HOLGER BADSTUBER: Titel, Tore, Trauer - die bewegte Karriere einer Bayern-Legende
Shownotes
Holger Badstuber gehört zu den bekanntesten Gesichtern des FC Bayern München sowie der deutschen Nationalmannschaft. Mit ihm verbinden wir bis heute eine goldene Ära beim Rekordmeister – eine Zeit, in der die Eigengewächse Thomas Müller, Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und David Alaba hießen und das Rückrundenspiel gegen den BVB das eigentliche Meisterschaftsfinale war.
Host Lenny Peteanu spricht mit ihm im SPORT1 DEEP DIVE über seine Anfänge in einer fußballverrückten Familie, den frühen Tod seines Vaters und seinen heutigen Blick auf eine titel- und verletzungsreiche Karriere.
Die Folge mit Holger Badstuber im Überblick:
- 00:00:00 – Intro
- 00:01:58 – Holger und seine Vereine
- 00:04:45 – Heimat und typisch Schwäbisch
- 00:07:48 – Anfänge/Jugendfußball
- 00:10:40 – VfB vs. FCB und Idole
- 00:11:58 – „Lass es doch lieber mit dem Fußball sein"
- 00:14:15 – VfB-Jugend und Schritt in die Bayern Jugend
- 00:18:58 – Druck in der Jugend/Social Media
- 00:22:40 – Wertevermittlung Familie und Jugendtrainer
- 00:24:13 – Zivildienst
- 00:26:50 – Tod seines Vaters
- 00:30:55 – Hermann Gerland
- 00:32:20 – Der Weg zum Profi
- 00:37:52 – Schwere Verletzung
- 00:43:30 – Comeback und Wechsel
- 00:46:44 – Schweiz und Karriereende
- 00:50:50 – Schulterklopfer und Freunde
- 00:56:20 – Alien-Frage und Outro
Fragen, Anregungen und Feedback? So könnt ihr mit Lenny in Kontakt treten:
-📱Instagram: @lenny.peteanu
-📱 Lennys Homepage: https://www.lennypeteanu.de/
Transkript anzeigen
00:00:00: Lass es doch lieber mit dem Fußball sein, das wird doch eh nix.
00:00:02: Das war die Hölle, ich war auf einem sehr guten Weg, feste Größe über Bayern, feste Größe in der Zusammenwand schaffte mit Drehend zwanzig, wo ich halt sage, wow, da will ich hin und da gehöre ich auch hin.
00:00:11: Das hat mich dann halt von dem Weg abgebracht.
00:00:13: Andere Spieler hätten halt gesagt, ich gehe das Risiko nicht ein, aber ich bin halt nie so ein Spieler gewesen.
00:00:18: Der Schliff, der war halt durch Hermann Gerland.
00:00:20: Und der Tiger war schon ein wichtiger Faktor, weil er halt genau wusste, was man bei den Profis sehen möchte, was es heißt, Profi zu sein, was es heißt, bei Bayern München performen zu müssen.
00:00:30: Nicht mal nur einmal gut spielen, sondern immer gut spielen wollen, immer das ans Maximum gehen wollen.
00:00:35: Sonst bist du nicht gut genug für Bayern München.
00:00:37: Den Traum von meinem Vater und meinen Traum natürlich auch, das zu verwirklichen, das war Ansprung auf zehn.
00:00:43: Das hat er dann nicht mehr miterlebt.
00:00:45: Man ist ja im Leben irgendwie immer auf der Suche.
00:00:48: Wo zieht's mich hin?
00:00:49: Was sind meine Interessen?
00:00:50: Was bin ich da?
00:00:52: Die Suche nach dem Warum?
00:00:54: Ich glaube, ich habe jetzt einen Teil dieser Suche abgeschlossen.
00:00:59: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Sport-Eins-Deep Dive.
00:01:02: Ich bin Lenny und ich treffe mich hier einmal die Woche mit super inspirierenden Menschen aus der Welt des Sportes.
00:01:07: Unser heutiger Gast ist Holger Bartstuber.
00:01:10: Holger war insgesamt über fünfzehn Jahre lang beim Rekordmeister, ist als Eigengewächs hoch von der Jugend zu den Profis, hat da in einer Generation mit Schweinsteiger, Müller, Robbery und ganz vielen mehr einmal die Bundesliga umgegraben und ist mit fünf Meistertiteln drei Pokalsiegen und einem Champions League-Titel einer der erfolgreichsten Fußballer dieses Landes.
00:01:30: Wir sprechen über seine Kindheit, das Bayern Mindset, seine lange Verletzungspause und wie der Tod seines Vaters ihnen in jungen Jahren schon sehr geprägt hat.
00:01:37: Holger liebt den Fußball über alles.
00:01:39: Das merkt man sofort, wenn er über die alten Zeiten spricht und auch so eine ganz positive und inspirierende Art, von der wir uns, glaube ich, alle eine gute Scheibe abschneiden können.
00:01:47: Und Freunde, ihr wisst, wie es läuft, lasst uns gerne jetzt schon eine gute Bewertung und ein Abo da.
00:01:50: Das hilft uns wahnsinnig bei unserer Arbeit.
00:01:52: Für euch ist es kostenlos.
00:01:54: Vielen Dank euch und jetzt ganz viel Spaß euch bei der Folge mit Holger Badstuber.
00:01:58: Was bedeutet Heimat für dich?
00:02:00: Heimat ist eine Sache des Wohlfühlen für mich.
00:02:03: Natur, Familie, die liebsten um mich herum.
00:02:08: Das ist für mich Heimat.
00:02:10: Und ist jetzt kein bestimmter Ort, würde ich sagen, ist eher ein Gefühl.
00:02:14: Natürlich gibt es Orte, an denen ich mich sehr wohl fühle.
00:02:16: Das heißt, das ist in gewisser Art und Weise Heimat, aber Heimat ist eben vor allem in der Natur für mich und mit den liebsten Leuten um mich herum.
00:02:26: Weil ich hab mir das so gefragt in der Vorbereitung, weil wenn man sich so deine Karriere und die ganzen Standorte anschaut, wo du warst, dann hast du ja, also es gibt Spieler, die sind während ihrer ganzen Karriere einmal, machen die ganz Europa durch, gehen danach noch irgendwie in die MLS, in die Saudi League, wie auch immer.
00:02:42: Und bei dir war das nicht so, du hast eigentlich um deine ursprüngliche Heimat um Schwaben rum, so ein Dreieck gespannt mit Stuttgart, mit München, mit Luzern und das ist relativ untypisch eigentlich.
00:02:50: Deswegen ist Ist das auch eine Art Heimatverbundenheit zu dem Ort, wo du aufgewachsen bist?
00:02:57: Oder war das einfach das Zufall, dass diese klassischen Irrungen und Währungen das Transfermarkt?
00:03:03: Ich glaube natürlich hatte ich auf Fußball heuer sehr weit entwickelt.
00:03:07: Das ist nicht mehr so eine Verbundenheit zu den Vereinen im Allgemeinen, wie es vor Jahren war, vor allen Dingen auch zu meiner Zeit so ein bisschen.
00:03:17: Mir war schon wichtig, dass die Verbundenheit eine Identität zu den Vereinen Gewinne und habe, drum bin ich auch, wie gesagt, meine Karriere sechs Jahre beim VHB insgesamt gewesen, knapp fünfzehn Jahre bei Bayern und dann die anderen Stationen Schalke und Luzian eigentlich relativ kurz.
00:03:37: Aber ich muss auch gestehen, die MLS hätte mich schon auch gereizt.
00:03:41: Okay.
00:03:41: Damals, zu meiner Zeit, wo ich aufgehört war, habe, der war Saudi, Arabien, etc.
00:03:47: nicht so offen, wie das danach dann war.
00:03:49: Also es war ein, zwei Jahre Unterschied.
00:03:52: hätte mich das gereizt, wenn ich einen Vertrag vorlegen gehabt hätte.
00:03:56: Weiß ich nicht, eventuell.
00:03:58: Ich schließe ihn nicht aus.
00:04:00: Zu meiner Zeit war er die MLS verführerisch, sag ich mal so, als Abrundung einer Karriere.
00:04:08: Aber ich muss auch gestehen, dass da selten Verteidiger von Europa spielen.
00:04:14: Die schauen natürlich auch immer aus markant technischer Sicht, wer bringt uns viel ein.
00:04:19: Stars, Tore, Spektakel, da sind die Amis ein bisschen anders gestrickt, glaube ich.
00:04:26: Die wollen natürlich auch das Business dahinter sehen und ein Verteidiger, glaube ich, verkauft jetzt nicht die meisten Trikots.
00:04:31: Ein Verteidiger schießt nicht die Tore, die man sehen will und von dem her war das relativ schwer und man sieht es ja auch, dass, wie gesagt, wenig Abwehrspieler.
00:04:45: in die MLS wechseln.
00:04:46: Ja, ich glaube aber in München oder in Stuttgarter waren deine Betriebe Verkäufer aber ganz gut.
00:04:50: Lass uns... Gut,
00:04:52: das weiß ich wie gesagt nicht.
00:04:53: Lass uns einmal zurückgehen zu den Anfängen in den Landkreis Biberach nach Rot an der Rot, wo du aufgewachsen bist.
00:05:01: Ja.
00:05:01: Man hört es dir auch so ein bisschen an, das Schwäbische.
00:05:04: Ich würde erstmal interessieren, was ist denn für dich, weil es gibt viele verschiedene Außenwahrnehmungen, aber was ist für dich typisch Schwäbisch?
00:05:11: Typisch Schwäbisch.
00:05:12: Also speziell wenig zu meiner... In die Heimat, wo ich aufgewachsen bin, fahre oder nach Stuttgart fahre, ist der erste Besuch immer Maultaschenessen.
00:05:23: In München gibt es nicht so viele Maultaschen.
