da das erste Mal Blut geleckt, hast du gesagt, hast du musst dich abhärten.

00:05:15: Du musst so trainieren, dass du lange Strecken im kalten Wasser schaffst.

00:05:20: Ja, das war so ein Zufall.

00:05:23: Ich war im Winter auf Ibiza, also am Mittelmeer, im Winter, das war Februar.

00:05:29: Und das ist jetzt rund so, siebzehn Jahre her.

00:05:32: Und ich war vorher nie im Winter da.

00:05:35: Und was so faszinierend ist, dass das Meer im Winter da einfach so total ... Toller aussieht, viel toller als im Sommer.

00:05:41: Außerdem ist diese ganze Rummel nicht da, diese ganzen Menschen.

00:05:45: Man hat so, wenn man so will, das Meer irgendwie komplett für sich, wenn man dieses Privileg sich erarbeitet bei solchen Temperaturen, weil Mittelmeer hat auch nur so vierzehn, fünfzehn Grad Wassertemperatur.

00:05:55: Das ist schon echt frisch.

00:05:57: Also für uns so, wenn man aus der Warmbuscher-Szene kommt, ist das schon echt richtig krass.

00:06:03: dann auch, man muss ja doppelt sicher sein, wenn man sich dann noch abstößt und da im Meer, wo man nicht mehr stehen kann, da raus schwimmt, außerdem ist ja meistens auch keiner da, der irgendwie Hilfe kommen könnte.

00:06:13: So, und diese Einladung habe ich damals so als Challenge genommen, mich abzuherten.

00:06:19: Um mir dieses Privileg zu erarbeiten, erschwimmen, dann da in diesem kalten Wasser rum schwimmen zu können.

00:06:27: Und nochmal so völliger Egotrip, das ganze Mittelmeer für dich alleine zu haben.

00:06:33: Als ich dann, da hab ich mich ein Jahr lang vorbereitet, Kaltwassertraining und so weiter.

00:06:36: Und was damals noch total unpopulär war.

00:06:39: Also, da war überhaupt noch niemand in irgendwelchen Eistonen gesessen oder so.

00:06:42: Da warst du auch bei mir immer im Umkreis.

00:06:45: Da warst du immer nur der, bin ich ja so, immer nur der Irre.

00:06:49: Und dann musst du dir, da kriegst du keinen Applaus.

00:06:51: Also, das fand auch keiner so wirklich lustig.

00:06:53: Da, was soll denn das, was machst du?

00:06:55: Da wieder fünf Scheiß und so weiter.

00:06:57: Im Winter hat auch in meiner Eistonne da gesessen, da bist du zwanzig Minuten dabei.

00:07:01: Null Komma, irgendwas Grad, ja.

00:07:04: Ich hatte so ein Notfallplan mit meiner Frau ausgearbeitet, weil du kriegst natürlich nicht so ein Viech wie mich aus dieser Tonne raus, wenn ich irgendwie ohnmächtig geworden wäre oder so.

00:07:12: Hypotenie.

00:07:13: Aber

00:07:13: bei unter einem Grad zwanzig Minuten danach... Nein,

00:07:16: unter einem Grad dann gefriert es ja.

00:07:18: Aber schon so, also Null Komma, Null Komma, acht Grad, ja genau.

00:07:22: Vorher die Eist... schlicht weg kloppen und dann da rein.

00:07:25: Ja, das ist alles, das geht alles.

00:07:28: Du musst dich da nur hinbringen.

00:07:29: Du kannst es nicht da sofort von null auf hundert da reinspringen.

00:07:32: Ihr habt mich halt auch so dahin gearbeitet.

00:07:35: Und dann bin ich dann ein Jahr später wieder ans Mittelmeer gefahren, eben da auch nach Ibiza, bin dann da rumgeschwommen.

00:07:44: Und dann habe ich es wirklich tatsächlich, da habe ich auf so einer Boje Da bin ich zu seiner Boje geschwommen, die könnte man so runterdrücken und sich da so draufsetzen.

00:07:54: Und dann fühlst du dich so richtig wie der Herrscher dieser Bucht, wenn du in der Boje sitzt, die auch im Winter da ist.

00:08:01: Und dann kannst du alles so überblicken.

00:08:03: Und da war ich im Winter ganz alleine auf der Boje, bei diesem kalten Wasser.

00:08:09: Da habe ich entschieden, jetzt kann ich auch durch den Elmekanal schwimmen.

00:08:13: Krass.

00:08:14: Als ich losgeschwommen bin vom Strand zu dieser Boje, hab ich das noch nicht gewusst.

00:08:21: Also, als ich auf dieser Boje gesessen hab, kam auf einmal, wie so von so einem Blitz, kam mir das in den Kopf, ey, jetzt ärmer Kanal.

00:08:29: Und das hab ich dann auch gemacht.

00:08:31: Und danach erst hatte ich überhaupt von diesen Ocean Seven erfahren.

00:08:35: Und da hab ich auch sofort entschieden.

00:08:36: Das ist die nächste Stufe.

00:08:37: Ja,

00:08:38: genau.

00:08:39: Ocean Seven, supergeil.

00:08:40: Das ist ja genau was Richtige.

00:08:41: Wie ... bereitet man sich auf sowas vor, weil du hast es jetzt schon mal mitgenommen, so für dein eigenes kleines Projekte auf Ibiza, da bist du in die Eistonne gegangen.

00:08:49: Aber ich mein Ärmelkanal, ich glaube, wie weit war diese Boje dann entfernt?

00:08:53: Nein, das war nur hundertfünfzig, zweieinhalb Meter.

00:08:55: Aber ich mein, Ärmelkanal sind wie viel?

00:08:58: Dreißig Kilometer?

00:08:59: Genau, so dreient es sich.

00:09:01: Man schwimmt natürlich.

00:09:02: Sechsundvierzig oder so.

00:09:04: Ja, genau.

00:09:05: Aber ich fand mich irgendwie, ich fand das irgendwie toll, diese Connection mit dem Meer.

00:09:11: Damals schon, weil es immer noch mal intensiver war, wenn man da halt so alleine rumschwimmend und das Meer dann so erlebt.

00:09:21: Einsamkeit und dann in dieser Puristik, weil man schwimmt ja nur immer in Badehose.

00:09:26: Also das fand ich einfach total granios.

00:09:28: Da muss

00:09:29: ich ganz kurz einschneiden, weil das ist ja so krass.

00:09:31: Wenn man die Bilder von dir sieht, man denkt da, da ist ein Riesenteam, als würde man denken, so Neoprenanzug, weiß ich nicht alles, aber du bist ja wirklich einfach nur in Badehose, Schwimmbrille, Schwimmkappe und du fährtest dich noch ein.

00:09:45: Das war's, oder?

00:09:46: Genau, das geben auch die Regeln vor.

00:09:47: Es gibt ja uralte Regeln, in Anlehnung an den ersten Menschen, der das vor hundertfünfzig Jahren mal geschafft hat, Cap-Nuab, diesen Ärmelkanal zu die Schwimmen.

00:09:56: Und vor hundertfünfzig Jahren war noch keine Neoprenanzüge erfunden, deswegen schimpft man heute auch nur in dieser Badehose.

00:10:03: Badekappe ist erlaubt, Schwimmgrille, das war's.

00:10:06: Es gibt natürlich, heute mittlerweile, es gibt Leute, die haben da zwei oder drei Begleitboote dabei und dann haben die irgendwelche Shark Protection Systeme und Funken da irgendwie rum und so weiter.

00:10:16: Das ist auch alles erlaubt.

00:10:18: Ich mache das nicht.

00:10:19: Ich habe da einfach keinen Bock drauf auf dieses ganze Theater.

00:10:23: Ich brauche natürlich auch so ein Begleitboot für die Navigation und für die Verpflegung, aber am liebsten bin ich einfach alleine da.

00:10:30: Ich habe überhaupt keinen Bock auf dieses ganze Theater da.

00:10:32: Weil nur so komme ich in diesen absoluten Einklang mit dem Meer.

00:10:35: Und darum geht es mir auch.

00:10:37: Gerade mittlerweile, auch in meiner Rolle als, da kommen wir auch noch mal drauf zu spielen, als Meeresbotschafter.

00:10:42: Und dieses ganze Brimborium da drüben herum, da habe ich überhaupt keinen Bock

00:10:45: drauf.

00:10:45: Und das Einfetten macht man einfach, um die Stromlinienförmigkeit noch zu verbessern?

00:10:52: Nee, das geht eigentlich nur um die Reibung.

00:10:54: Man muss sich vorstellen, man macht ja, keine Ahnung, dreißig, vierzig, fünfzig, tausend Armzüge.

00:11:00: Also wenn man sich jetzt da hinstellt und man so einen Arm kreisen lässt und man macht das irgendwie so fünf Stunden, dann würde man sich komplett wundscheuern.

00:11:08: Und deswegen, da noch gerade ein bisschen Salzwasser, das ist dann mal doppelt übel.

00:11:13: Und du hast ja sowieso schon immer so einen Punk, weil natürlich auch die eine oder andere Quelle mal vorbeikommt.

00:11:18: Und deswegen Vaseline, haust du diese Vaseline drauf.

00:11:21: Ich nehme auch immer nur ganz normaler Vaseline aus dem Drogeriemarkt.

00:11:24: Es gibt ja diese Bilder von diesen Jungs und Mädels, die schmieren sich damit, die sehen einmal aus wie so Gespenster, weil die sich mit diesem weißen Zeug da mit diesem Lanolin einreiben, aber das ist auch alles nur Kopf.

00:11:35: Du bist richtig

00:11:36: der Porist.

00:11:37: Ja, also Vaseline muss schon sein, wenn du da richtig dir was draufschmilzt, dann hält das auch.

00:11:42: Irgendwann kristallisiert das auch raus oder so, aber das ist schon gut und wichtig.

00:11:46: Aber das ist ein ganz anderer Zeug da, das ist einfach nicht meine Welt.

00:11:49: Wie bereitest du dich jetzt, also unabhängig davon, ob es jetzt der Ärmelkanal war oder deine ganzen Stationen der Ocean Seven, wie trainierst du darauf?

00:11:58: Ja, das ist auch immer, auch da gibt es ja, wie ich bin ja am Anfang auch irgendwie ausgelacht worden.

00:12:03: Ich habe gar nicht so viel Zeit, wie andere jetzt die ganzen Tag nichts anderes zu tun haben, als da nur irgendwie rumzutrainieren und sich damit zu beschäftigen.

00:12:11: Wie gesagt, meine Frau verheiratet, wir haben drei Kinder.

00:12:15: Ich habe meinen komplett regulären Job gehabt, der auch nicht irgendwie um sechszehn oder dreißig zu Ende war.

00:12:20: Viele Dienstreisen damals gehabt.

00:12:22: Und wohne in Paderborn.

00:12:25: Direkt am Meer.

00:12:27: Genau, wenn der Klimawandel noch weiter geht und der Migrospiegel weiter ansteigen ist, dann ist es am Meer.

00:12:35: Und da muss man sich jetzt auch nicht verrückt machen.

00:12:40: Natürlich gehört Schwimmtraining dazu, das ist keine Frage, aber du brauchst jetzt auch nicht für so ein buntes Programm mit irgendwelchen Triathlon- oder Schwimmgruppen da ins Wasser zu gehen.

00:12:48: Das kannst du vergessen.

00:12:50: Ich meine, das ist ja ganz logisch.

00:12:51: Da muss man ja nicht Sport studiert haben oder Wissenschaft studiert haben.

00:12:55: Wenn du dir sowas vornimmst, immer du willst fünfzig Kilometer schwimmen, da brauchst du keine bunten Programme, dann schimpfst du einfach zweitausend nach.

00:13:02: Mit einer Minute Pause und dann halt stumpf runter.

00:13:06: Aber auch, aber suchst du dir dann einen See in dem du das machst?

00:13:08: Nein, ich schimm dann halt schon am Hellenbad oder am Freibad.

00:13:13: Ja, im Sommer schimm ich auch mal im See da rum, aber eigentlich ... Gibt

00:13:17: es im Hallenbad in Paderborn schon so eine Linie, die nur völlig abgesteckt ist?

00:13:21: Nein, leider nicht.

00:13:22: Ich bin da genauso wie jeder andere Badegast.

00:13:25: Das ist auch manchmal ... Ich schwöre manchmal lieber draußen im Pazifik nachts mit irgendwelchen Tiger-Heinen als im öffentlichen Badebetrieb.

00:13:34: Ich bin ja auch schon angegriffen worden, angeschlossen.

00:13:36: Ja, irgendwelche Kinder, Jugendliche, die sich dann gegenseitig reinschupsen, die dann halb auf der Drauf landen, irgendwelche militanten Rentner, die meinen, dass sie für drei Euro fünfzig das ganze Heilenbad, zumindest die ganze Bahn, auf der sie immer schwimmen.

00:13:51: Also das ist echt knallhart.

00:13:53: Dann lieber mit die Geheinen.

00:13:55: Ich hab da wirklich mehr, hab ich immer die Dame in Ruhe.

00:13:58: Wenn du es gerade aber schon sagst... in diesen Vorbereitungen.

00:14:02: Also klar, das eine ist das körperliche Training, dich dafür fit zu bekommen, ins Hallenbad zu gehen und so weiter.

00:14:08: Aber worauf muss man in der Vorbereitung noch achten?