00:05:26: Oder Läden, wo Maultaschen anbieten.
00:05:29: Also Maultaschen ist es eher sicherlich Spätzle.
00:05:32: Klar gibt es hier auch Spätzle.
00:05:34: Kriegt man aber, wie gesagt, im schwäbischen Ländle, glaube ich, bessere.
00:05:39: Hier sind andere Spezialitäten.
00:05:41: Das ist der
00:05:41: ganz kurz Einhaken.
00:05:42: wirklich, weil es mich interessiert, weil hier sind Spätzle ganz oft so sämig.
00:05:46: Ja.
00:05:46: Weißt du, was ich... Aber eigentlich muss das doch richtig kässig sein, oder?
00:05:50: Ja, gut, es sind Kässpätzle.
00:05:52: Aber ein bisschen so teigiger, ein bisschen fülliger.
00:05:54: Und es gibt tolle Lokale in Stuttgart, muss ich sagen, wo ich die schwäbische... Die schwäbische Karte rauf und runter essen könnte.
00:06:05: Okay.
00:06:06: Und die besuche ich dann auch... immer wenn ich in Stuttgart bin.
00:06:09: Also auf die Frage, was das typisch-schwerbisch geht bei dir, liebe durch den Magen, das finde ich sehr sympathisch.
00:06:14: Liebe
00:06:14: durch den Magen, typisch-schwerbisch ist natürlich auch so ein bisschen die Art und Weise, die Schwaben sind schon ein bisschen zurückhaltender, sind aber auch, wenn sie sich wohlfühlen, sind sie schon gesellig, ja.
00:06:31: Es sind einfach ein bisschen anders wie die Bayern, aber ich finde mich in beiden Kulturen sehr wohl.
00:06:38: In beiden
00:06:38: Kulturen.
00:06:39: Was würdest du sagen, ist ein dir typisch-schwebisch?
00:06:42: Ich bin in Schwarmland aufgewachsen.
00:06:43: Ich habe dann Richtung Ende meiner Karriere wieder dort gespielt.
00:06:46: Ich habe schwäbische Freunde.
00:06:48: Typisch-schwebisch ist schon, glaube ich, meine... Das ist schwer zu zeuten.
00:06:54: Das hat einfach was mit der Persönlichkeit zu tun, dass man schon ein bisschen bodenständig ist, den auch sich immer wieder... auf dem Boden der Tatsachen begibt.
00:07:02: Jetzt sowieso nach der Karriere, glaube ich, bin ich keiner, der vorher vorausbrischt und irgendwie die Aufmerksamkeit sucht, sondern eigentlich die Ruhe genieße nach der Karriere.
00:07:13: Ich hatte genügend Tumult in meiner Karriere.
00:07:18: Und das genieße ich sehr, vielleicht ist das typisch verbisch, dass man sich da ein bisschen zurückzieht.
00:07:24: Gewisse Treue zu Freunden.
00:07:25: Ich glaube, das ist mir sehr wichtig, gewisse Werte.
00:07:29: Aber die vertreten natürlich auch die Bayern auch.
00:07:31: So ist es nicht.
00:07:31: Oder der Rest Deutschlands.
00:07:32: Ich sehe
00:07:33: mich mittlerweile als ein bisschen ein Mischprodukt.
00:07:37: Ich fühle mich als Bayer und als Schwabe.
00:07:41: Das sind einfach die Wurzeln.
00:07:42: Und ich glaube, ich komme mit beiden super gut klar.
00:07:46: Und wenn wir jetzt mal wirklich retrospectiv zurückgehen nach Rot an der Rote, was ist da so deine Gibt es so etwas wie eine erste Kindheitserinnerung oder irgendwas, was du damit assoziierst, wenn wir wirklich in deine Frühkindheit gehen?
00:07:57: Fußball.
00:07:58: Also am Fußballplatz, eigenes Tor, eigener Ball.
00:08:03: Ja, eine gewisse Ruhe in dem kleinen Örtchen, wo ich aufgewachsen bin.
00:08:10: Da gibt es dann einmal im Jahr, gibt es ein Dorffest, das ist sehr, sehr beliebt ist, weil dann doch unsere... Unsere Kloster, unsere Klosteranlage, sehr bekannt ist im Raum, Oberschwaben, sag ich mal so.
00:08:22: Da kommen sehr viele Besucher, das ist ein Highlight für dieses Örtchen.
00:08:27: Und darauf freut man sich immer, das ist immer mal August.
00:08:29: Da kommen auch immer sehr viele Tausend Besucher.
00:08:34: Und das bleibt mir immer in Errungung, weil das war einfach das Highlight in den Sommerferien, neben dem Fußball.
00:08:41: Und ansonsten, ja, hat man immer mit seinen Kumpels aus der Schule auch Fußball gespielt und dort einen Team gehabt, weit gekommen in der Jugend.
00:08:52: Ich glaube, das sucht seinesgleichen nach zwanzig Jahren, wie weit wir damals gekommen sind.
00:08:58: Und so habe ich die Erinnerung.
00:09:01: Also es besteht schon hauptsächlich aus Fußball und Familie.
00:09:04: Was für ein Stellenwert Fußball in Rot an der Wurther ist.
00:09:07: und das finde ich so geil, dass lässt das Herz eines jeden Fußballromantiker noch höher schlagen.
00:09:10: Auf Wikipedia ist der Fußballplatz als Sehenswürdigkeit eingetragen.
00:09:14: Das ist, ich finde, das sagt schon ganz, ganz viel aus.
00:09:17: Hab ich noch nie gehört, aber interessant.
00:09:21: Ja.
00:09:22: Ich glaube, da hat sich in den letzten Jahren natürlich auch einiges getan.
00:09:25: Früher hatte jedes Örtchen seinen eigenen Fußballverein, heute sind es Spielgemeinschaften.
00:09:31: Das hat sich einfach sehr viel gewandelt in der Gesellschaft.
00:09:35: Ich finde es dennoch sehr, sehr wichtig, dass man Kindern anbietet, Fußball zu spielen, andere Sportarten auszuüben, weil das einfach auch die Soziale fördert und gerade in der Gruppe sich zu beweisen, sich zu ver... seinen Platz zu verteidigen, zu verlieren, zu gewinnen zusammen, selber seine Grenzen auszutesten.
00:09:56: Ich glaube, das tut jedem Individuum gut.
00:09:59: Und damals war Fußball schon das Highlight im Ort.
00:10:04: Klar, aber nach und nach sind da auch andere Sportarten dazugekommen.
00:10:07: Also Tennis war auch damals Prozent.
00:10:09: Aber heute, da gibt es ja viele etliche Sportarten im Nachbarort Oxenhausen.
00:10:14: Da war Tisch Tennis natürlich ganz groß.
00:10:17: Also jedes Örtchen hat hier so sein Näh.
00:10:20: Wir bekommen so eine kleine Stadtrundenfahrt, ich mag das gerne.
00:10:24: Du hast mit circa fünf Jahren angefangen, auf was für eine Position erst mal?
00:10:28: Sehr offensiv, also Zehner, offensives Mittelfeld, links außen so ein bisschen, links hängt.
00:10:34: Wir haben jetzt gegen sieben gespielt, da war es ein bisschen anders.
00:10:37: Also schon offensiv.
00:10:40: Also ich gehe jetzt mal schwer davon aus, ob der Nähe auch, das ist wahrscheinlich der VfB.
00:10:45: dass der regierende Verein dort war oder was?
00:10:48: Von
00:10:48: der Nähe wäre München näher.
00:10:51: Aber wir waren ja in Oberschwaben, sprich im Schwabenland, da war natürlich der VfB von der Kultur her näher und die großen Bayern waren eben schon immer die großen Bayern.
00:11:02: Manche haben sich dem Erfolg angeschlossen, obwohl der VfB jetzt nicht unerfolgreich war in der Vergangenheit, aber der große FC Bayern hat das neuen Pusultraum.
00:11:10: Dann gab es welche natürlich, die sich zum Teil den Pfarrer auf B natürlich viele angeschlossen haben, auch Glabbach, wer Glabbach auch von der Historie erfolgreich war.
00:11:19: So, das waren die drei Vereine, wo ich auch in meiner Familie, wo viele Fans in der Familie
00:11:29: da waren.
00:11:30: Na ja, ich war ein als Offensiverspieler damals, wenn man an Stuttgart denkt, an das magische Dreieck, da hattest du ja mega Vorbilder.
00:11:37: Giovanni war eigentlich schon ein großer Vorbild für mich, weil ich habe ihm einen magischen Dreieck miterlebt.
00:11:43: Und dann ist er zu Bayern gewechselt und war aber Bayern ein herausragender Stürmer.
00:11:48: Und da hatte ich auch einige Trikots von Giovanni.
00:11:51: Also Giovanni und Lothar, das waren so meine ... Ähm, Idole auf dem Bolzplatz.
00:11:57: Wie cool.
00:11:58: Du bist mit elf Jahren ja dann auch zum VfB gekommen in die Jugend.
00:12:02: Genau.
00:12:03: Du musst eigentlich der geilste Typ auf dem Schulhof da gewesen sein.
00:12:05: Das müssen die Leute doch über Triben gefeiert haben.
00:12:07: Wenn du da auf einmal kommst, sagst du, ja doch, ich bin schon in der Jugend.
00:12:10: Doch, doch.
00:12:12: Würde ich gar nicht so sagen, weil in der Schule bei Kindern unter Kindern herrscht auch Neid.
00:12:18: Und gerade so umso älter ich wurde, elf, zwölf, dreizehn, vierzehn, wo ich dann eben auch in der Heimat noch in der Schule war, da waren immer so die Montag, Montagvormittag, wenn dann die Jungs über ihre Wochenende gesprochen haben, da konnte ich halt nicht mitreden.
00:12:39: Das hat man sich, das hat man einmal schon irgendwie mich so ein bisschen spüren lassen, habe ich so das Gefühl gehabt, vielleicht war es auch eine falsche Einbildung, aber Klar wussten viele Bescheid, dass ich sehr ambitioniert bin und beim VfB Stuttgart Spiele.
00:12:56: Manche haben da vielleicht auch ein bisschen drüber gelächelt.
00:12:59: Der spielt da eh nicht mehr lang und so weiter.
00:13:02: Ja, das ist natürlich so.
00:13:03: und gerade auf dem Schulhof etc.
00:13:05: oder auch unter... Unter Lehrern oder Leuten, wenn man mal ganz witzige Anekdote eigentlich, ich konnte mal meine spanisch-Vokale nicht lernen, da bin ich einfach nicht dazu gekommen, weil ich im Auto war.
00:13:18: Ich konnte einfach nicht.
00:13:19: Da habe ich es der Lehrerin am nächsten Tag gesagt und dann hat sie so ein Satz zu mir gesagt, so ungefähr... Ja, lass es doch lieber mit dem Fußball sein, das wird doch eh nix.
00:13:35: So, die hat mir aber dann, wo ich Profi wurde, wirklich, muss ich auch sagen, gut ab.
00:13:39: Nee, ne E-Mail, ne E-Mail damals geschrieben hat gesagt, sie war, es tut ihr wirklich sehr, sehr leid, es war sehr unprofessionell von ihr und sie freut sich für mich, dass ich es geschafft habe.
00:13:49: War nicht dann schön, aber so.
00:13:51: was musst du dir dann von Lehrern hören, wo ich dann sage, boah, lass den jungen träumen, ob es dann schafft er da nicht, das ist wieder ne andere Frage, aber lass ihn doch einfach seine Ziele verfolgen.
00:14:00: seine Leidenschaft nachgehen und förder ihm Leber, anstatt irgendwie einen blöden Spruch zu drücken.
00:14:06: Was heißt Entschuldigung auf Spanisch?
00:14:09: Ich weiß es auch nicht.
00:14:10: Ich dachte mir nur, vielleicht war das bei den Vokabeln.
00:14:15: Als du diese kleine Junge warst, der da geträumt hat und dieser Step dann möglich war, wie lief das ab?
00:14:19: Lief das so ganz typisch über Scouts ab, die dann an der Seitendinge standen, denn Papa war ja auch U-Seventeen-Trainer, glaube ich.
00:14:26: Genau.
00:14:26: Wie lief das?
00:14:27: Es
00:14:27: war so ein Mischmarsch, weil wir waren wirklich dort gut in der U-Xen beim TSV Rot an der Rot.
00:14:34: Gerade bei Hallenturnieren in der Baden-Württembergischen Meisterschaft im End-Turnier.
00:14:40: Also da haben wir auch gegen den VfB gespielt.
00:14:42: Und auf der anderen Seite war mein Vater dann halt auch U-Sebzehntrainer.
00:14:45: Und dann hat sich das so ergeben.
00:14:48: Und für mich war es halt logisch, dass ich den Schritt machen möchte und machen muss, um weiterzukommen, um halt auch besser zu werden.
00:14:54: Und ihr habt dann quasi eine Fahrgemeinschaft gebildet, fünfmal die Woche und seit nach Stuttgart gebannt, oder wie?
00:14:58: Ein
00:14:58: Kumpel von meinem Bruder an der Rot war eben auch noch beim VfB zwei Jahre lang.
00:15:04: Und dann von Uelmeiner.
00:15:08: Und dann haben wir so eine Fahrgemeinschaft gegründet.
00:15:10: Dann gehen wir jetzt mal den Schritt, den auch der Vorbild Joe Manielber gemacht hat.
00:15:14: Wir gehen jetzt mal zur Bayern-Zeit rüber in die, bleiben noch in der Jugend.
00:15:18: Mit drei, zehn, vierzehn ist dann auf einmal die Jugend des großen FC Bayerns.
00:15:22: Du bist dann ja auch noch in München gezogen.
00:15:24: Wie war das für dich dann auf einmal, der doch soweit weg von Neim zu sein?
00:15:29: absolut neu, vielleicht auch ein bisschen zu früh, weil ich schon auch einer war, der ja sehr heimal verbunden war und vielleicht auch nicht der ehemalige war, der so ein Frühentwickler war.
00:15:45: Aber es war halt ein ins kalte Wasser geschmissen, da musst du mal zurecht kommen, das heißt eigentlich schon dann dann erwachsen werden.
00:15:55: selber um sich sorgen, das Taschengeld richtig einordnen, sich dann abends selber zu verpflegen, sein Bett zu machen, da muss halt erwachsen werden.
00:16:05: Und dann die Schule wuppen, Schulwechsel von zu Hause aus und also das dahingehend performen, aber dann auch eben auf den Platz.
00:16:19: Ja, die nächsten Schritte machen, sich zu entwickeln und das zu bestätigen, dass du einer der dreizehn bist, die dort ins Internat, ins Internat durften.
00:16:28: und das war schon eine größere Böde für mich und Anfangs hatte ich schon auch da meine Probleme.
00:16:35: Du warst ja eines genau dieser, dieser Eigengewächse, die beim FC Bayern immer so beschworen werden, also wenn man jetzt an die Zeiten von Schweinsteiger, von Müller, David Alaba, Philipp Lahm und so weiter Denkt, dann hat das immer sowas sagenumwogenes.
00:16:50: und auch wenn ich mir jetzt die Diskussion um einen Lennart Karl zum Beispiel anschaue, dann merkt man, wie krass das im Selbstverständnis vom FC Bayern München ist, dass du A. diese Eigengewächse haben musst und dass sie B. auch performen müssen.
00:17:03: Viel, viel mehr als jetzt bei Premier League Verein zum Beispiel, die sagen, wir kaufen uns hier was ein und da was und das passt dann schon.
00:17:08: Woher glaubst du, kommt auch in diesen hitzigen Debatten, die jetzt auch immer noch durchgehend geführt werden beim FC Bayern.
00:17:14: Woher kommt dieses Selbstverständnis, dass da die Jungs aus den eigenen Reihen sein müssen.
00:17:19: Ich glaube, das wird dir einfach nach und nach eingedrichtert.
00:17:22: Du bist immer der große FC Bayern.
00:17:23: Auf jedem Turnier wirst du anders angeschaut, wie die anderen Bundesliga-Vereine.
00:17:30: Und dann hast du schon mal so eine Aufmerksamkeit, mit der du dich umgeben musst, aber mit der du auch klarkommen musst.
00:17:39: Und dann musst du halt auch abliefern.
00:17:40: Also bei Bayern München zählt halt nie der dritte oder vierte Platz.
00:17:43: Du musst halt immer im Finale stehen und klar gewinnst du dann mal, verlierst du.
00:17:47: Du musst halt, oder du willst den Finale und sonst bist du nicht gut genug für Bayern München.
00:17:53: Und das wird dir halt gerade sukzessive in, ja, wenn es dann Richtung U-III, U-IV, U-XV dann in die Bundesliga U-XV geht.
00:18:01: Da solltest du dann schon, ja, wichtige Schritte machen in deiner Entwicklung.
00:18:09: Aber letztendlich ist dann der Schliff, der war halt durch Hermann Geland.
00:18:13: Und der hat dann die Philipp Blams, die Andreas Ortel, die Sebastian Schweinsteiger vor mir so ein bisschen die Generation rausgebracht.
00:18:22: Und der Tiger war schon ein wichtiger Faktor, weil er halt genau wusste, was man bei den Profis sehen möchte, was es heißt, Profi zu sein, was es heißt, bei Bayern München ein paar Formen zu können, zu müssen.
00:18:36: Letztendlich haben sie ja dann auch viele In die zweite, in die erste Bundesliga zum Teil über Umwege geschafft, aber bei München ist zu schaffen, ist halt noch mal was anderes.
00:18:45: Und da konnte, da hatte wirklich der Herrmann Gerland ein ganz klares Auge dafür und konnte jeden seiner Spieler gut einschätzen.
00:18:56: Über dich und Herrmann Gerland und eure Beziehung will ich gleich noch sprechen.
00:19:00: Wir machen einen kurzen Tee, das machen wir gleich, gehen da nochmal hin.
00:19:04: Jetzt würde ich aber nochmal gerne kurz... die Abbiegungen in Richtung Druck in den jungen Jahren, weil das klingt nach wahnsinnig viel Druck, was ihr da hattet.
00:19:13: Und das haben die Jungs heute natürlich auch, der große Unterschied ist aber, ihr hatte damals noch kein Social Media.
00:19:19: Und es konnte nicht jeder seinen Müll, nenn ich es jetzt einfach mal rausrotzen, wie er wollte.
00:19:25: War das damals ein bisschen entspannter?
00:19:29: Ja, die Welt hat sich halt schon geändert.
00:19:31: Es ist zwanzig Jahre her, da tut sich viel.
00:19:33: Gerade Social Media ist ein großer Bereich.
00:19:37: Es fängt alles schon viel früher an, mit Scouts, mit Beratern, etc.
00:19:43: Und ja, heutzutage kommen ja welche mit, mit fünfzehn, sechzehn schon in die erste, in die erste Mannschaft, um sich zu zeigen, um dann auch den Marktwert zur Höhe, das ist ja auch zum Teil strategisch gedacht von den Vereinen, ja.
00:19:56: Deswegen, ja, für die jungen Spieler ist es zum Teil echt schwer, die Dinge einzuordnen, einzuschätzen.
00:20:03: Da kommt die Familie noch, wo ich dann auch schon mal einige Sachen gehört habe, die sicher nicht gut für die Entwicklung des Jungen sind, aus persönlicher Sicht, aber auch aus fußballerischer Sicht.
00:20:14: Weil mit Sechzehn ist man halt einfach noch Kind.
00:20:16: Das ist einfach so.