00:14:10: Weil du hast ja Strömungen, du hast, wie du es gerade gesagt hast, Heinkwalle.

00:14:13: Ich habe ein paar Bilder gesehen, da bist du mit Wahlen geschwommen.

00:14:16: Es sind ja so viele Faktoren.

00:14:17: Worauf muss man alles achten in der Vorbereitung?

00:14:19: Ja, also es geht eigentlich wie in so einem extremen Ausdauersport.

00:14:23: Und das ist natürlich zweifellos, auch wenn die mentale Komponente deutlich höher anzusiedeln ist.

00:14:29: Also die Metalleinstellung ist halt extrem wichtig in diesem Sport, sag ich mal.

00:14:35: Aber man hat natürlich diese physikalische Komponente und hier bringt ja die beste Metalleinstellung nichts, wenn du irgendwann die Arme nicht mehr voreinander kriegst.

00:14:42: Also Schwimmtraining ist wichtig, man muss natürlich Krafttraining machen, Kraft-Ausdauertraining und dann geht es eigentlich auch wie im Triathlon, im Ironman und so was darum.

00:14:52: Welche Power Output, also welche Leistung kannst du unter extremsten Erschöpfungsszenarien noch generieren?

00:14:58: Weil die Situation, der man sich auch stellt, willkürlich ist natürlich, dass man nicht genau weiß, wie lange es dauert, weil entsprechende Strömungen einfach da sind, die auch teilweise, gerade bei meinen neuen Projekten, das sind ja alles Pionierprojekte, Helgoland nach Helgoland strömt jetzt auf den Sechellen, da gibt es einfach keine Erfahrungswerte, da kann die einfach, und die Meeresströmungen sind ja auch gerade im Umbruch aufgrund des Klimawandels.

00:15:24: Deswegen muss man sich davon lösen von dieser Erwartungshaltung, wie weit es noch ist.

00:15:31: Oder wie lange es noch dauert.

00:15:32: Ich bin, als ich in Helgoland geschwommen bin, ja fünfundhalb Stunden auf der Stelle geschwommen.

00:15:36: Gegen die Strömung?

00:15:37: Genau, weil die Strömung anders als vorberechnet direkt von vorne kam.

00:15:41: Mit zwei Komma zwei Knoten.

00:15:44: Das sind so rund vier Kilometer pro Stunde.

00:15:46: Und das ist auch mein Tempo.

00:15:47: Ich schwimm auch nur vier Kilometer pro Stunde.

00:15:50: Das ist so ein normales Spaziergeetempo.

00:15:52: Und wenn dann die Strömung von vorne kommt, dann ist es feierabend.

00:15:55: Das stehst du.

00:15:56: Ich meine, du hast ja ein By-Boot dabei, du hast ja auch Experten mit dabei, die du dir ranholst.

00:16:01: Hast du da, wenn du gemerkt hast, fünf Stunden auf der Stelle schwimmen, gab es ja nicht irgendwann den Punkt, wo du

00:16:06: gesagt hast, okay,

00:16:06: jetzt, wir brechen das an der Stelle ab, weil es einfach nur Kräfte zert und mich nicht weiterbringt?

00:16:12: Oder bist du da so, dass du sagst, nee, das ziehe ich jetzt trotzdem durch, auch wenn ich die nächsten Vier- und ein halb Stunden noch ... auf einer und derselben Stelle bleibt.

00:16:19: Ja,

00:16:19: das wusste ich ja nicht.

00:16:20: Ich wusste nicht, wie lange die Situation gehen.

00:16:22: Aber ich meine, du hast ja auch nur begrenzte Möglichkeiten.

00:16:26: Du kannst natürlich dich da aufregen und dann da rumbrüllen.

00:16:30: Aber ich meine, wen willst du anbrüllen?

00:16:31: Die Nordsee interessiert sich einfach ein Scheiß für dich.

00:16:34: Also, das ist der Nordsee völlig egal, wer du bist und was du da machst und wo du hinschwimmen willst und was du davor hast.

00:16:40: Und die Leute auf dem Boot, ja, das sind super.

00:16:42: Ich habe wirklich einen Top-Team.

00:16:44: Das sind auch richtige Experten.

00:16:46: Wolfgang Schmidt, das ist irgendwie so ein über-siebzigjähriger Typ, der VL-Plotze, der kennt wirklich alle, wenn er alle Navigationsinstrumente ausfallen kann, dann noch mal Sternen navigieren und so weiter.

00:16:57: Torga Brüning vom BSH, vom Bundesamt für Seeschifffahrt.

00:17:01: Also ich habe wirklich absolute Top, Leute.

00:17:03: Aber die können ja auch nichts machen.

00:17:06: Die können, das Meer macht einfach mit dir, was es will.

00:17:08: Und das muss man einfach akzeptieren.

00:17:10: Und dann ist das Einzige, was du machen kannst, weil wenn du dich anfangs aufzuregen, ist das natürlich eine Depressionsstrategie.

00:17:17: Das Einste, was du machen kannst, ist einfach weiterschwimmen.

00:17:20: Oder du kannst natürlich auch aufgeben.

00:17:22: Hast ja auch immer als Option.

00:17:23: Aber ich find das auch gut, da irgendwie zu schwimmen.

00:17:25: Also ich mag das.

00:17:27: Ich mag das auch gerne, wenn das so wild ist und Wellen so hoch sind.

00:17:30: Ich find das irgendwie gut.

00:17:31: Nehmen wir uns mal mit.

00:17:32: Jetzt haben wir schon gehört, die Vorbereitung ist wahnsinnig lang.

00:17:37: Sehr, sehr intensiv.

00:17:38: Und dann weißt du ja gar nicht genau, wann du ins Wasser gehen kannst.

00:17:41: Aber irgendwann, wenn die Strömung passt, wenn das Seewetter passt, Und dann ist dieser Punkt da endlich da und du stehst am Strand.

00:17:50: Was sind dann, also klar, du gehst ins Wasser, aber was sind dann die Etappen auf so einer riesigen Strecke von fünfzig, fünfundfünfzig Kilometern?

00:17:58: Ja, ich versuche immer, jetzt lachst du wahrscheinlich richtig, ich versuche.

00:18:03: über die Jahre, die ich das jetzt mache, habe ich mir angewöhnt und da strebe ich auch nach, auch so in meiner mentalen Vorbereitung.

00:18:13: Weil das ist eigentlich so das beste Erfolgsrezept für mich, wenn man komplett loslässt und jetzt wird es richtig wild, wenn man auch so denkt wie der Ozean.

00:18:23: Und der Ozean ist ja, der ist ja schon seit Jahrmilliarden da und der kennt einfach keine Kilometer und Stunden und Minuten.

00:18:32: Das ist ihm einfach alles total scheißegal.

00:18:35: Und das haben wir Menschen uns ja auch ausgedacht.

00:18:37: Das ist ja alles in unseren Köpfen entstanden, dass eine Stunde, sechzig Minuten ist, ein Kilometer, tausend Meter oder eine Meile, tausend, sechszehnt Meter.

00:18:45: Und ich habe die Erfahrung gemacht, wenn man sich davon komplett löst, dass weg einfach auflöst.

00:18:51: in seiner Denke auch und in seiner Erwartung, in seinem Anspruchsdenken, was jetzt gleich irgendwie wie zu sein hat.

00:18:57: Oder du hast das gerade nach Meilensteinen gefragt, die kann ich mir natürlich setzen, aber die Chance, dass diese Meilensteine nicht erreicht werden und sich komplett umbenennen oder anders definieren, weil die Situation das nicht hergibt, die ist halt sehr hoch.

00:19:10: Und deswegen ist das gut, wenn man das weglässt.

00:19:13: Aber ich sage dir auch ganz offen, das gelingt mir mal mehr, mal weniger gut, weil ich natürlich auch nicht frei bin von Ja, von Gedanken, von Wünschen, von Erwartungen und so weiter.

00:19:22: Und das ist gerade in unserer heutigen Zeit auch immer eine gute Metapher, wenn ich zum Beispiel diese Vorträge halte vor Firmen, vor allem mit den Managern und so weiter, ja, die auch in diesen Prozessen immer gefangen sind.

00:19:34: Es ist natürlich schwierig, bei so vielen Einflüssen, deren wir hier ausgesetzt sind, sich mal frei zu machen und so Körper und Geist als Einheit in dem Moment zu haben.

00:19:45: Und das ist das Schlüssel.

00:19:47: Dann beziehen wir es jetzt mal nicht auf vor Menschen gegebenen Einheiten.

00:19:51: Vielleicht kannst du uns aber ein bisschen erklären, wie dieser Prozess, was mit dem Körper passiert, wenn du so eine lange Zeit im Wasser bist.

00:19:59: Das muss jetzt gar nicht nach fünf, nach zehn Kilometern oder so was sein.

00:20:02: Aber ich meine, es ist ja, es muss ja auch eine unglaubliche Erschöpfung irgendwann eintreten.

00:20:07: Ja, natürlich.

00:20:08: Du merkst das.

00:20:09: Klar, es ist fünfzehn, achtzehn Stunden unterwegs.

00:20:14: Beide sind Bedingungen, Meter hohen Wellen.

00:20:17: Ja, im Salzwasser.

00:20:19: Und das macht natürlich was mit einem.

00:20:20: Dazu kommt noch die eine oder andere Quelle, die man abkriegt.

00:20:24: Also ich war zum Beispiel letztes Jahr nach meiner Wattenmeer-ODC oder in der Nordsee, wo ich diese ganzen nordfriesischen Inseln da abgeschwommen bin.

00:20:31: Im Mai war auch arschkalt und dann nur in Baderose.

00:20:35: Da habe ich so die Hucke voll gekriegt von den Quellen.

00:20:37: Da werde ich erst mal tagelang irgendwie beim Arzt jeden Tag an Blut abnehmen und wegen den ganzen Leberwärtern, weil du so viel Gift auch noch in dir drin hast dann.

00:20:45: Dazu kommt natürlich das Salzwasser, das macht dich als Mensch, also nicht nur mich, sondern jeden da draußen.

00:20:51: Wir sind halt überhaupt nicht lebensfähig im Ozean.

00:20:53: Das macht dich einfach völlig fertig, ja?

00:20:55: Die ganzen Schleimhäute sind kaputt.

00:20:58: Du bist natürlich völlig aufgequollen und angeschwollen.

00:21:00: Du siehst fröhlich aus.

00:21:02: Wenn du nach achtzehn Stunden aus dem Wasser kommst, siehst du, ich bin ja sowieso nicht so der Hübsch, aber du siehst immer so, da bin ich immer froh, wenn mich meine Leute noch erkennen.

00:21:13: Also das ist schon immer krass, was das mehr mit allem macht.

00:21:15: Ja, aber nach ein paar Tagen, man darf sich dann auch, man muss auch mal Ego immer zurückstellen.

00:21:22: Nach ein paar Tagen, das Quallengift baut sich wieder ab, der Körper regeneriert sich wieder, dann ist es wieder in Ordnung.

00:21:30: Aber diese Verschmelzung mit dem Meer hat einem mal so einen Preis.

00:21:33: Das

00:21:33: klingt nach einem nicht, also lebensfeindlich ist das mir alles, also überhaupt nicht, aber es ist zumindest nicht der ideale Ort wahrscheinlich für einen Menschen, trotzdem hat man ja gewisse... Grundbedürfnisse nenne ich es jetzt mal ganz diskret.

00:21:46: Also der Körper will ja weiterarbeiten.

00:21:48: Du verbrennst Tausende, Abertausende von Kalorien auf diesen Strecken.

00:21:52: Musst dementsprechend auch Nahrung, irgendwie Energie zu dir aufnehmen, aber zur Nahrungs... Also zur Abgabe muss es ja dann auch wieder kommen.

00:22:00: Wie managt man das?

00:22:01: Weil du darfst das Boot ja nicht berühren währenddessen, sonst bist du raus.

00:22:05: Du musst ja immer, immer weiterschwimmen.

00:22:07: Wie macht man das?

00:22:08: Ja genau, man muss also rimoexperimentieren im Vorfeld natürlich, was man zum Beispiel vom Boot aus annimmt an Nahrung.

00:22:18: Da gibt es übrigens keine Regeln.

00:22:20: Also ja, man darf das Boot nicht berühren, aber man könnte sich theoretisch alles angeben lassen.

00:22:24: Also ich nehme meistens immer Flüssig-Nahrung, Maltolextrin gemischt mit Proteinen, ja im Falle ist es eins zu drei.

00:22:34: Null Komma vier Liter hat dann bei mir so knapp fünfhundertfünfzig Kilo Kalorien, kann ich so in sieben Sekunden runterziehen.

00:22:42: und ich und das ist auch der Punkt, ich kann das auch verstoff wechseln unter diesen Bedingungen.

00:22:47: Und deswegen, also viele Leute schreiben mich dann an, rufen, melden sich aus der ganzen Welt teilweise und wollen natürlich wissen, um ein bisschen Erfahrung, was man eine Empfehlung haben, was man denn zu sich nimmt.

00:22:59: Aber das muss wirklich jeder für sich rausfinden und austesten, weil man bei solchen hohen Wellen, bei einem Salzwasser, bei dieser langen Anstrengung einfach gucken muss, was kann ich denn verstoffwechseln unter diesen Bedingungen?

00:23:14: Ja, und dann klar, wenn er mal irgendwie pinkeln muss, das macht man natürlich beim Schwimmen.