00:20:18: Und den Druck dann auch noch von den Eltern auf das Kind zu legen, indem man zum Teil den Job abbricht, weil der Junge Bestverdiener der Familie ist.
00:20:27: dann tue ich mich schwer, das ist nicht mehr gesund.
00:20:30: Und ich glaube, das auf lange Frist auch nicht gesund, wenn man so einen Umfeld hat.
00:20:32: Deswegen ist Umfeld ganz, ganz wichtig und dass man den Jungen gut unterstützt in seiner Entwicklung.
00:20:40: Natürlich auch heute auch Mädels, ja, die sind ja auch gegen auch diesen Weg.
00:20:43: Aber der Druck im Männerfußball ist halt einfach noch anders.
00:20:47: Aber das ist schon sehr, sehr krass heutzutage, muss ich echt sehen.
00:20:53: Also da höre ich Geschichten, die... Da muss ich schon tief durchhaben, um es richtig einzuordnen.
00:20:59: Aber ich kann nur sagen, Social Media ist so lang wie möglich umgehen.
00:21:03: Die Aufmerksamkeit, die sehen die Vereine, wenn du gut spielst, wenn du gut performst.
00:21:08: Es soll nach Leistung gehen.
00:21:09: Es soll nicht nach Klickzahlen gehen.
00:21:13: Und dann kommst du früher oder später eher ins Ziel.
00:21:15: Ob es jetzt mit siezehn ist oder neunzehn ist, ist völlig wurscht die Es geht um die Konstanz und um die Landlebigkeit in der Fußballer Karriere.
00:21:23: Und manchmal tut es einem gut, wenn ihr es später startet.
00:21:27: Ich finde das total spannend, weil, egal welche Disziplin im Deep Dive bei uns Gäste da waren, wir sind immer, oder fast immer bei dem Thema gelandet und sie haben immer gesagt, lass es.
00:21:37: Und trotzdem hängen wir den ganzen Tag vor diesem Gerät.
00:21:39: Ja,
00:21:39: es ist halt, ja, es ist Selbstkontrolle.
00:21:41: Es ist auch Kontrolle der Eltern.
00:21:43: Ich meine, wenn ich jetzt nicht mit dem Lerner Kral vergleich, der ist siebzehn, wird jetzt achtzehn, da war ich, da war ich niemals so weit.
00:21:52: Aber ich bin dann halt mit zwanzig-einenzwanzig, da habe ich halt den Krisensprung gemacht.
00:21:55: Er ist da halt vielleicht früher dran von der Entwicklung, von der körperlichen Entwicklung, von der mentalen Entwicklung, vom spielerischen Verstand her.
00:22:04: Irgendwann kommt der Sprung, aber das ist halt sehr individuell.
00:22:08: Ob es besser früher ist oder besser später, das werden wir nachher sehen.
00:22:13: Es wichtig ist, dass er klar bleibt, dass er ein gutes Umfeld hat und dass er jetzt durch die Phase, wo so viel Hype um ihm steht und um ihm so viel geredet wird, dass er da einfach bei sich bleibt, weiter arbeitet, weiter Leistung bringen will und dann wird er seinen Weg auch gehen.
00:22:33: Deswegen habe ich ihn jetzt als Beispiel genommen, weil es einfach das Präsent ist der Beispiel momentan ist.
00:22:39: Die große Überschrift dessen ist ja eigentlich ein Wertekonstrukt, das man aus der Kindheit und von den Eltern bekommt.
00:22:45: Und ich habe mir in der Vorbereitung... Entschuldigung,
00:22:46: da muss ich einladen, nicht nur von den Eltern, auch von den Tränen.
00:22:49: Absolut.
00:22:50: Absolut.
00:22:51: Das ist mir ganz wichtig.
00:22:54: Ich habe zwar eine Tränerausbildung für die Jugend ein bisschen gemacht, aber ich habe auch gesagt, was ist mit Werten?
00:22:59: Also für mich ist... Ich habe von jedem meiner Jugendtrainer... was mitgenommen, speziell an Werten auch.
00:23:05: Die haben mir was ermittelt.
00:23:06: Weil ich ja so oft auf dem Drehungsbeinstand, da mussten die Trainer, speziell in den jungen Jahren, da geht es einfach viel um Werte.
00:23:15: Und welche Werte sind das?
00:23:17: Soziale Werte, Werte, wie man sich, wie man sich, wie man weiterkommen, wie man sich selber entwickeln, wie man sich selber beherrscht, Disziplin.
00:23:27: Konstanz, nicht mal nur einmal gut spielen, sondern immer gut spielen wollen, immer das ans Maximum gehen wollen, immer sein Leidenschaft nachgehen, nicht nur mal am Wochenende, sondern jedes Training.
00:23:44: Im Training dann auch, wir sind ja ein Mannschaftssport, seinen Teil im sozialen Gefüge beisteuern.
00:23:55: gibt es sehr, sehr viele Komponenten im Fußball, auch mit anderen auch Sportabend.
00:23:59: Das ist einfach so, deswegen finde ich den Sport ganz wichtig, aber deswegen finde ich die Verantwortlichkeit der Drehen aus sehr wichtig.
00:24:05: Seinen Teil zum sozialen Befüge mitgeben, das ist mir gerade total hängen geblieben, was du gesagt hast, weil du ja auch Zivil gemacht hast.
00:24:13: Ja.
00:24:15: Meine Generation, wir hatten es, glaube ich, am allereinfachsten, weil du hast maximal zwölf Jahre Schule gehabt, du hattest G-Acht hier in Bayern.
00:24:22: Und muss das dann erstmal gar nichts machen.
00:24:24: Ganz ganz viele sind nach Australien abgehoren auf dem Nacken der Eltern.
00:24:27: Das darf ich jetzt nicht dazu gehört, aber du warst eigentlich von jeglichen Pflichten in bunten Kontest, dir ein geiles Leben machen und dann bist du studieren gegangen, hast eine Ausbildung gemacht oder sonst irgendwas.
00:24:36: Aber hat es den Zivil eben nicht.
00:24:37: alle aus deiner Generation auch noch älteren sagen mir aber, wenn wir darüber sprechen, dass das eine Zeit war, die die unglaublich geprägt hat, die die wirklich nachhaltig im Erwachsen werden, was ihre Werte auch angeht, geprägt hat.
00:24:50: Was für einen Stellenwert.
00:24:53: Würdest du dem geben?
00:24:55: Der war wichtig für mich.
00:24:56: Absolut.
00:24:57: Die Zeit war extrem wichtig.
00:24:58: Was hast du gemacht?
00:24:59: Zivildiens in der Körperbendendenschule.
00:25:03: Ich hatte... Das war gut.
00:25:05: Ich konnte das gut mit dem Training regeln.
00:25:07: Aber diese Zeit hat mir enorm viel gebracht.
00:25:11: Ich musste gestehen.
00:25:11: Ich hatte der vor wenig Kontakt mit Körperbehinderten.
00:25:16: Aber nach einer gewissen Zeit, nach zwei, drei Monaten, war das völlig normal.
00:25:21: Ich habe mit jedem so ein... oder mit einem mehr, mit einem weniger, ein Verhältnis aufgebaut, konnte gut mit ihnen, habe dann auch, wie gesagt, mich um einen speziellen Schüler gekümmert, drei Monate, und muss in eine ganz andere Struktur rein.
00:25:38: Ich bin morgen zum sechs aufgestanden, habe bis neun nur Zivildienst gemacht, bin dann zum Training, kurz Mittag gegessen, wieder zurück in die Körperbindenschule, und dann nachmittags wieder Training, dann war ich vom sechster Heim.
00:25:49: bin um neun Uhr schlafen gegangen, am nächsten Tag war das wieder.
00:25:51: Also das war einfach wichtig auch, sich selber nochmal zu strukturieren, aber trotzdem noch zu performen auf dem Fußballplatz.
00:26:01: Trotzdem so ein Gefühl zu haben, ey, das tut mir gut.
00:26:05: Also das holt mich immer wieder zurück auf dem Boden der Tatsache, weil da gibt es Schüler, Menschen, denen geht es schlecht, aber die leben auch und wollen auch ihr Leben in ihrer... Bestmögliche Art und Weise irgendwie genießen und Freude haben am Leben.
00:26:21: Und das hat mir schon echt gut getan.
00:26:23: Und deswegen kann ich das nur bestätigen.
00:26:24: zu den anderen Gästen.
00:26:26: Und ich habe auch größten Respekt.
00:26:27: Manche Spieler haben ja sind zum Bund gegangen.
00:26:29: Also die waren dann halt komplett weg mal eine Zeit lang.
00:26:32: Für die war es dann definitiv noch schwerer.
00:26:35: Weil die hatten dann einfach kein Fußballtraining.
00:26:37: Und das konnte ich dann gut kompensieren.
00:26:40: Und war eine super Absprache mit der Schule.
00:26:45: Und dann konnte ich das wirklich... Super strukturieren und die Zeit war sehr sehr wertvoll für mich als Mensch aber auch für mein Gefühl Ja was zu geben
00:26:54: das ist ja dann eigentlich die zeit.
00:26:57: Schule ist vorbei zivil ist gemacht man startet ins leben rein und und eigentlich das ist so ein gefühl dass dir die welt erstmal zu füßen liegt.
00:27:05: in deinem fall war ja dann auch noch den traum von der profi karriere ist dann auch Realität geworden.
00:27:12: und und dann gab es aber eine sache bei dir die wirklich schlimm für jeden jungen menschen für jenen menschen durchgehen muss ist und was du auch nicht kompensieren kannst mit geld oder erfolge oder juhu ich bin ins fußball profi und dass das das denn das denn papa dann gestorben ist.
00:27:29: und ich habe mich total lange gefragt sollen wir da jetzt reingehen?
00:27:31: soll ich das ignorieren machen?