00:23:19: Andere Sachen ist bei mir noch nicht vorgekommen.

00:23:22: Der Körper ist dann unter Anspannung natürlich auch.

00:23:25: Ja klar, du brennst da halt richtig was weg.

00:23:28: Weißt du, kannst du es abschützen?

00:23:30: Weil ich denke mal, du bist jetzt nicht mit irgendwie einer Fitnessur da rein.

00:23:33: Nee, nee.

00:23:33: Und was ist das?

00:23:34: Siehmalte, achthundert Kolarien pro Stunde.

00:23:38: Okay, krass.

00:23:38: Aber wobei, also normal das Tempo, was du schwimmst, das ist ja auch irgendwie echt, jeder Top-Schwimmer, der schwimmt ja ja mit einem Bein und einem Arm.

00:23:46: Das ist ja auch irgendwie immer...

00:23:49: Aber vielleicht können wir da auch kurz eingehen, weil ja auch von der Füße ist ja auch, also es ist ja wirklich was anderes, als wenn du dir jetzt einfach die, keine Ahnung, fünfzig, hundert Meter Schwimmer anschaust, die Olympischen.

00:24:02: Es ist, du bist ja quasi auch viel mehr auf so Langstrecke gebaut.

00:24:06: So wie, vielleicht kannst du das einmal aufbrechen.

00:24:09: Das ist, beides ist Schwimmen, aber trotzdem liegen ja da Welten dazwischen.

00:24:12: Ja, da liegen absolute Welten dazwischen.

00:24:14: Bei das Schwimmen, auch um das Open Water Schwimmen, das Olympische, mit dem was ich da draußen mache, relativ wenig zu tun.

00:24:21: Weil die natürlich vorne in den Küsten hier schwimmen und die haben natürlich auch meistens relativ gute Bedingungen.

00:24:26: Jetzt letztens bei der WM in Singapur war das anders, Wasser war extrem warm, es war ganz schön ruppig da draußen und so weiter.

00:24:33: Aber die schwimmen jetzt ja nicht im offenen Pazifik bei fünf, sechs Meter hohen Wellen.

00:24:39: Und dann auch in der Nacht und so weiter.

00:24:40: Das machen die natürlich nicht.

00:24:42: Das wäre ja auch für so ein Sport irgendwie gar nicht kontrollierbar.

00:24:45: Und das ist natürlich etwas, was auch eine andere Technik verlangt.

00:24:49: Und ich habe auch, ich komme ja von diesem richtigen Wettkampf schwimmen, ich habe auch meine Technik dahingehend angepasst.

00:24:54: Zum Beispiel Zugeffizienz.

00:24:57: Ich habe mir dann einfach überlegt, wenn ich meinen Arm einfach noch weiter nach vorne strecke, fünf, sechs Zentimeter.

00:25:03: Ich hatte für ihn erwähnt, so dreißigvierzigtausend Armzüge, da macht er eine Amplitude von sechs, sieben Zentimetern mal Faktor fünfzigtausend, macht natürlich ein Wahnsinns mehr Progress aus.

00:25:14: Ja, genau.

00:25:15: Und das sind einfach so Dinge, die habe ich mir halt angewöhnt.

00:25:18: Und das sieht jetzt vielleicht nicht so toll und sexy aus, aber es ist halt extrem effizient und halt auch erfolgreich.

00:25:26: Du hast es gerade angesprochen, dieser eine große Unterschied.

00:25:29: Nachts.

00:25:30: Du hast Meter hohe Wellen, du bist wirklich bei Wind und Wetter da unterwegs.

00:25:36: Ich persönlich stelle mir das wahnsinnig gruselig vor.

00:25:39: Was begegnet man da alles oder wem, was, wenn du nachts mitten auf dem Ozean bist?

00:25:46: Ja, man darf sich jetzt nicht so vorstellen, dass da der absolute Punk da los ist da draußen.

00:25:50: Gerade weit draußen im Ozean, da sind natürlich die ganzen Fische, die ganzen Tiere, sind natürlich auch immer nur einen bestimmten Spot.

00:25:58: Ja, so und wenn du da wirklich zwischen zwei Hawaiian sind, schwimmst, dazwischen ist es auch nicht irgendwie, dass da alle paar Minuten irgendwas vorbeikommt.

00:26:05: Aber du bist auch definitiv nicht allein.

00:26:10: Und wenn was vorbeikommt, gerade da in der Ecke Hawaii, jetzt auch sichellen, dann ist das auch groß.

00:26:17: Also da kommen nicht so, wenn da mal ein High kommt, ist das auch nicht so eine Handtaschen-Version, sondern ist das schon ein ganz schöner Koffer.

00:26:24: Wie

00:26:26: groß sind die dann?

00:26:27: Ich messe sie natürlich da nicht aus, aber die sind auf jeden Fall deutlich größer als du selbst.

00:26:34: Und die haben natürlich auch echt, die strahlen natürlich eine Souveränität aus.

00:26:39: Das sucht natürlich auch Saunesgleichen.

00:26:41: Oder so ein Wahl.

00:26:43: Und dann noch nachts.

00:26:45: Darin gewürztet ich natürlich auch nie.

00:26:47: Das ist natürlich, du hast da draußen überhaupt gar nichts verloren.

00:26:51: Das ist natürlich weder dein Zuhause noch irgendwas.

00:26:54: Du bist, dass Christoph ganz klar aufgezeigt, wer da der Meister ist und wer da gerade vielleicht kurz auf Kurzbesuch ist.

00:27:02: Ich kann mir

00:27:02: das überhaupt nicht vorstellen.

00:27:03: Du schwimmst durch die Nacht zwischen zwei Hawaii-Inseln und... Wenn da ein High auf einmal auftauchen, also bei dieser ja aufgetaucht,

00:27:13: aber ich geb mich ja einen Scheißen zu Hause.

00:27:15: Aber der Abgefallen ist ja, die siehst du ja auch gar nicht.

00:27:17: Die sehen ja genauso schlecht, also ich arbeite mittlerweile auch mit führenden Wissenschaftler zusammen, unter anderem mit High-Forschern.

00:27:24: Und von denen in der Zusammenarbeit habe ich natürlich auch erfahren, dass die Heier, auch jetzt auf den Schellen, schon mich auch nachts, auch Tiger-Heier, Bullen-Heier, die sehen nachts genauso schlecht wie wir Menschen.

00:27:36: Und da ist natürlich nachts auch, ist nicht so viel los.

00:27:40: Und das guckt man sich natürlich an, als High.

00:27:42: Ich meine, als High hast du auch nix zu verlieren.

00:27:44: Ich meine, wer soll dir denn da irgendwie an die Kerne fahren?

00:27:46: Ja, aber du

00:27:47: ja als Mensch, der da

00:27:48: durchgeht.

00:27:48: Ja, genau, aber das ist ja das Gute, dass so ein High dann auch nicht einfach so angreift und da irgendwie wahllos irgendwie da attackiert.

00:27:58: Die haben halt auch Zeit.

00:27:59: Ja, aber die kommen halt dann auch so nah, die rempeln sich teilweise auch an.

00:28:04: Und das in der Nacht.

00:28:05: Das ist echt immer ganz schön speziell.

00:28:08: Du wurdest schon mal nachts von Mai angerebt.

00:28:09: Ja,

00:28:10: schon mehrfach.

00:28:10: Von weißen Spitzen hochziehein.

00:28:12: Da sind die, die da draußen echt unterwegs sind.

00:28:15: Und die, ja, ja.

00:28:16: Da kriegst du einfach mal einen so mit und merkst, oh Gott, ja.

00:28:19: Und dann ist natürlich auch weg.

00:28:20: Du siehst ja auch nix.

00:28:21: Es ist ja einfach nur dunkel.

00:28:23: Oder wenn noch abgefahren ist, ist es ja, wenn die, es gibt so Tiere.

00:28:28: Die haben Biolumiszenz, die leuchten dann einmal kurz auf, so als Drohgebärde.

00:28:32: Und dann ist halt alles wieder dunkel.

00:28:35: Es ist auch so irre.

00:28:37: Die können ja auch mit dir machen, was sie wollen.

00:28:40: Boah, ist das krass.

00:28:42: Was, also du hast, glaube ich, eine riesige Diversität der Lebewesen schon im Meer gesehen.

00:28:49: Aber es waren nicht nur immer Tiere, die dich da erwischt haben, oder?

00:28:53: Nein, nein, nein.

00:28:54: Das ist natürlich... Auch wirklich, das gehört auch dazu, leider muss ich sagen, genau die Dinge live und so direkt wie niemand anders zu erleben, die eben natürlich nicht dahin gehören.

00:29:07: Und dazu gehört natürlich einmal das ganze Müll, Plastik.

00:29:11: Das können sich ja unsere Zuhörer vielleicht auch irgendwie vorstellen, wenn man nachts da draußen unterwegs ist, ist es mir so unheimlich.

00:29:18: Und man ist ja so übersensibilisiert dann für Berührung, aber nur nachts dann gegen seine Europalette schwimmen.

00:29:25: wo du auch nicht weißt, was das ist.

00:29:27: Oder das ist mir eins zu eins passiert.

00:29:30: Ich bin in so eine Plane reingeschwommen, mit dem Kopf zuerst in so eine große Plastiktüte und war komplett eingehüllt von diesem Plastik.

00:29:39: Also am ganzen Körper oben, ich hab auch keine Luft gekriegt, oben und unten.

00:29:43: Also ich war in einer gleichen Situation wie die Tiere.

00:29:48: Und das hat mich wirklich auch verändert.

00:29:50: Also das ist einfach fürchterlich.

00:29:53: Oder man schwimmt an so einer Bohrensel vorbei.

00:29:56: Du schwimmst dann auch, du musst gar nicht irgendwie da keine Ahnung wohin fahren in der Nordsee.

00:30:00: Du schwimmst da durch diese Ferren und dann kommen diese Schiffe, diese Ferschiffe.

00:30:05: Das ist auch gar nicht so tief, die wühlen dann diese Elemente auf.

00:30:08: Also das ist einfach, das kriegst du alles auch eins zu eins mit.

00:30:12: Auch diese Containerschiffe an den Vorbildern, dieser Sound, diese Verwirbelung und so weiter.

00:30:18: Ich bin natürlich dann auch, ich lasse mich halt immer sehr stark ein auf das Meer, weil ich das wirklich vom ganzen Herzen liebe.

00:30:25: Ich bin dann auch immer so empfänglich dafür.

00:30:29: Und das ist einfach immer wirklich schockierend.

00:30:32: Und auch beschermend, weil ich ja auch den Mensch vertrete.

00:30:36: Nicht jetzt anreviert er sich da, den Superschwimmer oder so, aber ich bin ja auch als Mensch da draußen.

00:30:42: Als Mensch, der das zu verantworten hat.

00:30:45: Das ist wirklich schlimm.

00:30:46: Ich kann wieder an Land gehen, aber die Tiere, die Lebewesen, die da zu Hause sind, die können ja nicht weg.

00:30:53: Wenn du an so einer Bohrinsel vorbei schwimmst oder ich glaube auch gerade im Ärmelkanal, da ist auch krass viel Schiffsverkehr immer, Wasser überträgt Schall ja deutlich besser als die Luft.

00:31:04: Wie klingt das?

00:31:05: Weil wenn du jetzt in den Gewässern der Sechellen unterwegs ist und nichts ist da, dann klar, du hast das Meeresrauschen und alles.

00:31:11: wie ändert sich dieser Sound, dann sobald du diesen menschlichen Eingriff merkst.

00:31:17: Ja, du spürst einfach und du hörst was, du merkst was, was da offensichtlich auch nicht hingehört, was man irgendwie nicht einordnen kann.

00:31:25: Also normalerweise, der Sound, den man so hat, wenn man jetzt grau schwimmt, ist natürlich stark bestimmt von den Armzügen, die man selber macht.

00:31:33: Also die Geräusche, die man ja selber generiert beim Schwimmen.

00:31:36: Also man führt die Hand ein, vorne ins Wasser und zieht durch.

00:31:39: So ein paar Luftblasen gehen vorbei.

00:31:41: Das ist eigentlich so.

00:31:42: der Grundtonus an Geräuschpegel, den man so hat.

00:31:46: Ja, der mehr oder minder auch in dem Rhythmus ist.

00:31:49: Und klar, wenn man natürlich mal ein Wahler näher ist und hört man halt irgendwie schon die Geräusche oder Delphine, die haben diese Klicker-Geräusche, das ist auch recht cool, das heißt auch, ja.

00:32:00: Aber wenn man halt eben die Dinge, die du nicht einordnen kannst und gut, ich mach das ja schon ziemlich lange und hab viele, viele Stunden da draußen zugebracht, das ist immer etwas, was mich wirklich total einschnürt.

00:32:14: Wie ist es mit Wahlen zu schwimmen?

00:32:16: Ja, das ist jetzt auch nicht so juchzend und super toll, wie man sich das vielleicht vorstellt.

00:32:24: Nein, ich hätte

00:32:25: da einfach nur Angst.

00:32:25: Ja,

00:32:26: wenn keine Ahnung, dass Sarah Connor da irgendwie bei so einer Wahltour da irgendwie reinspringt, dann ist das natürlich irgendwie, dann sind die da alle darauf vorbereitet und so weiter, dann ist das einfach was anderes.