00:27:32: wie machen wir das?
00:27:32: aber ich glaube schon dass wir dich als menschen und als spieler auch besser verstehen können wenn wir da drüber sprechen.
00:27:41: wie hast du das geschafft Als das passiert ist, dich nicht völlig darin zu verlieren und weiter dich auf Fußball zu konzentrieren.
00:27:54: Natürlich hat es in der Zeit gedauert, aber der Fußball hat mir auch Halt gegeben.
00:27:59: Also das war schon wichtig.
00:28:00: Deswegen meine ich auch, dieses Gefüge Fußball gibt mir halt auch Halt.
00:28:05: Das ist schon meine Leidenschaft.
00:28:06: Das war die Familienleidenschaft.
00:28:09: Die ganze Familie hat Fußball gespielt.
00:28:11: Auch von meinem Vater, die Geschwister etc.
00:28:14: Das war einfach nicht durch und durch.
00:28:16: eine Sportlerfamilie, eine Fußballerfamilie.
00:28:19: Und Fußball war einfach prägend bei uns.
00:28:22: Und ich wusste halt, dass es von meinem Vater ein Traum war, dass ich eben das schaffe.
00:28:28: Zu der Zeit war das eben noch nicht der Fall.
00:28:30: Der hatte gerade zuvor noch meinen ersten Profibetrag mitverhandelt.
00:28:36: Aber ob ich es dann wirklich schaffe, das hat er dann nicht mehr miterlebt.
00:28:39: Aber diese, sagen wir mal mal Blöße, wollte ich mir jetzt nicht geben, jetzt irgendwie aufzuhören, sondern... Er ist so, jetzt erst recht, jetzt noch den Traum von meinem Vater und meinen Traum natürlich auch, das zu verwirklichen.
00:28:55: Das war Anspor noch zehn.
00:28:57: Und der Fußball gab mir einfach Halt, gab mir Struktur.
00:29:02: Das ist, glaube ich, in gewissen Bereichen im Leben sehr wichtig.
00:29:08: Und zu der Zeit war es eben das Richtige für mich.
00:29:11: Trauer gehört auch auf jeden Fall dazu.
00:29:13: Das muss auch sein.
00:29:15: Jeder ist da auch sehr individuell.
00:29:17: Aber durch den Fußball, oder mit dem Fußball habe ich auch gelernt, damit umzugehen.
00:29:24: Und habe da auch um einen gewissen Stärke rausgezogen.
00:29:30: Und ich wollte es umso mehr jedem beweisen.
00:29:34: Und deswegen war die Zeit sehr prägend für mich allgemein.
00:29:37: Also das war alles Schlag auf Schlag.
00:29:40: Aber letzten endes war das eine ganz wichtige zeit in meinem leben wo ich mich vor allem dann viel viel besser kennengelernt habe nach hinein und dann war das einfach nur noch ansporn.
00:29:52: und ja mit der familie im rückeln die vielleicht noch zu noch mehr zusammen gerückt ist wollte ich das dann unbedingt schaffen.
00:30:02: Gibt's irgendwas, was du ihm gerne noch mal gesagt hättest oder was?
00:30:07: Nein, ich
00:30:07: glaube, das würde ich stolz machen, jetzt zu sehen, was für eine Karriere ich eingeschlagen habe, wie meine Karriere auch durchlaufen ist.
00:30:15: Das ist natürlich auch ein Auf und Ab zum Teil gewesen.
00:30:18: Aber ich glaube, im Leben geht es auch darum, durch... durch die tollen Zeiten zu gehen, aber auch durch schwere Zeiten zu gehen.
00:30:27: Das stärkte Persönlichkeit, das lässt sich wachsen.
00:30:30: Und ich glaube, ich stehe jetzt heute hier mit, mit thirty-six Jahren und bin ein gestandener Mann, der schon einiges erlebt hat, der ja viele Facetten im Leben kennengelernt hat, im Fußballgeschäft kennengelernt hat.
00:30:46: Und da ... Das lasse ich mir dann auch nicht nehmen und das Gefühl bleibt und das ist eigentlich mittlerweile ein sehr schönes Gefühl.
00:30:54: Lass uns noch mal das, was wir vorhin besprochen haben, mit Hermann Gerland besprechen, weil was ist ich total schwann von, wenn man Holger Bartstuber Vater im Internet kommt, als allererstes ein Bild von Hermann Gerland.
00:31:08: Also
00:31:08: mein Vater und Hermann Gehler haben zusammen den Fußball-Lehrer gemacht.
00:31:12: Und die Verbindung ist dann eben geblieben über die Jahre weg.
00:31:15: Und er wusste dann auch von meiner Geburt, der Hermann Gerland.
00:31:19: Und so ist dann halt deren Freundschaft gewachsen.
00:31:24: Und ich bin dann meinen früheren Jahrhahn, wo ich zum Teil noch beim VfB gespielt habe, auch mal den Hermann Gerland ab und zu mit seiner Familie zusammen gesehen und besucht.
00:31:35: Und da war halt so eine Verbindung da.
00:31:38: Heißt aber nicht, dass er mich nicht extra noch geschliffen hätte.
00:31:41: Er hat mich schon auch ordentlich zusammengestaucht, etc.
00:31:46: Also das war eher ein Minuspunkt, weil er sich auch nicht die Blöße geben wollte, dass man ihm was hinterherruft.
00:31:57: Deswegen ... War eine gewisse Verbindung da, aber hat jetzt nichts damit zu tun, dass sie daraus irgendwie ein Bonus entstanden hat im Gotteswillen.
00:32:04: Ganz im Gegenteil, ich glaube, das ist ja auch gerade so die gängige Redewendung, dass man sagt, der Sohn vom Coach hat es immer am allerschwersten.
00:32:10: Ja,
00:32:11: und im Endeffekt zählt halt Leistung.
00:32:13: Da kann ich so viel Verbindung haben wie noch was, aber wenn ich halt nicht leiste, dann schaue ich es bei Bayern München einfach nicht.
00:32:19: Punkt.
00:32:20: Wie war das denn dann?
00:32:21: Also das ist ja eigentlich ein wunderbarer Full Circle Moment.
00:32:24: Dieser Mann hat davon erfahren, dass du geboren wurdest und hat dann irgendwann diesen Kit zu den Profis auch mit entstehen lassen.
00:32:30: Wie war das dann, als du eben diesen Profi-Vertrag bekommen hast?
00:32:35: und dann ist da Louis van Haal, du spielst neben dem Demi Kaelis, einem Luca Toni.
00:32:42: Wie war das für dich als junger Kerl hochzukommen und dann zu sehen so, oh krass, ich bin jetzt ein paar of the team.
00:32:49: Ja, gewisserweise ist es surreal, aber ich habe das natürlich angenommen.
00:32:54: Also das war alles so nahtlos, zwei Jahre U-Twenty und dann hoch direkt und dann direkt so einen großen Trainer zu haben, der natürlich durch Hermann Gerland sehr viel von dir weiß, dich einschätzen kann und dich dann auch fördert, weil er das im Vergangenheit bei Ajax Amsterdam auch mit.
00:33:15: einen großen Namen gemacht hat, wie Clarence Dorff wie Edgar Davids und viele weitere.
00:33:20: Also er ist halt ein Jugendförderer gewesen und hat ja auch ins kalte Wasser geschmissen und hat natürlich dann auch meistens das Vertrauen zurückbekommen, was er ihnen geschenkt hat.
00:33:33: Und so war es bei mir auch.
00:33:34: Also da war jetzt nicht großes, ja, wow, in welcher Welt bin ich denn, sondern ich bin da.
00:33:40: Wow, das könnte jetzt ganz schnell gehen.
00:33:42: Es gibt Gas, Holger.
00:33:44: Du hast einen Trainer, der auf junge Spiele setzt.
00:33:48: Das ist Timing, das ist gut.
00:33:51: Hätte natürlich auch anders laufen können.
00:33:53: Und jetzt gibt Gas.
00:33:54: Und so ist dann auch gekommen.
00:33:56: Also ich habe dann von Anfang an, glaube ich, sehr viele Spiele absolvieren dürfen.
00:34:02: Konnt ihr das Vertrauen zurückzahlen?
00:34:04: Klar war auch immer wieder Momente dabei, die vielleicht nicht so liefen, aber das ist ganz normal mit zwanzig.
00:34:10: Das wird vielleicht auch Nenakal noch kennenlernen, aber es kommt immer daheim.
00:34:13: und dann kommt eben die Lernphase, wo es noch vielleicht nicht so läuft, aber das ist normal und das sollte man diesen jungen Spielern auch zu gut halten und eben auch erlauben.
00:34:27: Und das war eben eine Wahnsinns-Erste-Sersau für mich.
00:34:31: Plus dann noch WM.
00:34:33: Also das war alles ein... Schwer zu fassen, weil du einfach abliefern musstest.
00:34:42: Du warst im Tunnel, du warst im Fokus.
00:34:44: Erst realisiert habe ich das wirklich nach der WM, was ich jetzt in diesem Jahr geschafft habe, was ich da gereistet habe, welchen Stellenwert ich auf einmal habe.
00:34:56: Und dann kommt man mal zu ruhig und realisiert das.
00:35:00: Ich stelle mir das in so einem Alter fast schon gruselig vor mit diesem Druck.
00:35:05: Natürlich, du bist natürlich auch über die Jugendakademie und so weiter, wurdest du auch von Hermann Gerrand und so geschliffen, damit du damit umgehen kannst.
00:35:11: Aber trotzdem ist ja junger Typ unter Van Hal direkt Stammspieler, dann wirst du noch in die Nationalmannschaft berufen, fliegst mit nach Südafrika, alles geil, aber da ist es ja wirklich alles gegeben, um mental, gerade als junger Kerl, völlig durchzudrehen.
00:35:26: Wie haben dir diese Werte, die mir vorhin gesprochen haben, deine Eltern, die dir die Träner mitgegeben haben, da geholfen, also bei dir zu bleiben und nicht geil Lambo hier, Hütte da und auf geht's?
00:35:40: Gut, das ist natürlich von der Elternsicht her, die vermittelt worden.
00:35:44: Und das wollte ich auch nicht.
00:35:45: Mir ging es um Fußballspielen.
00:35:46: Ich wollte Teil dessen sein, ich wollte Spaß haben, ich wollte meine Leidenschaft nachgehen.
00:35:51: Da geht schon mal, also wenn du was mit Spaß macht, wirklich Bock hast auf was.
00:35:55: Dann denkst du nicht zu sehr an diesen Druck.
00:35:58: Klar gibt es immer wieder Druckphasen in der Karriere und gerade bei speziellen Spielen ist er vielleicht ein bisschen höher, aber damit musst du halt in Wirl umgehen können.
00:36:06: Da gibt es ja heutzutage auch viele Tools und viele Möglichkeiten, noch viel mehr wie vor fünfzehn Jahren.
00:36:13: Aber wichtig war für mich auch der Halt innerhalb der Mannschaft.
00:36:19: Die Mannschaft war eine gute Truppe, also von der Persönlichkeit war sehr unterschiedlich, aber Deswegen ist der Mannschaftssport halt auch toll, weil man dann den anderen mal auffangen kann, den anderen mal gut zureden kann, der andere vielleicht in einem Tief ist, vielleicht, wie gesagt, und da klärt sich dann vieles selber innerhalb der Truppe und das finde ich schön.
00:36:40: Und bei mir war es eben, das habe ich auch schon sehr, sehr oft gesagt, ein Markt von Bummel sehr wichtig als Mentor, als derjenige, der einfach schon vielen dem Geschäft erlebt hat.
00:36:52: Arjen Robben, der von Real Madrid kam, Bastille Schweinsteiger, der eben dann zu einer Großform ausgelaufen ist, der dann wirklich den großen Schritt gemacht hat zum nahezu Weltstar nach der WM.
00:37:06: Und die waren für mich schon wichtige Faktoren in der Phase, wo man begonnen hat.
00:37:13: Und das braucht jeder junger Spieler.
00:37:15: Deswegen ist es auch wichtig, dass man Lennart Karletz Wir bleiben immer über den Beispiel, aber dass er natürlich auch Leute hat innerhalb des Teams, mit denen er sich gut versteht, die ihm wohlgesonnen sind, die ihn auch einschätzen können.
00:37:28: Und dann, wenn halt mal der Zeitpunkt kommt, das Richtige zu ihm sagen.
00:37:33: In welcher Form auch immer.
00:37:34: Ich weiß nicht, ich kenne ihn nicht, ich kenne ihn leider nicht, aber das ist einfach wichtig, dass es innerhalb der Truppe dann auch wie so Mentoren gibt, die dich dann in... guten Phasen, aber auch in schweren Phasen unterstützen.
00:37:52: Einer der schwersten sportlichen Phasen begann für dich am ersten Dezember.
00:38:00: Das war Heimspiel Allianz Arena gegen den damals amtierenden Meister BVB.
00:38:06: Du bist in Zweikampf gegangen, hast dich ein bisschen im Boden verhakt, saß zumindest aus.
00:38:12: und dann sieht man, wenn man die Zeitlupe anmacht, einmal wie das Knie einmal so macht und jedes Kreuzband heißt.
00:38:19: Weißt du noch, was so das Erste in deinem Kopf war, was dir da abging, als du gemerkt hast, irgendwas stimmt nicht?
00:38:24: Weil es gibt so eine kurze Verzögerung, wo du erstmal ein, zwei Sekunden gar nicht merkst, was passiert ist und dich dann vor Schmerz verkrümst.
00:38:34: Und das tut einem selber weh, wenn man das sieht.
00:38:37: Weißt du noch, was in diesen Momenten in deinem Kopf abgegangen ist?
00:38:40: Die Situation weiß ich ganz genau noch, ja, auch nach so vielen Jahren.
00:38:43: Aber letzten Endes ist es so, wie es ist und ... Das war gewisse Umstände in diesem Zweikampf.
00:38:51: Ich habe einen Ball gehabt.
00:38:53: Auf der anderen Seite ist mein Mitspieler Javi Martinis noch über mich drüber gestolpert.
00:38:58: Dann konnte ich es auf der anderen Seite nicht halten.
00:39:02: Das hätte ich gar nicht raus müssen.
00:39:04: Aber ich bin halt ein Spieler gewesen, der auch immer nach vorne verteidigt hat.
00:39:08: Und das er auch geliebt hat, nicht immer sich zurückzuziehen, sondern auch mal das Risiko dann auch einzugehen.
00:39:14: Endeffekt habe ich ein Ball gehabt.
00:39:19: Das ist richtig.
00:39:19: Ja, das andere Spieler hätte gesagt, ich gehe das Risiko nicht ein, aber ich bin halt nie so ein Spieler gewesen.
00:39:25: Ich bin schon mit dem Ball schon ein Risiko eingegangen mit meinem Passen, aber dann auch gegen den Ball nicht nach hinten immer gewichen.
00:39:33: Ich mochte das nie.
00:39:34: Das war für mich jetzt nicht verteidigend.
00:39:35: Das war so ein bisschen kuschen zum Teil.
00:39:38: Und das habe ich auch in der Situation nicht gemacht.
00:39:42: Und ja, das war da eben...
00:39:43: eine
00:39:44: Aktion in eine ganze Verkettung an komischen Umständen.
00:39:51: und dann letzten Endes merkst du halt, dass da irgendwas komisch ist, dass da irgendwas passiert ist, da so ein Geräusch auch gehört oder innerlich gemerkt und dann wusstest du schon, dass da was Gröberes ist.
00:40:06: Nichts jetzt so trotz, klar, dass es einschneiden in eine Karriere, das ist aber auch Teil des Berufs Risiko.
00:40:15: Das gehört dazu.
00:40:17: Und das Wichtigste ist dann auch wieder darum, daraus zu lernen, wie man mit solchen Situationen umgeht im Leben.
00:40:25: Wichtig ist erst auch wieder da das Umfeld.
00:40:29: Wichtig sind natürlich auch die Operationen, die bei mir halt auch dementsprechend nicht perfekt waren.
00:40:34: Deswegen hat sich das auch ein bisschen länger gezogen.
00:40:38: Aber wie gesagt, da kommen immer Umstände zu und das sind halt die Herausforderungen um Leben.
00:40:42: Und ich seh das halt heute mit thirty-six Jahren anders, wie damals.
00:40:45: Klar, damals war, das war die Hölle.
00:40:48: Ich war auf einem sehr guten Weg, wirklich war feste Größe über Bayern, feste Größe in der Zahnmannschaft.
00:40:55: Auf dem Weg wirklich den nächsten Schritt, wirklich, ich sag mal Richtung... ganz oben zu machen, in meinen jungen Jahren, mit den Dreiundzwanzig, wo ich halt sage, wow, da will ich hin und da gehöre ich auch hin zu der Zeit und das hat mich dann halt von dem Weg abgebracht.
00:41:12: Und dann kommst du vom einen auf den anderen Tag von der Mannschaftssport in den Einzelsport.
00:41:18: Du bist einfach erstes Spiel, du musst da selber durch.
00:41:21: Und da hilft dir keiner, weil die Mannschaft geht ihr einen Weg weiter.
00:41:27: Du willst natürlich immer dabei sein, du hoffst natürlich auch und Ich bin da auch wirklich immer vom Fernseher gesessen, aber ich musste meinen Weg zurück selber mehr arbeiten.
00:41:39: Mit anderen Trainingsmethoden, mit Geduld, was für mich immer der Horror war am Anfang, weil Geduld, das ist nicht mein Spezialgebiet gewesen, aber das muss man dann auch lernen und heuer sehe ich das halt schon als einstünde in meinem Leben, der mir sehr viel gebracht hat.
00:41:56: Hätte, hätte... Fahrradkette, das fragen alle immer.
00:41:59: Ich bin ja eigentlich einfach kein Mensch.
00:42:01: Ich such da nach Lösungen.
00:42:03: Ich hänge nicht in der Vergangenheit rum.
00:42:04: Ich mag eigentlich nicht so gerne über die Vergangenheit reden, weil was bringt es mir?
00:42:09: Es war eben so dort und dann geht es weiter und man sucht wieder aus der Situation das Beste zu machen.
00:42:16: Da kommt auch in der Phase Taylor dazu, aber da geht man auch wieder durch.
00:42:20: Deswegen ist das Umfeld dann auch wieder sehr entscheidend.
00:42:24: Und dann hat sich das gezogen, dann kam ich vom mentalen Zustand, hätte deutlich besser zurück.
00:42:30: Aber dann kam halt wieder ein paar Sachen dazu und dann hat sich das auch nochmal gezogen.
00:42:35: Und dann nach so mal um drei Jahren war dann das alles so abgehakt.
00:42:39: Der Körper hat gesagt, okay, jetzt ist mal wieder gut.
00:42:43: Und dann ging eigentlich alles wieder und ich habe auch ein ganz anderes Körpergefühl gehabt.
00:42:48: Ich habe eine ganz andere Persönlichkeit entwickelt.
00:42:51: Ich habe einen anderen... andere Wahrnehmung von dem ganz Chef gehabt, mehr andere Wahrnehmung auf dem Platz.
00:42:58: Und das war für mich schon sehr wichtig, also sehr wichtig.
00:43:01: jetzt so nach hinein.
00:43:03: Deswegen kann ich sagen, so scheiße, es ist irgendwas, es ist gut.
00:43:08: Und jetzt, wie gesagt, kann ich drüber mittlerweile ein bisschen schmunzeln, weil ich einfach sehr viel, ich habe einfach sehr viel erlebt in der Karriere.