00:32:37: Aber die Tiere kommen ja zu mir.

00:32:39: Also ich schwimme ja von A nach B und die kommen ja zu mir.

00:32:44: Und das ist dann immer eine besondere Begegnung.

00:32:46: Vielleicht auch, nicht vielleicht, eine natürlichere, bessere Begegnung, weil die Tiere entscheiden sich dann ja, dafür zu mir zu kommen und da mal vorbeizukucken, was das denn da ist.

00:32:58: Was machten dieser Menschen?

00:32:59: Ja,

00:32:59: genau, Menschen haben natürlich vorhin noch nie gesehen, wir wissen das ja.

00:33:02: Guck mal, angucken.

00:33:05: Jetzt, als wir auch für die ZDF-Serie da gedreht haben und ich mit dem Wahlforscher unterwegs war, sind wir natürlich mit dem Boot zu den Wahlen gefahren.

00:33:14: Und dann da reingesprungen und das fühlte sich einfach auch nicht richtig an.

00:33:17: Ich bin kein Fan von diesem Wahl-Tourismus.

00:33:24: Es ist natürlich immer gut, wenn die Leute das live erleben, dann kriegen die auch eine andere Bindung.

00:33:29: Aber da irgendwie dann da rein zu springen und da nur um der Bilder wegen dann da rum zu schwimmen, das ist einfach, das fühlt sich irgendwie nicht richtig an.

00:33:35: Wobei man ja bei dir dazu sagen muss, ihr habt ja einen Dooku über dich fürs ZDF gedreht und das war ja aber in einem reinen wissenschaftlichen Kontext.

00:33:42: Da wart ihr ja mit einem Boot draußen und habt versucht Sonnten an den Wahlen zu platzieren, um die wissenschaftliche Daten zu erheben.

00:33:49: Das hat ja nicht mal was mit Tourismus per se zu tun, zeigt aber auf der anderen Seite total wie sensibilisiert du.

00:33:56: auf das Meer bist und auf diesem Lebensraum, wenn du dafür schon ein schlechtes Gewissen hast.

00:34:00: Ja, also man muss halt immer aufpassen.

00:34:03: Für einen Seite verurteile ich das jetzt nicht.

00:34:07: Also Sarah Connor soll mir das jetzt irgendwie nicht übernehmen.

00:34:11: Die ist ja auch okay.

00:34:13: Die liebt ja auch das Meer hoffentlich und auch die Tiere und so weiter.

00:34:17: Aber es ist halt immer schwierig.

00:34:21: Am besten ist das Meer, wenn keiner da ist.

00:34:25: Wenn wir Menschen uns raushalten, gänzlich, dann ist es immer am besten.

00:34:29: Und auf der anderen Seite ist es natürlich wichtig, es ist auch meine Rolle, den Menschen das mehr näher zu bringen.

00:34:35: Deswegen ja auch immer diese sportlichen Höchstleistungen, die dann diese Aufmerksamkeit generieren, national, international.

00:34:43: Aber wo man dann darüber nicht in die Köpfe reingeht, nach dem Motto hier, ah, ich bin hier der Superschwimmer, habe irgendeinen komischen Rekord aufgestellt, sondern... die Leute wieder in Resonanz zu bringen mit dem Meer und auch mit den Bewohnern.

00:34:57: Und dann sind natürlich solche Aufnahmen, die dann entstehen, wenn Leute da mit Wahlen rumschwimmen, ist natürlich auch wichtig.

00:35:02: Aber man sollte einfach nicht vergessen, diesen Respekt und Demut und dieses Anspruchsdenken, was wir als Menschen haben, das mal ein bisschen zurückzustellen.

00:35:11: Das hat uns ja auch letztendlich dahin gebracht, an dem Punkt, wo wir jetzt gerade sind.

00:35:15: Über deine Rolle als Meeresbotschafter will ich gleich noch reden.

00:35:18: Lass uns mal mal kurz ein bisschen in dieser Szenerie du im Ozean bleiben.

00:35:24: Wie fühlt man sich?

00:35:26: Du hast ja die Ocean Seven alle beim ersten Mal geschafft.

00:35:29: Wenn man dann an den Strand kommt, nach fünfzig, dreifünfzig, fünfzig Kilometern Luftlinie, teilweise ja noch deutlich mehr durch die ganzen Strömungen.

00:35:38: Was geht da in dir vor?

00:35:41: Ja, auch das, wenn wir auch Lötter schon immer im Kopf schütteln, aber ich bin ja gar nicht so happy.

00:35:48: Manchmal bin ich sogar traurig, dass es irgendwie vorbei ist.

00:35:51: Ja, ja, ja.

00:35:56: Erstmal muss man ganz klar sagen, wenn man das schafft, dann kann man sich da selber auf die Schulter klopfen und sich da irgendwie abfeiern und keine Ahnung.

00:36:03: Das ist alles irgendwie nicht richtig.

00:36:06: Das ist alles nur Trug.

00:36:07: Da hast du auch ein Arsch voll Glück gehabt.

00:36:11: Der Ozean hat mit, der hat das irgendwie zugelassen, der hat mitgemacht.

00:36:14: Also du schwimmst mit dem Meer und nicht dagegen.

00:36:17: Deswegen hier, wenn einer sagt, du hast das in das Bezwungen, du hast überhaupt gar nichts bezwungen.

00:36:22: Man bezwingt da, wirst du es irgendwie selbst, aber auf keinen Fall irgendwie das Meer.

00:36:26: So.

00:36:27: Und ja, natürlich ist es auch eine Erleichterung auch für das Team.

00:36:31: Ich meine, man mutet den Leuten sich selber natürlich, aber ich sehe mich da selber gar nicht so als der Wichtigste an.

00:36:38: Man mutet den Leuten auch extrem viel zu.

00:36:40: auf dem Boot.

00:36:41: Die sind alle angespannt.

00:36:43: Die haben auch natürlich eine Verantwortung, der Skipper, der man natürlich mit Bootschater und sowas bezahlt.

00:36:51: Trotzdem ist der in der Verantwortung, wenn irgendwas passiert, steht der am Seegerichtshof, um sich zu verantworten.

00:36:57: Und das fällt natürlich immer den Druck ab bei allen.

00:37:00: Und wenn man es natürlich geschafft hat, ist natürlich auch immer... Schon toll.

00:37:04: Aber man ist jetzt, also ich zumindest nicht, dass man da die Arme hochreißt und dann da wieder rumrennt.

00:37:10: Außerdem ist man da auch völlig im Eimer und kann danach sowieso irgendwie nichts trinken und nichts essen, weil man alles kaputt hat vom Salzwasser.

00:37:19: Aber man nimmt diese Demut und dieses Gefühl mit und das klingt noch Jahre später nach.

00:37:25: Das ist das Schöne.

00:37:26: Es muss ja

00:37:26: trotzdem, auch wenn du jetzt sagst, du reist nicht die Arme hoch und empfindest dich als den ganzen Typen der Welt, da musst doch ihre Adrenalin durchhalten, durchschießen.

00:37:34: Nein, das Adrenalin ist schon lange weg.

00:37:36: Ist schon

00:37:36: alles weg.

00:37:38: Dann lass uns über dieses mentale Sprechen, was du gerade auch schon mit angesprochen hast, dieser unglaubliche Druck, der da auf einem lasse, nicht nur auf deiner Crew, sondern auch auf dir.

00:37:48: Wie bereitet man sich mental auf solche langen Strecken?

00:37:53: Alleine, klar, du hast dein Beiboot, aber am Ende bist du es André, der da durchschwimmen muss.

00:37:58: Wie bereitet man sich der Mental darauf vor?

00:38:00: Ich will das mal so beantworten.

00:38:02: Vor vielen Jahren hätte ich das jetzt komplett anders beantwortet, weil da habe ich das so gespürt, wie du es jetzt auch gerade so einleiten gesagt hast.

00:38:10: Mittlerweile, und ich glaube, das kann man nicht künstlicher beiführen, ich bin durch damit seit einigen Jahren schon irgendwem Irgendwas inklusive mir selbst, was zu beweisen.

00:38:24: Und deswegen habe ich auch diesen Druck nicht.

00:38:27: Ich bin völlig frei davon.

00:38:29: Ich freue mich.

00:38:30: Ich meine, ich habe jetzt die Schellen, ich habe es vorgestern nämlich die ganze Flüge gebucht für das ganze Team.

00:38:35: Ich bezahle es ja alles selbst.

00:38:36: Ja, fünfzehntausend Euro habe ich da erst mal auf den Tisch gelegt.

00:38:40: Ich mache die ganzen Dreharbeiten selber.

00:38:42: Ich habe überhaupt auch keinen Abnehmer für das Material.

00:38:45: Also geht auch wieder voll ins Risiko.

00:38:47: Aber das wird einfach super.

00:38:49: Ich freue mich einfach total drauf.

00:38:51: Außerdem, die Leute auf den Sechellen in dem Fall freuen sich da drauf.

00:38:55: Die freuen sich das Man of the Ocean, so nennen die mich ja immer, weil die sich meinen Namen überhaupt nicht merken können.

00:39:02: André wir sich, aber du kannst ja sofort wieder vergessen.

00:39:05: Aber ich bin natürlich auch gerne Man of the Ocean.

00:39:08: Ich komme dann und das ist einfach die, die feiern das einfach total ab.

00:39:12: Die finden es einfach völlig super abgefahren.

00:39:15: Und mein Team, Jürgen ist über siebzig.

00:39:18: Das ist dein Schwager, der dich immer begleitet.

00:39:19: Mein

00:39:19: Schwager, der mich auch begleitet.

00:39:20: Das ist natürlich auch so ein Abenteuer.

00:39:22: Man kreiert dort für einen ganzen Teil von Leuten.

00:39:25: Kreiert man so eine Situation, die man mit Geld... Also Geld ist nur eine Währung.

00:39:30: Geld ist natürlich nicht unwichtig und so weiter.

00:39:32: Aber Geld war mir nie so wichtig wie das, was ich gemacht habe.

00:39:35: Und das, was ich jetzt auch tue.

00:39:37: Deswegen habe ich diesen Druck nicht.

00:39:39: Es geht um, wenn man auf so einer Mission ist... Das ist auch das, was ich in den Vorträgen mal versuche zu vermitteln.

00:39:45: Ich meine, du kannst natürlich irgendwo eine Mission draufschreiben, aber dann heißt es auch nicht, dass es auch eine Mission ist.

00:39:51: Aber wenn sich das so entwickelt hat über die Jahre und wirklich zu einer so einer Mission wird, dann ist man selber nur ein Teil von einer größeren Gemeinschaft.

00:39:59: Und das ist in meinem Fall absolut so.

00:40:01: Deswegen habe ich diese typische wie vor Jahren noch, diese Drucksituation, habe ich nicht.

00:40:06: Lass uns über genau diese Missionen, die Schellen sprechen, weil du hast, wir haben es ja schon so ein bisschen durchdekliniert.

00:40:12: Ermelkanal, also erstmal die Boja auf Ibiza, Ermelkanal Ocean Seven und so weiter.

00:40:16: Und dann hast du gesagt, okay, jetzt ist mein Pioniergeist so richtig geweckt.

00:40:20: Du willst den Weltrekord, willst du aufstellen, Weltrekordversuch.

00:40:24: Du hast es schon einmal, schon eigentlich fast zweimal probiert.

00:40:29: Beim ersten Mal, also es geht darum.

00:40:31: Zwischen Ladige und Mahé, den zwei Sischelleninseln, als erster Mensch da durchzuschwemmen.

00:40:37: Ich glaube, es sind dreiundfünfzig Kilometer, wie viele

00:40:38: sind das?

00:40:39: Ja, genau, netto.

00:40:40: Genau.

00:40:40: Und beim ersten Mal hat das nicht geklappt.

00:40:44: Und das war, glaube ich, auch die allererste Route, die nicht geklappt hat.

00:40:47: War das ein Wendepunkt?

00:40:50: Ja, vielleicht war das auch mal ganz gut.

00:40:53: Ich habe ja auch schon several und so weiter alles im ersten Anlauf geschafft.

00:40:56: Teilweise unter den verrücktesten Bedingungen.

00:41:00: Da hatte ich auch noch diesen Druck.

00:41:03: Vor allen Dingen hatte ich einfach auch diesen Druck insofern kanalisiert, dass ich einfach kein Geld hatte und keine Möglichkeit, ich habe das auch alles neben dem Drop und so weiter gemacht, dann nochmal hinzufahren.

00:41:14: Dann haben Jürgen und ich, wir sind ja echt ein absolutes Team, ja.

00:41:19: Wir haben einfach gesagt, alles klar, wir sind jetzt hier, ihr macht das Boot fertig.

00:41:22: Wir probieren jetzt das einfach.

00:41:25: Und dann hat mir natürlich diese Einstellung, die sich dann weiterentwickelt hat, diese Fusion mit dem Meer, das Meer so zu nehmen wie es ist, hat mir natürlich extrem weiter geholfen.

00:41:34: Aber ich hatte einfach auch nicht die Möglichkeit, weder die Zeit noch das Geld irgendwie da wochenlang darum zu lungern und darauf zu warten, dass man einen perfekten Tag erwischt.

00:41:42: Und ich hatte auch nie einen perfekten Tag.

00:41:45: Also ich habe auch immer so richtig die Hucke voll gekriegt jedes Mal.