00:43:15: Das ist einfach so.
00:43:15: Ich finde das wahnsinnig, was du meinst, dass du das Heute siehst, weil das eigentlich die mit am längste Verletzung war, die ein Bundesligaspieler hatte.
00:43:26: Einhundert und eins verpasste Spiele, fünfhundert und dreißig Tage.
00:43:29: Das geht schon richtig an die Substanz.
00:43:31: Du kamst dann zurück, dann kam bei den Bayern weder, wie eigentlich fast immer, eine enorm dominante, eine wahnsinnig erfolgreiche Zeit.
00:43:39: Wir könnten da jetzt Schritt für Schritt nochmal durchgehen, aber ihr könnt das auch auf Wikipedia nachlesen.
00:43:45: Der nächste Step war dann eine Ausleihe nach Gelsenkirchen auf Schalke.
00:43:51: Und dann, das war glaube ich ein halbes Jahr, und dann ging es zum VfB.
00:43:55: Zu deiner Jugendstation.
00:43:57: Da müssen dir doch eigentlich absolut zwei Herzen in der Brust geschlagen haben, weil natürlich... FC Bayern, deine große Liedel, du warst da ewig lang, dann ist es aber jetzt nicht ein Verein, zu dem du gar keine Beziehung hast, zu dem du zurückgehst, sondern es ist ja dein Jugendverein, bei dem dein Papa auch noch gecoacht hat und so weiter.
00:44:13: Wie war das dann?
00:44:15: Das
00:44:15: war dann schon so, erst mal natürlich ein komplett anderes Setting, weil Bayern München erfolgsverwöhnt.
00:44:24: Immer in Meisterschaft und zu einem Verein, der schon davor die Jahre wirklich Probleme hatte, Vereinsführung gefühlt, halbjährlich ausgetauscht, einfach kein gestandener Verein mehr war.
00:44:41: Ich kannte den VfB unter Maja Vorfelder und da war das einfach ein gestandener Mann, der in der Spitze des Vereins war, der den Weg vorgegeben hat.
00:44:52: Jungen Wilden noch und so weiter und so fort.
00:44:55: War ein sehr gutes Spiel, ein magisches Dreh, etc.
00:44:57: Also, die hatten ja sehr gute Phasen in der Historie.
00:45:01: Aber zur damaligen Zeit, wo ich zurückgekommen bin, war der Verein schon dreimal Reset.
00:45:06: Und es hat immer noch nicht gefruchtet.
00:45:08: Und da kamen immer wieder Leute auch in die Vereinsführung, die zum Teil das erste Mal auf dieser Position waren, die nicht gestanden waren, die Mischung war nicht gut.
00:45:18: Viele junge Spiele, also ganz... ganz andere Ausrichtungen von der Mannschaft her.
00:45:23: Und ich kam da eher als erfahrener dazu.
00:45:26: War ein ganz anderes Setting für mich, wo ich mich auch erst reinfinden musste.
00:45:34: Aber ich hatte natürlich eine Verpflichtung, weil ich war derjenige, der von mehr oder weniger Bayern München kam und wollte natürlich da schon auch meine Verantwortung gerecht werden.
00:45:45: Das erste Jahr war auch für das, woher wir kamen.
00:45:49: Zu dem, wo wir dann letztendlich standen, war es sehr gut.
00:45:53: Aber dann fing halt die Probleme wieder an.
00:46:00: Wechsel in der Führungshetage und so weiter.
00:46:02: Also, das haben wir so mal so machen.
00:46:05: Deswegen freut es mich heute so extrem, dass der VfB Stuttgart da steht, wo er steht.
00:46:10: Zurecht
00:46:11: da steht, wo er steht.
00:46:12: Mit einer tollen Vereinsführung, mit einer klaren Hierarchie.
00:46:15: mit Personen auf gewissen Positionen, die wirklich Experten sind und das ja wie ein Unternehmen heute zu sehen.
00:46:26: Und deswegen macht es mich extrem froh, dass der VfB wieder zurück ist und die Fans freuen sich da auch und ich bin halt auch heute Mittlerweile ein Fan von VfB.
00:46:37: Schön.
00:46:38: Wie kam es dann, wir hatten das ganz am Anfang schon mal angeschnitten, dass du diesen Step nach Luzern noch mal gegangen bist?
00:46:44: Ich wollte ins Ausland.
00:46:46: Egal, jetzt wohin.
00:46:47: Und dann
00:46:47: Schweiz?
00:46:48: Ja, gut.
00:46:48: Und dann Schweiz, dann kam das eben so.
00:46:50: Ich war einfach nochmal, ich wusste, okay, jetzt werde ich nicht mehr so lang spielen.
00:46:56: Mir war schon bewusst auch, ich will unbedingt, erstes selber entscheiden, wenn ich aufhöre.
00:47:03: Und damals war es noch zu früh.
00:47:05: Und ich wollte auf der anderen Seite gesund aus meiner Karriere rausgehen, weil ich habe genügend, glaube ich, verschleißen Kap.
00:47:14: Und ich wollte einfach nach meiner Kehre mobil alles machen können, worauf ich Bock habe.
00:47:20: Sicherlich muss ich was tun dafür, aber im Allgemeinen möchte ich alles ausüben können, worauf ich Lust habe.
00:47:27: Und ich bin ein sportlicher Mensch, nach wie vor.
00:47:29: Und das ist mir auch sehr wichtig, weil es weiterhin ein Filter für mich ist.
00:47:33: Und deswegen bin ich nach den Luzernen angewechselt, in die Schweiz einfach mal ein bisschen vom Radar verschwinden, so ungefähr.
00:47:40: Und das war auch eine prägende Zeit, das war einfach... Jetzt nachher auch vielleicht, auch wenn ich es mir vielleicht ein bisschen anders vorgestellt hätte, trotzdem auch eine Erfahrung, die ich mir nicht nehmen lassen möchte.
00:47:52: Und somit war das eine Abrundung, wo ich wirklich sehr happy damit bin und dann auch die Karriereende, das Karriereende verkündet habe und dann auch wirklich einen Haken druntersetzen konnte unter meiner Karriere und sagen konnte, krieg ich ab alles Mögliche versucht.
00:48:10: Es ist nicht immer alles.
00:48:11: gelungen, aber ich glaube, meine Karriere können sich sehen lassen.
00:48:15: Die Titel sind in meiner Tasche.
00:48:18: Ich habe in eine tolle Generation gespielt, eine tolle Generation bei Bayern München, eine tolle Generation bei der Nationalmannschaft, also eine prägende Generation, würde ich sagen, wo der Erfolg damit verbunden wird.
00:48:29: Und das ist mir auch sehr wichtig.
00:48:32: Und somit kann ich, glaube ich, von einer guten, sehr guten Karriere sprechen.
00:48:41: kann das Kapitel mehr ganz ruhig beenden.
00:48:45: Das ist schön.
00:48:46: Wenn man jetzt mal in die Zeit nach dem Karriereende geht, dann kann man den, zumindest im Bayern-Kosmos vor allem, aber auch teilweise darüber hinaus, dann wird der Name Holger Bartstuber oft mit dem Namen oder oft mit dem Beiwerk Legende versehen.
00:49:04: Wo ich mir jetzt denke und auch, wie ich dich jetzt kennengelernt habe, du bist thirty-six, du wirkst mir wie ein ganz entspannter normaler Dude.
00:49:12: Für mich wäre das irgendwie weird.
00:49:14: Aber das sag ich jetzt nur, also du kannst eine völlig andere Meinung dazu haben.
00:49:17: Aber so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein,
00:49:26: so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so ein, so Kann man mich in zwanzig Jahren vielleicht nennen aus gewissen Gründen.
00:49:39: Jetzt nehme ich es an, aber alles gut.
00:49:44: Für mich ist wichtig, dass ich den Respekt der Leute habe.
00:49:48: Das ist mir wichtig.
00:49:50: Weil für mich war es auch immer wichtig in den schweren Phasen, in denen ich war, Vorbild zu sein.
00:49:57: Vorbild zu sein, weil das kann jedem passieren.
00:49:59: Das ist einfach das Berufsrisiko.
00:50:01: Und zwar in vielen Sportarten.
00:50:03: Beim einen Sport sind es eben die Verletzungen, die häufiger auftreten, beim Fußball sind es die.
00:50:07: Beim Handball ist vielleicht mir die Schulter.
00:50:10: Auch Kreuzmeldrisse beim Basketball.
00:50:11: Also es gibt viele mögliche Verletzungen, die einfach in einer Karriere, in einer Profikarriere auftreten können.
00:50:19: Manche müssen ihre Karrieren deswegen auch beenden, früh aufgeben.
00:50:23: Und für mich war es immer wichtig, dass ich alles Mögliche versuche, um wieder auf den Platz zu stehen.
00:50:29: Vorbild zu sein für für Sportler, denen es ähnlich geht und vielleicht ihnen auch ein bisschen Vorbild sein, um vielleicht Kraft wieder in diesen Phasen zu schöpfen.
00:50:40: Das war für mich immer ganz wichtig und deswegen soll ich dann auch Oder ist mir dann es auch wichtig, dass ich dafür dann auch Respekt bekomme?
00:50:50: Ja, ich hab das gewöhnt, den bekommst du und das ist wahrscheinlich auch so, wir sind jetzt hier gerade in deinem Office mitten in der Münchner Innenstadt, wenn du hier rausgehst, um irgendwie Mittagessen zu holen oder solche Leute werden dich ja auch erkennen und auf dich zukommen.
00:51:01: Da würde mich interessieren, wie ist diese erste Begegnung, wenn du entweder Menschen auf der Straße, aber vielleicht auch in einem Business-Context heutzutage, wenn die auf dich treffen, wie gehen die auf dich zu?
00:51:14: Ich bin doch kein Profiler, aber gut, das kommt auch immer drauf an, wie ich auf die Leute zugehe.
00:51:21: Ich denke, dass ich relativ locker bin.
00:51:25: Natürlich war ich immer ein Spieler, der jetzt nicht der Klassenklauen war.
00:51:28: Ich war immer schon seriös und habe versucht, ein gestandener Fußballer zu sein, ein gestandener Persönlichkeit zu sein.
00:51:37: Auch wegen meiner Position als Innenverteidiger, glaube ich, ist es falsch, wenn du da du ein Clown bist, weil die Mannschaft muss dich auf dich verlassen.
00:51:46: Da musst du auch gewisse andere Attribute an den Tag legen.
00:51:52: Und so bin ich halt euch heutzutage auch.
00:51:55: Klar, mit einem gewissen Abstand wird man einfach relaxer.
00:51:57: Man ist nicht mehr in diesen Fokus drin, man ist nicht mehr diese Bubble drin.
00:52:01: Ich habe jetzt viel kennengelernt, auch außer hat das Fußballgeschäfts und das macht mir jetzt Spaß.
00:52:06: Deswegen bin ich vielleicht jetzt auch ein bisschen offener für vieles Neues.
00:52:09: Das merkt natürlich auch auch die Leute.
00:52:12: Und sofern man mir jetzt nicht mit bösen Worten entgegen kommt, da bin ich ein, wie gesagt, sehr entspannt und freue mich auch, wenn Leute mich ansprechen.
00:52:22: Aber kann genauso gut allein im Wald verbringen und meine Ruhe haben.
00:52:28: Also gibt eben auch verschiedene Facetten und ich bin froh, wenn ich beide kann.
00:52:34: Ich finde das so spannend, weil diese Welt auch ein bisschen neu ist.
00:52:37: noch für mich, wenn ich so sehe wie mit Ex-Profis und auch teilweise Prominenten sei jetzt einfach mal so umgegangen wird teilweise, sei das jetzt auf irgendwelchen Treffen-Veranstaltungen wie auch immer, es bildet sich ganz schnell in der Traube und danach fängt ein Geschleime an vom anderen Stern.
00:52:56: Und das ist einerseits ein... Also das hat auch was Menschliches, dass man sagt, man will natürlich dem gegenüber gefallen.
00:53:02: Man will nicht nerven und so weiter.
00:53:05: Wenn ich mich in deine Position aber reinversetzte, dann weiß ich doch nie, wer gerade welche Absicht mit mir hat.
00:53:12: Das würde mich völlig wahnsinnig machen.
00:53:14: Aber das ist auch wieder was im Fußballgeschäft.
00:53:18: Ich krete jetzt immer auf dem Fußball oder in der sozialen Gruppe.
00:53:21: Du kannst gut Leute einschätzen, ne?
00:53:23: Weil du musst ja auch deinen Mitspieler... Vertrauen oder nicht vertrauen.
00:53:26: Du kriegst ein gutes Gefühl für Persönlichkeiten.
00:53:31: Wer es gut mit dir meint, wer es nicht gut mit dir meint, auf wen du bauen kannst, auch in schweren Momenten.
00:53:36: Und das musste ich lernen.
00:53:39: Das war schon eine Aufgabe für mich auch in den Phasen, wo es im ... Wow, wo oben auf war.
00:53:46: Also Nationalspieler, alles ist nachgelaufen.
00:53:48: Du kriegst als Nationalspieler den roten Teppich ausgelegt.
00:53:52: Das war noch erfolgreich.
00:53:54: Das musst du einschätzen, aber du musst auch einschätzen, dann dein Umfeld, wenn's halt nicht so läuft.
00:53:58: Und da hab ich's kennengelernt, da hab ich München kennengelernt, da hab ich die Gesellschaft kennengelernt, da hab ich die Schulterklopfer kennengelernt, aber hab auch die echten Freunde kennengelernt.
00:54:07: Und die Leute, die mir bleiben und die ich halt irgendwann mal nicht mehr meiner Seite möchte.
00:54:19: Und da musst du auch ganz gerade differenzieren.
00:54:21: Und die Schulterklopfer kommen ganz schnell.
00:54:22: Aber wir sind auch ganz schnell wieder weg.
00:54:25: Und das war für mich schon ne, ja, das ist mit dem Gedächtnis geblieben und das habe ich sehr, sehr früh kennenlernen müssen.
00:54:35: Aber heute Tage bin ich froh.
00:54:36: Deswegen, ich bin jetzt, das bin ich schon noch gewohnt und ich kann glaube ganz gut Menschen einschätzen.
00:54:42: Aber muss auch sagen, ich glaube, das geht jedem so.
00:54:44: Manchmal im Leben, da sind es einfach Wegbegleiter, die bleiben da einen für eine Zeit lang und irgendwann geht es auseinander aus irgendwelchen Gründen und auch muss nicht Schlimmes passiert sein, aber manche bleiben halt von dem langen und die sind meistens nicht mehr als in Hand voll.
00:54:58: Du wurdest kurz vor deinem Verletzungs-Comeback von jemandem bei der Sz gefragt, da gab es ein Artikel über dich, wie viele echte Freunde du hast und da hast du fünf gesagt.
00:55:09: Würdest du sagen, es sind mehr geworden seitdem?
00:55:11: Nein.
00:55:11: Das
00:55:12: ist eigentlich schön.
00:55:13: Was heißt schön?
00:55:14: Ich bin jetzt nicht verschlossen, dass es
00:55:15: nicht mehr
00:55:16: werden.
00:55:17: Aber ich weiß, wer mein Umfeld ist, wer mir wichtig ist.
00:55:23: Es sind immer Leute, die eigentlich sehr ähnliche Werte vertreten.
00:55:29: Natürlich kenne ich durch das Geschäft, kenne ich durch die ganzen Vergangenheit sehr, sehr viele Leute, aber mit denen ich auch gut bin.
00:55:37: Aber so wirklich enges Umfeld ist das halt die Handvoll.
00:55:40: Genau, deswegen finde ich das schön, weil die Leute immer ein bisschen suspekt waren, gerade so in der Jugend, oder wenn man so Anfang zwanzig ist, dann kommen Leute und sagen einem, ich habe zwanzig verschiedene Freunde und so.
00:55:51: Ich habe vier maximal fünf, die ich jetzt wirklich zu meinen engen Freunden zählen würde.
00:55:56: Aber
00:55:57: wie definiert man Freunde?
00:55:58: ist auch individuell, aber für mich ist es halt wirklich jemand, der meiner Seite ist, der langfristiger meiner Seite ist, der mich... Ja, offen gegenüber sein kann, der mir seine Meinung gegen kann, dem ich meine Meinung gegen kann.
00:56:14: Und der eben dann da ist, wenn ich ihn brauche.
00:56:18: Absolut.
00:56:19: Das ist eigentlich ein Schlüssel für Sport.
00:56:21: Wir beenden den Podcast, wir beenden den Deep Dive immer mit einer Frage, die ich allen und unseren Gästen stelle, nämlich die sogenannte Alien-Frage.
00:56:29: Stell dir mal vor, Aliens landen auf der Welt und die haben keine Ahnung, wie der Mensch funktioniert, wie, was Fußball ist, was Sport ist und so weiter.
00:56:37: Und Sie sehen, dich in dem Fall, wie du dich dein Leben lang vermeintlich abmüsst für eine Sache, für so eine runde Kugel, der du hinterherläufst, dich da verletzt und dann noch mehr reingibst und um noch mehr mit dieser runden Kugel zu spielen, sie verstehen es nicht und sie kommen zu dir, weil du offenbar Ahnung davon hast und sie fragen dich, Holger, warum das Ganze?
00:57:00: Was sagst du ihnen?
00:57:03: Man ist ja im Leben irgendwie immer auf der Suche.
00:57:06: Ich bin auf der Suche nach, wo zieht es mich hin?
00:57:10: Was sind meine Interessen?
00:57:11: Was bin ich da?
00:57:13: Und ich glaube, das ist eigentlich die Suche nach dem Warum.
00:57:20: Und ich glaube, ich habe jetzt einen Teil dieser Suche abgeschlossen, weil ich einfach einen Teil meines Lebens, ein Kapitel meines Lebens abgeschlossen habe.
00:57:30: Und jetzt geht es in die nächste Suche rein.
00:57:33: Wo gibt es für mich die nächste Aufgabe?
00:57:35: Was gibt es für mich noch im Leben?
00:57:37: Ich bin offen.
00:57:39: Und das ist, glaube ich, immer diese, jetzt nicht diese unruhige Suche, sondern ich freue mich drauf.
00:57:44: Was bringt das Leben für mich?
00:57:45: Ich kann es, also das kann ich ein sagen, das Leben ist nicht groß planbar.
00:57:50: Man kann es visualisieren, aber es... Das Leben ist nicht großvorhersehbar und es kommen immer wieder Einschnitte im Leben.
00:57:57: Und mit denen muss man halt zurechtkommen, die Lösungen finden.
00:58:00: Aber ich bin gerne auf der Suche, was das Leben für mich bereithält.
00:58:05: Und das würde ich, glaube ich, diesem Alien sagen.
00:58:09: Holger, vielen, vielen Dank dir.
00:58:10: Danke dir ehrlich für deine Offenheit auch über die Themen zu sprechen, die vielleicht nicht ganz so angenehm sind.
00:58:15: Danke dir, danke euch.
00:58:17: Wir hören uns nächste Woche wieder, sehen uns nächste Woche wieder bei der nächsten Folge, deep dive, lasst uns gerne eine gute Bewertung da, folgt uns rein, um nichts mehr zu verpassen und dann sehen wir uns nächsten Dienstag um null Uhr überall, wo es Podcasts gibt und ab achtzehn Uhr auf YouTube.
00:58:30: Danke.
00:58:32: Ciao.
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