00:41:49: Das war natürlich auch übel, weil ich wollte es ja auch schaffen.

00:41:53: Und ich habe natürlich auch meine Kämpfer damit ausgetragen.

00:41:56: Also das war natürlich auch irgendwie heftig, so eine Gegenwehr vom Ozean dazu zu kriegen, die es mir immer echt nie leicht gemacht hat.

00:42:03: Was

00:42:03: war es am Ende, was die Strömung?

00:42:04: oder warum hat es nicht geklappt?

00:42:05: Die Strömung,

00:42:05: das Wetter, wir hatten wirklich irrsinnens Wellen da, Wahnsinns Wellengang.

00:42:09: Und dann irgendwann, als wir dann in so einer Windschatten gegen war, wo die Wellen dann deutlich niedriger waren, dann hat es eine Strömung von vorne.

00:42:18: sechs, sieben Stunden lang, da irgendwie fünf, sechs, sieben Meter hohe Wellen.

00:42:21: Also richtig das Vollprogramm gab, Wiener Waschmaschine.

00:42:24: Und dann wird das, beruhigt sich das mehr.

00:42:28: Da denkst du, boah, supergeil.

00:42:29: Ey, danke, Pazifik jetzt.

00:42:32: Und dann kriegst du es nochmal an Top.

00:42:35: Also ich war wirklich, ich war beim, beim, beim Therapeuten damit.

00:42:39: Ich habe richtig einen weg gehabt.

00:42:41: Davon.

00:42:41: Ich habe natürlich irgendwann gedacht, oh Gott, das Meer hat sich irgendwie gegen mich verschworen.

00:42:45: Irgendwie, das solle ja alles nicht sein, dass ich das... Man erschreckt sich auch vor sich selbst.

00:42:51: Also mir ging es zumindest so.

00:42:53: Man erschreckt, man ist erschrocken von sich selber, wozu man in der Lage ist selbst.

00:42:58: Weil man die Grenzen so überschreitet.

00:43:01: Ich konnte mir zum Beispiel diese Aufnahmen von Neuseeland, Cook Straight, gehört auch zu den Ocean Seven.

00:43:06: konnte ich mir bis vor wenigen Jahren gar nicht angucken.

00:43:08: Ich musste sofort anfangen zu heulen.

00:43:15: Ich konnte mir das nicht angucken.

00:43:16: Weil ich total erschrocken war, weil ich mir nicht erklären konnte, wie das überhaupt geht.

00:43:20: Auch heute, wenn ich auf Affäre bin und nach Helgoland rüberfahre, gucke ich die ganze Zeit daraus und könne mit meinem Kopf schütteln.

00:43:27: Ich kann das nicht verstehen.

00:43:29: Also ich kann es nicht verstehen, obwohl ich das ja selber gemacht habe.

00:43:32: Keine Ahnung, wie es den Leuten geht, die jetzt davon hören.

00:43:35: Und dann beim nächsten Mal mit der Fähre nach Helgoland fahren.

00:43:39: Aber das ist das, was ich meine.

00:43:40: Man ist dann erschrocken vor sich selbst.

00:43:43: Du hast in dieser ZDF-Doku auch angerissen.

00:43:47: Und ich glaube, danach wurde weggeschnitten, dass du eben so ein bisschen Anflüge von posttraumatischer Belastungsstörung immer wieder

00:43:56: hattest,

00:43:57: wie er das geäußert

00:43:59: hat.

00:43:59: Ich hatte richtig Flashbacks.

00:44:00: Also so richtig wie ... So stelle ich mir das vor.

00:44:04: Die Leute, die traumatisiert sind durch irgendwelche schrecklichen Begebenheiten.

00:44:09: Also jetzt gerade heute, diese ganzen Krisen, wo viele Menschen ja mitten drin sind.

00:44:15: Also ich denke so an Leute, die ja in einer Front sind im Krieg, die ja im Gaser streifen, die ja die Raketen um die Ohren fliegen, die Bomben da einschlagen.

00:44:26: Ich kann mir nur im Ansatz vorstellen, was das mit diesen Leuten macht.

00:44:30: Das ist natürlich nicht vorbei.

00:44:32: Wenn diese Situation teuter-teuer, bitte, bitte, irgendwann da Ruhe.

00:44:36: Die haben aber in sich dann keine Ruhe.

00:44:39: Und damit professionell umzugehen, das ist einfach gut, wenn man sich da Hilfe holt.

00:44:45: Das habe ich auch getan.

00:44:46: Kam es von dir alleine, dass du ... Ja,

00:44:48: ja, ja.

00:44:50: Das ist einfach aufgepoppt.

00:44:51: Also, es ist völlig unkontrolliert, es ist aufgepoppt.

00:44:54: Und man wundert sich dann, wozu der Verstand dann auch in der Lage ist.

00:44:57: Also, das, was der einem dann so vorgaugelt.

00:45:01: Man ist dann auf einmal unter Wasser, man geht abends nachts, wacht man auf, geht irgendwie in die Küche und kann nicht gerade ausgehen, weil alles schwankt und man wie im Wasser da ist.

00:45:16: Das finde ich irre.

00:45:18: Das ist genauso realistisch wie wir beide hier jetzt miteinander reden.

00:45:22: Wie hast du das in den Griff bekommen?

00:45:24: Ich habe echt einen Toptypen.

00:45:28: Dirk.

00:45:29: heißt ja, liebe Grüße an dieser Stelle.

00:45:33: Danke.

00:45:33: Und das ist keiner, der dir sagt, was du machen sollst.

00:45:38: Dirk Rottmann ist jemand, der eigentlich Analytiker ist, der analysiert dich und deine Art des Denkens und hilft dir zu erklären, wie du das denkst und so handelst, wie du es gerade tust.

00:45:54: Und wenn man ein Verständnis davon bekommt, wie man selber so ... aufgestellt ist, dann kann man natürlich auch, findet man selber, die richtigen Instrumente, um sich da einfach zu entwickeln, um das besser zu machen.

00:46:11: Und das mache ich wirklich sehr erfolgreich seit einigen Jahren.

00:46:14: Also ich kann diese Situation praktisch herbeiführen selber, mich in diese Aktiv, in diese Situation begeben und das dann verarbeiten und dann popt das nicht mehr einfach so auf.

00:46:25: Und das ist echt ein super Methodik, also bei mir total teuer.

00:46:29: Es geht total gut.

00:46:31: Wir klopfen auf Holz.

00:46:33: Wenn man so viel in der Natur unterwegs ist und auch alleine, du hast, wir haben es gerade besprochen, man setzt sich viel mit der Natur auch mit sich selber auseinander.

00:46:42: Was ist da dein größtes Learning?

00:46:44: Das größte Learning ist eigentlich, dass wir, ich red das mal plural, wir als Menschen einfach auch völlig uns nicht so wichtig nehmen sollten.

00:46:56: Wir sind nur hier für so eine schreckse Kunde, aus Sicht des Ozeans, meine ich jetzt natürlich, und tun einfach auch gut daran oder würden gut daran tun, uns selber nicht so wahnsinnig wichtig zu nehmen, uns nicht immer über alles zu erheben, alles mit unseren auch, sage ich ganz offen, auch mit begrenzten Dingen zu erklären.

00:47:18: Ich glaube zum Beispiel, dass die Tiere im Ozean oder auch hier an Land usw.

00:47:24: viel schlauer und intelligenter sind, als wir Menschen das denken.

00:47:29: Wir messen dann irgendwelche Gehirne und irgendwelche Ströme und keine Ahnung was und leiten dann von unseren Beobachtungen dann irgendwelche Dinge ab.

00:47:38: Aber... Ich glaube, er ist einfach viel mehr da draußen, was wir nicht sehen, wozu wir als Menschen gar nicht in der Lage sind.

00:47:45: Ich meine, da draußen sind ja Dinger, die Tiere, Organismen, die ja unter extremsten Bedingungen ... Ja, Millionen überlebensfähig sind.

00:47:54: Da kann man doch nicht einfach so da hingehen und das irgendwie sich darüber erheben.

00:48:00: Also dieses Anspruchsdenken, also ich wiederhole mich da haben und da irgendwie seine Hand da dran legen und so weiter.

00:48:06: Das ist einfach nicht richtig.

00:48:08: Und das nehme ich immer mit von da draußen.

00:48:11: Also Demut vor allen Dingen.

00:48:12: Das ist vor allen Dingen auch das, was ich versuche.

00:48:15: in meiner Rolle als Botschafter oder als Sprecher auch für den Ozean, den Leuten gerade auch den Politikern mitzugeben.

00:48:23: Also das Schwimmen auf diesen Stellen ist ja auch eine politische Aktion.

00:48:28: Das ZDF hat immer diesen Weltrekord, Weltrekord.

00:48:31: Ja, das ist ja immer in dieser Sportwelt immer total wichtig, aber das ist mir wirklich komplett egal.

00:48:36: Natürlich ist es irgendwie so ein Weltrekord, wenn du als erster Mensch da irgendwas machst, aber das ist eigentlich ein Witz.

00:48:43: Wahrscheinlich ist es in ein paar Jahren auch ein Weltrekord, wenn du als erstes mit Nagelbettentzündung da irgendwo auf dem Everest gestiegen bist, dann ist es auch ein Weltrekord.

00:48:51: Da bist du halt der Erste, der hat keine Ahnung.

00:48:54: Aber das ist doch auch nicht wichtig.

00:48:56: Wichtig ist doch einfach... diesen Perspektivwechsel zu vermitteln und die Leute nicht durch Leistung zu beeindrucken, weil dafür gibt es viel bessere Leute.

00:49:06: Auch in dem, was ich tue, gibt es viel bessere Leute.

00:49:08: Die Firmen sehen viel besser aus und so weiter.

00:49:12: Aber dieser Perspektivwechsel, das ist wichtig.

00:49:16: Du hast für diese Mission aber auch ein riesiges Risiko.

00:49:21: auf dich genommen.

00:49:22: Du hast Frau, ich glaube, drei Kinder zu Hause, ne?

00:49:25: Ein wahnsinnig süßen Hund.

00:49:28: Also

00:49:28: nein, es ist ja wirklich saugefährlich einfach, was du da gemacht hast.

00:49:31: Wie hast du das Risiko für dich da abgeweckt?

00:49:34: Ja, man macht sich natürlich Gedanken im Vorfeld.

00:49:38: Man bespricht das natürlich, die Familie muss nicht, weil niemand muss irgendwas, aber soll es natürlich gut, wenn die dahinter stehen, das tun die in meinem Fall, aber auch mal mehr mal weniger, das sage ich auch ganz offen.

00:49:50: Also das geht ja auch in der ZDF-Serie, das haben wir, habe ich auch bewusst.

00:49:53: so, wollte ich das auch, dass man mal eine Dinge zeigt, Einblicke gibt, eben nicht nur, dass alles wie super man ist und wie toll und wie perfekt alles ist.

00:50:03: Das ist natürlich auch bei uns nicht, wie bei jemand anderen auch.

00:50:06: Also wir hatten auch richtig harte Phasen als Familie mit meiner Leidenschaft, mit meinem Ja.

00:50:16: Waren, will ich jetzt nicht sagen, aber mit meiner Mission, die einfach auch die Familie unfassbar belastet hat.

00:50:22: Auch gerade meine Frau, die auch aus gutem Grund, kurzer Frau sich von mir zu trennen.

00:50:30: Aber wir haben das irgendwie hingekriegt.

00:50:32: Und das ist das Wichtigste für mich.

00:50:34: Also werden die Bedenken jetzt so... Ernst, auch die meiner Kinder oder auch die meiner Leute um mich herum, dann würde ich das, soweit geht der Ego-Trip nicht.

00:50:45: Ich bin da, wie gesagt, ich kann mich da nur wiederholen.

00:50:47: Ich bin da im Rhein mit mir selbst.

00:50:49: Ja, man geht das Risiko ein.

00:50:51: Ich hatte für ihn finanziell angesprochen.

00:50:53: Das ist auch echt, das ist auch ein Faktor, der nicht außen vor ist.

00:50:56: Ich meine, wir alle müssen Rechnungen bezahlen und irgendwie, ich kann das auch nicht irgendwie in Schönheit hier.

00:51:04: Aber man geht natürlich auch in ein gesundes, also man geht natürlich auch ein echtes Risiko ein, dass man nicht zurück kommt.

00:51:10: Du kannst ja immer auf einmal im Meer verschwinden.

00:51:12: Genau.

00:51:13: Und dann wart er ... Aber ich

00:51:14: kann auch gleich verschwinden, weil ich ja gleich von hier irgendwie weiterfahren muss mit dem Auto.

00:51:20: Und das ist eigentlich, ich weiß gar nicht, ob das weniger Risiko ist.

00:51:24: Nur darüber machen sich die Leute, die meisten Leute da draußen, überhaupt keine Gedanken.

00:51:28: Die haben keine Patientenverfügung, die haben teilweise keinen Testament.

00:51:31: Die haben irgendwie tausend ungeriegete Dinge.

00:51:35: Bei allen Verrücktheiten, das habe ich nicht.

00:51:37: Ich habe das echt geregelt.

00:51:38: Und wenn ich da am fünftzwanzigsten losfliege, da überlege mir ganz genau, was musst du noch irgendwie regeln?

00:51:48: Machen?

00:51:50: Anrufen?

00:51:52: Hast du alles geregelt?

00:51:53: Das ist immer gut.

00:51:54: Das ist Bewusstsein.

00:51:55: auch jeder für sich, dieses Bewusstsein, weil das gilt für uns alle.

00:52:00: Dass das Leben natürlich weitergeht, wenn es für dich nicht mehr weitergeht.

00:52:03: Also

00:52:03: habt ihr so konkret dann auch den Worst Case in der Familie besprochen?

00:52:06: Ja, na klar.

00:52:07: Natürlich.

00:52:08: Aber noch mal, verfliegs noch mal, warum macht das nicht jeder mal da draußen?

00:52:12: Natürlich will ich zurückkommen.

00:52:14: Natürlich will ich weiter leben und so weiter.

00:52:16: Das ist doch überhaupt keine Frage.

00:52:17: Aber einfach mal sich mal darüber Gedanken zu machen, dass das auch mal schiefgehen kann.

00:52:22: Und nochmal, also teuter, teuer an alle da draußen, ja, nicht falsch verstehen.

00:52:27: Aber das kann uns alle ereilen.

00:52:28: Ich meine, der Friedhof ist voll von Leuten, die haben sich den Tag heute auch anders vorgestellt.

00:52:32: Du hast gerade gesagt, der Ego-Trip geht nicht so weit, dass du dich über deine ganze Familie stellen würdest.

00:52:38: Aber gab es mal den Moment, wo deine Kinder gesagt haben, Papa, lass es für uns?

00:52:44: Nein.

00:52:45: Nein.

00:52:47: Nein, nein.

00:52:48: Das gab es nie.

00:52:50: Das hat Beate auch nicht gemacht.

00:52:53: Alleine diese ganze Entwicklung, die das auch über den Rand der Akzeptanz gebracht hat, meine Familie, auch gerade meine Frau, das geht voll auf mein Konto.

00:53:07: Du verlierst dich natürlich auch.

00:53:10: Und ich will das gar nicht entschuldigen.

00:53:13: Aber man kann sich, ich verliere mich da in einem Ozean oder in dem, was ich da mache.

00:53:17: Und andere verlieren sich vielleicht in ihrem Job, in ihrem Hobby, in keine Ahnung, wo drin.

00:53:22: Und das ist natürlich immer schwierig.

00:53:23: Auf der einen Seite muss man natürlich einlassend sein auf etwas.

00:53:27: Ja, das ist eine gute, ich finde es auch immer toll an Menschen, die so vor der Leidenschaft sind.

00:53:34: Und natürlich auch mal so diese Zukunftseuforie haben.

00:53:37: Und natürlich muss ich mir auch irgendwas einreden.

00:53:39: Ich muss mir irgendwie einreden, dass das Geld, was ich jetzt da reininvestiere und der außer Familienkasse nehme, sozusagen, dass ich das schon irgendwie wieder reinhole.

00:53:51: Dann, wenn ich da nachts am Strand stehe und da rausgehe, muss ich mir natürlich einreden, dass der indische Ozean und ich... so dicke sind.

00:54:00: Und dass die ganzen Heier da draußen auch irgendwie meine Kumpel sind und so weiter.

00:54:04: Natürlich, du musst dich auch ein bisschen selber verarschen.

00:54:07: Sonst, wenn ich wieder stehen würde, um mir genau, rational, sachlich Vorhalte, was jetzt gleich alles passieren kann, dann muss ich wirklich zu Hause im Bett liegen bleiben.

00:54:18: Jetzt

00:54:18: bist du ja aber nicht nur Vater, du bist ja selber auch Kind deiner Eltern.

00:54:22: Was sagen die zu deinen ganzen Abenteuern?

00:54:25: Ja, mein Vater fühlt das total super, der feiert das richtig ab.

00:54:32: Kommt aber nicht mit jetzt zu diesen Trips oder so, weil er sich auch stark um meine Mutter kümmern muss, die gesundheitlich ein bisschen angeschlagen war und jetzt auf einem deutlichen Weg der Besserung ist.

00:54:43: Aber die finden das auch gut, die sind stolz um mich und das ist natürlich auch ein schönes Gefühl.

00:54:49: Aber das ist jetzt nicht so... dass mich die Leute irgendwie anfeuern, ob wir da irgendwie Applaus klatschen oder so.

00:54:57: Ich schätze das auch sehr, muss ich sagen.

00:55:00: Also meine Frau Beate, die ist ja Krankenschwester, Krankenhausgefäßchirurgie, die ist natürlich richtig abgekocht.

00:55:09: Da kriegst du jetzt keine Wähler als Bekundigung, wenn du da irgendwie da qualenzerstochende Hause kommst oder so.

00:55:16: Hat sie alles schon gesehen?

00:55:17: Ja, die sieht natürlich noch ganz andere Sachen daran.

00:55:19: Ich finde es auch gut, wenn man dazu hochgehypt wird und da dann das ist nicht gut.

00:55:24: Wir haben es vorhin schon immer wieder angeschnitten, da will ich jetzt noch mal tiefer drauf reingehen.

00:55:27: So normalerweise haben Extrem-Sportler, die solche Sachen durchziehen, richtig Fettkohle hinter sich, dicke Sponsoren und so weiter.

00:55:35: Du machst das alles alleine.

00:55:36: Du hast, glaube ich, über hundertvierzig, hundertfünfzig K. Wenn ich noch viel mehr, kannst du gleich erzählen, von deinem privaten Geld reingesteckt und das Ganze noch neben einem vollzeit, einem ganz normalen Vollzeitjob gemacht.

00:55:49: Hast du noch gepennt, wie sah dein Leben aus?

00:55:51: Also, ich habe mir das auch nicht ausgesucht, ja, aber ich, damit spiege ich halt auch den größten Teil unserer Gesellschaft wieder, ja.

00:55:58: Die meisten Leute von uns müssen halt arbeiten gehen, um Geld zu verdienen.

00:56:02: Das ist immer alles weg.

00:56:03: Später ist es am Monatsende.

00:56:05: oder schon nach der Hälfte des Monats.

00:56:09: Die haben Verantwortung, die haben im besten Fall eine Familie und haben eine doppelte Verantwortung natürlich auch finanziell und so weiter.

00:56:17: Und haben natürlich auch irgendwie Wünsche, Leidenschaften, wollen irgendwie noch was Cooles machen nebenher.

00:56:22: Und ich habe das mal besser, mal weniger gut hinbekommen über all die Jahre bis heute.

00:56:30: Und ja, Jean Lerde aber auch teilweise, ich laufe auf so einem Drahtsaal natürlich ohne Netz und doppelten Boden.

00:56:38: Aber

00:56:38: ich meine, die meisten Leute, die einen Full-Time-Job haben, die schaffen es ja nicht mal unter der Woche mal so ein bisschen zum Sport zu gehen oder ein bisschen Laufen zu gehen oder so.

00:56:45: Und ich meine, du hast ja riesige Projekte währenddessen noch gestemmt.

00:56:49: Wie ist denn diese Gleichzeitigkeit?

00:56:50: Du hast ja überhaupt kein Leben mehr daneben.

00:56:53: Ja doch, aber ich will mich jetzt auch nicht über andere Leute erheben, weil ich jetzt irgendwie mehr Disziplin habe.

00:56:59: Aber es sind natürlich auch so Skills, die man damals aus dem Sport irgendwie mitgenommen hat.

00:57:03: Man ist dann vielleicht doch disziplinierter, fokussierter.

00:57:07: Und hat verstanden, dass man einfach auch die Komfortzone da verlassen muss, um sich diese Räume dann zu erarbeiten oder zu eröffnen, wo man dann halt dieses Training macht.

00:57:20: Und das ist natürlich dann halt außerhalb von jeder... Komfortzone, also sprich abends oder im Regen oder am Wochenende, wenn die früher aufstehen, später ins Bett gehen, was auch immer.

00:57:33: Aber das geht.

00:57:34: Wenn man das richtig will, dann geht das alles.

00:57:38: Und ja, finanziell ist natürlich immer so eine Sache, weil das sehe ich, als wir sind eine Familie.

00:57:45: Und das ist halt das Geld, was ich auch reinbringe.

00:57:47: Und ich habe ja auch gutes Geld verdient in meinem Job.

00:57:50: Ich hatte wirklich einen hochdotierten Job, aber es ist trotzdem immer mal alles rausgeballert worden.

00:57:55: Und ich habe aus dieser Dilemma-Situation keine Sponsoren zu haben, habe ich so eine Tugend gemacht.

00:58:05: Und das hilft mir jetzt natürlich extrem weiter, weil ich einfach frei bin von irgendwelchen Labels, wenn ich zum Beispiel jetzt mit den Präsidenten auf den Sischellen spreche, wenn ich jetzt im Bundesausschuss für Klima- und Artenschutz bei der Bundesregierung mitarbeiten darf.

00:58:21: Das ist natürlich gut.

00:58:23: dass man eben keine Sticker da drauf hat.

00:58:25: und für irgendwelche Leute.

00:58:26: Ich habe natürlich schon ein paar Firmen, mit denen ich zusammen arbeite, für die darf ich Markenbotschafter sein, die repräsentiere ich dann auf bestimmten Ebenen, aber halt ohne diese klassischen Sport-Sponsor-Verbindungen einzugehen.

00:58:43: Das ist mir auch echt wichtig, das ist mir wirklich diese... die Leute mitzunehmen, auch wirklich was zu verändern, was zu verändern zu wollen, ist mir einfach wichtiger.

00:58:53: Die Freiheit, wie du sie im Ozean auch spürst.

00:58:56: Ja genau.

00:58:57: Du hast gerade schon gesagt, früher aufstehen, später ins Bett gehen, härter arbeiten.

00:59:03: Kannst du auch mal so richtig loslassen und entspannen?

00:59:07: Ja, kann ich auch, aber fällt mir schwer.

00:59:14: Mein Kopf ist natürlich immer voll.

00:59:17: Ich hab das auch einfach gerne.

00:59:18: Ich brauche so ein Grundrauschen.

00:59:20: Ich brauche diese Herausforderung.

00:59:21: Das ist irgendwie total schön für mich.

00:59:23: Ich kann.

00:59:24: Ich hab das nie.

00:59:25: Ich bin jetzt dreieinfünfzig.

00:59:27: Ich bewundere wirklich, das meine ich ganz ernst.

00:59:31: Ich würde das auch gerne können.

00:59:33: Ich war neulich jetzt an so einem armarmäßig geilen, fünf Sterne, zwei kometen Wellen des Hotels zum ersten Mal in meinem Leben.

00:59:41: Und ey.

00:59:43: Ich kann das nicht.

00:59:44: Ich kann kein Wellnis.

00:59:46: Ich schaff das einfach nicht.

00:59:49: Ich war schon beim Frühstück.

00:59:50: Ich habe mich fast geweint, weil ich so ergriffen war von den ganzen Essen.

00:59:55: Ich konnte das gar nicht fassen, was es da alles zu essen gibt.

00:59:59: Es war schon zu viel.

01:00:01: Es war alles schon zu gut.

01:00:02: Ich war völlig überfordert beim Abendessen noch mehr.

01:00:06: Da hatte ich schon fast gar keinen Hunger mehr, weil das alles zu viel war irgendwie und zu gut war.

01:00:12: Und ich bewundere die Leute, die dann zu so einem Ort fahren und dann auf einmal da in so ein Wellness-Modus kommen und dann so ein Bademantel anziehen.

01:00:22: Das finde ich irgendwie toll.

01:00:23: Aber ich schaffe das nicht.

01:00:25: Lass uns mal auf diese Schellen zurückkommen, wie du es bald auch wieder machen wirst.

01:00:30: Der erste Versuch, wir haben uns vorhin schon kurz angeschnitten, hat nicht geklappt.

01:00:34: Da war einfach zu viel Wellengang, zu viel Strömung.

01:00:37: Dann wolltest du es nochmal ein zweites Mal dieses Jahr probieren.

01:00:41: Das hat dann aber auch nicht geklappt.

01:00:42: Du hast eine Diagnose bekommen, eine ziemlich Miese, Vorhofflimmern, dann auch noch OP.

01:00:49: Was hat das mit dir gemacht?

01:00:52: Ja, man darf sich das jetzt nicht so vorstellen, dass ich mir in so ein Loch gefallen wäre.

01:00:58: Es war zu keiner Zeit der Fall.

01:01:01: Vielleicht war es auch mal ganz gut, irgendwie mal klar aufgezeigt zu bekommen, so pass mal auf.

01:01:05: Jetzt bei aller Härte, jetzt sind wir hier Feierabend.

01:01:09: Das schaffst du jetzt mal nicht.

01:01:10: war auch mal ganz gut.

01:01:12: Ich habe jetzt auch keine Rechnung offen, aber irgendwie diesen Wunsch, das nochmal erleben zu dürfen, mit dieser Chance.

01:01:21: Es geht ja nur um eine Chance.

01:01:22: Ich weiß gar nicht, ob das funktioniert.

01:01:25: Und das war schon relativ schnell da und da, dass man nochmal diese Chance sucht.

01:01:30: Und das ist tatsächlich so, dass natürlich dann kam noch dieses, wir wollten das eigentlich in dieser ZDF-Serie einbetten.

01:01:38: Das war ja auch so der rote Fahren.

01:01:40: Dann kam halt diese gesundheitliche Nummer dazu.

01:01:43: Und da ist natürlich diese, da muss ich auch mal ganz selbstkritisch sagen, ist da vielleicht nicht so schlau, dass man immer von sich selber diese hohen Ansprüche hat, diese Härte an sich selbst angelegt hat, die Dinge auch so wegschiebt und dann alles versucht irgendwie mit Ingwate irgendwie zu kurieren und dann nicht zum Arzt zu gehen.

01:02:06: über Monate und dann wahrscheinlich eine verschleppte Lungenentzündung hatte, war ja nicht so schlau.

01:02:11: Hat es

01:02:11: sich angekündigt?

01:02:12: Gab es Wahnsignale?

01:02:14: Ja, bestimmt.

01:02:14: Aber ich habe gedacht, komm her, hier.

01:02:17: Paricola und irgendwie ein bisschen Ingwer-Tee und dann wird das alles schon wieder.

01:02:22: Es

01:02:22: zieht in der Brust und dann Paricola.

01:02:24: Ja, genau.

01:02:25: Aber ich meine, das ist natürlich immer diese Gefahr, wenn man sich selber über die Grenzen treibt.

01:02:34: dann ist man natürlich irgendwie nicht so sensibel, wo andere dann schon längst zum Arzt gegangen wären.

01:02:41: Das meint man dann alles immer selber hinzukriegen.

01:02:44: Und da hat mein Körper mir mal echt aufgezeigt, dass jetzt mal richtig feiern ist.

01:02:48: Und dann hatte ich dieses Vorhof-Flimmern, was ich auch schon früher mal hatte, aber das ist dann halt irgendwie immer nach dem Tag oder so weggegangen.

01:02:55: Ich bin sogar mal halbmarathon damit gelaufen.

01:02:58: Ich glaube, das sollte man nicht machen.

01:02:59: Ich bin kein Arzt, aber ich glaube, das sollte man wirklich nicht

01:03:01: machen.

01:03:02: Ich habe keinen Fall.

01:03:03: Das ist einfach nur völlig bescheuert.

01:03:06: Da bin ich ein paar Kilometer zu Fuß gegangen, weil ich da in der Hundert-Achziger-Pulz hatte.

01:03:09: Das Herz schlägt ja bis oben hin.

01:03:12: Und dann habe ich das irgendwie wieder weggedrückt gekriegt und bin weitergelaufen.

01:03:17: Fällig bekloppt.

01:03:18: Aber letztes Jahr ging das gar nicht mehr weg.

01:03:22: Also ich hatte wochenlang, monatelang diese... Und das macht natürlich was mit dir.

01:03:27: Also du bist überhaupt nicht, du bist in keinster Form belastbar.

01:03:30: Also ich habe diese Pulswerte gehabt, in der Nacht, am Tag, in der Ruhephasen.

01:03:37: Wenn ich mit unserem Hund spazieren gegangen bin, muss ich Pausen machen.

01:03:40: Das hat mich richtig weggeschossen.

01:03:43: Aber dann, Toto Toy,

01:03:44: ja,

01:03:45: ich musste erst mal wieder einen Hausarzt finden.

01:03:48: Mein alter Hausarzt hat mich rausgeschmissen.

01:03:50: Was?

01:03:51: Weil ich so lange nicht da war.

01:03:53: Okay.

01:03:54: Ja, so ist das hier in Deutschland.

01:03:56: Da habe ich eine Anrufung gesagt, hey, hier, ich bin's, ich muss mal irgendwie vorbeikommen.

01:04:00: So ein normaler Hausarzt sagt dann, ey, Moment mal, die Frau, die andere Situation.

01:04:06: Sie waren ja schon so lange nicht mehr bei uns das letzte Mal, irgendwie vor zweieinhalb Jahren.

01:04:10: Ich sage ja, aber es ist doch gut, wenn ihr so viel zu tun habt, wenn man nicht so oft...

01:04:15: Nee, ist nicht gut, wenn man so viele Anzeigen schon

01:04:16: hat.

01:04:16: Die haben mich rausgeschmissen und da habe ich gesagt, nee, wir nehmen keine neuen Leute auf.

01:04:21: Aber ich bin da nicht neu.

01:04:22: Aber

01:04:22: wie hast du dich dann zurückgekämpft?

01:04:25: Du hast dich dann operieren lassen?

01:04:26: Ja,

01:04:26: genau.

01:04:27: Ich hab dann halt, wie teuter, teuer, dann hat man natürlich wirklich gute Kontakte, Leute, die einem wohl gesonnen sind, die entsprechend ausgebildet sind und Connections haben und so weiter und hat das wirklich ganz toll funktioniert.

01:04:41: Und ich hab diesen OP-Termin relativ schnell bekommen.

01:04:44: Und die haben das einfach, seitdem sind diese Symptome... einfach komplett weg.

01:04:49: Ich konnte das Training wieder aufnehmen.

01:04:51: Habe jetzt auch, weil ich ja jetzt nur Sechellen geplant habe, im warmen Wasser habe ich auch irgendwann mal zwanzig.

01:04:58: Die Chance auch genutzt, mal zwanzig Kilo abzunehmen.

01:05:02: Das tut auch echt gut.

01:05:03: Also der Prozess des Abnehmens natürlich nicht, ist absolut der Albtraum.

01:05:07: Aber einfach mal so leichter unterwegs zu sein, ist einfach eine tolle Sache.

01:05:12: Ich habe so den Eindruck, ich habe Das große Glück, mich mit sehr inspirierenden Leuten hier unterhalten zu dürfen.

01:05:17: Aber wirklich alle Menschen, die mal auf so richtig ernst dem Tod ins Auge geschaut haben, sei es durch eine Diagnose oder sei es im offenen Meer oder in ganz anderen Situationen, die haben irgendwie einen anderen Blick aufs Leben.

01:05:34: Weil sie wirklich mal gesehen haben, was auch auf der anderen Seite sein kann.

01:05:38: Ein viel optimistischerer, ein viel positiverer.

01:05:42: Hast du ein paar Tipps für uns?

01:05:43: Du bist ja Botschafter, du hältst deine Vorträge, wie wir so ein bisschen positiver durchs Leben gehen können.

01:05:51: Ja, indem ihr einfach nicht abwartet, dass es einen Impuls von außen gibt, der euch dann in der Situation des Überlegens bringt über euch selbst.

01:06:01: Also man muss ja bitte keine Krebsdiagnose kriegen, um das Verständnis dann das Bewusstsein zu haben, dass das Leben, was wir hier zur Verfügung haben, etwas ganz Besonderes und schützenswertes ist.

01:06:11: Man muss nicht irgendwelche Horrorerlebnisse haben, irgendwelche Unfälle oder sonstige Schicksalsschläge, um halt mal genau zu diesem Punkt zu kommen, um über diese Dinge, die ja jeden Tag eigentlich da sind um uns herum, auch Glück ist einfach immer irgendwie da im Kleinen.

01:06:28: Und oftmals ist die Leute so in ihren Gedanken irgendwie verhaftet und so engster nicht unterwegs, dass man das kleine Glück, was rechts und links ist, neben einem in anderen Leuten, die man tagtäglich irgendwie begegnet, die man vielleicht mal irgendwie in Lächeln schenkt.

01:06:44: Das kriegen die Leute nicht mehr mit.

01:06:47: Und das wäre irgendwie schön, wenn man sich von da draußen auch nicht so verrückt machen lässt.

01:06:52: Wir haben nun mal einfach alle diese Strömungen, sag ich jetzt mal.

01:06:56: Genau wie ich dann diese Meeresströmung.

01:06:58: Aber wir haben alle diese Strömungen, die wir nicht kontrollieren können.

01:07:01: Und da ist es einfach gut, sich auf das zu konzentrieren, was man selber irgendwie beeinflussen kann.

01:07:07: Und das ist einfach jede einzelne Tag, jede einzelne Stunde, kann man sich selbst irgendwie beeinflussen.

01:07:15: In die eine oder in die andere Richtung.

01:07:17: Und aus dieser Ohrenmacht rauszutreten und wieder in dieses Aktive zu kommen, das ist einfach wie der Schlüssel.

01:07:24: Ist das auch das, was du deinen Zuschauerinnen und Zuschauer bei den Vorträgen, die du hältst, mitgibst?

01:07:31: Ja, genau.

01:07:32: Gerade jungen Leuten gebe ich so ein Stück weit, versuche ich immer diese Zukunftseuforie, nenne ich das irgendwie, mitzugeben.

01:07:42: Einfach angesichts natürlich der ganzen Krisen und Situationen da draußen, gibt es einfach so diese Vorstellung von einer besseren Welt.

01:07:51: an der man irgendwie glauben und festhalten muss, ohne die anderen Dinge natürlich jetzt irgendwie einfach was wegzuschieben.

01:07:58: Mut natürlich so als Haltung zu haben, ist auch wichtig, weil man darf auch nicht unterschätzen, erst mal was das mit einem selber macht, aber auch mit seinem Umfeld.

01:08:07: Die Leute da draußen haben einfach nur mal Angst.

01:08:10: Gerade junge Leute, ganz, ganz junge Leute, kleine Kinder haben Ängste und die spüren einfach, wenn er jemand ist, der authentisch ist, echt ist, ... positiv ist, aufgeschlossen ist ... ... und das gibt ja irgendwas ... ... ohne dass du mit denen redest.

01:08:26: Also teilweise Kinder, ... ... die noch gar nicht sprechen können, ... ... die spüren das aber.

01:08:30: Was ist auf deinen Vorträgen ... ... der größte Aha-Moment ... ... bei deinem Publikum?

01:08:36: Weil du spürst ja, ... ... es wird ja wahrscheinlich immer wieder ... ... so ein, zwei Momente geben, ... ... wo das Publikum relativ ... ... ähnlich reagiert.

01:08:42: Wo denken die sich so, ... ... ah, okay, das ist wirklich was, ... ... was noch heißt?

01:08:45: Weil jetzt mal so Real Talk ... Jeder mit einem gesunden Menschenverstand weiß ja, dass eine Europalette nichts im Ozean zu tun hat.

01:08:52: Ja, da gibt es immer ganz viele Aha-Elemente bei den Leuten.

01:08:57: Es ist immer auch echt schön, wenn die dann irgendwann merken, dass es ja gar nicht um mich geht, der da vorne spricht, sondern das ist immer richtig auch lustig.

01:09:07: Erzähle auch dann Geschichten, was eigentlich nicht funktioniert.

01:09:10: Aber die schönsten Momente sind, wenn die Leute dann sehen, oh man, der redet ja irgendwie gerade über mich.

01:09:15: Also das ist ja, auch wenn ich selber vielleicht nicht da im Meer rumschwimmen würde, habe ich ein Hein, aber ich bin ja auch schon ein Hein begegnet.

01:09:22: Ich war ja auch schon in solchen Strömungen.

01:09:25: Ich habe ja auch so einen Jürgen an meiner Seite.

01:09:27: Ich habe ja auch schon irgendwie so völlig verrückte Sachen gemacht.

01:09:30: Ich bin ja auch schon mal irgendwie in solchen Situationen gewesen, die aber irgendwie dann Anlass waren natürlich.

01:09:38: Ich habe ja auch solche Leidenschaften in mir.

01:09:40: Vielleicht gerade mal kurz vergessen und wenn die Leute das dann wieder entdecken, das ist cool.

01:09:45: Ich glaube du machst es einem wahnsinnig schwer ausreden zu finden.

01:09:49: Weil weißt du du bist wahnsinnig relatable finde ich super.

01:09:52: also super authentischer Typ einfach und ich denke mir so ... bei anderen Menschen, die so wahnsinnig ... ... ja, die einfach schon Kohle ... ... von ihrem Background her haben, ... ... Sponsoren und so weiter, ... ... die einfach so ganz entkoppelt ... ... von der restlichen Welt wirken, ... ... dann denkt man sie so, ... ... ja, die haben ja eh den ganzen Tag Zeit, ... ... um sich darum zu kümmern.

01:10:07: Bei dir ist es so, ... ... okay, full-time Job gehabt, ... ... drei Kinder, alles so zusammen.

01:10:12: So, da erfüllt man gar keine Ausrede.

01:10:15: Ja, aber ich meine, ... ... normal, wenn jetzt einer da irgendwie ... ... ein paar Millionen geerbt hat oder irgendwie ... drei Mehrfamilienhäusern, München und so weiter.

01:10:22: Und das ist mir auch vergönnt.

01:10:25: Ich habe ja auch ein paar Leute in meinem Freundesbekanntenkreis, die haben auch, ey, Kohle, bis der Arzt kommt.

01:10:31: Das ist doch super.

01:10:31: Ich freue mich einfach für die.

01:10:32: Das ist doch toll.

01:10:34: Die Frage ist doch immer nur, was machst du dann damit?

01:10:37: Und wem willst du hier was beweisen die ganze Zeit?

01:10:41: Und gut ist einfach, wenn man irgendwann in diesen da reinkommt, dass man ... einfach wirklich komplett authentisch sein kann und nicht mehr versucht irgendjemand anders zu sein, es irgendwelchen Leuten recht zu machen.

01:10:55: Das ist einfach die absolute Freiheit und wie total super.

01:10:59: Außerdem habe ich gar keine andere Wahl.

01:11:00: Ich bin gar nicht so gut.

01:11:02: Ich würde das gar nicht schaffen, anderen Leuten irgendwas fortzumachen, weil das würde ich gar nicht hinkriegen, wieso ich das wollte.

01:11:08: Das habe ich auch gleich damit aufgehört.

01:11:10: Ich war auch in der Schule, damit es immer so schlecht.

01:11:14: weil ich irgendwie in meiner Freizeit alles andere gemacht habe, lieber als Hausaufgaben, dass ich, ich konnte mir das gar nicht leisten, bei so einer Klausur nervös zu sein, weil dann welcher noch schlechter gewesen.

01:11:27: Also habe ich dann da Gas gegeben und habe dann eine zwei, wenn es gut lief, oder mal eine drei geschrieben, manchmal auch noch vier, ja, aber ... Meine Nachbarn, meine Freunde, Klassenkameraden, die dann von morgens bis abends da rum gelernt haben, wie die Irren, und dann total nervös waren, die haben dann auch eine Zwei geschrieben.

01:11:45: Dann habe ich dann irgendwie, mein Sitznachbau und Kumpel heute noch irgendwie Stefan habe ich gesagt, ey, sag mal, da habe ich dann gefreut, dass ich eine Zwei minus hatte.

01:11:53: Da hab ich gesagt, ey, da freust du dich jetzt drüber, du hast doch gelernt wie so ein Irrer.

01:11:57: Also wenn ich mal so lernen würde wie du, und ich mindestens dann ne Eins oder ne zwei Plus schreibe, der wär ja total wich ausrasten.

01:12:04: Der Meister der Effizienz, wie mit deinen Anzügen beim Grauen.

01:12:08: Alles perfektioniert.

01:12:09: Was ich mir in der Vorbereitung gefragt hab, weil du so viele Menschen mobilisierst mit deinen Vorträgen, du hast mittlerweile auch wirklich durch diese ganzen extrem krassen Versuche richtig Öffentlichkeit für dich und dein Thema geschaffen, siehst du dich als ne Art Aktivist?

01:12:22: Ja, ich seh mich schon als jemand, der halt was macht und mehr und mehr und darüber freue ich mich auch wahnsinnig.

01:12:28: Wobei, ja nochmal, ich hab jetzt irgendwie immerhin, aber ich hab jetzt, ich hab jetzt zweiundzwanzigtausend Follower bei Instagram.

01:12:34: Ja, das ist irgendwie, ich hab aber sehr gute Wahrnehmungen halt in anderen Kreisen.

01:12:39: Ich würde mich natürlich wünschen, wenn wir auch mal bei Instagram irgendwann mal ein paar Leute mehr haben, die

01:12:43: einfreuen.

01:12:44: Ich würde mich riesig freuen.

01:12:46: Ich gehe euch mal nicht auf den Sack.

01:12:50: Aber man tut einfach etwas aus dieser Leidenschaft heraus und das nimmt die Leute mit.

01:12:57: Weil die Leute merken und das ist, glaube ich, der entscheidende Punkt.

01:13:01: Bei jemanden wie mir merken die Leute, dass ich das ja sowieso mache.

01:13:05: Die wissen einfach genau, du kannst das mitmachen oder nicht, aber der Typ, der macht das sowieso.

01:13:11: Und das ist der Unterschied.

01:13:13: Viele Leute kommen ... und wollen immer irgendwas und erzählen denn ja das und das und das und dann mache ich, wenn ich das und das und das habe, dann mache ich das und das.

01:13:20: Aber ich mache das ja einfach.

01:13:22: Ja.

01:13:22: Und es fühlt sich auch echt gut an.

01:13:24: Tue es auch, wenn niemand zuschaut.

01:13:26: Genau.

01:13:27: Wir müssen langsam zum Ende kommen, davor möchte ich aber noch über eine Sache reden, die du vorhin schon angeschnitten hast.

01:13:32: Du hast vor ein paar Tagen jetzt hier vor dieser Aufzeichnung einen Anruf bekommen.

01:13:37: Ein sehr unalltäglichen, den die meisten von uns... normal people noch nicht bekommen haben, nämlich von der Bundesregierung.

01:13:46: Was hat es damit auf sich?

01:13:48: Ja, es ist so, dass es so eine Expertenkommission geben wird zu Fachthemen, in dem Fall halt zum Thema Artenschutz, Biodiversität und Klima, so ein Arbeitskreis und in dem wir nicht einberufen worden.

01:14:04: Und das ist natürlich echt toll.

01:14:06: Also ich kann mich ja nur wiederholen.

01:14:10: Ich bin natürlich kein Politiker, ich bin kein Wissenschaftler, ich bin kein Forscher oder sonst.

01:14:16: Ich bin einfach André Wirsich, der da draußen voller Leidenschaft rumschwimmt und natürlich die Dinge erlebt und diese Emotionen.

01:14:25: mitbringt, mit einbringt und dass das auf so einer Stelle auch irgendwie Gehör findet und für so wichtig erachtet wird, dass man halt in so einem Kreis, ich weiß gar nicht, wer da noch mit drin ist, aber wahrscheinlich irgendwie hochrangige Leute damit arbeiten kann, das ist einfach toll.

01:14:41: Aber wie ist es, ich kenne es dann, ich oder ich ziehe da in meinem dummen Kopf dann irgendwie eine Parallele, wie wenn der Bundstrainer jetzt so anruft und sagt, André, du bist im Team.

01:14:53: Wer hat dich da angerufen?

01:14:55: Ja, das ist Sekretariat von Dr.

01:14:56: Karsten Lindemann, dem Generalsekretär von der CDU, der organisiert das irgendwie mit seiner Stabstelle.

01:15:03: Den kann ich natürlich persönlich auch, vorher schon, aber ich habe auch schon mal in Berlin auch immer schon mal diverse Vorträge gehalten, nicht für irgendwelche Parteien, sondern auch allgemein dort.

01:15:15: Und die wird ja auch schon mal so ein bisschen teilhaben lassen, mitgenommen.

01:15:20: Weil ich das, ich glaube schon seit so vielen Jahren jetzt mache und die Leute einfach merken, Mensch, der meint das alles echt und der kann was einbringen.

01:15:30: Und dann so einen Anruf zu kriegen und diese Einladung damit zu machen, das ist natürlich einfach großartig.

01:15:35: Toll.

01:15:35: Ich finde, du machst es auch so krass.

01:15:36: Ich meine, du redest ja echt viel über das Thema.

01:15:38: Und trotzdem bist du da mit so einer Leidenschaft einfach dabei.

01:15:42: Man merkt wirklich, wie krass du dafür brennst.

01:15:44: Und deswegen finde ich das auch gerade, weil du dich für so eine... gut Sache einsetzt, wahnsinnig unterstützenswert.

01:15:51: Deswegen wirklich folgt ihm, hört auf den Mann.

01:15:55: Nein, ich finde, dafür können wir die Plattform hier komplett nutzen.

01:15:58: Wie können dir dich auf deiner Mission unterstützen?

01:16:02: Ja, ich habe dieses Blue Heart, habe ich jetzt als GGmbH, also als gemeinnützige GmbH.

01:16:08: Wir können auch Spenden annehmen mit, wobei mir jetzt nicht irgendwie was spenden sollte oder so was, aber ... Schaut einfach mal drauf, guckt, wir werden nächstes Jahr auch richtig tolle Projekte machen.

01:16:18: Ich mache so ein Filmprojekt auch independent für Schulen, was wir kostenlos Schulen in Deutschland, Österreich, Schweiz zur Verfügung stellen werden.

01:16:29: Und den Schülern gerade so Jahrgangsstufe fünf bis neun, das sind so die, die ja derzeit so wirklich in ganz schwierigen Situationen sind.

01:16:39: Ja, weil die natürlich diesen massiven Einflüssen ausgesetzt sind, wie wir alle, aber halt noch nicht so geformt

01:16:46: sind, dass

01:16:47: sie einfach auch in so eine Überforderung kommen und sich natürlich auch fragen, irgendwie, oh Gott, was... Was ist mein Platz hier?

01:16:54: Was hat mein Handeln hier für Konsequenzen?

01:16:56: Macht das überhaupt Sinn, wenn ich mich irgendwie hier engagiere?

01:16:58: Macht das überhaupt Sinn, wenn ich jetzt hier den Müll mal irgendwie einsammle oder was auch immer?

01:17:03: Oder ist sowieso eigentlich schon alles zu Ende?

01:17:06: Ja, es ist natürlich nicht.

01:17:07: Ja.

01:17:08: Und ich versuche einfach mit so einem Film irgendwie nicht, André will sich den Superschwimmer da irgendwie vorzuspielen, sondern einfach euch mitzunehmen und euch auch Sachen zu zeigen, die gut sind.

01:17:20: Leute vorzustellen, die schon richtig geilen Scheiß machen da draußen.

01:17:24: Die gibt's nämlich überall.

01:17:25: Die gibt's überall auf der Welt.

01:17:26: Gibt's Leute, die richtig coole Sachen machen.

01:17:29: Aber sie sind ganze Zeit damit beschäftigt, coole Sachen zu machen und sind gar nicht so präsent in der Öffentlichkeit.

01:17:38: Die Leute treffe ich und ich gebe euch ein paar Impulse darüber.

01:17:43: Und das hat sich jeder zum Mitmachen eingeladen.

01:17:46: Und ich bin der Letzter der... euch oder irgendjemandem da draußen sagen will, was er zu tun oder zu lassen hat.

01:17:52: Das ist auch ganz wichtig.

01:17:54: Dein nächstes Abenteuer steht jetzt quasi noch an.

01:17:57: Wir haben ja, dieses Schellen-Nummer ist ja noch nicht zu Ende.

01:18:00: Das erste Mal hat es nicht geklappt.

01:18:01: Das zweite Mal Vorhofflemann.

01:18:04: Die Pumpe wollte nicht mehr.

01:18:05: Jetzt soll es beim dritten Mal klappen.

01:18:08: Alle guten Dinge sind drei.

01:18:09: Ja.

01:18:10: Wann geht's los?

01:18:11: Am fünftzwanzigste November geht's los.

01:18:15: Wir fliegen geruhr mit dem ganzen Team.

01:18:18: Instagram-mäßig nehmen wir euch da mit.

01:18:19: Ich produziere aber halt auch wie Filmmaterial darüber.

01:18:22: Wir müssen mal gucken.

01:18:23: Auf jeden Fall wird eine irre Nummer ihres Abenteuer.

01:18:27: Ich habe keine Ahnung.

01:18:28: Letztes Jahr gab es einen einzigen Tag, wo das theoretisch überhaupt Bedingungen hatte, wo man das überhaupt hätte schaffen können.

01:18:37: Im ganzen Jahr oder im ganzen Zeitraum?

01:18:39: Im ganzen Jahr.

01:18:39: Dann

01:18:39: das ganze Jahr.

01:18:40: Okay.

01:18:41: So und das ist irgendwie gerade am Mount Everest zum Beispiel.

01:18:43: Hat man so zwischen elf und ... Und hier ist es einfach eine komplett andere Situation.

01:18:54: Deswegen, man braucht ein bisschen Glück.

01:18:56: Ihr wisst jetzt, ich brauche auch keine perfekten Bedingungen.

01:18:58: Ich brauche nicht den perfekten Tag.

01:19:00: Trotzdem wäre es ganz gut, wenn wir irgendwie einen guten Tag erwischen.

01:19:03: Gute Leute habe ich dabei.

01:19:05: Schauen wir einfach mal.

01:19:06: Ich wünsche dir ganz, ganz, ganz viel Erfolg dabei.

01:19:08: Du bist ein unfassbar inspirierender, authentischer Typ.

01:19:11: Ich glaube, wir können ganz, ganz viel von dir lernen bekommen.

01:19:13: Zur letzten Frage.

01:19:14: Das ist immer die letzte Frage.

01:19:15: Stell dir mal Folgendes vor.

01:19:17: Stell dir mal vor, Aliens landen auf der Welt.

01:19:20: Und die haben gar keine Ahnung, was Sport ist.

01:19:22: Wissen die nicht.

01:19:22: Die sehen nur ganz viele Menschen unter anderem auch dich, die sich so richtig ins Leiden schicken.

01:19:28: Die schwitzen, die pumpen.

01:19:30: Der Puls liegt bei Hundert Achtzig und fragen dich, André, warum?

01:19:37: Ja, wenn man nur entspannen kann, wenn man vorher sich angespannt hat.

01:19:44: Wir Menschen sind doch voll für diesen Wechseln.

01:19:47: Und das ist halt eine Seite dieses Wechsels.

01:19:50: Und das ist einfach super.

01:19:51: Ich liebe das einfach.

01:19:53: Dann spürt man irgendwie das Leben und spürt sich.

01:19:56: Die ganzen Sinne sind geschärft und solche Situationen.

01:19:59: Das ist doch einfach super.

01:20:00: Und das sollten wir uns alle unbedingt gehalten.

01:20:03: Vielen Dank dir, André.

01:20:04: Vielen Dank, dass du da warst.

01:20:05: Vielen Dank auch euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt.

01:20:08: Nächste Woche hören wir uns wieder beim Deep Dive und denkt bitte dran.

01:20:11: Lasst uns auf jeden Fall eine gute Bewertung da.

01:20:13: Folgt rein, damit ihr auch nichts mehr verpasst und lasst uns das Ding hier richtig schön groß machen.

01:20:18: Tausend Dank dir, André.

01:20:20: Danke euch.

01:20:20: Ciao.

01:20:21: Wir sehen uns.

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